ungeachtet, schlechthin _einfach_ und _immateriell_, denn die Äußerlichkeit ist nur als durch den Begriff bestimmt, und in seine negative Einheit aufgenommen; insofern sie als gleichgültige Äußerlichkeit besteht, ist sie dem Mechanismus überhaupt nicht nur preisgegeben, sondern ist nur als das Vergängliche und Unwahre.--Ob die Idee also gleich ihre Realität in einer Materiatur hat, so ist diese nicht ein abstraktes, gegen den Begriff für sich bestehendes _Seyn_, sondern nur als _Werden_ durch die Negativität des gleichgültigen Seyns als einfache Bestimmtheit des Begriffes.
Es ergeben sich hieraus folgende nähere Bestimmungen der Idee.--Sie ist _erstlich_ die einfache Wahrheit, die Identität des Begriffes und der Objektivität als _Allgemeines_, in welchem der Gegensatz und das Bestehen des Besondern in seine mit sich identische Negativität aufgelöst, und als Gleichheit mit sich selbst ist. _Zweitens_ ist sie die _Beziehung_ der fürsichseyenden Subjektivität des einfachen Begriffs und seiner davon _unterschiedenen_ Objektivität; jene ist wesentlich der _Trieb_, diese Trennung aufzuheben, und diese das gleichgültige Gesetztseyn, das an und für sich nichtige Bestehen.
Sie ist als diese Beziehung der _Proceß_, sich in die Individualität und in deren unorganische Natur zu dirimiren, und wieder diese unter die Gewalt des Subjekts zurückzubringen und zu der ersten einfachen Allgemeinheit zurückzukehren. Die _Identität_ der Idee mit sich selbst ist eins mit dem _Processe_; der Gedanke, der die Wirklichkeit von dem Scheine der zwecklosen Veränderlichkeit befreit und zur _Idee_ verklärt, muß diese Wahrheit der Wirklichkeit nicht als die todte Ruhe, als ein bloßes _Bild_, matt, ohne Trieb und Bewegung, als einen Genius, oder Zahl, oder einen abstrakten Gedanken vorstellen; die Idee hat, um der Freiheit willen, die der Begriff in ihr erreicht, auch den _härtesten Gegensatz_ in sich; ihre Ruhe besteht in der Sicherheit und Gewißheit, womit sie ihn ewig erzeugt und ewig überwindet, und in ihm mit sich selbst zusammengeht.
Zunächst aber ist die Idee auch wieder erst nur _unmittelbar_ oder nur in ihrem _Begriffe_; die objektive Realität ist dem Begriffe zwar angemessen, aber noch nicht zum Begriffe befreit, und er existirt nicht _für sich als der Begriff_. Der Begriff ist so zwar _Seele_, aber die Seele ist in der Weise eines _Unmittelbaren_, d. h. ihre Bestimmtheit ist nicht als sie selbst, sie hat sich nicht als Seele erfaßt, nicht in ihr selbst ihre objektive Realität; der Begriff ist als eine Seele, die noch nicht _seelenvoll_ ist. So ist die Idee _erstlich_ das _Leben_; der Begriff, der unterschieden von seiner Objektivität einfach in sich seine Objektivität durchdringt, und als Selbstzweck an ihr sein Mittel hat und sie als sein Mittel setzt, aber in diesem Mittel immanent und darin der realisirte mit sich identische Zweck ist.--Diese Idee hat um ihrer Unmittelbarkeit willen die _Einzelnheit_ zur Form ihrer Existenz. Aber die Reflexion ihres absoluten Processes in sich selbst ist das Aufheben dieser unmittelbaren Einzelnheit; dadurch macht der Begriff, der in ihr als Allgemeinheit das _Innere_ ist, die Äußerlichkeit zur Allgemeinheit, oder setzt seine Objektivität als Gleichheit mit sich selbst. So ist die Idee.
_Zweitens_ die Idee des _Wahren_ und des _Guten_, als _Erkennen_ und _Wollen_. Zunächst ist sie endliches Erkennen und endliches Wollen, worin das Wahre und Gute sich noch unterscheiden, und beide nur erst als _Ziel_ sind. Der Begriff hat _sich_ zunächst zu sich selbst befreit und sich nur erst eine _abstrakte Objektivität_ zur Realität gegeben. Aber der Proceß dieses endlichen Erkennens und Handelns macht die zunächst abstrakte Allgemeinheit zur Totalität, wodurch sie _vollkommene Objektivität_ wird.--Oder von der andern Seite betrachtet, _macht_ der endliche, das ist der subjektive Geist, sich die _Voraussetzung_ einer objektiven Welt, wie das Leben eine solche Voraussetzung _hat_; aber seine Thätigkeit ist, diese Voraussetzung aufzuheben und sie zu einem Gesetzten zu machen. So ist seine Realität für ihn die objektive Welt, oder umgekehrt, die objektive Welt ist die Idealität, in der er sich selbst erkennt.
_Drittens_ erkennt der Geist die Idee als seine _absolute Wahrheit_, als die Wahrheit, die an und für sich ist; die unendliche Idee, in welcher Erkennen und Thun sich ausgeglichen hat, und die das _absolute Wissen ihrer selbst_ ist.
