diese _Negativität_ ist das Vermittelnde, die freie Einheit des Begriffes. Sie bestimmt sich als _Thätigkeit_, da diese Mitte der Widerspruch der _objektiven Allgemeinheit_, oder der Totalität des identischen Inhalts, und der _gleichgültigen Unmittelbarkeit_ ist.
--Diese Mitte ist daher nicht mehr bloß innere, sondern _seyende Nothwendigkeit_; die objektive Allgemeinheit enthält die Beziehung auf sich selbst als _einfache Unmittelbarkeit_, als Seyn;--im kategorischen Schlusse ist dieß Moment zunächst Bestimmung der Extreme; aber gegen die objektive Allgemeinheit der Mitte bestimmt es sich als _Zufälligkeit_, damit als ein nur _gesetztes_, auch aufgehobenes, das ist, in den Begriff oder in die Mitte als Einheit zurückgegangenes, welche selbst nun in ihrer Objektivität auch Seyn ist.
Der Schlußsatz: _Also ist B_, drückt denselben Widerspruch aus, daß B ein _unmittelbar_ Seyendes, aber ebenso durch ein Anderes oder _vermittelt_ ist. Seiner Form nach ist er daher derselbe Begriff, welcher die Mitte ist; nur als das _Nothwendige_ unterschieden von der _Nothwendigkeit_,--in der ganz oberflächlichen Form der Einzelnheit gegen die Allgemeinheit. Der absolute _Inhalt_ von A und B ist derselbe; es sind nur zwei verschiedene Namen derselben Grundlage für die _Vorstellung_, insofern sie die Erscheinung der verschiedenen Gestalt des Daseyns festhält, und vom Nothwendigen seiner Nothwendigkeit unterscheidet; insofern diese aber von B getrennt seyn sollte, so wäre es nicht das Nothwendige. Es ist somit die Identität des _Vermittelnden_ und des _Vermittelten_ darin vorhanden.
3. Der hypothetische Schluß stellt zunächst _die nothwendige dar, wie der kategorische durch die positive Einheit den gediegenen _Inhalt_, die objektive Allgemeinheit. Aber die _Nothwendigkeit_ geht in _das Nothwendige_ zusammen; _die Formthätigkeit_ des Übersetzens der bedingenden Wirklichkeit in die bedingte ist _an sich_ die Einheit, in welcher die vorher zum gleichgültigen Daseyn befreiten Bestimmtheiten des Gegensatzes _aufgehoben_ sind, und der Unterschied des A und B ein leerer Name ist. Sie ist daher in sich reflektirte Einheit,--somit ein _identischer_ Inhalte; und ist dieß nicht nur _an sich_, sondern es ist durch diesen Schluß auch _gesetzt_, indem das Seyn des A auch nicht sein eigenes, sondern des B, und umgekehrt überhaupt das Seyn des Einen das Seyn des Andern ist, und im Schlußsatze bestimmt das unmittelbare Seyn oder gleichgültige Bestimmtheit als eine vermittelte ist,--also die Äußerlichkeit sich aufgehoben, und deren _in sich gegangene Einheit gesetzt_ ist.
Die Vermittelung des Schlusses hat sich hierdurch bestimmt als _Einzelnheit, Unmittelbarkeit_ und als _sich auf sich beziehende Negativität_, oder unterscheidende und aus diesem Unterschiede sich in sich zusammennehmende Identität,--als absolute Form, und eben dadurch als objektive _Allgemeinheit_, mit sich identisch seyender _Inhalt_. Der Schluß ist in dieser Bestimmung der _disjunktive Schluß_.
c. Der disjunktive Schluß.
Wie der hypothetische Schluß im Allgemeinen unter dem Schema der zweiten Figur A-E-B steht, so steht der disjunktive unter dem Schema der dritten Figur des formalen Schlusses: E-A-B. Die Mitte ist aber die _mit der Form erfüllte Allgemeinheit_; sie hat sich als die _Totalität_, als _entwickelte_ objektive Allgemeinheit bestimmt. Der Medius Terminus ist daher sowohl Allgemeinheit, als Besonderheit und Einzelnheit. Als jene ist er erstlich die substantielle Identität der Gattung, aber zweitens als eine solche, in welche die _Besonderheit_, aber _als ihr gleich, aufgenommen_ ist, also als allgemeine Sphäre, die ihre totale Besonderung enthält,--die in ihre Arten zerlegte Gattung; A, welches _sowohl B als C als D_ ist. Die Besonderung ist aber als Unterscheidung ebenso sehr das _Entweder Ausschließen der Bestimmung.--Dieß Ausschließen ist nun ferner nicht nur ein gegenseitiges und die Bestimmung bloß eine relative, sondern ebenso sehr wesentlich sich _auf sich beziehende_ Bestimmung; das Besondere als _Einzelnheit_ mit Ausschließung der _anderen_.
A ist entweder B oder C oder D, A ist aber B; also ist A nicht C noch D.
Oder auch: A ist entweder B oder C oder D, A ist aber nicht C noch D; also ist es B.
