SigPhi · Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vorlesungen über die Philosophie der Religion

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3tt bemerfen ifi J^ier^ bag e^ 9legert)olter giebt^ bie ben (glauben l^abeU; f ein SDlenfc^ fierbe eine^ naturtid^enä^obe^z bie Statur fe^ nid^t bie SDladl^t über il^n^ fonbem er übet f(e. & ffnb bief bie ®alta^ unb ©aga^^^orben^ bie a(^ bie toiU befieu; ro^^fien Eroberer feit bem ^al^r 1542 an bie Mafien, aM bem inneren au^firömenb^ atle^ ttberfd^tüemmenb^ mel^t^ ma(^ gekommen ffnb. (&^ ifi iljinen ber STlenfdb in ber 6tärte feinet Sen)uf tfe^n^ ju l^od(^;. aU baß il^n fo etwa^ unbetannte^ iDie bie Slaturmad^t tobten tonnte. (S^ gefc^iel^t ba^^et^ bof Srtrantte^ bei benen ber ^anbtx erfolglos gettraud^t ifi^ t»on il^ren greunben umgebracht n^erben. 9(u(^ bie norbamericanifdj^en äßitben töbteten fo il^re alterfd^mac^en geltem; n)orin nidj^t )tt t^erfennen ifi^ baf ber SDlcnfd^ nid^t burd^ bie Statur umtom:« men foQ^ fonbem burdj) einen STtenfd^en foU il^m bie (Sl^tt »erben. Sei einem anbern SBoIte ifi e^ ber £)bet))riefier, t)on bem fie ben ©tauben l^aben^ baf aOe^ untergel^en vontbt, toenn er etne^ natflrtic^en ä^obei^ fiärbe^ er toirb be^l^alb tobtgefd^l<U gen^ fobatb er tränt unb fd^wac^ wirb; toenn bennoc^ einet an einer ^rantl^eit fiirbt^ fo glauben fie^ ein SInberet l^abe iliin burd^ gauber get6btet unb gauberet muffen ermitteln^ n>ei: bet 9}törbei: 2)ief ijl nun bie erfie ^ornt; tit noc^ nid^t eigenttid^ ' 9te^ Ugion genannt werben tann; gur Sleligion gel^ört wefenttid^ Hi STloment ber £)bttctit)itat; t>ai bie geiflige maä^t für ba^ ^nbit)ibuum; für ba^ einzelne tmpixiii^t ^ewußtfe^n iil^äßeife be^ Sltlgemeinen gegen t>a^ ©elbfibewuftfe^n erfd^eint; biefe £)bjiectit)irung ifi eine wefentlid^e Sejlimmung; auf bie ti anfommt. &ft mit il^r beginnt 9tetigion; ifi ein ®ott/ unb anäi bei bem niebriglien äSerl^ältnif ifi noenigfien^ ein Anfang bavon. ®er Säerg^ ber g(uf; ifi nid^t at^ biefer (SrbJ^aufc^ nid^t aU bief äBafer ha6 ®ätttid(^e^ fonbern aU (Sjrifiens be^ (SctM, eine^ 3Befentlid(^en unb SlQgemeinen.!£)ief finben wir aber bei ber 3<^ttberei aH iol^tx noc^ nid^t. S)ad einjelnc aSewuftfe^n aU biefer unb fomit gerabe t>it 9legation be^ Sltgemeinen ifi "^itv ba^ SRac^tige; nid^t ein @ott in bem gauberer^ fonbern ber g^^berer felbfi ifi ber ©efd^wörer unb Sefieger ber Statur; e^ ifi bieß bie 9leUgion ber ffd^ felbfi nod^ unenblid^en Segierbe^ atfo ber f[(^ felbfl gewtffen finnlid^en (Sin)etn^eit. Slber in ber 9teIigion ber gauberet ifi aud^ fd^on Ittiterfd^eibung be^ einjelnen^ em)>irifd^en!Bewußtfe^n^ t)on htm gaubemben unb biefer aU ba^ allgemeine befitmmt.;^ier« burdi^ ifi e^; baf f{d^ mi ber 3<^uberei bie 9leUgton ber ^an^ berei entwidtelt.

b. £)bfectit)e Sefümmungen ber Steligion ber Säuberet Sftit bet Itnterfd^eibung be^ Sinjelnen unb SIQgemeinen Htt1)anpt tritt ein!BerH(tnif bed @etbfibewuf tfe^n^ SU bem ®egenfianbe ein unb ^itt muf bie btof formelle Objectit^irung unterfd^ieben werben t)on ber wabrbaften. ^ene i^f bap bie geiftige SRad^t^ ®ott^ al^ gegenfiänbtic^ überliiatt))t für ba^ Sewuftfet^n gewuft wirb; bie abfolute Obiectioirung Die mmiMbaxe ffMi^kn. 291 ifl, baf @ott ifl, baf er getottft tDtrb aU an unb für fU^ fei^enb nad^ ben Sejümtnungett; bie bem @tifi an nnb ffit t!(^ jutommen.