Erstes Kapitel. Das Leben.
Die Idee des Lebens betrifft einen so konkreten und, wenn man will, reellen Gegenstand, daß mit derselben nach der gewöhnlichen Vorstellung der Logik ihr Gebiet überschritten zu werden scheinen kann. Sollte die Logik freilich nichts als leere, todte Gedankenformen enthalten, so könnte in ihr überhaupt von keinem solchen Inhalte, wie die Idee, oder das Leben ist, die Rede seyn.
Wenn aber die absolute Wahrheit der Gegenstand der Logik, und _die Wahrheit_ als solche wesentlich _im Erkennen_ ist, so müßte das _Erkennen_ wenigstens abgehandelt werden.--Der sogenannten reinen Logik pflegt man denn auch gewöhnlich eine _angewandte_ Logik folgen zu lassen,--eine Logik, welche es mit dem _konkreten Erkennen_ zu thun hat; die viele _Psychologie_ und _Anthropologie_ nicht mitgerechnet, deren Einflechtung in die Logik häufig für nöthig erachtet wird. Die anthropologische und psychologische Seite des Erkennens aber betrifft dessen _Erscheinung_, in welcher der Begriff für sich selbst noch nicht dieses ist, eine ihm gleiche Objektivität, d. i. sich selbst zum Objekte zu haben. Der Theil der Logik, der dasselbe betrachtet, gehört nicht zur _angewandten Logik_ als solchen; so wäre jede Wissenschaft in die Logik hereinzuziehen, denn jede ist insofern eine angewandte Logik, als sie darin besteht, ihren Gegenstand in Formen des Gedankens und Begriffs zu fassen.--Der subjektive Begriff hat Voraussetzungen, die in psychologischer, anthropologischer und sonstiger Form sich darstellen. In die Logik aber gehören nur die Voraussetzungen des reinen Begriffs, insofern sie die Form von reinen Gedanken, von abstrakten Wesenheiten haben, die Bestimmungen des _Seyns_ und _Wesens_. Ebenso sind vom _Erkennen_, dem sich selbst Erfassen des Begriffs, nicht die anderen Gestalten seiner Voraussetzung, sondern nur diejenige, welche selbst Idee ist, in der Logik abzuhandeln; aber diese ist nothwendig in ihr zu betrachten. Diese Voraussetzung nun ist die _unmittelbare_ Idee; denn indem das Erkennen der Begriff ist, insofern er für sich selbst aber als Subjektives in Beziehung auf Objektives ist, so bezieht er sich auf die Idee als _vorausgesetzte_ oder _unmittelbare_. Die unmittelbare Idee aber ist das Leben.
Insofern würde sich die Nothwendigkeit, die Idee des Lebens in der Logik zu betrachten, auf die auch sonst anerkannte Nothwendigkeit, den konkreten Begriff des Erkennens hier abzuhandeln, gründen. Diese Idee hat sich aber durch die eigene Nothwendigkeit des Begriffes herbeigeführt; die _Idee_, das an und für sich _Wahre_, ist wesentlich Gegenstand der Logik; da sie zuerst in ihrer Unmittelbarkeit zu betrachten ist, so ist sie in dieser Bestimmtheit, in welcher sie _Leben_ ist, aufzufassen und zu erkennen, damit ihre Betrachtung nicht etwas Leeres und Bestimmungsloses sey. Es kann nur etwa zu bemerken seyn, inwiefern die logische Ansicht des Lebens von anderer wissenschaftlicher Ansicht desselben unterschieden ist; jedoch gehört hierher nicht, wie in unphilosophischen Wissenschaften von ihm gehandelt wird, sondern nur wie das logische Leben als reine Idee von dem Naturleben, das in der _Natur-Philosophie_ betrachtet wird, und von dem Leben, insofern es mit dem _Geiste_ in Verbindung steht, zu unterscheiden ist.--Das Erstere ist als das Leben der Natur das Leben, insofern es in die _Äußerlichkeit des Bestehens_ hinausgeworfen ist, an der unorganischen Natur seine _Bedingung_ hat, und wie die Momente der Idee eine Mannigfaltigkeit wirklicher Gestaltungen sind. Das Leben in der Idee ist ohne solche _Voraussetzungen_, welche als Gestalten der Wirklichkeit sind; seine Voraussetzung ist der _Begriff_, wie er betrachtet worden ist, einer Seits als subjektiver, anderer Seits als objektiver. In der Natur erscheint das Leben als die höchste Stufe, welche von ihrer Äußerlichkeit dadurch erreicht wird, daß sie in sich gegangen ist und sich in der Subjektivität aufhebt. In der Logik ist es das einfache Insichseyn, welches in der Idee des Lebens seine ihm wahrhaft entsprechende Äußerlichkeit erreicht hat; der Begriff, der als subjektiver früher auftritt, ist die Seele des Lebens selbst; er ist der Trieb, der sich durch die Objektivität hindurch seine Realität vermittelt. Indem die Natur von ihrer Äußerlichkeit aus diese Idee erreicht, geht sie über sich hinaus, ihr Ende ist nicht als ihr Anfang, sondern als ihre Gränze, worin sie sich selbst aufhebt.--Ebenso erhalten in der Idee des Lebens die Momente seiner Realität nicht die Gestalt äußerlicher Wirklichkeit, sondern bleiben in die Form des Begriffes eingeschlossen.