A ist nicht nur in den beiden Prämissen Subjekt, sondern auch im Schlußsatz. In der ersten ist es allgemeines und in seinem Prädikate die in die Totalität ihrer Arten besonderte _allgemeine_ Sphäre; in der zweiten ist es als _Bestimmtes_, oder als eine Art; im Schlußsatz ist es als die ausschließende, _einzelne_ Bestimmtheit gesetzt.--Oder auch ist es schon im Untersatze als ausschließende Einzelnheit, und im Schlußsatze als das Bestimmte, was es ist, positiv gesetzt.
Was hiermit überhaupt als das _Vermittelte_ erscheint, ist die _Allgemeinheit_ des A mit der _Einzelnheit_. Das _Vermittelnde_ aber ist dieses A, welches die _allgemeine_ Sphäre seiner Besonderungen und ein als _Einzelnes_ Bestimmtes ist. Was sie Wahrheit des hypothetischen Schlusses ist, die Einheit des Vermittelnden und Vermittelten, ist somit im disjunktiven Schlusse _gesetzt_, der aus diesem Grunde ebenso sehr _kein Schluß_ mehr ist. Die Mitte, welche in ihm als die Totalität des Begriffes gesetzt ist, enthält nämlich selbst die beiden Extreme in ihrer vollständigen Bestimmtheit. Die Extreme, im Unterschiede von dieser Mitte, sind nur als ein Gesetztseyn, dem keine eigenthümliche Bestimmtheit gegen die Mitte mehr zukommt.
Dieß noch in bestimmterer Rücksicht auf den hypothetischen Schluß betrachtet, so war in ihm eine _substantielle Identität_, als das _innere_ Band der Nothwendigkeit, und eine davon unterschiedene _negative Einheit_--nämlich die Thätigkeit oder die Form, welche ein Daseyn in ein anderes übersetzte,--vorhanden. Der disjunktive Schluß ist überhaupt in der Bestimmung der _Allgemeinheit_, seine Mitte ist das A als _Gattung_ und als vollkommen _Bestimmtes_; durch diese Einheit ist jener vorher innere Inhalt auch _gesetzt_, und umgekehrt das Gesetztseyn oder die Form ist nicht die äußerliche negative Einheit dagegen ein gleichgültiges Daseyn, sondern identisch mit jenem gediegenen Inhalte. Die ganze Formbestimmung des Begriffs ist in ihrem bestimmten Unterschied und zugleich in der einfachen Identität des Begriffes gesetzt.
Dadurch hat sich nun der _Formalismus des Schließens_, hiermit die Subjektivität des Schlusses und des Begriffes überhaupt aufgehoben.
Dieß Formelle oder Subjektive bestand darin daß das Vermittelnde der Extreme, der Begriff als _abstrakte_ Bestimmung, und dadurch von ihnen, deren Einheit sie ist, _verschieden_ ist. In der Vollendung des Schlusses dagegen, worin die objektive Allgemeinheit ebenso sehr als Totalität der Formbestimmungen gesetzt ist, ist der Unterschied des Vermittelnden und Vermittelten weggefallen. Das, was vermittelt ist, ist selbst wesentliches Moment seines Vermittelnden, und jedes Moment ist als die Totalität der Vermittelten. Die Figuren des Schlusses stellen jede Bestimmtheit des Begriffs _einzeln_ als die Mitte dar, welche zugleich der Begriff als _Sollen_ ist, als Forderung, daß das Vermittelnde seine Totalität sey. Die verschiedenen Gattungen der Schlüsse aber stellen die Stufen der _Erfüllung_ oder Konkretion der Mitte dar. In dem formalen Schlusse wird die Mitte nur dadurch als Totalität gesetzt, daß alle Bestimmtheiten, aber jede _einzeln_, die Funktion der Vermittelung durchlaufen. In den Schlüssen der Reflexion ist die Mitte als die, die Bestimmungen der Extreme _äußerlich_ zusammenfassende Einheit.
Im Schlusse der Nothwendigkeit hat sie sich zur ebenso entwickelten und totalen, als einfachen Einheit bestimmt, und die Form des Schlusses, der in dem Unterschiede der Mitte gegen seine Extreme bestand hat sich dadurch aufgehoben.
Damit ist der Begriff überhaupt realisirt worden; bestimmter hat er eine solche Realität gewonnen, welche _Objektivität_ ist. Die _nächste Realität_ war, daß der _Begriff_ als die in sich negative Einheit sich dirimirt, und als _Urtheil_ seine Bestimmungen in bestimmtem und gleichgültigem Unterschiede setzt, und im Schlusse sich selbst ihnen entgegenstellt. Indem er so noch das Innerliche dieser seiner Äußerlichkeit ist, so wird durch den Verlauf der Schlüssse diese Aueßerlichkeit mit der innerlichen Einheit ausgeglichen; die verschiedenen Bestimmungen kehren durch die Vermittelung, in welcher sie zunächst nur in einem Dritten eins sind, in diese Einheit zurück, und die Äußerlichkeit stellt dadurch den Begriff an ihr selbst dar, der hiermit ebenso sehr nicht mehr als innerliche Einheit von ihr unterschieden ist.
Jene Bestimmung des Begriffs aber, welche als _Realität_ betrachtet worden, ist umgekehrt ebenso sehr ein _Gesetztseyn_. Denn nicht nur in diesem Resultate hat sich als die Wahrheit des Begriffs die Identität seiner Innerlichkeit und Äußerlichkeit dargestellt, sondern schon die Momente des Begriffs im Urtheile bleiben auch in ihrer Gleichgültigkeit gegen einander, Bestimmungen, die ihre Bedeutung nur in ihrer Beziehung haben. Der Schluß ist _Vermittelung_, der vollständige Begriff in seinem _Gesetztseyn_.
