Alle Erörterungen und Untersuchungen der Psychophysik beziehen sich überhaupt blos auf die Erscheinungsseite der kör- perlichen und geistigen Welt, auf das, was entweder unmittelbar durch innere oder äussere Wahrnehmung erscheint, oder aus dem Erscheinlichen erschliessbar, oder als Verhältniss, Kategorie, Zu- sammenhang, Auseinanderfolge, Gesetz des Erscheinlichen fass- bar ist; kurz auf das Physische im Sinne der Physik und Chemie, auf das Psychische im Sinne der Erfahrungsseelenlehre, ohne dass auf das Wesen des Körpers, der Seele hinter der Erscheinungs- welt im Sinne der Metaphysik irgendwie zurückgegangen wird.
Allgemein nennen wir das Psychische Function des Physi- schen, davon abhängig und umgekehrt, insofern eine derar- tige constante oder gesetzliche Beziehung zwischen beiden be- steht, dass von dem Dasein und den Veränderungen des Einen auf die des Anderen geschlossen werden kann.
Die Thatsache functioneller Beziehungen zwischen Körper und Seele ist im Allgemeinen unbestritten, indess über die Gründe, die Deutung und die Ausdehnung dieser Thatsache ein noch un- entschiedener Streit besteht.
Ohne Rücksicht auf die metaphysischen Gesichtspuncte die- ses Streites, welche sich vielmehr auf das sogenannte Wesen als die Erscheinung beziehen, versucht die Psychophysik, die thatnu sächlichen functionellen Beziehungen zwischen den Erscheinungs- gebieten von Körper und Seele möglichst genau festzustellen.
Was gehört quantitativ und qualitativ, fern und nahe, in Körperwelt und geistiger Welt zusammen, nach welchen Gesetzen folgen ihre Veränderungen aus einander odergehen mit einander? Diese Fragen stellt sich allgemein gesprochen die Psychophysik und sucht sie exact zu beantworten.
Anders gesprochen, doch nur dasselbe damit gesagt: was gehört in der inneren und äusseren Erscheinungsweise der Dinge zusammen und welche Gesetze bestehen für ihre bezugsweisen Aenderungen? e Insoweit ein functionelles Verhältniss zwischen Körper und Seele besteht, würde an sich nichts hindern, dasselbe eben so in der einen als in der anderen Richtung ins Auge zu fassen und zu verfolgen, was man sich passend durch das mathematische Fun- etionsverhältniss erläutern kann, das zwischen den Veränder- lichen x und y einer Gleichung besteht, wo jede Veränderliche beliebig als Function der anderen angesehen werden kann, und dieselbe in ihren Veränderungen von sich abhängig hat. Ein Grund aber für die Psychophysik, den Verfolg der Seite der Ab- hängigkeit der Seele vom Körper vor der gegentheiligen zu be- vorzugen, liegt darin, dass nur das Physische dem Masse unmit- telbar zugänglich ist, indess das Mass des Psychischen erst in Abhängigkeit davon gewonnen werden kann, wie später gezeigt wird. Dieser Grund ist entscheidend und bestimmt die Richtung des Ganges im Folgenden.
Die materialistischen Gründe für eine solche Bevorzugung kommen in der Psychophysik weder zur Sprache noch Geltung, und der Streit zwischen Materialismus und Idealismus, als auf Abhähgigkeitsverhältnisse des Einen vom Anderen im Wesen ge- hend, bleibt ihr, als blos auf Erscheinungsverhältnisse bezüglich, fremd und gleichgültig.
Man kann unmittelbare und mittelbare Abhängig- keitsverhältnisse oder direete und vermittelte fun- etionelle Beziehungen zwischen Körper und Seele unter- scheiden. Sinnliche Empfindungen stehen in unmittelbarer Abhän- gigkeit von gewissen Thätigkeiten in unserem Gehirne, sofern mit den einen die anderen gesetzt sind, oder solche in unmittelbarer Folge haben; aber nur in mittelbarer von den äusseren Reizen, welche 10 diese Thätigkeiten erst durch Zwischenwirkung einer Nervenleitung zu unserem Gehirne hervorrufen. Unsere ganze geistige Thätigkeit hat unmittelbar eine Thätigkeit in unserem Gehirne von sich ab- hängig, führt eine solche unmittelbar mit sich, oder zieht solche unmittelbar nach sich, von der dann aber Wirkungen an die Aussenwelt durch Vermittelung unserer Nerven- und Bewegungs- organe übergehen.
Die vermittelten functionellen Beziehungen zwischen Körper und Seele erfüllen den Begriff der functionellen Beziehung nur insofern vollständig, als man die Vermittelung in das Verhältniss mit eingehend denkt, da bei Wegfall der Vermittelung die Con- stanz oder Gesetzlichkeit in der Relation des Körpers und der Seele wegfällt, die unter Zutritt der Vermittelung besteht. So löst ein Reiz nur insofern gesetzlich Empfindung aus, als es zum lebendigen Gehirne auch nicht an lebendigen Nerven fehlt, welche die Wirkung des Reizes zum Gehirne überpflanzen.