Im _Geiste_ aber erscheint das Leben Theils ihm gegenüber, Theils als mit ihm in eins gesetzt, und diese Einheit wieder durch ihn rein herausgeboren. Das Leben ist hier nämlich überhaupt in seinem eigentlichen Sinne als _natürliches Leben_ zu nehmen, denn was das _Leben des Geistes_ als Geistes genannt wird, ist seine Eigenthümlichkeit, welche dem bloßen Leben gegenübersteht; wie auch von der _Natur_ des Geistes gesprochen wird, obgleich der Geist kein Natürliches, und vielmehr der Gegensatz zur Natur ist. Das Leben als solches also ist für den Geist Theils _Mittel_, so stellt er es sich gegenüber; Theils ist er lebendiges Individuum, und das Leben sein Körper, Theils wird diese Einheit seiner mit seiner lebendigen Körperlichkeit aus ihm selbst zum _Ideal_ herausgeboren. Keine dieser Beziehungen auf den Geist geht das logische Leben an, und es ist hier weder als Mittel eines Geistes, noch als sein lebendiger Leib, noch als Moment des Ideals und der Schönheit zu betrachten.
--Das Leben hat in beiden Fällen, wie es _natürliches_ und wie es mit dem _Geiste_ in Beziehung steht, eine _Bestimmtheit seiner Äußerlichkeit_, dort durch seine Voraussetzungen, welches anderer Gestaltungen der Natur sind, hier aber durch die Zwecke und Thätigkeit des Geistes. Die Idee des Lebens für sich ist frei von jener vorausgesetzten und bedingenden Objektivität, so wie von der Beziehung auf diese Subjektivität.
Das Leben, in seiner Idee nun näher betrachtet, ist an und für sich absolute _Allgemeinheit_; die Objektivität, welche es an ihm hat, ist vom Begriffe schlechthin durchdrungen, sie hat nur ihn zur Substanz.
Was sich als Theil oder nach sonstiger äußerer Reflexion unterscheidet, hat den ganzen Begriff in sich selbst; er ist die darin _allgegenwärtige_ Seele, welche einfache Beziehung auf sich selbst, und Eins in der Mannigfaltigkeit bleibt, die dem objektiven Seyn zukommt. Diese Mannigfaltigkeit hat als die sich äußerliche Objektivität ein gleichgültiges Bestehen, das im Raume und in der Zeit, wenn diese hier schon erwähnt werden könnten, ein ganz verschiedenes und selbstständiges Außereinander ist. Aber die Äußerlichkeit ist im Leben zugleich als die _einfache Bestimmtheit_ seines Begriffs; so ist die Seele allgegenwärtig in diese Mannigfaltigkeit ausgegossen, und bleibt zugleich schlechthin das einfache Einsseyn des konkreten Begriffs mit sich selbst.--Am Leben, an dieser Einheit seines Begriffs in der Äußerlichkeit der Objektivität, in der absoluten Vielheit der atomistischen Materie, gehen dem Denken, das sich an die Bestimmungen der Reflexions-Verhältnisse und des formalen Begriffes hält, schlechthin alle seine Gedanken aus; die Allgegenwart des Einfachen in der vielfachen Äußerlichkeit ist für die Reflexion ein absoluter Widerspruch, und insofern sie dieselbe zugleich aus der Wahrnehmung des Lebens auffassen, hiermit die Wirklichkeit dieser Idee zugeben muß, ein _unbegreifliches Geheimnis_, weil sie den Begriff nicht erfaßt, und den Begriff nicht als die Substanz des Lebens.--Das einfache Leben ist aber nicht nur allgegenwärtig, sondern schlechthin das _Bestehen_ und die _immanente Substanz_ seiner Objektivität, aber als subjektive Substanz _Trieb_, und zwar der _specifische Trieb_ des _besondern_ Unterschiedes, und ebenso wesentlich der Eine und allgemeine Trieb des Specifischen, der diese seine Besonderung in die Einheit zurückführt und darin erhält. Das Leben ist nur als diese _negative Einheit_ seiner Objektivität und Besonderung sich auf sich beziehendes, für sich seyendes Leben, eine Seele. Es ist damit wesentlich _Einzelnes_, welches auf die Objektivität sich als auf ein Anderes, eine unlebendige Natur bezieht. Das ursprüngliche _Urtheil_ des Lebens besteht daher darin, daß es sich als individuelles Subjekt gegen das Objektive abscheidet, und indem es sich als die negative Einheit des Begriffs konstituirt, die _Voraussetzung_ einer unmittelbaren Objektivität macht.
Das Leben ist daher _erstlich_ zu betrachten als _lebendiges Individuum_, das für sich die subjektive Totalität, und als gleichgültig vorausgesetzt ist gegen eine ihm als gleichgültig gegenüberstehende Objektivität.