Seine Bewegung ist das Aufheben dieser Vermittelung, in welcher nichts an und für sich, sondern jedes nur vermittelst eines Andern ist. Das Resultat ist daher eine _Unmittelbarkeit_, die durch _Aufheben der Vermittelung_ hervorgegangen, ein _Seyn_, das ebenso sehr identisch mit der Vermittelung und der Begriff ist, der aus und in seinem Andersseyn sich selbst hergestellt hat. Dieß _Seyn_ ist daher eine _Sache_, die _an und für sich_ ist,--die _Objektivität_.
Zweiter Abschnitt. Die Objektivität.
Im ersten Buche der objektiven Logik wurde das abstrakte _Seyn_ dargestellt als übergehend in das _Daseyn_, aber ebenso zurückgehend in das _Wesen_. Im zweiten zeigt sich das Wesen, daß es sich zum _Grunde_ bestimmt, dadurch in die _Existenz_ tritt und sich zur _Substanz_ realisirt, aber wieder in den _Begriff_ zurückgeht. Vom Begriffe ist nun zunächst gezeigt worden, daß er sich zur _Objektivität_ bestimmt. Es erhellt von selbst, daß dieser letztere Übergang seiner Bestimmung nach dasselbe ist, was sonst in der _Metaphysik_ als der _Schluß_ vom _Begriffe_, nämlich vom _Begriffe Gottes_ auf _sein Daseyn_, oder als der sogenannte _ontologische Beweis_ vom _Daseyn Gottes_ vorkam.--Es ist ebenso bekannt, daß der erhabenste Gedanke Deskartes, daß der Gott das ist, _dessen Begriff sein Seyn in sich schließt_, nachdem er in die schlechte Form des formalen Schlusses, nämlich in die Form jenes Beweises herabgesunken, endlich der Kritik der Vernunft, und dem Gedanken, daß sich _das Daseyn nicht aus dem Begriffe herausklauben_ lasse, unterlegen ist.
Einiges diesen Beweis Betreffende ist schon früher beleuchtet worden; im ersten Theile S. 83 ff., indem das _Seyn_ in seinem nächsten Gegensatze dem _Nichtseyn_ verschwunden und als die Wahrheit beider sich das _Werden_ gezeigt hat, ist die Verwechslung bemerklich gemacht worden, wenn bei einem bestimmten Daseyn nicht das _Seyn_ desselben, sondern sein _bestimmter Inhalt_ festgehalten und daher gemeint wird, wenn _dieser bestimmte Inhalt_, z.B. hundert Thaler, mit einem andern _bestimmten Inhalte_, z.B. dem Kontexte meiner Wahrnehmung, meinem Vermögenszustand verglichen und dabei ein Unterschied gefunden wird, ob jener Inhalt zu diesem hinzukomme oder nicht,--als ob dann vom Unterschiede des Seyns und Nichtseyns, oder gar vom Unterschiede des Seyns und des Begriffes gesprochen werde.
Ferner ist daselbst S. 116 und II. Th. S. 71 die in dem ontologischen Beweise vorkommende Bestimmung _eines Inbegriffs aller Realitäten_ beleuchtet worden.--Den wesentlichen Gegenstand jenes Beweises, _den Zusammenhang des Begriffes und des Daseyns_, betrifft aber die eben geschlossene Betrachtung des _Begriffs_ und des ganzen Verlaufs, durch den er sich zu _Objektivität_ bestimmt. Der Begriff ist als absolut mit sich identische Negativität das sich selbst Bestimmende; es ist bemerkt worden, daß er schon, indem er sich in der Einzelnheit zum _Urtheil_ entschließt, sich als _Reales, Seyendes_ setzt; diese noch abstrakte Realität vollendet sich in der _Objektivität_.