Insofern das Psychische als directe Function des Physischen betrachtet wird, kann das Physische der Träger, die Unter- lage des Psychischen heissen. Physische Thätigkeiten, welche Träger oder Unterlage von psychischen sind, mithin in directer functioneller Beziehung dazu stehen, nennen wir psychophy- sische.
Die Frage nach der Natur der psychophysischen Thätigkei- ten, d. i. nach Substrat und Form derselben, wird vom Anfange herein dahingestellt, und keine Voraussetztung darüber gemacht. Und zwar kann davon anfangs aus doppeltem Grunde abstrahirt werden, einmal, weil es sich in’ Feststellung der allgemeinen Fundamente der Psychophysik eben so blos um quantitative Ver- hältnisse handeln wird, als in der Physik, wo die qualitativen Verhältnisse erst von den quantitativen abhängig gemacht wer- don; zweitens, weil wir nach der gleich folgenden Einthetlung unserer Lehre im ersten Theile derselben auf die psychophysischen Thätigkeiten überhaupt noch keine specielle Rücksicht zu nehmen haben werden.
Der Natur der Sache nach theilt sich die Psychophysik in eine äussere und eine innere, je nachdem die Beziehung des Geistigen zu der körperlichen Aussenwelt oder der körperlichen Innenwelt, mit welcher das Geistige in nächster Beziehung steht, in Betracht gezogen wird, oder anders, in eine Lehre von den IE mittelbaren und von den unmittelbaren functionellen Beziehungen zwischen Seele und Körper.
Die grundlegenden Erfahrungen für die ganze Psychophysik können nur im Gebiete der äusseren Psychophysik gesucht wer- den, sofern nur dieses der unmittelbaren Erfahrung zugänglich ist, und der Ausgang ist daher von der äusseren Psychophysik zu nehmen; doch kann sich diese nicht obne stete Mitrücksicht auf die innere entwickeln, in Betracht dessen, dass die körper- liche Aussenwelt nur durch Zwischenwirkung der körperlichen Innenwelt mit der Seele functionsweise verknüpft ist.
Auch so lange wir erst noch bei der Betrachtung der gesetz- lichen Beziehungen zwischen äusserem Reiz und Empfindung stehen, dürfen wir nicht vergessen, dass der Reiz doch nicht un- mittelbar Empfindung in uns erweckt, sondern nur durch Er- weckung irgendwelcher körperlichen Thätigkeiten in uns, die zur Empfindung in direeterer Beziehung stehen. Ihre Natur mag noch ganz unbekannt sein, die Frage nach dieser Natur anfangs ganz dahingestellt werden, wie es von uns erklärtermassen geschehen soll; aber ihre Thatsache muss statuirt und öfters auf diese Thatsache recurrirt werden, wenn es gilt, jene gesetz- lichen Beziehungen selbst, um die es uns in der äusseren Psycho- physik zunächst zu thun ist, triftig ins Auge zu fassen und zu verfolgen. Eben so werden wir, wenn schon die körperlichen Thätigkeiten, die unserer Willensthätigkeit unmittelbar unter- liegen und folgen, noch gänzlich unbekannt sind, nicht vergessen dürfen, dass das, was durch den Willen in der Aussenwelt ge- wirkt wird, doch eben nur mittelst solcher Thätigkeiten von ihm gewirkt wird. Und werden so überall in Gedanken das unbe- kannte Mittelglied einzuschalten haben, was nöthig ist, die Kette der Wirkungen zu vervollständigen.
Der Psychologie und Physik schon durch den Namen ver- wandt, hat diePsychophysik einerseits auf der Psychologie zu fussen und verspricht andererseits, derselben mathematische Unter- lagen zu gewähren. Von der Physik entlehnt die äussere Psycho- physik Hülfsmittel und Methode; die innere lehnt sich vielmehr an die Physiologie und Anatomie, namentlich des Nervensystems, und setzt eine gewisse Bekannntschaft damit voraus. Leider frei- lich ist von den so mühsamen, genauen und werthvollen Unter- suchungen in diesem Felde, welghe die neuere Zeit gebracht hat, 12 bis jetzt noch nicht der Vortheil für die innere Psychophysik zu ziehen, welcher unstreitig dereinst davon zu ziehen sein wird, wenn jene Untersuchungen und die von einem anderen Angrifls- puncte her geführten Untersuchungen, auf welche sich diese Schrift stützt, bis zu dem Puncte der Begegnung gediehen sein werden, wo sie im Stande sind, sich wechselseitig zu befruchten. Dass diess bis jetzt noch wenig der Fall ist, bezeichnet nur den unvoll- kommenen Zustand, in dem sich unsere Lehre noch befindet.