SBa^ ttoir Ijiter {unäd^jl ju betrad^tet? l^aben^ ifl nur bie formelle ObjectitJtrttnfl. ©q^ gSerJ^ältnlf iji breierW «rt* 1.!S)a^ fubiectit)e eelbtlbetouftfe^ii; bie fubfectit^e @eifitgfett ift unb bleibt noc^ äJleificr unb ^err^ biefe leben^^ bige maä^t, biefe felbpetpufte maä^t; bie ^bealität hti eelbfiben)uf ti'e^n^ iji gegen bie iä)toaö)t Obfcctit^itat aU Wtaäit nod^ n)irtfam unb bt^alt bie £)bergen)alt.

3. aiber biefe 9tegatit)ität jeigt fd^ nur ein!Z)urd^gang^^ )>untt gu fe^n. 2)ie ®ei1iigfeit fomobl/ al^ aud^ ber natärlid^e fSiiUt, ber em^iriftbe^ unmittelbare ®eif{/ ber STlenfd^ erfennt f!d^ in ber 9teligion loefenttid^/ erfennt^ baf bad nid^t bie ®runbbe#immung ift, t»on ber Statur abbangig )u fet^n^ ton« bem f!d^ al^ Oeifl frei }u toifen. Sßenn bief aud^ auf ber niebrigtien @tufe nur eine formelle greif^eit ifl/ fo i^erad^tet bet äJlenfid^ bod^ bte Slb^änaigf ett ^ bleibt bei f!^^ giebt ben natütli^ieti gufatntnenbang pxtx6 unb untemirft bie Statur feiner SJlad^t e« ift eine anbete Stufe, wo bief gilt, »a£i eine .floatete Sleliflion fagt:,/@ott bonnert mit feinem ©onner unb' tt)irb bod^ nid^t erfannt// @ott tann etwa« ©ejTereö tl^un aU tmt bonnetn, tx tann jfc^ offenbaren, t)on ber fJlaturcrfd^einung läft fl(^ ber ®ei$ nid^t bejiimmen. S)a^ l^öl^ere SSerl^ältnif i|l bie freie aSerel^mng, baf ber SJlenfd^ bie SJlaci^t al^ freie el^rt, aU SEßefen ertennt, aber nid^t aU frembe^.