Wenn es nun scheinen möchte, als ob der Übergang des Begriffs in die Objektivität etwas Anderes sey, als der Übergang vom Begriff Gottes zu dessen Daseyn, so wäre einer Seits zu betrachten, daß der bestimmte _Inhalt_, Gott, im logischen Gange keinen Unterschied machte, und der ontologische Beweis nur eine Anwendung dieses logischen Ganges auf jenen besondern Inhalt wäre. Auf der andern Seite aber ist sich wesentlich an die oben gemachte Bemerkung zu erinnern, daß das Subjekt erst in seinem Prädikate Bestimmtheit und Inhalt erhält, vor demselben aber, er mag für das Gefühl, Anschauung und Vorstellung so der Bestimmtheit aber zugleich die _Realisation_ überhaupt.--Die Prädikate müssen aber gefaßt werden, als selbst noch in den Begriff eingeschlossen, somit als etwas Subjektives, mit dem noch nicht zum Daseyn herausgekommen ist; insofern ist einer Seits allerdings die _Realisation_ des Begriffs im Urtheil noch nicht vollendet. Anderer Seits bleibt aber auch die bloße Bestimmung eines Gegenstandes durch Prädikate, ohne daß sie zugleich die Realisation und Objektivierung des Begriffes ist, etwas so Subjektives, daß sie auch nicht einmal die wahrhafte Erkenntniß und _Bestimmung des Begriffs_ des Gegenstandes ist;--ein Subjektives in dem Sinne von abstrakter Reflexion und unbegriffenen Vorstellungen.--Gott als lebendiger Gott, und noch mehr als absoluter Geist wird nur in seinem _Thun_ erkannt. Früh ist der Mensch angewiesen worden, ihn in seinen _Werken_ zu erkennen; aus diesen können erst die _Bestimmungen_ hervorgehen, welche seine _Eigenschaften_ genannt werden; so wie darin auch sein _Seyn_ enthalten ist. So faßt das begreifende Erkennen seines _Wirkens_, d. i. seiner selbst, den _Begriff_ Gottes in seinem _Seyn_, und sein Seyn in seinem Begriffe. Das _Seyn_ für sich oder gar das _Daseyn_ ist eine so arme und beschränkte Bestimmung, daß die Schwierigkeit, sie im Begriffe zu finden, wohl nur daher hat kommen können, daß nicht betrachtet worden ist, was denn das _Seyn_ oder _Daseyn_ selbst ist.--Das _Seyn_, als die ganz _abstrakte, unmittelbare Beziehung auf sich selbst_, ist nichts Anderes als das abstrakte Moment des Begriffs, welches abstrakte Allgemeinheit ist, die auch das, was man an das Seyn verlangt, leistet, _außer_ dem Begriff zu seyn; denn so sehr sie Moment des Begriffs ist, ebenso sehr ist sie der Unterschied, oder das abstrakte Urtheil desselben, indem er sich selbst sich gegenüberstellt. Der Begriff, auch als formaler, enthält schon unmittelbar das _Seyn_ in einer _wahrern_ und _reichern_ Form, indem er als sich auf sich beziehende Negativität, _Einzelnheit_ ist.
Unüberwindlich aber wird allerdings die Schwierigkeit, im Begriffe überhaupt, und ebenso im Begriffe Gottes das _Seyn_ zu finden, wenn es ein solches seyn soll, das im _Kontexte der äußern Erfahrung_ oder _in der Form der sinnlichen Wahrnehmung_, wie _die hundert Thaler in meinem Vermögenszustande_, nur als ein mit der Hand, nicht mit dem Geiste Begriffenes, wesentlich dem äußern, nicht dem innern Auge Sichtbares vorkommen soll--wenn dasjenige Seyn, Realität, Wahrheit genannt wird, was die Dinge als sinnliche, zeitliche und vergängliche haben.--Wenn ein Philosophiren sich beim Seyn nicht über die Sinne erhebt, so gesellt sich dazu, daß es auch beim Begriffe nicht den bloß abstrakten Gedanken verläßt; dieser steht dem Seyn gegenüber.
Die Gewöhnung, den Begriff nur als etwas so Einseitiges, wie der abstrakte Gedanke ist, zu nehmen, wird schon Anstand finden, das, was vorhin vorgeschlagen wurde, anzuerkennen, nämlich den Übergang vom _Begriffe Gottes_ zu seinem _Seyn_, als eine _Anwendung_ von dem dargestellten logischen Verlauf der Objektivirung des Begriffs, anzusehen. Wenn jedoch wie gewöhnlich geschieht, zugegeben wird, daß das Logische als das Formale die Form für das Erkennen jedes bestimmten Inhalts ausmache, so müßte wenigstens jenes Verhältniß zugestanden werden, wenn nicht überhaupt eben bei dem Gegensatze des Begriffes gegen die Objektivität, bei dem unwahren Begriffe und einer ebenso unwahren Realität, als einem Letzten stehen geblieben wird.
--Allein bei der Exposition _des reinen Begriffes_ ist noch weiter angedeutet worden, daß derselbe der absolute, göttliche Begriff selbst ist, so daß in Wahrheit nicht das Verhältniß einer _Anwendung_ Statt finden würde, sondern jener logische Verlauf die unmittelbare Darstellung der Selbstbestimmung Gottes zum Seyn wäre. Es ist aber hierüber zu bemerken, daß, indem der Begriff als der Begriff Gottes dargestellt werden soll, er aufzufassen ist, wie er schon in die _Idee_ aufgenommen ist. Jener reine Begriff durchläuft die endlichen Formen des Urtheils und des Schlusses darum, weil er noch nicht als an und für sich eins mit der Objektivität gesetzt, sondern erst im Werden zu ihr begriffen ist. So ist auch diese Objektivität noch nicht die göttliche Existenz, noch nicht die in der Idee scheinende Realität. Doch ist die Objektivität gerade um so viel reicher und höher als das _Seyn oder Daseyn_ des ontologischen Beweises, als der reine Begriff reicher und höher ist, als jene metaphysische Leere des _Inbegriffs_ aller _Realität_.--Ich erspare es jedoch auf eine andere Gelegenheit, den vielfachen Mißverstand, der durch den logischen Fomalismus in den ontologischen, so wie in die übrigen sogenannten Beweise vom Daseyn Gottes gebracht worden ist, wie auch die kantische Kritik derselben näher zu beleuchten, und durch Herstellen ihrer wahren Bedeutung die dabei zu Grunde liegenden Gedanken in ihren Werth und Würde zurückzuführen.