Der Gesichtspunect, von dem aus wir hier den Angriff auf unsere Lehre nehmen werden, ist dieser.
Bevor uns noch die Mittel gegeben sind, die Beschaffenheit der körperlichen Thätigkeiten zu ermitteln, welche in unmittel- barer Beziehung zu unseren geistigen Thätigkeiten stehen, können doch die quantitativen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen beiden sich bis zu gewissen Gränzen ermitteln lassen. Empfin- dung hängt vom Reize ab; eine stärkere Empfindung hängt von einem stärkeren Reize ab; der Reiz aber wirkt nur Empfindung durch Zwischenwirkung einer inneren körperlichen Thätigkeit. Insofern sich gesetzliche Beziehungen zwischen der Empfindung und dem Reize auffinden lassen, müssen sie gesetzliche Beziehun- genzwischen dem Reize und dieser inneren körperlichen Thätigkeit einschliessen, welche in die allgemeinen Gesetze, wie körperliche Thätigkeiten einander hervorrufen, hineintreten und mithin all- gemeine Schlüsse auf Verhältnisse dieser inneren Thätigkeit be- gründen. In der That wird die Folge zeigen, dass bei aller un- serer Unkenntniss über die nähere Beschaffenheit der psychophysi- schen Thätigkeiten doch über die Verhältnisse derselben, welche für die wichtigeren Verhältnisse des allgemeinen Seelenlebens in Betracht kommen, schon jetzt bis zu gewissen Gränzen sichere und zulängliche Vorstellungen auf fundamentale Thatsachen und Gesetze, die von der äusseren Psychophysik in die innere über- greifen, zu begründen sind.
Abgesehen aber von dieser Bedeutung für die innere Psy- chophysik haben die gesetzlichen Verhältnisse, die sich auf dem Gebiete der äusseren ermitteln lassen, ihre Wichtigkeit für sich. Auf Grund derselben ergiebt sich, wie man sehen wird, zum phy- sischen das psychische Mass, und auf dieses Mass lassen sich An- wendungen gründen, die ihrerseits von Wichtigkeit und Interesse sind.
13 II. Eine Vorfrage.
Wenn schon alle dunklen und streitigen Fragen der inneren Psychophysik — und fast die ganze innere Psychophysik besteht zur Zeit nur aus solchen Fragen — mit ihr selbst zurückzustellen sind, bis der erfahrungsmässige Gang die Mittel zu ihrer Ent- scheidung bietet, so wird doch eine derselben, welche die Aus- sichten der ganzen Psychophysik angeht, vornweg wenigstens kurz zuberühren sein, um sie so weit zu beantworten, als sie sich aus allgemeinem Gesichtspuncte beantworten lässt, und im Uebri- gen auf die Folge zu verweisen.
Bezeichnen wir Denken, Wollen, die feineren ästhetischen Gefühle als höheres Geistige, sinnliche Empfindungen und Triebe alsniederes, so können jedenfalls hienieden — die Frage des Jenseits lassen wir ganz oflen — die höheren geistigen Thätig- keiten eben so wenig von Statten gehen als die niederen, ohne kör- perliche Thätigkeiten mitzuführen, oder an psychophysische Thätig- keiten gebunden zu sein. Kein Mensch kann mit einem gefrore- nen Gehirne denken. Eben so wenig ist zu bezweifeln, dass eine bestimmte Gesichts-Empfindung, Gehörs-Empfindung nur zu Stande kommen können, nach Massgabe als bestimmte Thätig- keiten unseres Nervensystemes stattfinden; auch diess wird nicht bezweifelt, ja wohl der Begriff der sinnlichen Seite der Seele dar- auf gegründet, dass sie in genauem Connex mit der Körperlich- keit stehe und gehe. Desto mehr aber wird bezweifelt, ob auch jeder bestimmte Gedanke an eine eben so bestimmte Bewegung im Gehirne gebunden sei, und nicht vielmehr ein thätiges Gehirn im Allgemeinen binreiche für das Denken und die höheren gei- stigen Thätigkeiten überhaupt, ohne dass solche einer besonderen Art und Richtung der körperlichen Thätigkeiten im Gehirne be- dürfen, um in bestimmter Art und Richtung von Statten zu gehen. Ja es wird wohl der wesentliche Unterschied des höheren vom niederen geistigen Gebiete (von Manchen als Geist und Seele im engeren Sinne unterschieden) eben hierin gesucht.