_Zweitens_ ist es _der Lebens-Proceß_, seine Voraussetzung aufzuheben, die gegen dasselbe gleichgültige Objektivität als negativ zu setzen, und sich als ihre Macht und negative Einheit zu verwirklichen. Damit macht es sich zum Allgemeinen, das die Einheit seiner selbst und seines Andern ist. Das Leben ist daher _Drittens der Proceß der Gattung_, seine Vereinzelung aufzuheben, und sich zu seinem objektiven Daseyn als zu sich selbst zu verhalten.
Dieser Proceß ist hiermit einer Seits die Rückkehr zu seinem Begriffe, und die Wiederholung der ersten Diremtion, das Werden einer neuen, und der Tod der ersten unmittelbaren Individualität; anderer Seits aber ist der _in sich gegangene Begriff_ des Lebens das Werden des sich zu sich selbst verhaltenden, als allgemein und frei für sich existirenden Begriffes, der Übergang in _das Erkennen_.
A. Das lebendige Individuum.
1. Der Begriff des Lebens oder das allgemeine Leben ist die unmittelbare Idee, der Begriff, dem seine Objektivität angemessen ist; aber sie ist ihm nur angemessen, insofern er die negative Einheit dieser Äußerlichkeit ist, das heißt, sie sich angemessen _setzt_.
Die unendliche Beziehung des Begriffes auf sich selbst ist als die Negativität das Selbstbestimmen, die Diremtion seiner in sich _als subjektive Einzelnheit, und in sich als gleichgültige Allgemeinheit_.
Die Idee des Lebens in ihrer Unmittelbarkeit ist nur erst die schöpferische allgemeine Seele. Um dieser Unmittelbarkeit willen ist ihre erste negative Beziehung der Idee in sich selbst, Selbstbestimmung ihrer als _Begriff_,--das Setzen _an sich_, welches erst als Rückkehr in sich Für-sich-seyn ist; das schöpferische _Voraussetzen_. Durch dieß Selbstbestimmen ist das _allgemeine_ Leben ein _Besonderes_; es hat sich damit in die beiden Extreme des Urtheils, das unmittelbar Schluß wird, entzweit.
Die Bestimmungen des Gegensatzes sind die allgemeinen _Bestimmungen_ des _Begriffs_, denn es ist der Begriff, dem die Entzweiung zukommt; aber die _Erfüllung_ derselben ist die Idee. Das eine ist die _Einheit_ des Begriffs und der Realität, welche die Idee ist, als die _unmittelbare_, die sich früher als die _Objektivität_ gezeigt hat.
Allein sie ist hier in anderer Bestimmung. Dort war sie die Einheit des Begriffs und der Realität, insofern der Begriff in sie übergegangen und nur in sie verloren ist; er stand ihr nicht gegenüber, oder weil er ihr nur _Inneres_ ist, ist er nur eine ihr _äußerliche_ Reflexion. Jene Objektivität ist daher das Unmittelbare selbst auf unmittelbare Weise. Hier hingegen ist sie nur das aus dem Begriffe Hervorgegangene, so daß ihr Wesen das Gesetztseyn, daß sie als _Negatives_ ist.--Sie ist als die _Seite_ der _Allgemeinheit des Begriffes_ anzusehen, somit als _abstrakte_ Allgemeinheit, wesentlich nur dem Subjekte _inhärirend_, und in der Form des unmittelbaren _Seyns_, das für sich gesetzt, gegen das Subjekt gleichgültig sey.
Die Totalität des Begriffs, welche der Objektivität zukommt, ist insofern gleichsam nur eine _geliehene_; die letzte Selbstständigkeit, die sie gegen das Subjekt hat, ist jenes _Seyn_, welches seiner Wahrheit nach nur jenes Moment des Begriffes ist, der als _voraussetzend_ in der ersten Bestimmtheit eines _an sich_ seyenden _Setzens_ ist, welches noch nicht _als_ Setzen, als die in sich reflektierte Einheit ist. Aus der Idee hervorgegangen ist also die selbstständige Objektivität unmittelbares Seyn, nur als das _Prädikat_ des Urtheils der Selbstbestimmung des Begriffs,--ein zwar vom Subjekte verschiedenes Seyn, aber zugleich wesentlich gesetzt als _Moment_ des Begriffs.
Dem Inhalte nach ist diese Objektivität die Totalität des Begriffes, die aber dessen Subjektivität oder negative Einheit sich gegenüberstehen hat, welche die wahrhafte Centralität ausmacht, nämlich seine freie Einheit mit sich selbst. Dieses _Subjekt_ ist die Idee in der Form der _Einzelnheit_; als einfache aber negative Identität mit sich; das _lebendige Individuum_.
Dieses ist erstlich das Leben als _Seele_; als der Begriff seiner selbst, der in sich vollkommen bestimmt ist, das anfangende, sich selbst bewegende _Princip_. Der Begriff enthält in seiner Einfachheit die bestimmte Äußerlichkeit als _einfaches_ Moment in sich eingeschlossen.--aber ferner ist diese Seele _in ihrer Unmittelbarkeit_ unmittelbar äußerlich, und hat ein objektives Seyn an ihr selbst;--die dem Zwecke unterworfene Realität, das unmittelbare _Mittel_, zunächst die Objektivität als _Prädikat_ des Subjekts, aber fernerhin ist sie auch die _Mitte_ des Schlusses; die Leiblichkeit der Seele ist das, wodurch sie sich mit der äußerlichen Objektivität zusammenschließt.Die Leiblichkeit hat das Lebendige zunächst als die unmittelbar mit dem Begriff identische Realität; sie hat dieselbe insofern überhaupt von _Natur_.