Es sind, wie bereits erinnert worden, schon mehrere Formen der Unmittelbarkeit vorgekommen; aber in verschiedenen Bestimmungen. In der Sphäre des Seyns ist sie das Seyn selbst und das Daseyn; in der Sphäre des Wesens die Existenz und dann die Wirklichkeit und Substantialität, in der Sphäre des Begriffs außer der Unmittelbarkeit, als abstrakter Allgemeinheit, nunmehr die Objektivität.--Diese Ausdrücke mögen, wenn es nicht um die Genauigkeit philosophischer Begriffsunterschiede zu thun ist, als synonym gebraucht werden; jene Bestimmungen sind aus der Nothwendigkeit des Begriffs hervorgegangen; --_Seyn_ ist überhaupt die _erste_ Unmittelbarkeit, und _Daseyn_ dieselbe mit der ersten Bestimmtheit. Die _Existenz_ mit dem Dinge ist die Unmittelbarkeit, welche aus dem _Grunde_ hervorgeht,--aus der sich aufhebenden Vermittelung der einfachen Reflexion des Wesens.
Die _Wirklichkeit_ aber und die _Substantialität_ ist die aus dem aufgehobenen Unterschiede der noch unwesentlichen Existenz als Erscheinung und ihrer Wesentlichkeit hervorgegangene Unmittelbarkeit.
Die _Objektivität_ endlich ist die Unmittelbarkeit, zu der sich der Begriff durch Aufhebung seiner Abstraktion und Vermittelung bestimmt.
--Die Philosophie hat das Recht aus der Sprache des gemeinen Lebens, welche für die Welt der Vorstellungen gemacht ist, solche Ausdrücke zu wählen, welche den Bestimmungen des Begriffs _nahe zu kommen scheinen_. Es kann nicht darum zu thun seyn, für ein aus der Sprache des gemeinen Lebens gewähltes Wort zu _erweisen_, daß man auch im gemeinen Leben denselben Begriff damit verbinde, für welchen es die Philosophie gebraucht, denn das gemeine Leben hat keine Begriffe, sondern Vorstellungen, und es ist die Philosophie selbst, den Begriff dessen zu erkennen, was sonst bloße Vorstellung ist. Es muß daher genügen, wenn der Vorstellung bei ihren Ausdrücken, die für philosophische Begriffen gebraucht werden, so etwas Ungefähres von ihrem Unterschiede vorschwebt; wie es bei jenen Ausdrücken der Fall seyn mag, daß man in ihnen Schattirungen der Vorstellung erkennt, welche sich näher auf die entsprechenden Begriffe beziehen.--Man wird vielleicht schwerer zugeben, daß Etwas _seyn_ könne, ohne zu _existiren_: aber wenigstens wird man z.B. das _Seyn_ als Kopula des Urtheils nicht wohl mit dem Ausdruck _existiren_ vertauschen, und nicht sagen: diese Waare _existirt_ theuer, passend u. s. f., das Geld _existirt_ Metall, oder metallisch, statt: diese Waare _ist_ theuer, passend u. s. f., das Geld _ist_ Metall; In einem französischen Berichte, worin der Befehlshaber angiebt, daß er den sich bei der Insel gewöhnlich gegen Morgen erhebenden Wind erwartete, um ans Land zu steuern, kommt der Ausdruck vor: le vent _ayant été_ longtems sans _exister_; hier ist der Unterschied bloß aus der sonstigen Redensart, z.B. il a été longtems sans m'écrire, entstanden. _Seyn_ aber und _Erscheinen, Erscheinung_ und _Wirklichkeit_, wie auch bloßes _Seyn_ gegen _Wirklichkeit_, werden auch wohl sonst unterschieden, so wie alle diese Ausdrücke noch mehr von der _Objektivität_.--Sollten sie aber auch synonym gebraucht werden, so wird die Philosophie ohnehin die Freiheit haben, solchen leeren Überfluß der Sprache für ihre Unterschiede zu benutzen.
Es ist beim apodiktischen Urtheil, wo, als in der Vollendung des Urtheils, das Subjekt seine Bestimmtheit gegen das Prädikat verliert, an die daher stammende gedoppelte Bedeutung der _Subjektivität_ erinnert worden, nämlich des Begriffs und ebenso der ihm sonst gegenüberstehenden Äußerlichkeit und Zufälligkeit. So erscheint auch für die Objektivität die gedoppelte Bedeutung, dem selbstständigen _Begriffe gegenüber_ zu stehen, aber auch _das Anund Fürsichseyende_ zu seyn. Indem das Objekt in jenem Sinne dem im subjektiven Idealismus als das absolute Wahre ausgesprochenen Ich = Ich gegenübersteht, ist es die mannigfaltige Welt in ihrem unmittelbaren Daseyn, mit welcher Ich oder der Begriff sich nur in den unendlichen Kampf setzt, um durch die Negation dieses _an sich nichtigen_ Andern der ersten Gewißheit seiner selbst die _wirkliche Wahrheit_ seiner Gleichheit mit sich zu geben.--In unbestimmterem Sinne bedeutet es so einen Gegenstand überhaupt für irgend ein Interesse und Thätigkeit des Subjekts.
In dem entgegengesetzten Sinne aber bedeutet das Objektive das _Anund Fürsichseyende_, das ohne Beschränkung und Gegensatz ist.