SBenn xoix alfo bit £)biectit)imng mf^tx betrad^ten, fo ifl t€ tl^eiU, baf t>a^ ®elbfibemtßtfe^n ffd^ noc^ bt\)dit aU SKad^t über Mi natfirlid^en!S)inge, t^tiU aber, baf in biefer Obfecti^ Dität nid^t btof natürtid^e!S)inge ffir baffetbe fnb, fonbem barin ein 9111g emeine^ Su n>ert)en beginnt, gegen toeld^e^ e^ bann bai^ 9Serpttnif freier SSerebrung bat* Setrad^ten tioir alfo ba^ ©egenjlanbUd^ioerben be^ %Uit^ meinen, n>ie e^ nod^ in t>tn ^rei^ ber gauberei fäOt, fo bu ginnt in ibr nun ba^ Senntftfe^n loa^rbaft loefenttid^er £)b«s ectit)ttat, n)eld(^e aber nodj) t)erf(bIoffen ijl, e^ beginnt ba^ 93etouftfe^n einer toefenttic^en altgemeinen äJlad^t.!S)ie gauberei ifl beibehalten, ^ber neben fit tritt bie Stnfd^auung einer felb^ fiänbigen, toefentlid^en £)biectit)ität; t>a^ ^aubernbe ^Betouftfe^n n)eif nid^t fCd^ al^ ba^ Se^te, fonbem bie allgemeine S)lad^t . in ben!Singen. 93eibe^ ift mit einanber t)ermifd^t unb erfl,. ^0 bie freie SSerebrung ober ba^ Seiougtfe^n freier 3Rad^t l^ert)ortritt, treten toir au^ bem ^rei^ ber gauberei b^tau^, ob»» 0leid(^ n)ir un^ nod^ in ber @))bäre ber 9laturreligion beflnben. gäuberei ifi bei allen 9Söltern unb iu |eber geit t)orbanben getoefen; mit b^r £>bjtectit)irung tritt febod^ in ben bi>b(^^ ®tufen eine aSermittlung ein,fo baß ber@eiti ber böbete^egrif^ bie SDlad^t barüber iji, ober bai$ SJermittelnbe mit bem gauber» ©elbjibewttftfe^n iji ba^ aSerbältnif mit bem Object, worin j[enr^ nid^t mef^r hai unmittelbare ifi, ia^ toa^ tnnerbalb feiner tefriebigt ifl, fonbem e« flnbet feine Sefrieblgung im anbeten^ t)etmtttetti tim^ ^nberen^ in bem '2)ttrd^gang burc^ tin Stnbere^. ©ie Unenblid^f eit ber ©egierbe jeigt ffd^ aU eine enbtid^e Unenblid^teit; inbem fCe gel^emmt toirb hm^ bte fUt^ flejeion in eine l^öjere SJlad^t. ©er SÄenfd^ fd^Iieft ^ify auf unb erft mit bem Aufheben feiner ©efonber^eit bringt er bie 93efriebigung feiner in feinem äßefen l^ert)or^ fd^lieft ^ö) mit fid^ aU äßefen )ttfammen unb erreicht ^^ burc^ bie negatit^r SEBeife feiner felbfi.

Sn ber 9Sermttt(ttng; toie ffe ttnd junSd^fl trfd^eint atif auferlid^e äßeife^ gefc^iel^t biefelbe aU burd^ ein 9[nberetf aufertid^ bleibenbe^. ^n ber 3<^ttberei aU fotd^er brandet ber SJlenfc^ birecte SKad^t über bie 9tatw^. $ier übt er tint inbirecte ä^lad^t^ mittelfl eine^ anbem/^ine^ ^anbtxmitUÜ.

a^ ift bief eittf £>bfecttt)irttn9> bte nur ein gtifammenJ^ang in^ttlUftt iShtge ifl unb fo^ baf ba^ 6ubiect ffd^ niö^t bte bitectc äOtad^t nimmt über bte Statur ^ fonbem nur über bic Wtitttl S)tefe t)ermittelte gauberci ift }U jeber geit bei allen ffiöttem t^or^anben. 9Iu(^ bie f9m))atl^etifd^en äJlittet gel^ören 1^itxi)tt, fie ffnb eine äSeranjlattung^ bit eine Sßirtung an etma^ gon} anberem ]jiert)orbringen folt^ ba^ ©ubfect l^at bie äJlittel in ber ^anb mtb nur bie W>fl^t^ ben ^roti, bief ]^ert)oriu^ bringen, ^d^ Ifl bai^ Saubembe^ aber burc^ ba^ S^ing felb^ Uflt^t U ba^ ^mi. 3^ ber ^aubttti geigen ffdj) bie!S)inge al0 ibeetle. 2)ie ^beatität ifl alfo eine Settimmung^ bie il^nen M!S)ingen jutommt; fit ifi eine ob|ectit)e £!tua(ttät/ n^ctii^t eben burd^ ba^ 3^^^^^ i^^!Ben)ußtfe^n fommt unb nur fetbfl gefegt/ benu^t tüirb.!£)ie Segierbe greift t>\t!£)inge unmittelbar an. ^eft aber rejlectirt ba^!Ben)uftfe^n flä) in fU^ felbfi unb fd^iebt jioifd^en ffd^ unb bad!S)ing ba^ ISing felbü ^ aU ba< gerfiörenbe/ inbem e^ fld^ baburc^ aU bie £ifi »eigt^ nid^t fetbfi in bie 2)inge unb i^ren Sampf f!d^ ein:^ gulafen.!Sie äSeranberung/ meldte ]jiert)orgebrad^t tüerben foQ; fann einer @eit^ in ber 9latur bed 3RitteU liegen; bie $au:|;tfa4e ifi aber ber SSille be^ @itb|ect^. S)iefe t)er^ mittelte gaukerei ifi unenblic^ ausgebreitet unb es ifi fd^tDer^ ü^re (Srengen unb ba^^ tüaS nid^t mel^r in il^r liegte ju befiimmen.