Weil nun diese Objektivität Prädikat des Individuums und in die subjektive Einheit aufgenommen ist, so kommen ihr nicht die früheren Bestimmungen des Objekts, das mechanische oder chemische Verhältniß, noch weniger die abstrakten Reflexions-Verhältnisse von Ganzem und Theilen u. drgl. zu. Als Äußerlichkeit ist sie solcher Verhältnisse zwar _fähig_, aber insofern ist sie nicht lebendiges Daseyn; wenn das Lebendige als ein Ganzes, das aus Theilen besteht, als ein solches, auf welches mechanische oder chemische Ursachen einwirken, als mechanisches oder chemisches Produkt, es sey bloß als solches, oder auch durch einen äußerlichen Zweck Bestimmtes, genommen wird, so wird der Begriff ihm als äußerlich, es wird als ein _Todtes_ genommen. Da ihm der Begriff immanent ist, so ist die _Zweckmäßigkeit_ des Lebendigen als _innere_ zu fassen; er ist in ihm als bestimmter, von seiner Äußerlichkeit unterschiedener, und in seinem Unterscheiden sie durchdringender und mit sich identischer Begriff. Diese Objektivität des Lebendigen ist _Organismus_; sie ist das _Mittel und Werkzeug_ des Zwecks, vollkommen zweckmäßig, da der Begriff ihre Substanz ausmacht; aber eben deswegen ist dieß Mittel und Werkzeug selbst der ausgeführte Zweck, in welchem der subjektive Zweck insofern unmittelbar mit sich selbst zusammen geschlossen ist. Nach der Äußerlichkeit des Organismus ist er ein Vielfaches nicht von _Theilen_, sondern von _Gliedern_, welche als solche a) nur in der Individualität bestehen; sie sind trennbar, insofern sie äußerliche sind, und an dieser Äußerlichkeit gefaßt werden können; aber insofern sie getrennt werden, kehren sie unter die mechanischen und chemischen Verhältnisse der gemeinen Objektivität zurück. b) Ihre Äußerlichkeit ist der negativen Einheit der lebendigen Individualität entgegen; diese ist daher _Trieb_, das abstrakte Moment der Bestimmtheit des Begriffes als reellen Unterschied zu setzen; indem dieser Unterschied _unmittelbar_ ist, ist er _Trieb_ jedes _einzelnen_, _specifischen Moments_, sich zu produciren, und ebenso seine Besonderheit zur Subjektheit zu erheben, die anderen ihm äußerlichen aufzuheben, sich auf ihre Kosten hervorzubringen, aber ebenso sehr sich selbst aufzuheben und sich zum Mittel für die anderen zu machen.
2. Dieser _Proceß_ der lebendigen Individualität ist auf sie selbst beschränkt, und fällt noch ganz innerhalb ihrer.--Im Schlusse der äußerlichen Zweckmäßigkeit ist vorhin die erste Prämisse desselben, daß sich der Zweck unmittelbar auf die Objektivität bezieht und sie zum Mittel macht, so betrachtet worden, daß in ihr zwar der Zweck sich darin gleich bleibt, und in sich zurückgegangen ist, aber die Objektivität _an ihr selbst_ sich noch nicht aufgehoben, der Zweck daher in ihr insofern nicht _an_ und _für sich_ ist, und dieß erst im Schlußsatze wird. Der Proceß des Lebendigen mit sich selbst ist jene Prämisse, insofern sie aber zugleich Schlußsatz, insofern die unmittelbare Beziehung des Subjekts auf die Objektivität, welche dadurch Mittel und Werkzeug wird, zugleich als die _negative Einheit_ des Begriffs an sich selbst ist; der Zweck führt sich in dieser seiner Äußerlichkeit dadurch aus, daß er ihre subjektive Macht und der Proceß ist, worin sie ihre Selbstauflösung und Rückkehr in diese seine negative Einheit aufzeigt. Die Unruhe und Veränderlichkeit der äußerlichen Seite des Lebendigen ist die Manifestation des Begriffs an ihm, der als die Negativität an sich selbst nur Objektivität hat, insofern sich ihr gleichgültiges Bestehen als sich aufhebend zeigt.
Der Begriff producirt also durch seinen Trieb sich so, daß das Produkt, indem er dessen Wesen ist, selbst das Producirende ist, daß es nämlich Produkt nur als die sich ebenso negativ setzende Äußerlichkeit, oder als der Proceß der Producirens ist.
3. Die so eben betrachtete Idee ist nun der _Begriff_ des _lebendigen Subjekts_ und _seines Processes_; die Bestimmungen, die im Verhältnisse zu einander sind, sind die sich auf sich beziehende _negative Einheit_ des Begriffs und die _Objektivität_, welche sein _Mittel_, in welcher er aber in sich selbst _zurückgekehrt_ ist.