Gesetzt nun, die höheren geistigen Thätigkeiten wären wirk- lich einer Specialbeziehung zu körperlichen Thätigkeiten ent- hoben, so würde aber doch die als thatsächlich anzuerkennende allgemeine Beziehung derselben dazu der Betrachtung und Untersuchung durch die innere Psychophysik unterliegen. Denn 14 diese allgemeine Beziehung wird jedenfalls an allgemeine Gesetze gebunden sein und allgemeine Verhältnisse einschliessen, die es zu ermitteln gelten wird; ja diese dürften überhaupt immer das Wichtigste der Aufgabe der inneren Psychophysik bleiben. Und schon eins der nächsten Kapitel (V) wird uns auf solche-Verhält- nisse führen. j Ich will ein Bild brauchen: mag der Gedanke am Flusse der körperlichen Thätigkeit selbst mitwirken und nur mittelst die- ses Wirkens wirklich sein, oder mag er des Flusses nur bedürfen, wie der Ruderer im Nachen, um darüber hinzusteuern, und dabei mit dem Ruder gleichgültige Wellen zu schlagen; beidesfalls wol- len die Verhältnisse und Gesetze des Flusses berücksichtigt sein, wenn es sich um den Fluss oder Fortschritt des Gedankens han- delt; beidesfälls freilich aus sehr anderem Gesichtspunete.. Auch die freieste Schifffahrt unterliegt Gesetzen, die sich auf die Natur des Elementes und die Mittel, die ihr dienen, beziehen. Also wird auch jedenfalls die Psychophysik mit der Beziehung des höheren Geistigen zur körperlichen Unterlage zu thun finden; aus welchem Gesichtspuncte aber und bis zu welchen Gränzen, das wird sie selber dereinst auf ihrem Gebiete zu entscheiden haben.
Möge nun Jeder die Idee und den Spielraum der inneren Psychophysik so weit und so lange beschränken, als ihn der Zwang und das Band der Thatsachen nicht nöthigt, die Beschrän- kung aufzugeben. Nach meinem Glauben, der doch für jetzt erst als Glauben geltend gemacht wird, giebt es in dieser Hinsicht keine Gränze.
In der That, bedenke ich, dass die Empfindung der Harmo- nieund Melodie, die unstreitig einen höheren Charakter als die der einzelnen Töne trägt, der Verhältnisse derselben Schwin- gungszahlen als Unterlage bedarf, die einzeln den einzelnen Em- pfindungen unterliegen, und dass sie sich nur in genauem Zu- sammenhange mit der Weise, wie diese zusammenklingen und sich folgen, ändern kann; so scheint mir hierin eine Andeutung nur für ein höheres, aber kein fehlendes specielles Abhängig- keitsverhältniss zwischen höherem Geistigen und physischer Un- terlage zu liegen, und Alles wohl mit dieser, leicht weiter aus- zuführenden und zu erweiternden Andeutung zu stimmen. Aber weder die Ausführung, noch auch nur Behauptung derselben ist hier im Eingange unsere Sache.
15 IV. Begriffliches über Empfindung und Reiz.
Bei dernoch so grossen Unvollständigkeit der bisherigen psy- chophysischen Untersuchungen würde eine Aufzählung, Begrifls- bestimmung und Classification aller psychischen Zuständlichkei- ten, die einmal Gegenstand derselben werden können, wenig Nu- tzen haben. Zunächst und in der Hauptsache werden wir uns mit sinnlichen Empfindungen im gewöhnlichen Wortsinneder Em- pfindung beschäftigen, wobei ich mich folgender unterscheiden- den Nomenclatur bedienen werde.
Ich werde intensive und extensive Empfindungen un- terscheiden, je nachdem es die sinnliche Auffassung von etwas gilt, dessen Grösse als intensive oder extensive fassbar ist, also z.B. zu den intensiven Empfindungen die Empfindung der Hellig- keit, zu den extensiven Empfindungen die Auffassung einer räum- ' lichen Ausdehnung mit Gesicht oder Getast rechnen, und werde demgemäss auch intensive und extensive Grösse einer Empfin- dung unterscheiden. Wenn uns ein Gegenstand heller als der andere erscheint, heisst uns die Empfindung, die er gewährt, intensiv grösser, wenn er uns grösser als der andere erscheint, extensiv grösser. Diess ist nur Sache der Definition, und setzt, so allgemein verstanden, noch kein bestimmtes Mass der Empfin- dung voraus.
Bei allen Empfindungen überhaupt, intensiven wie extensi- ven, können wir Grösse und Form unterscheiden; nur dass bei den intensiven die Grösse häufiger Stärke und die Form Qualität genannt wird. Bei den Tönen hat die Höhe, obwohl als Qualität des Tones fassbar, doch auch eine quantitative Seite, sofern wir eine grössere und geringere Höhe unterscheiden können.