Sa^ iprinri)) ber gauberei ifi/ baf {tpifd^en im STlittel unb brm (Srfolg ber gufammenljiang nid^t ertannt tDirb. gau^ \ berei ifi überall; too blefer gufammenl^ang nur ba ifi; ol^ne -begriftn }u fe^n. S)i<f ifi aud^ bei ben Sr^eneien l^unbert 9Ral ber gaO unb man tt)eif f!d^ (einen anbem 9tat^, aU baf man fidj) auf bie (Srfal^rung beruft. S)a^ ainbere toaxt ha^ Stationelle; baf man bie Statur bes äJlitteU tennte nnb fo auf bie SBeranberung; bie e^ l^ert^orbringt; fd^löffe. 9lber bie Srjnei^ tunfi ^erjid^tet barauf; au« ber 9latur bti WtitUU ben Erfolg iu bered^nen. Wtan fagt; ti ifi biefer gufammenl^ng unb bieg Sie unmittenaxt (fteli^m, 295 ifi btoff €rfal^rung^ bie aber felbfl mtnUi^ toiUtiptti^mb ift. @o \)tilU ^Broion mit £>)>mm; Stap'^ta, &pixltM7t.^ toaß man früher mit bem^ toa^ t)oUtommm entgcgengcfe^ter Statut x% curirte«!S)te @ren)c brd bekannten unb unbefatmtm 3^ fammenl^ang^ ifi ha^tv fdbtper aniugcben. — ^nfofetn l^ier eine SCßittung t)om Sebenbigen auf Sebenbige^ unb no^ me^t t)om @eifiigen auf £iir))ei:li(^e^ flattfinbet; fo ffnb l^ier gufammen^ l^ange^ bie nid^t getaugnet werben tovitim, unb bie bo^ (0 lange aU unerforf^tid^/ aU gauber ober aH SBunbet aud^ er» fc^einen tonnen^ al^ man nid^t ben tieferen 93egrtf biefe^ SSer«: pUntfe^ fennt. Seim SDlagneti^mu^ l^ört fo aQed; xoa^ man fonjl t)ernänftigen 3^f<^ww<i^^<ing nennt; auf^ e^ ifl nad^ t>tt fonjligen SCßeife ber Setrad^tung ein unt^erfiänbiger gufammenl^ang. SBenn ber ^rei^ ber SSermitttung in ber ^anhttti einmal aufgetl^an ifl^ fo eröffnet ^^ ba^ ungel^eure 2:i^or be^ Sberi^ glaubend; ba toerben alte (Sinjelnl^eiten ber Stiften) bebeutfam^ benn alte Umflänbe l^abeti Srfolge^ ^mät^ ftM ifl tin äSermittelte^ unb SSermittelnbe^z atle^ regiert unb urfrb regiert; xoa^ ber SRenfd^ ti^nt^ l^ängt nad^ feinen Erfolgen oon Umflanben ab; toa^ er ifl^ feine ^wtit l^angen ^m ^tti^atU niffen ab. @r exiflirt in einer Sufenwelt, einer 9)t an nig^ faltigfeit t)on gufamutenHngen; unb ba^ ^nbit^ibuum ifi nur eine 3)lad^t; infofem ed eine 3Jla^t über b\t ein)elnen SJlad^te be^ gufammenl^ang^ ifi. S^f^ffni biefer nod^ unbei^ flimmt; bie befiimmte Slatur ber!£)tnge nod^ nid^t ertannt ift^ fo fd^webt man in abfoluter gufadigfeit. ^nbem bie \ Steflejrion in bieß ^elb ber SSerbältniffe eintritt; fo ^at ffe ben (Stauben; baf bte 2>inge in äBed^feln)ir{nng fiel^en; bief ifi gans rtd^tig; ber äKangel aber ifi; baf'ber @(attbe nod^ abfiract ifi; unb folglid^ ifi barm nod^ nid^t oorl^anben bie befiimmte ^igentl^umlid^teit; bie befiimmte SBirtung^ xotift, bie 9rt be^ 3^f<^^^^^^^^9^ ^^ 3)inge mit anberen. 6^ ifi ein fold^er gufammenl^ang; aber bie S^efiimmtl^eit ifi noä) nii^t ertannt; bal^er ijl benn bte gufädigtett; äßiUfär bec äl^tttel t^ovl^anben.!S)ie tneifien Wttnfö^tn tlcl^en na^ einer @eite in bjefem SBerl[|äItnif^ SBötter tlel^en fo barin / baß biefe 9nt!d^t bte ©runbanjfd^t^ bte ä^ac^t übet: bie äBiinfci^e; ilj^ren Sujlanb, il^re gxiflenj iji.