Vernünftige Grundsätze, vollkommene Kunstwerke u. s. f. heißen insofern _objektive_, als sie frei und über aller Zufälligkeit sind.
Obschon vernünftige, theoretische oder sittliche Grundsätze nur dem Subjektiven, dem Bewußtseyn angehören, so wird das An- und Fürsichseyende desselben doch objektiv genannt; die Erkenntniß der Wahrheit wird darein gesetzt, das Objekt, wie es als Objekt frei von Zuthat subjektiver Reflexion, zu erkennen, und das Rechtthun in Befolgung von objektiven Gesetzen, die ohne subjektiven Ursprung und keiner Willkür und ihre Nothwendigkeit verkehrenden Behandlung fähig sind.
Auf dem gegenwärtigen Standpunkte unserer Abhandlung hat zunächst die Objektivität die Bedeutung des _an- und fürsichseyenden Seyns des Begriffes_, des Begriffes, der die in seiner Selbstbestimmung gesetzte _Vermittelung_, zur _unmittelbaren_ Beziehung auf sich selbst, aufgehoben hat. Diese Unmittelbarkeit ist dadurch selbst unmittelbar und ganz vom Begriffe durchdrungen, so wie seine Totalität unmittelbar mit seinem Seyn identisch ist. Aber indem ferner der Begriff ebenso sehr das freie Fürsichseyn seiner Subjektivität herzustellen hat, so tritt ein Verhältniß desselben als _Zwecks_ zur Objektivität ein, worin deren Unmittelbarkeit das gegen ihn Negative, und durch seine Thätigkeit zu Bestimmende wird, hiermit die andere Bedeutung, das an und für sich Nichtige, insofern es dem Begriff gegenübersteht, zu seyn, erhält.
_Vor's Erste_ nun ist die Objektivität in ihrer Unmittelbarkeit, deren Momente, um der Totalität aller Momente willen, in selbstständiger Gleichgültigkeit als _Objekte außereinander_ bestehen, und in ihrem Verhältnisse die _subjektive Einheit_ des Begriffs nur als _innere_ oder als _äußere_ haben; _der Mechanismus_.--Indem in ihm aber _Zweitens_ jene Einheit sich als _immanentes_ Gesetz der Objekte selbst zeigt, so wird ihr Verhältniß ihre _eigenthümliche_ durch ihr Gesetz begründete Differenz, und eine Beziehung, in welcher ihre bestimmte Selbstständigkeit sich aufhebt; der _Chemismus_.
_Drittens_ diese wesentliche Einheit der Objekte ist eben damit als unterschieden von ihrer Selbstständigkeit gesetzt, sie ist der subjektive Begriff aber gesetzt als an und für sich selbst bezogen auf die Objektivität, als _Zweck_; die _Teleologie_.
Indem der Zweck der Begriff ist, der gesetzt ist, als an ihm selbst sich auf die Objektivität zu beziehen, und seinen Mangel, subjektiv zu seyn, durch sich aufzuheben, so wird die zunächst _äußere_ Zweckmäßigkeit durch die Realisirung des Zwecks zur _innern_ und zur _Idee_.
Erstes Kapitel. Der Mechanismus.
Da die Objektivität die in ihre Einheit zurückgegangene Totalität des Begriffes ist, so ist damit ein Unmittelbares gesetzt, das an und für sich jene Totalität und auch als solche _gesetzt_ ist, in der aber die negative Einheit des Begriffs sich noch nicht von der Unmittelbarkeit dieser Totalität abgeschieden hat;--oder die Objektivität ist noch nicht als _Urtheil_ gesetzt. Insofern sie den Begriff immanent in sich hat, so ist der Unterschied desselben an ihr vorhanden; aber um der objektiven Totalität willen sind die Unterschiedenen _vollständige_ und _selbstständige Objekte_, die sich daher auch in ihrer Beziehung nur als _selbstständige_ zu einander verhalten, und sich in jeder Verbindung _äußerlich_ bleiben.--Dieß macht den Charakter des _Mechanismus_ aus, daß, welche Beziehung zwischen den Verbunden Statt findet, diese Beziehung ihnen eine _fremde_ ist, welche ihre Natur nichts angeht, und wenn sie auch mit dem Schein eines Eins verknüpft ist, nichts weiter als _Zusammensetzung, Vermischung, Haufen u. s. f._ bleibt. Wie der _materielle_ Mechanismus, so besteht auch der _geistige_ darin, daß die im Geiste bezogenen sich einander und ihm selbst äußerlich bleiben. Eine _mechanisch Vorstellungsweise_, ein _mechanisches Gedächtniß_, die _Gewohnheit, eine mechanische Handlungsweise_ bedeuten, daß die eigenthümliche Durchdringung und Gegenwart des Geistes bei demjenigen fehlt, was er auffaßt oder thut. Ob zwar sein theoretischer oder praktischer Mechanismus nicht ohne seine Selbsthätigkeit, einen Trieb und Bewußtseyn Statt finden kann, so fehlt darin doch die Freiheit der Individualität, und weil sie nicht darin erscheint, erscheint solches Thun als ein bloß äußerliches.