E.H. Weber unterscheidet, unstreitig sehr triftig, das Ver- mögen oder den Sinn, wodurch uns extensive Empfindungen nach dem hier angenommenen Sprachgebrauche zukommen, oder den Raumsinn als Generalsinn von denSinnen, welche uns inten- sive Empfindungen gewähren, als Speeialsinnen, sofern er- stere Empfindungen nicht wie letztere schon durch Eindruck auf einzelne, von einander unabhängige Nervenfasern oder deren re- spective Verzweigungskreise (Empfindungskreise), sondern nur durch eine Coordination von Eindrücken auf mehrere hervor- gehen können, wobei nicht sowohl die Stärke und Qualität der 16 Eindrücke, als die Zahl und Anordnung derselben oder der Kreise von Nervenzweigen, auf welche dieselben geschehen, wesentlich für die Grösse und Form der extensiven Empfindung ist. Seine Auseinandersetzungen hierüber*) sind sehr geeignet, zur Klarheit über die allgemeinen Verhältnisse der Sinne beizutragen; hierkann es jedoch zunächst genügen, auf den eben bemerkten Unterschied in den Umständen, wovon intensive und extensive Empfindungen abhängen, hingewiesen zu haben‘; wie denn überhaupt diese kur- zen Vorerörterungen blos bestimmt sind, die Erörterung über die an die Empfindlichkeit und Empfindung zu legenden Masse einzu- leiten, und daher nicht weiter in die Lehre von den Empfindun- gen eingehen, als es dieser Zweck erfordert.
Bei der verschiedenen Natur und den verschiedenen Abhän- gigkeitsverhältnissen der extensiven und intensiven Empfindun x gen bedarf es einer besonderen Untersuchung ihrer Gesetze. Es liesse sich denken, dass die Grösse der extensiven Empfindung oder extensive Grösse der Empfindung in entsprechender Weise, nach gleichem Gesetze, von der Zahl gereizter Empfindungskreise abhienge, als die der intensiven Empfindung von der Intensität ihrer Reizung; aber weder lässt sich diess von vorn herein vor- aussetzen, noch ist es bis jetzt erwiesen. Unsere künftigen Unter- suchungen und demgemässen Angaben werden sich vorzugsweise, wenn schon nicht ausschliesslich, auf die intensiven Empfindun- gen beziehen, und solche unter Empfindungen schlechthin zu ver- stehen sein, wo nicht das Gegentheil aus dem beigefügten Beiworte extensiv oder aus dem Zusammenhange von selbst erhellt.
Nächst der Unterscheidung der extensiven und intensiven Em- pfindungen istder Unterscheidung der objeetiven Empfindungen und der Gemeingefühle, der sogenannten positiven und negativen Empfindungen zu gedenken. Objective Empfin- dungen, wie die Empfindungen von Licht und Schall, sind solche, welche auf das Dasein einer den Empfindungsorganen äusseren — Quelle der Erregung bezogen werden, indess die Modificationen des Gemeingefühles, wie Schmerz, Lust, Hunger, Durst nur als Zuständlichkeiten unseres eigenen Körpers selbst empfunden wer- den. Auch über dieses Verhältniss sind die elassischen Unter- *) Berichte der sächs. Soc. 1853. S. 83; im Auszuge in Fechner's Centralbl, 1853. No. 31.
47 suchungen Weber’s in seiner Abhandlung über Tastsinn und Gemeingefühl nachzusehen.
Als positive und negative Empfindungen pflegt man die Empfindungen von Wärme und Kälte, Lust und Schmerz sich ent- gegenzustellen, welche das Gemeinsame haben, dass die Weise ihrer Erregung oder der Bezug zu dem, was sie erregt, einen Ge- gensatz einschliesst, indem das Gefühl der Kälte durch Entziehung der Wärme, wie das der Wärme durch vermehrte Aufnahme von Wärme, entsteht und wächst, die Empfindung der Lust mit einem Anstreben der sie erregenden Ursache, wie die Unlust mit einem Gegenstreben in Beziehung steht.
Indem man jene Benennung positiver und negativer Empfin- dungen als Sprachgebrauch gelten lassen kann, hat man aber dabei nicht ausser Acht zu lassen, dass die sogenannten nega- tiven Empfindungen psychisch genommen an sich nichts Ne- gatives haben, nicht einen Mangel, ein Weniger von Empfindung, eine Entfernung von Empfindung repräsentiren, da sie vielmehr eben so heftig oder selbst heftiger als die sogenannten positiven sein, und eben so starke positive körperliche Wirkungen äussern oder mitführen können, wie denn die Empfindung des Frostes eine Erschütterungdes ganzen Körpers, die desSchmerzes Geschrei und sonst andere lebhafte körperliche Aeusserungen veranlassen kann.