SBenn man nac^ einem abflt:acten @runbfa^ l^anbelt/ iti ba^ ©ejlimmte frei flelajfen. ^ierl^cr gel^ört bie unenbUcfee SDlenge l^n gaubermi^tetn. SSiete SSolter gebraud^en gauber btiWitm, ma^ fle untetmel^men. ^ti einigen wirb im Segen M gunba::: ment^ eine^ ^aufe^ ein 3<^uber angetvenbet^ bamit e^ glücflid^ httool^nt mtU, leiner ©efal^r sugängUd^ fei; t>k $imme(^ge^ genb; bie 9li(]^tung tjl babei bebeutfam^ beim ®äen muß ein gauber ben glüiUd^en Erfolg ffd^ern^ äSerl^ättnif mit anberen äO'tenfdj^en; äUbt, ^af, grieben, Ärieg wirb burc^ SDlittel be^ tDirtt/ mh ba ber gufammenl^ang berfetben mit ber äOSirtung ttnbetannt x% fD tann bieß ober fene^ genommen toerben. ^tu flanb ifi in biefer &p\)'avt nid^t anzutreffen; ba^er tann nid^t totittx babon gefprod^en werben.

äKan fd^reibt aden 9Söltern grof e Sinfid^t ju in bie SBit:^ fung^toeifen ber ^räuter^ ber^^anjen k./ bei,granf l^eiten u. f. n>. $ter tann ein loal^r^after gufammen^^ang flattfinben; aber ebenfo leidet fann er btof äBitltür fe^n. S)er äSerflanb tommt }um Sewu^tfe^U; e^ fe$ ein gufammen^ang^ aber bie nähere!Bc^ flimmung iji il^m'unbetannt; er t)ergreift ^ä^ in ben SKittetn^ bie ^(^antaf^e erfeft au^ richtigem ober irrenbem ^^fiinct ba^ äO'tangelnbe an bem abjlracten ©runbfa^; bringt ^ejlimmtt^eit l^inein^ bie in btn!t)ingen aU fotd^e etgentbümlid^e nid^t liegt.