Aber indem dieß Momente der Idee des Lebens _innerhalb seines Begriffes_ sind, so sind es nicht die bestimmten Begriffs-Momente des _lebendigen Individuums in seiner Realität_. Die Objektivität oder Leiblichkeit desselben ist konkrete Totalität; jene Momente sind daher nicht die Momente dieser schon durch die Idee konstituirten Lebendigkeit. Die lebendige _Objektivität_ des Individuums aber als solche, da sie vom Begriffe beseelt und ihn zur Substanz hat, hat auch an ihr zu wesentlichem Unterschiede solche, welche seine Bestimmungen sind, _Allgemeinheit, Besonderheit_ und _Einzelnheit_; die _Gestalt_, als in welcher sie äußerlich unterschieden sind, ist daher nach denselben eingetheilt, oder eingeschnitten (insectum).
Sie ist hiermit _erstlich Allgemeinheit_, das rein nur in sich selbst Erzittern der Lebendigkeit, die _Sensibilität_. Der Begriff der Allgemeinheit, wie er sich oben ergeben hat, ist die einfache Unmittelbarkeit, welche dieß aber nur ist als absolute Negativität in sich. Dieser Begriff des _absoluten Unterschiedes_, wie seine Negativität in der _Einfachheit aufgelöst_ und sich selbst gleich ist, ist in der Sensibilität zur Anschauung gebracht. Sie ist das Insichseyn, nicht als abstrakte Einfachheit, sondern eine unendliche _bestimmbare_ Receptivität, welche in ihrer _Bestimmtheit_ nicht ein Mannigfaltiges und Äußerliches wird, sondern schlechthin in sich reflektirt ist. Die _Bestimmtheit_ ist in dieser Allgemeinheit als einfaches _Princip_; die einzelne äußerliche Bestimmtheit, ein sogenannter _Eindruck_, geht aus seiner äußerlichen und mannigfaltigen Bestimmung in diese Einfachheit des _Selbstgefühls_ zurück. Die Sensibilität kann somit als das Daseyn der in sich seyenden Seele betrachtet werden, da sie alle Äußerlichkeit in sich aufnimmt, dieselbe aber in die vollkommene Einfachheit der sich gleichen Allgemeinheit zurückführt.
Die zweite Bestimmung des Begriffs ist die _Besonderheit_, das Moment des _gesetzten_ Unterschiedes; die Eröffnung der Negativität, welche im einfachen Selbstgefühl eingeschlossen, oder in ihm ideelle, noch nicht reelle Bestimmtheit ist;--die _Irritabilität_. Das Gefühl ist um der Abstraktion seiner Negativität willen Trieb; es _bestimmt_ sich; die Selbstbestimmung des Lebendigen ist sein Urtheil oder Verendlichung, wonach es sich auf das Äußerliche als auf eine _vorausgesetzte_ Objektivität bezieht, und in Wechselwirkung damit ist.--Nach seiner Besonderheit ist es nun Theils _Art_ neben anderen Arten von Lebendigen, die _formale_ Reflexion dieser _gleichgültigen Verschiedenheit_ in sich ist die formale _Gattung_ und deren Systematisirung; die individuelle Reflexion aber ist, daß die Besonderheit die Negativität ihrer Bestimmtheit, als einer Richtung nach Außen, die sich auf sich beziehende Negativität des Begriffes ist.
Nach dieser _dritten_ Bestimmung ist das Lebendige _als Einzelnes_.
Näher bestimmt sich diese Reflexion-in-sich so, daß das Lebendige in der Irritabilität Äußerlichkeit seiner gegen sich selbst, gegen die Objektivität ist, welche es als sein Mittel und Werkzeug unmittelbar an ihm hat, und die äußerlich bestimmbar ist. Die Reflexion-in-sich hebt diese Unmittelbarkeit auf,--einer Seits als theoretische Reflexion; insofern nämlich die Negativität als einfaches Moment der Sensibilität ist, das in derselben betrachtet wurde, und welches das _Gefühl_ ausmacht,--anderer Seits als reelle, indem sich die Einheit des Begriffes _in seiner äußerlichen Objektivität_ als negative Einheit setzt, die _Reproduktion_.--Die beiden ersten Momente, die Sensibilität und Irritabilität, sind abstrakte Bestimmungen; in der Reproduktion ist das Leben _Konkretes_ und Lebendigkeit, es hat in ihr, als seiner Wahrheit, erst auch Gefühl und Widerstandskraft. Die Reproduktion ist die Negativität als einfaches Moment der Sensibilität, und die Irritabilität ist nur lebendige Widerstandskraft, daß das Verhältniß zum Äußerlichen Reproduktion und individuelle Identität mit sich ist. Jedes der einzelnen Momente ist wesentlich die Totalität aller, ihren Unterschied macht die ideelle Formbestimmtheit aus, welche in der Reproduktion als konkrete Totalität des Ganzen gesetzt ist. Dieß Ganze ist daher einer Seits als Drittes, nämlich als _reelle_ Totalität jenen bestimmten Totalitäten entgegengesetzt, anderer Seits aber ist es deren ansichseyende Wesenheit, zugleich das, worin sie als Momente zusammengefaßt sind, und ihr Subjekt und Bestehen haben.