A. Das mechanische Objekt.
1. Das Objekt ist, wie sich ergeben hat, der _Schluß_, dessen Vermittelung ausgeglichen und daher unmittelbare Identität geworden ist. Es ist daher an und für sich Allgemeines; die Allgemeinheit nicht im Sinne einer Gemeinschaftlichkeit von Eigenschaften, sondern welche die Besonderheit durchdringt, und in ihr unmittelbare Einzelnheit ist.
1. Vor's Erste unterscheidet sich daher das Objekt nicht in _Materie_ und _Form_, deren jene selbstständige Allgemeine des Objekts, diese aber das Besondere und Einzelne seyn würde; ein solcher abstrakter Unterschied von Einzelnheit und Allgemeinheit ist nach seinem Begriffe an ihm nicht vorhanden; wenn es als Materie betrachtet wird, so muß es als an sich selbst geformte Materie genommen werden.
Ebenso kann es als Ding mit Eigenschaften, als Ganzes aus Theilen bestehend, als Substanz mit Accidenzen und nach den anderen Verhältnissen der Reflexion bestimmt werden; aber diese Verhältnisse sind überhaupt schon im Begriffe untergegangen; das Objekt hat daher nicht Eigenschaften noch Accidenzen, denn solche sind vom Dinge oder der Substanz trennbar; im Objekt ist aber die Besonderheit schlechthin in die Totalität reflektirt. In den Theilen eines Ganzen ist zwar diejenige Selbstständigkeit vorhanden, welche den Unterschieden des Objekts zukommt, aber diese Unterschiede sind sogleich wesentlich selbst Objekte, Totalitäten, welche nicht, wie die Theile, diese Bestimmtheit gegen das Ganze haben.
Das Objekt ist daher zunächst insofern _unbestimmt_, als es keinen bestimmten Gegensatz an ihm hat; denn es ist die zur unmittelbaren Identität zusammengegangene Vermittelung. Insofern der _Begriff wesentlich bestimmt_ ist, hat es die Bestimmtheit als eine zwar vollständige, übrigens aber _unbestimmte, d. i. verhältnißlose Mannigfaltigkeit_ an ihm, welche eine ebenso zunächst nicht weiter bestimmte Totalität ausmacht; _Seiten, Theile_, die an ihm unterschieden werden können, gehören einer äußern Reflexion an.
Jener ganz unbestimmte Unterschied ist daher nur, daß es _mehrere_ Objekte giebt, deren jedes seine Bestimmtheit nur in seine Allgemeinheit reflektirt enthält, und nicht _nach Außen_ scheint.
--Weil ihm diese unbestimmte Bestimmtheit wesentlich ist, ist es in sich selbst eine solche _Mehrheit_, und muß daher als _Zusammengesetztes_ als _Aggregat_ betrachtet werden.--Es besteht jedoch nicht aus _Atomen_, denn diese sind keine Objekte, weil sie keine Totalitäten sind. Die _leibnitzische Monade_ würde mehr ein Objekt seyn, weil sie eine Totalität der Weltvorstellung ist, aber in ihre _intensive Subjektivität_ eingeschlossen, soll sie wenigstens wesentlich _Eins_ in sich seyn. Jedoch ist die Monade, als _ausschließendes Eins_ bestimmt, nur ein von der _Reflexion angenommenes_ Princip. Sie ist aber Theils insofern Objekt, als der Grund ihrer mannigfaltigen Vorstellungen, der entwickelten, d. h. der _gesetzten_ Bestimmungen ihrer bloß _an sich_ seyenden Totalität, _außer ihr_ liegt, Theils insofern es der Monade ebenso gleichgültig ist, _mit anderen zusammen_ ein ausschließendes, für sich selbst bestimmtes.
2. Indem das Objekt nun Totalität des _Bestimmtseyns_ ist, aber um seiner Unbestimmtheit und Unmittelbarkeit willen nicht die _negative Einheit_ desselben, so ist es gegen die _Bestimmungen_ als _einzelne_, an und für sich bestimmte, so wie diese selbst gegeneinander _gleichgültig_. Diese sind daher nicht aus ihm, noch auseinander begreiflich; seine Totalität ist die Form des allgemeinen Reflektirtseyns seiner Mannigfaltigkeit in die an sich selbst nicht bestimmte Einzelnheit überhaupt. Die Bestimmtheiten, die es an ihm hat, kommen ihm also zwar zu; aber die _Form_, welche ihren Unterschied ausmacht, und sie zu einer Einheit verbindet, ist eine äußerliche gleichgültige; sie sey eine _Vermischung_, oder weiter eine _Ordnung_, ein gewisses _Arrangement_ von Theilen und Seiten, so sind dieß Verbindungen, die denen so bezogenen gleichgültig sind.
Das Objekt hat hiermit, wie ein Daseyn überhaupt, die Bestimmtheit seiner Totalität _außer ihm_, in _anderen_ Objekten, diese ebenso wieder _außer ihnen_, und sofort ins Unendliche. Die Rückkehr dieses Hinausgehens ins Unendliche in sich muß zwar gleichfalls angenommen und als eine _Totalität_ vorgestellt werden, als eine _Welt_, die aber nichts als die durch die unbestimmte Einzelnheit in sich abgeschlossene Allgemeinheit, ein _Universum_ ist.