2. ®er ^nl^alt bei: erfien unmittelbaren gauberei betraf @egenflänbe; über bie ber S)lenfd^.unmittelbar äKad^t ausüben tann; bie^ gleite ift nun ein SSerl^ältnif ju ©egenflänbeU; bie el^er aU felbjlanbig an^efel^en werben tonnen^ unb fo al^ 9)lad^t; baf f!e bem äJlenfd^en aU ^nbere^; wa^ nic^t me^^r in fetnetr @ewalt ifi; erfd^einen. @old^e felbjiänbige natürlid^e!S)inge m m nur infofem fit fCd^ r>tt^n^ttn, bie (Srbe nur im (Srbbeben^ ba^ allgemeine ifi itic^t für i^^n^ erregt feine 33cgierbe nid^t/ ifi ol^ne ^ntereffe für il^n. ©er gluf l^at nur 3«tereffe för il^n, »enn er barüber fal^ren tvilt. 2)a^ t^^eoretifd^e ^nterefe ifi Ijiier nid^t ^ox^anUn, fonbem nur ba^ f^ractifd^e äSerl^alten be^ {ufälligen 93ebürfnife^. S)er bentenbe STlenfdj) bei ^ö^erer S3ilbung ^tu t^xt biefe ©egenfiänbe nid^t xoit fe geijiige SlUgemeinl^eiten f!nb/ bie ba^ äBefentlic^e für i^n loären; in |ener erflen @))()äre ^txtf ebrt er ^t aud(^ nid^t^ meil er nod^ gar nid^t }um!ßen)ugtfe^n be^ 9[llgemeinen getommen i^, ba^ in biefen ®egenfiänben ifi. 9uf biefem @tanb))untt ifi er }ur Slllgemeinljieit ber Sjrifien) no(^ nidtit getommen; auf jenem gilt i^^m t>ic natürlid^e @jci« fien} überl^au))t nid^t meljir. Stber in ber fSStiiit Seiber ifl t6, baf bie 9laturmä(^te aU ein allgemeinem unb fomit gegen ba6 einjelne; empirifd^e Semuf tfe^n äJlad^t^abenbe^ auftreten. Seim (SrbbebeU/ bei ber Ueberfdj^memmung; ber 9Ser^ finflerung tann er ($urdj)t t)or il^nen l^aben unb 93itten an ^t rid^teu/ ia erfdj^einen fit txfi aU äKad^t; bam Slnbre ifi il^r ge^ m^nliä^ti Z^tm, ha btanä^t er nid^t }u bitten.!£)ie0 Sitten iKit abet aud^ ben @inn be^ 93ef(^mören^; man fagt^ mit Sitten befd^wören/ mit bem Sitten ertennt man an, t>a^ man in bet SKad^t be^ Slnbetn ifi. Sitten ijl ballet oft fd^n>er^ weil id^ eben baburc^ bie ®ematt ber SBiUtiir U^ Slnbetn in Sbifel^ung meiner anertenne. Siber man forbett bie Sßirtung^ bie Sitte foQ jugleid^ bie äJlad^t fe^n, hit über ben ^nbem att^geübt n>irb; Seibe^ t)ermif(^t flc^; bie Snertenntnif ber Uebetmad^t be^ ©egenfianb^ unb anbrer @eit^ ba^ Sen)uf tfe^n meiner 97lad^t^ tDonac^ iö^ bie Uebermad(^t aui^üben n>i(l über biefen ©egenllanb. @o feljien n>ir bei fotc^en äSötteni; baf ffe^ einem ^tufe o))fem; wenn f e über i^n fe^en wollen; bcr @onne £>pftx bringen; wenn fle ffd^ t)ert{nflert; ffe mad^en fo @ebraud(^ t»on ber 9)lad(^t; ju befd^wören^ bit WtiiUl foUen ben gauber ausüben nf^tx bie ^laturmad^t; ffe foUen bert)orbringen; wa^ bad @ub|ect wünfc^t.!£)ie aSerebntng fold^er 9laturgegenflänbe i|l f^ i^^h iioeibentig; e^ ifi nid^t reine äSerebrung^ fonbembiefe ifi gemifd^t mit gauber.

STlit biefer 9Serebrung bet Slatnrgegenflänbe tann t)erbun^ ben fe^n, baf biefe auf wefenbaftere SBeife t)orgefteUt werben, al^ ©enieU; j. S. bie @onne al^ ^eniu^. @eniu^ be^^luf« fe^ )C. (&^ i^ bief eine äSerebrung, in ber man nid^t bei ber (Sinjelnbeit be^ ©egenjlanbe^ jleben bleibt; fonbern fein ^ü^t^ meinet t)ortiellt unb bit^ t)erebrt. 9lber inbem bie0 aud^ fo auf allgemeine SBeife tjorgejlellt wirb; aU 2Äad^t erfd^eint; fo tann ber ao^enfd^ bennod^ t>a^ Sewuf tfc^n behalten; aud^ über biefe (Btnitn bit SRad^t )u fe^n, ibr ^nbalt ifi ärmer, nur ber einei^ Staturwefen^; er ifl immer nur ein natürlid^er unb t>ai Qtlh^^ bewuftfe^n tann t^d^ fo al^ äJlad^t barüber wiffen.

3. ©ie näd^fle ObjectitJirung ifl hit, baf ber SJlenfd^ eine felbfianbige ä^ladiit außer ibm anertennt unb ftnbet in ber Se^ benbigteit. ®a« geben, bie gebenbigteit im Saum ftbon, noi^ mebr im 2:bier ifi ein ^i1)tM ^tindp aU bie Statur ber Die vamittHHtt XeKdie«. 299 tüfie t)on africa jtnbet fic^ in jebem ^aufe eine ©erlange, berm 9D?orb bai gro0te 9Serbred^en ift. @iner @eit^ toerben fo bie ;£l^iere r>txt1^ti, anbrer @eit^ ftnb fte febod^ aud^ ber groften SEBiQtur in Sejug auf bie 95erel^rung unterworfen, ©ie Sieger maditn ftd^ ba^ erfte befte;£i^iet gu i|^rem ^aubtx, i^erioerfen e<, wenn e« untoirffam ift, unb nel^men ein anbrer.

IDiep ift ba« SBefen be^ a:i^ierbienfte«; er ift, infofem ber SJlenfd^ unb ba« ©eiftige ftd^ noc^ nid^t in feiner »abr^aften SBBefenl^elt gefaft l^at; bie 2ebenbigfeit be« SJlenfdj^en ift fo nur freie @elbftanbigteit.