Mit der Reproduktion, als dem Momente der Einzelnheit, setzt sich das Lebendige als _wirkliche_ Individualität, ein sich auf sich beziehendes Fürsichseyn; ist aber zugleich reelle _Beziehung nach Außen_; die Reflexion der _Besonderheit_ oder Irritabilität _gegen ein Anderes_, gegen die _objektive_ Welt. Der innerhalb des Individuums eingeschlossene Proceß des Lebens geht in die Beziehung zur vorausgesetzten Objektivität als solcher dadurch über, daß das Individuum, indem es sich als _subjektive_ Totalität setzt, auch das _Moment seiner Bestimmtheit_ als _Beziehung_ auf die Äußerlichkeit zur _Totalität_ wird.
Daß das lebendige Individuum sich in sich selbst gestaltet, damit spannt es sich gegen sein ursprüngliches Voraussetzen, und stellt sich als an und für sich seyendes Subjekt der vorausgesetzten objektiven Welt gegenüber. Das Subjekt ist der Selbstzweck, der Begriff, welcher an der ihm unterworfenen Objektivität sein Mittel und subjektive Realität hat; hierdurch ist es als die an und für sich seyende Idee und als das wesentliche Selbstständige konstituirt, gegen welches die vorausgesetzte äußerliche Welt nur den Werth eines Negativen und Unselbstständigen hat. In seinem Selbstgefühle hat das Lebendige diese _Gewißheit_ von der an sich seyenden _Nichtigkeit_ des ihm gegenüberstehenden _Andersseyns_. Sein Trieb ist das Bedürfniß, dieß Andersseyn aufzuheben, und sich die Wahrheit jener Gewißheit zu geben. Das Individuum ist als Subjekt zunächst erst der _Begriff_ der Idee des Lebens; sein subjektiver Proceß in sich, in welchem es aus sich selbst zehrt, und die unmittelbare Objektivität, welche es als natürliches Mittel seinem Begriffe gemäß setzt, ist vermittelt durch den Proceß, der sich auf die vollständig gesetzte Äußerlichkeit, auf die _gleichgültig_ neben ihm stehende objektive Totalität bezieht.
Dieser Proceß fängt mit dem _Bedürfnisse_ an, das ist dem Momente, daß das Lebendige _erstlich_ sich bestimmt, sich somit als verneint setzt, und hierdurch auf eine gegen sich _andere_, die gleichgültige Objektivität bezieht;--daß es aber _zweitens_ ebenso sehr in diesen Verlust seiner nicht verloren ist, sich darin erhält und die Identität des sich selbst gleichen Begriffes bleibt; hierdurch ist es der Trieb, jene ihm _andere_ Welt _für sich_, sich gleich zu setzen, sie aufzuheben und _sich_ zu objektiviren. Dadurch hat seine Selbstbestimmung die Form von objektiver Äußerlichkeit, und daß es zugleich identisch mit sich ist, ist es der absolute _Widerspruch_.
Die unmittelbare Gestaltung ist die Idee in ihrem einfachen Begriffe, die dem Begriff gemäße Objektivität; so ist sie _gut_ von Natur.
Aber indem ihr negatives Moment sich zur objektiven Besonderheit, d.
i. indem die wesentlichen Momente ihrer Einheit jedes für sich zur Totalität realisirt ist, so ist der Begriff in die absolute Ungleichheit seiner mit sich _entzweit_, und indem er ebenso die absolute Identität in dieser Entzweiung ist, so ist das Lebendige für sich selbst diese Entzweiung und hat das Gefühl dieses Widerspruchs, welches der _Schmerz_ ist. Der _Schmerz_ ist daher das Vorrecht lebendiger Naturen; weil sie der existirende Begriff sind, sind sie eine Wirklichkeit von der unendlichen Kraft, daß sie in sich die _Negativität_ ihrer selbst sind, daß diese _ihre Negativität für sie_ ist, daß sie sich in ihrem Andersseyn erhalten.--Wenn man sagt, daß der Widerspruch nicht denkbar sey, so ist er vielmehr im Schmerz des Lebendigen sogar eine wirkliche Existenz.