Indem also das Objekt in seiner Bestimmtheit ebenso gleichgültig gegen sie ist, weist es durch sich selbst für sein Bestimmtseyn _außer sich hinaus_, wieder zu Objekten, denen es aber auf gleiche Weise _gleichgültig_ ist, _bestimmend zu seyn_. Es ist daher nirgend ein Princip der Selbstbestimmung vorhanden;--_der Determinismus_, --der Standpunkt, auf dem das Erkennen steht, insofern ihm das Objekt, wie es sich hier zunächst ergeben hat, das Wahre ist,--giebt für jede Bestimmung desselben die eines andern Objekts an, aber dieses Andere ist gleichfalls indifferent, sowohl gegen sein Bestimmtseyn, als gegen sein aktives Verhalten.--Der Determinismus ist darum selbst auch so unbestimmt, ins Unendliche fortzugehen; er kann beliebig allenthalben stehen bleiben, und befriedigt seyn, weil das Objekt, zu welchem er übergegangen, als eine formale Totalität in sich beschlossen und gleichgültig gegen das Bestimmtseyn durch ein anderes ist. Darum ist das _Erklären_ der Bestimmung eines Objekts, und das zu diesem Behufe gemachte Fortgehen dieser Vorstellung nur ein _leeres Wort_, weil in dem andern Objekt, zu dem sie fortgeht, keine Selbstbestimmung liegt.
3. Indem nun die _Bestimmtheit_ eines Objekts _in einem andern liegt_, so ist keine bestimmte Verschiedenheit zwischen ihnen vorhanden; die Bestimmtheit ist nur _doppelt_, einmal an dem einen, dann an dem andern Objekt, ein schlechthin nur _Identisches_, und die Erklärung oder das Begreifen insofern _tautologisch_. Diese Tautologie ist das äußerliche, leere Hinund Hergehen; da die Bestimmtheit von den dagegen gleichgültigen Objekten keine eigenthümliche Unterschiedenheit erhält, und deswegen nur identisch ist, ist nur _Eine_ Bestimmtheit vorhanden; und daß sie doppelt sey, drückt eben diese Äußerlichkeit und Nichtigkeit eines Unterschiedes aus. Aber zugleich sind die Objekte _selbstständig_ gegeneinander; sie bleiben sich darum in jener Identität schlechthin _äußerlich_.--Es ist hiermit der _Widerspruch_ vorhanden zwischen der vollkommenen _Gleichgültigkeit_ der Objekte gegen einander, und zwischen der _Identität der Bestimmtheit_ derselben, oder ihrer vollkommenen _Äußerlichkeit_ in der _Identität_ ihrer Bestimmtheit. Dieser Widerspruch ist somit die _negative Einheit_ mehrerer sich in ihr B. Der mechanische Proceß.
Wenn die Objekte nur als in sich abgeschlossene Totalitäten betrachtet werden, so können sie nicht auf einander wirken. Sie sind in dieser Bestimmung dasselbe, was die _Monaden_, die eben deswegen ohne alle Einwirkung auf einander gedacht worden. Aber der Begriff einer Monade ist eben darum eine mangelhafte Reflexion. Denn erstlich ist sie eine _bestimmte_ Vorstellung ihrer nur _an sich_ seyenden Totalität; als ein _gewisser Grad_ der Entwickelung und des _Gesetztseyns_ ihrer Weltvorstellung ist sie ein _Bestimmtes_; indem sie nun die in sich geschlossene Totalität ist, so ist sie gegen diese Bestimmtheit auch gleichgültig; es ist daher nicht ihre eigene, sondern eine durch ein _anders_ Objekt _gesetzte_ Bestimmtheit.
_Zweitens_ ist sie ein _Unmittelbares_ überhaupt, insofern sie ein nur _Vorstellendes_ seyn soll; ihre Beziehung auf sich ist daher die _abstrakte Allgemeinheit_; dadurch ist sie ein _für Andere offenes Daseyn_.--Es ist nicht hinreichend, um die Freiheit der Substanz zu gewinnen, sie als eine Totalität vorzustellen, die _in sich vollständig_, nichts _von Außen her_ zu erhalten habe. Vielmehr ist gerade die begrifflose, bloß vorstellende Beziehung auf sich selbst eine _Passivität_ gegen Anderes.--Ebenso ist die _Bestimmtheit_, sie mag nun als die Bestimmtheit eines _Seyenden_, oder eines _Vorstellenden_, als ein _Grad_ eigener aus dem Innern kommenden Entwickelung gefaßt werden, ein _Äußerliches_;--der _Grad_, welchen die Entwickelung erreicht, hat seine _Grenze_ in einem _Andern_. Die Wechselwirkung der Substanzen in eine _vorherbestimmte Harmonie_ hinauszuschieben, heißt weiter nichts, als sie zu einer _Voraussetzung_ machen, d. i. zu Etwas, das dem Begriffe entzogen wird.--Das Bedürfniß, der _Einwirkung_ der Substanzen zu entgehen, gründete sich auf das Moment der absoluten _Selbstständigkeit_ und _Ursprünglichkeit_, welches zu Grunde gelegt wurde. Aber da diesem _Ansichseyn_ des _Gesetztseyn_, der Grad der Entwickelung, nicht entspricht, so hat es eben darum seinen Grund in einem _Andern_.
Vom Substantialitäts-Verhältnisse ist seiner Zeit gezeigt worden, daß es in das Kausalitäts-Verhältniß übergeht. Aber das Seyende hat hier