3n blefem Mxüi ber ©fflietbe be^ einjclncn ©elbjlbetDttft^ it^n^f totl^ti tDcber in f^c^ noä) auf er t!d^ freie ^ allgemeine^ obiecttt)e ©eijligtett anertennt; n)irb bem Sebenbigen; ba^ ux^ t^tt toixb, no(^ nt^t bie 93ebeutung gegeben^ t>it t^ fpäter in ber SSorfieDung ber @eetenn)anberung erl;att.!S)iefe ^ox^ fleltung begrünbet ffd^ barauf ^ baf ber ®eifl be^ SKenfci^en ein Sauernbe^ äberl^au))t ifi/ baf er aber ju feiner Sjrijlen) in ber 2)auer einer Seiblid^teit bebarf ^ nnb itifofem biefe nun nici^t SDlenfd^ iji/ er einer anbem bebarf^ nnb biefe näcl^fit)ern)anbfe ifi bann t>a^ ZW^. Sei bem Xljiierbienti/ ber mit ber @ee^ lentpanberung t)eri)unben ift, ifi bief ein iDici^tige^ unb iDefent^^ li^ei^ SKoment/ bag mit biefer £ebenbigteit fiä) bie 3^tt t»on einem innetvol^nenben ©eijiigen t)erbinbet^ fo baf bief figentlid^ uxtl^xt toixh. ^ier in biefem ^reife^ xoc ia6 nnmiU ttlbaxt ©etbjibetDugtfe^n bie ©runbbejlimmung i^, ift.t^ aber nur bie Sebenbigteit Übtx^aupt, bie t)erebrt n>irb^ bal^er ifi benn biefe äSereljirung {ufoUig^ unb betrift batb t>U^ Z^itx, balb ein anbre^^ fafi feber unerfäUte SBunfc^ bringt einen SBed^^ fei l^ert)or. ^^ ifi bi^nnit benn aud^ jebei^ anbre S)ing l^in^ reid^enb^ ein fetbfi gemac^te^ ^bot; ein 93erg/ Saum u. @o gut bie ^inber itn Zxitb 1)abtn, }u ft^ieten^ unb t>it äKenfd^en ben^ fld) gu pu^tn^ fo ifi aud^ l^ier ber Srieb t)orbanben/ etioa^ gegenfiänbli^ 2U b<^ben al^ tin @etbfiänbige^ unb SJläd^tige^^ Die mmxMbwce (Kt\m9n. 301 näd^fie befle ®Uin, ^tnfä^xtät, ba^ ifi tl^t Sar^ Don bem fEe crtparteti/ baf er il^tien @Ifi(f bringe. S)a^ ifl fo eine unbe^ tannte^ unbefiimmte äJlad^t^ bie fle unmittelbar fetbji creirt l^O:« ben: flöft il^nen ba^er Unangenebme^ SU tinb finben t^e. ben getifd^ nid^t bienflfertij, fo fci^affen fte i^n ab unb »äl^len ff^ einen anbem. gin «Baum, gluf, göwe, Stieget ffnb allgemeine Sanbe^fetifd^e. SBenn Unglüdt eintritt; Ueberfd^n^emmung ober ein Ärieg, fo t)etanbem fit ibren @ott.. ©er getifd^ iji tjeran* berlid^ unb ffntt gum 3Rittel l^erab; bem ^nbii^ibuum ttxoa6 SU t^erfd^affen. ^tv 9til ber %tit)pUx ijl- bagegcn ganj etma6 anbre^; er ifl il^nen ün altgemein ©ötttid^e^^ ibre fubjlantielte unt)eränberlid(^e SDlad^t^ n>orin fU^ ibre ganje (Srifien} befinbet S)a^ £e(te^ toorin felbjianbige ©eifligteit angefc^aut tüirb^ ifl mefentlid^ ber SD^enfd^ felbfl^ ein £ebenbige^^ @elbtianbige^; ba^ geijiig ijt. S)ie SSereJ^rung Ij^at l^ier il^ren toefentlid^en @egenfianb; unb in SUM^^t ber Obiectiüität tritt bie SejUm^ mung ein^ baf nid^t febe^ einzelne {ufallige ^etDuf tfe^n ed i% n>eld^e^ mäd^tig ifl über bie Statur/ fonbem e^ fCnb einzelne n)enige äTläd^tige^ bit aU (Seijligfeit angefd^aut unb Dttt^tt n)erben. ^m exiflirenben (Selbfibemuftfe^n; ba£^ nod^ äJlad^t l^at, ijl »efentli* ber SBilte, ba^ SBiffen, im aSergleidj^ unb im realen SBerl^altnif mit anbem ba^ ©ebietenbe^ toa^ aU tüe^ (entließ not^tpenbig erfd^eint gegen ba^ Slnbre^ unb ein Zentrum iji unter t^ielen. $ier tritt alfo eine geijlige 3Ra^t ein^ bie aU objectib angefd^aüt mthtn foll^ unb fo tritt bit Sejlimmung l^eroor^ baf e^ @in^ 4)ber (Einiget fe^n foll^ au^fd^ließenb gegen ba^ 9nbre. @o finb benn ein äO'tenfd^ ober einige äJlenfc^en bie 3<^uberer/.f(e werben angefel^en aU bie böd^t^e SKad^t^ bie t^orl^anben ifl. ®etoöl^nlid^ ffnb e^ bie gürfien; unb fo ifl ber Äalfer t>on d^na ba^ geioaltl^abenbe 3nbit)ibuum über bie SJlen^ fd^en unb jugleid^ über bie Statur unb bie natüriid^en ©inge. 3nbem t6 fo ein ©elbfibetougtfe^n iji, xoai r>m^xt wirb, fo t|ut fid^ benn gleid^ tin Unterfd^ieb l^ert)or in bem, mi fold^ ein ^itbit^tbuum an unb fix fC^ tfi unb nad^ feinet aufetn iSjrtfien}. ^iemac^ iji er SDlenf^/ tDie anbete ^ ba^ wefenttid^e STloment ifl aber bie ®eifiigteit übtx^anpi, bief füt fid^ fetbfi ju fe^n gegen hit mint {ufällige Sfieife bet ^jnfienj.