Diese Diremtion des Lebendigen in sich ist _Gefühl_, indem sie in die einfache Allgemeinheit des Begriffs, in die Sensibilität aufgenommen ist. Von dem Schmerz fängt das _Bedürfniß_ und der _Trieb_ an, die den Übergang ausmachen, daß das Individuum, wie es als Negation seiner für sich ist, so auch als Identität für sich werde,--eine Identität, welche nur als die Negation jener Negation ist.--Die Identität, die im Triebe als solchem ist, ist die subjektive Gewißheit seiner selbst, nach welcher es sich zu seiner äußerlichen, gleichgültig existirenden Welt als zu einer Erscheinung, einer an sich begrifflosen und unwesentlichen Wirklichkeit verhält. Sie soll den Begriff in sich erst durch das Subjekt erhalten, welches der immanente Zweck ist. Die Gleichgültigkeit der objektiven Welt gegen die Bestimmtheit, und damit gegen den Zweck, macht ihre äußerliche Fähigkeit aus, dem Subjekt angemessen zu seyn; welche Specifikationen sie sonst an ihr habe, ihre mechanische Bestimmbarkeit, der Mangel an der Freiheit des immanenten Begriffs macht ihre Ohnmacht aus, sich gegen das Lebendige zu erhalten.--Insofern das Objekt gegen das Lebendige zunächst als ein gleichgültiges Äußerliches ist, kann es mechanisch auf dasselbe einwirken; so aber wirkt es nicht als auf ein Lebendiges; insofern es sich zu diesem verhält, wirkt es nicht als Ursache, sondern _erregt_ es. Weil das Lebendige Trieb ist, kommt die Äußerlichkeit an und in dasselbe, nur insofern sie schon an und für sich _in ihm_ ist; die Einwirkung auf das Subjekt besteht daher nur darin, daß dieses die sich darbietende Äußerlichkeit _entsprechend findet_;--sie mag seiner Totalität auch nicht angemessen seyn, so muß sie wenigstens einer besondern Seite an ihm entsprechen, und diese Möglichkeit liegt darin, daß es eben als sich äußerlich verhaltend ein Besonderes ist.
Das Subjekt übt nun, insofern es in seinem Bedürfniß bestimmt sich auf das Äußerliche bezieht, und damit selbst Äußerliches oder Werkzeug ist, _Gewalt_ über das Objekt aus. Sein besonderer Charakter, seine Endlichkeit überhaupt, fällt in die bestimmtere Erscheinung dieses Verhältnisses.--Das Äußerliche daran ist der Proceß der Objektivität überhaupt, Mechanismus und Chemismus.
Derselbe wird aber unmittelbar abgebrochen und die Äußerlichkeit in Innerlichkeit verwandelt. Die äußerliche Zweckmäßigkeit, welche durch die Thätigkeit des Subjekts in dem gleichgültigen Objekt zunächst hervorgebracht wird, wird dadurch aufgehoben, daß das Objekt gegen den Begriff keine Substanz ist, der Begriff daher nicht nur dessen äußere Form werden kann, sondern sich als dessen Wesen und immanente, durchdringende Bestimmung, seiner ursprünglichen Identität gemäß, setzen muß.
Mit der Bemächtigung des Objekts geht daher der mechanische Proceß in den innern über, durch welchen das Individuum sich das Objekt so _aneignet_, daß es ihm die eigenthümliche Beschaffenheit benimmt, es zu seinem Mittel macht, und seine Subjektivität ihm zur Substanz giebt. Diese Assimilation tritt damit in Eins zusammen mit dem oben betrachteten Reproduktionsproceß des Individuums; es zehrt in diesem zunächst aus sich, indem es seine eigene Objektivität sich zum Objekte macht; der mechanische und chemische Konflikt seiner Glieder mit den äußerlichen Dingen ist ein objektives Moment seiner. Das Mechanische und Chemische des Processes ist ein Beginnen der Auflösung des Lebendigen. Da das Leben die Wahrheit dieser Processe, hiermit als Lebendiges die Existenz dieser Wahrheit und die Macht derselben ist, greift es über sie über, durchdringt sie als ihre Allgemeinheit, und ihr Produkt ist durch dasselbe vollkommen bestimmt.
Diese ihre Verwandlung in die lebendige Individualität macht die Rückkehr dieser letztern in sich selbst aus, so daß die Produktion, welche als solche das Übergehen in ein Anderes seyn würde, zur Reproduktion wird, in der das Lebendige sich _für sich_ identisch mit sich setzt.
Die unmittelbare Idee ist auch die unmittelbare, nicht als _für sich_ seyende Identität des Begriffes und der Realität; durch den objektiven Proceß giebt sich das Lebendige sein _Selbstgefühl_; denn es _setzt_ sich darin als das, was es an und für sich ist, in seinem als gleichgültig gesetzten Andersseyn, das Identische mit sich selbst, die negative Einheit des Negativen zu seyn. In diesem Zusammengehen des Individuums mit seiner zunächst ihm als gleichgültig vorausgesetzten Objektivität hat es, so wie auf einer Seite sich als wirkliche Einzelnheit konstituirt, so sehr _seine Besonderheit aufgehoben_ und sich zur _Allgemeinheit_ erhoben. Seine Besonderheit bestand in der Diremtion, wodurch das Leben als seine Arten das individuelle Leben und die ihm äußerliche Objektivität setzte. Durch den äußern Lebens-Proceß hat es sich somit als reelles, allgemeines Leben, als _Gattung_ gesetzt.
C. Die Gattung.
Das lebendige Individuum zuerst aus dem allgemeinen Begriffe des Lebens abgeschieden, ist eine Voraussetzung, die noch nicht durch sie selbst bewährt ist. Durch den Proceß mit der zugleich damit vorausgesetzten Welt hat es sich selbst gesetzt _für sich_ als die negative Einheit seines Andersseyns, als die Grundlage seiner selbst; es ist so die Wirklichkeit der Idee, so daß das Individuum nun aus _der Wirklichkeit_ sich hervorbringt, wie es vorher nur aus dem