Der Ausdruck Reiz ist in engerem Sinne nur auf die körper- lichen Erweckungsmittel, Anregungsmittel intensiver Empfindun- gen zu beziehen. Insofern sie unserer körperlichen Aussenwelt angehören, sind es äussere Reize; insofern sie unserer kör- perlichen Innenwelt angehören, sind es innere Reize. Der Be- griff der ersteren ist durch Aufzeigung äusserer Reize, wie Licht, Schall, sächlich zu erläutern, der Begriff der letzteren wird erst noch genauer zu klären und vielleicht schliesslich, bis zu gewis- sen Gränzen, zu eliminiren sein. Ein Rauschen, im Ohre kann durch äussere Einwirkung der Luftschwingungen entstehen, die ein Wasserfall in unser Ohr sendet. Ein ähnliches Rauschen kann ohne äussereEinwirkung durch Ursachen in unserem Körper entstehen. Sie sind im Allgemeinen unbekannt; aber insofern sie das Aequivalent der Wirkung eines äusseren Reizes erzeugen, sind sie auch als Aequivalent eines solchen in Rechnung zu ziehen, und aus diesem Gesichtspunete wird uns der Ausdruck innerer Reiz öfters bequem sein, die unbekannten, aber nach ihrer Wir- Fechner, Elemente der Psychophysik. 2 18 kungalsfactisch anzuerkennenden, inneren körperlichen Ursachen von Empfindungen mit den äusseren unter gemeinsame Begriffe, Gesichtspuncte, Formeln zu fassen.
Sollte die Seele von äusseren und inneren Anregungen nur nach Massgabe gerührt werden, als deren Wirkungen bis zu einem be- stimmten Puncte des Körpers gelangt sind, so würden alle Empfin- dungen, insoweit eine Abhängigkeit derselben vom Körper zuge- standen wird, nur Folgewirkungen körperlicher Bewegungen sein, und hiernach selbst die innerlichsten körperlichen Bedingungen der Empfindungen unter den Begriff der Reize treten. Wogegen im Falle des Gebundenseins der Empfindungen an wesentlich mitgehende, in functionellerBeziehung dazu stehende, körper- liche Bewegungen es nicht statthaft sein würde, solche Simultan- bedingungen der Empfindung, mit denen die Empfindung un- mittelbar gesetzt ist, auch noch mit unter dieReize zu zählen, son- dern nur solche, welche selbst erst zu deren Hervorrufung dienen, will man nicht Verschiedenes vermengen. Inzwischen brauchen wir uns zwischen beiden Ansichten hier noch nicht zu entschei- den, und es hat die danach sich verschieden stellende Auffassung innerer Reize auf unsere factischen Betrachtungen keinen Einfluss, so lange wir das Dasein und den Grössenwerth der inneren Reize eben nur nach ihrer äquivalenten Wirkung mit äusseren Reizen annehmen und in Rechnung ziehen. Sie sind uns zunächst ein ihrem Orte und ihrer Qualität nach unbekanntes x, das aber doch miteiner bestimmten, der der äusseren Reize vergleichbaren, quan- titativen Wirkung in den Erscheinungskreis eintritt, und seinen Namen und Werth nach dieser empfängt.
Manches, was man im gewöhnlichen Leben sich scheuen würde, unter dem Namen Reiz mit zu begreifen, werden wir doch kein Bedenken tragen, mit darunter zu fassen, als z. B. Ge- wichte, insofern sie drückend die Empfindung des Druckes oder gehoben die Empfindung der Schwere verursachen. Dagegen hätte eine Uebertragung des Wortes Reiz auf die Ursachen, wo- durch extensive Empfindungen in uns hervorgerufen werden, ihr Missliches, zumal über diese Ursachen noch wenig Klarheit über- haupt vorhanden ist. Auch ohne Zutritt äusserer Ursachen haben wir im geschlossenen Auge ein mit Schwarz erfülltes Gesichtsfeld von gewisser Ausdehnung, und auch ohne Berührung mit Zirkelspitzen oder dergl. können wir uns bei darauf gerichteterÄufmerk- ‘ N en 19 samkeit einer gewissen Ausdehnung unserer Körperoberfläche bewusst werden. Wasäusserlich zutritt, markirt theils Gränzen in diesem von Natur schon gegebenen Empfindungsfelde, theils be- stimmt es Formen, theils giebt es Anhalt zu verhältnissmässigen Grössen-und Distanzschätzungen, ohne doch die Empfindung der Ausdehnung selbst erst zu erzeugen. Diese scheint in der Zusammen- ordnung und organischen Verknüpfung thätiger Nerven, respectiv ihrer centralen Endigungen, angebornerweise begründet zu sein, obschon hierüber noch nichts Sicheres entschieden ist. Wenn mannun nach dieser Voraussetzung von Reiz hier überhaupt noch sprechen wollte, könnte wohl nur die Coordination der inneren Erregungen dieser Nerven in Anschlag zu bringen sein. Da es aber wahrscheinlich Simultanbedingungen der Empfindung sind, würde der Ausdruck hierdurch wieder uneigentlich werden. Auch kann, worauf Manche Gewicht legen, die Erfahrung unter Mithülfe von Bewegungen zu der Ausdehnungsschätzung mitwirken. Es wäre aber nicht am Orte, hier, wo es blos sprachliche Bestimmungen gilt, in diesen noch ziemlich dunkeln Gegenstand weiter einzu- gehen.