(t^ beginnt l^itx ein Unterfd^ieb^ bet l)'6f)tx ifi, xcit xoix ipättx iu fcben ^ahtn, unb bet in ben Samen ^ett)otttitt; bet nad^fie ifl, baß ein Untetfd^ieb gemad^t xoixb jtPifd^en ben ^n:^ bit)ibuen aU fold^en unb aU aUgemeinen 97läd^ten.!£)iefe alU gemeine geijlige SKad^t; füt ft(^ t)Otgefle(It; giebt bieäSot^ fleUung t)on ®eniu^^ einem @ott/ bet felbfi toitUx eine t^nn^ Udj^e äBeife in bet SSotflellung ^at, unb bad n>itni(^ lebenbe 3nbi))ibuum ifl bann bet ^tieflet eine^ fold^en SS^oU, auf btefem @tanb))untt ifl inbefen aud^ oft bet ^tieflet unb bet ®i>tt iufammengeljienb. @eine ^nnettid^teit tann "^^pcflafixt tntitn^ Ijliet fUib abet bie n)efentUd(^e 3)lad^t be^ ©eifligen unb bie unmittelbate (Sjeiflen) noi^ nid^t t)on einanbet gefd^ieben^ unb io ifl benn bie geiflige SDtac^t fütfld^ nut eine obetflad^lid^e aSotflellung. iBet ^rieflet, gaubetet ifl bie $auptj)etfon, fo bag }toat einmal 93eibe^ gettennt t)otgeflet(t n>itb, abet menn bet @ott )ut 9[eu0etung fommt^ ftäftig tpitb^ entfd^eibet k^ fo tl^ut et \>QA nut <xU biefet »ittUd^e äJlenfc^/ bie SBitf:« Udj^teit. Xitx\i\\^i bem ®ott bie \^taft. 2)iefe ^tieflet l^aben gu^ milen aud^ ben n)ittUd^en 9legenten ttbet fld^; n)enn bet ^xizt:^ flet unb ptfl untetfd^ieben flnb, fo ifl einet ©eit« bet 2Äenfd^ aU ©Ott t^etel^tt^ unb anbtet @eitd gejmungen^ ju ti^un^ n>a< bie anbeten t^ettangen. 2)ie Sieget^ bie fold^e gaubetet l^abeti/ bie nid^t jugleid^ 9legeuteti fnb^ binben ffe unb )>tügeUi fEr^ bitf fle gel^otdj^en, toenn f!e nid^t gaubetn tooDen^ nid^t aufge^ legt baju ffnb.