Ohne Rücksicht auf diese Dunkelheit und auf die Frage, in- wiefern das Wort Reiz hier irgendwie noch eine Stelle findet, kann man sagen, dass die Grösse des Reizes bei intensiven Em- pfindungen insofern durch die Zahl der zwischen gegebenen Puneten enthaltenen thätigen Empfindungskreise bei extensiven vertreten wird, als die empfundene Extension in Abhängigkeit davon ab- und zunimmt, so dass betrefls quantitativer Abhän- gigkeitsverhältnisse diese Zahl mit der Grösse des Reizes unter einen gemeinsamen, freilich nur sehr allgemeinen, Gesichtspunet für beiderlei Empfindungen gefasst werden kann; ohne dass jedoch damit behauptet werden kann, sei es, dass das Gesetz der Abhängigkeit beidesfalls ein gleiches sei, oder dass nicht die ex- tensive Empfindungsgrösse noch von anderen Umständen als jener Zahl mitabhängig sein könne, welche Puncte vielmehr selbst erst ein Gegenstand wichtiger psychophysischer Untersuchung sind.
Bei Einwirkung der meisten äusserlichen Potenzen, wovon Empfindung abhängt, steigt die Empfindung, nachdem sie über- haupt merklich geworden ist, mit Verstärkung der einwirkenden Potenz continuirlich in demselben Sinne und sinkt mit Schwä- chung derselben eontinuirlich bis ins Unmerkliche. In Betreff eini- 20 20 ger aber, wie Wärme und Druck auf die Haut, ist der Organismus so eingerichtet, dass vielmehr nur nach Massgabe der Differenz von einer gegebenen mittleren oder gewohnten Einwirkung, wie der gewöhnlichen Temperatur, dem gewöhnlichen Luftdrucke, Em- pfindung entsteht, und diese ebensowohl, aber mit verschiede- nem Charakter, als Empfindung von Wärme oder Kälte, Druck oder Zug, wächst, je nachdem man die Einwirkuug über diesen Grad steigert, oder unter diesen Grad erniedrigt. In diesem Falle wird man passend als Reiz nicht die absolute Grösse des Wirken- den, sondern seine positive oder negative Differenz von dem Grade, welcher die Empfindungen mit entgegengesetztem Charakter scheidet, und bei welchem keine Empfindung stattfindet, anzu- sehen haben, und die erste als positiven, die letzte als nega- tiven Reiz bezeichnen können.
Insofern im Folgenden die Wirkungsbeziehungen zwischen Reiz und Empfindung in Betracht gezogen werden, sind die Reize auch stets als wirklich einwirkende und zwar als unter vergleich- baren Umständen einwirkende vorausgesetzt, wenn nicht das Gegentheil ausdrücklich bemerkt ist oder aus dem Zusammen- hange von selbst erhellt. Es kann aber die Vergleichbarkeit ebensowohl durch eine verschiedene Anbringungsweise der Reize, alseinen verschiedenen Zustand des Subjeetes oder Organes, worin der Reiz dasselbe trifft, aufgehoben werden, womit der Begriff einer verschiedenen Empfindlichkeit in Beziehung steht, von deren Begriff und Mass im sechsten Kapitel näher die Rede sein wird.
Der Kürze halber sagt man von einem Reize, der eine Em- pfindung anregt, sowie einem Reizunterschiede, der einen Em- pfindungsunterschied mitführt, er werde empfunden, stärker oder schwächer, je nachdem die Empfindung, der Empfindungsunter- schied stärker oder schwächer ist, eine Ausdrucksweise, deren. wir uns ebenfalls, ohne inserieren besorgen zu dürfen, bedienen können.
Aeussere Psychophysik. Die psychophysische Masslehre.
V. Mass der körperlichen Thätigkeit. Lebendige Kraft.
Kein Reiz wirkt als ein träger; vielmehr sind manche Reize, wie Licht und Schall, unmittelbar als Bewegungen fassbar; und wenn von anderen, wie Gewichten, Geruchs- und Geschmacksrei- zen diess nicht gilt, so dürfen wir doch voraussetzen, dass sie nur durch Hervorrufung oder Abänderung irgendwelcher Thätigkeiten in unserem Körper Empfindung erzeugen oder solche abändern, und also ihrer Grösse nach Repräsentanten der Grösse körper- licher, mit Empfindung in Beziehung stehender, Thätigkeiten sind, welche in irgend einem Verhältnisse der Abhängigkeit dazu stehen.
Ohne uns nun hier mit dem Specialmasse der verschiedenen Reize und dadurch anregbaren körperlichen Thätigkeiten zu be- schäftigen, vielmehr, soweitweim’ solches vorliegt, solches aus Phy- sik und Chemie als bekannt voraussetzend, wollen wir aber über das allgemeine Mass körperlicher Thätigkeit in einige, für das Fol- gende belangreiche, Erörterungen eingehen.
Schon im gewöhnlichen Leben legt man einen gewissen Mass- stab an die Grösse oder Stärke einer körperlichen Thätigkeit, und sucht diesen theils in der Schnelligkeit der vollzogenen Bewegun- gen, theils der Grösse der fortbewegten Masse, ohne jedoch be- stimmtere Vorstellungen darüber zu haben. Zunächst nun scheint es am natürlichsten, als Mass der Grösse einer Thätigkeit das Pro- duct aus der Grösse der. fortbewegten Masse in die Geschwin- digkeit, mit der sie bewegt wird, d. h. die Quantität der Be- wegung, anzunehmen. In der That ist beim Stosse und überhaupt bei der Mittheilung der Bewegung die Geschwindigkeit, welche 22 der angestossene Körper annimmt, oder die Grösse der Masse, welcher eine gegebene Geschwindigkeit mitgetheilt werden kann, der Quantität der Bewegung des anstossenden Körpers proportio- nal, und wollte man also diese Wirkung als massgebend für die Grösse der Thätigkeit ansehen, so würde man allerdings in der Quantität der Bewegung ein Mass derselben finden können. Un- streitig kommt das auf die Definition der körperlichen Thätigkeit an. Inzwischen wenn man solche in dem Sinne fassen will, wie sie-in der exacten Physik, Mechanik, Physiologie und selbst im gewöhnlichen Leben gefasst wird, kann nicht die Quantität der Bewegung, sondern nur die lebendige Kraft als Mass der kör- perlichen Thätigkeit dienen.
Die lebendige Kraft, von der hier die Rede ist, ist in keiner Weise mit der Lebenskraft der Philosophen zu verwechseln, son- dern ein scharfer Massbegrifl von folgender Bedeutung.
Die lebendige Kraft eines materiellen Theilchens, gleichviel ob atomistisch oder nicht atomistisch gefasst, wird erhalten, in- dem man seine Masse m mit dem Quadrate seiner Geschwindig- keit v multiplieirt, so dass der Ausdruck der lebendigen Kraft für das betreffende Theilchen mv? ist*). Die lebendige Kraft eines ganzen Systems ist dann die Summe der lebendigen Kräfte seiner Theilchen, also bei einem STEIRE aus drei oder mehr Theilchen mit den Massen m, m’, m’ „ und Geschwindigkeiten v, v, Wi was man kurz für eine beliebige Anzahl Theilchen durch Im? y auszudrücken pflegt; wobei nur Acht zu haben ist, dass das Sum- menzeichen 3 nicht eine Summirung mehrerer gleicher Produete mv? bedeutet, sondern so vieler verschiedenartiger Producte als es Theilchen mit verschiedener Masse und Geschwindigkeit giebt.
Ohne hier auf die tieferliegenden Gründe für die Einführung dieses Massbegriffes eingehen zu wollen, können einige näherlie- gende dafür angeführt werden.
*) Streng genommen wird in der Mechanik nur die Hälfte des Productes mv? unter lebendiger Kraft des Theilchens verstanden; doch wenden Manche auch den Namen auf das ganze Product an, was ich hier der Bequemlichkeit halber ebenfalls thue, indem dieser verschiedene Gebrauch begreiflich kei- nen Einfluss auf die Verhältnisse hat, die von der lebendigen Kraft abbün- j gen, sondern blos die Einheit derselben ändert. i 23 23 Nach dem ganzen Geiste der mathematischen Bewegungslehre muss man entgegengesetzt gerichtete Geschwindigkeiten mit ent- gegengesetzten Vorzeichen bezeichnen; und es leuchtet hienach ein, dass, wenn man sich fragte, welche Summe Thätigkeit bin- nen einer gegebenen Zeit in einem Systeme entwickelt worden sei, dessen Theilchen in lebhaften Schwingungen begriffen sind, diese Summe von Thätigkeit sich merklich null finden würde, wenn man die Quantität der Bewegung zum Massstabe der Thätigkeit machen wollte, da die Geschwindigkeiten der hin- und hergehen- den Bewegungen durch ihr entgegengesetztes Vorzeichen mit der stets positiven Masse Producte geben, die sich bei der Summirung compensiren; was doch keinesfalls angemessen wäre, sofern zu den hingehenden Bewegungen so viel Kraft gebraucht wird, als zu den hergehenden; dagegen bei Anwendung der lebendigen Kraft als Massstab sowohl die hin- als hergehenden Bewegungen zur Vermehrung der Thätigkeitssumme beitragen, da das Quadrat ei- ner negativen Grösse eben sowohl positiv ist, als das einer posi- tiven Grösse.