Gelegentlich kann man hiebei erinnern, dass auch, wenn die Scheibe des Thaumatrops, auf deren einer Seite z. B. ein Vogel, auf der anderen ein Käfig gemalt ist, mittelst des zwischen den Fingern gedrehten Axenfadens rasch um ihren Diameter rotirt, Käfig und Vogel dem Auge successiv in allen möglichen Verkürzungen dargeboten werden, doch aber der Vogel in dem Käfige zu sitzen scheint, als wenn von den unendlich vielen Erscheinungen blos eine einzige (die mır im Ganzen etwas verkürzt erscheint) zur Geltung käme. Diess hängt aber hier wohl davon ab, dass bei Bewegung durch die Lage, wo der Gesichtsstral senkrecht auf der Scheibe ist, die Erscheinung sich am langsamsten ändert.
4) Die Nachbilder, die ich von nicht selbst leuchtenden Ge- genständen in der gewöhnlichen Tagesbeleuchtung erhalte, indem ich z. B. ein farbiges Object einige Zeit fixire, dann den Blick auf einen weissen Grund wende oder solchen vorschiebe, stellen mir das Object nicht in seiner eigenen, sondern der dazu complemen- tären Farbe dar, indem die Nachdauer des primären Eindruckes zu kurz ist, um bemerkt zu werden, indess die Erinnerungsnachbilder das Object stets in seiner eigenen Farbe ohne complemen- tären Nachklang wiedergeben.
Nach vorigen Unterschieden habe ich jedoch eines Punctes zu gedenken, worin sich das Erinnerungsnachbild dem eigentlichen Nachbilde auffällig ansehliesst. Wenn das mit offenen Augen ge- sehene Erinnerungsnachbild bei mir erloschen ist, und ich die In- tention, es zu sehen, immer in derselben Richtung forterhalte (was zum Erfolge wesentlich ist), ohne sie aber aufs Neue zu verstär- ken, so reicht ein momentaner Augenzuschlag hin, es momentan schwach wiederzubeleben, als wenn ich die Intention verstärkte; ein Versuch, den ich oft hinter einander wiederholen kann. Dass auch bei Nachbildern diess Mittel zur Wiederbelebung wirkt, habe ich in Pogg. XLIV. 528 angeführt; bei Erinnerungsbildern früher gesehener Gegenstände aber nützt mir der Augenzuschlag nichts zu ihrer Belebung. Es ist übrigens nicht die Verdunkelung des Gesichtsfeldes durch den Augenzuschlag, was bei den Erinne- rungsnachbildern die Wiederbelebung bewirkt; denn ein plötz- liches Augenaufreissen oder gewaltsames Seitwärtswenden der Augen leistet dasselbe, sondern unstreitig nur eine nach Innen sich fortpflanzende Anregung, die durch die Bewegung gegeben wird.
Volkmann, dem ich diese Erfahrungen über die Erinne- rungsnachbilder mitgetheilt*), schreibt mir, er finde sie durchaus bestätigt; nur bemerkt er, dass ihm, entgegen der unter 4) ge- machten Angabe bezüglich der gewöhnlichen (durch längere Fixa- tion erhaltenen) Nachbilder, diese Anfangs, vor Uebergang in die Complementärfarbe, ebenfalls in der primären Farbe erschienen, und in der That kann diess je nach der Individualität verschie- den sein.
Unter gewöhnlichen Umständen gewährt mir ein momentanes Anschauen eines Objectes angegebenermassen überhaupt kein Nachbild, d. h. ohne besondere Anspannung der Erinnerungsthä- tigkeit wahrnehmbares Bild. Auf folgende Weise jedoch gelingt es mir, nach momentanem Anblicke einer Farbe eine Nachfarbe ohne solche Anspannung so zu sagen zu ertappen, die aber auch der primären nicht gleich, sondern complementär dazu ist.
*) Mit Ausnahme dessen, was ich nach späteren Beobachtungen vor- hin über den Erfolg des Augenzuschlages hinzugefügt.
Ich nehme eine inwendig schwarze Röhre vor ein Auge und richte diese auf einen farbigen Grund, neben welchem ein weisser Grund liegt. Ich schliesse erst eine Zeit lang beide Augen, öffne dann das Auge, vor dem sich die Röhre befindet, so dass mir der Farbengrund momentan ins Auge fällt und wende sofort die Röhre auf den weissen Grund. Bei der grossen Empfindlichkei k die ich für subjeetive Phänomene habe, sehe ich, trotzdem d: ich den objectiven Farbengrund nur momentan gesehen hat doch momentan auf dem weissen Grunde die Nachfarbe die: Grundes; aber sie ist stets complementär dazu.
Inzwischen kann ich doch nicht umhin, zu bemerken, da ich sehr gut die Erscheinung des Thaumatropes in den Farben der darauf gemalten Bilder wahrnehme, was nur vermöge einfacher Nachdauer des Eindruckes der Fall sein kann. Aber die Umstände sind hier andere als bei Erzeugung des Erinnerungsnachbildes. Die beiden Bilder auf Vorderseite und Kehrseite der Scheibe tre- ten beim Thaumatrop in schnellstem Wechsel oft wiederholt vor das Auge, so dass sich die Eindrücke summiren können; indess das Erinnerungsnachbild mittelst eines einzigen Blickes gewonnen wird.
Bei alle dem glaube ich selbst, mit Rücksicht auf die unter ej hinzuzufügenden allgemeinen Erörterungen, dass mein Erinnerungs- nachbild nur vermöge einer unmittelbaren Fortsetzung der, dem ö gewöhnlichen Nachbilde unterliegenden, Thätigkeit in das Feld der Vorstellungsbilder hinein zu Stande kommt, wo es noch durch Erinnerungsthätigkeit von mir ergriffen werden kann; nachdem f es schon im Anschauungsfelde erloschen ist, während beim Ver- 5 suche mit dem Thaumatrop das um einen Moment vorausgegangene Bild sich mit dem folgenden noch im Anschauungsfelde selbst zu- sammensetzt.
Ist dem so, so kann es nicht unerwartet sein, wenn dasselbe Phänomen, was sich bei mir nach seinen Hauptmomenten als Er- innerungsbild verhält, bei einem Anderen vielmehr als Nachbild verhält. So scheint es bei Prof. Rüte der Fall zu sein, der über- haupt sehr leicht deutliche Nachbilder erhält, aber auch leicht ge- wöhnliche deutliche Erinnerungsbilder produeirt, und aus dessen mir gemachten Angaben ich Folgendes entnehme: wenn er einen 2 Gegenstand auch nur momentan ins Auge gefasst hat, erscheint ihm ebenfalls derselbe momentan aufs Deutlichste in seiner urbase re | i sprünglichen Farbe und Gestalt und verlöscht schnell; aber er bedarf keiner willkührlichen Anstrengung der Aufmerksamkeit dazu; sondern, so wie er die Augen schliesst oder den Blick ab- weendet, erscheint ihm das Nachbild, er mag wollen oder nicht, und geht beim Verlöschen aus dem Positiven in das Negative über, trägt also alle Charaktere der gewöhnlichen Nachbilder. Er findet diess eben so bestimmt, als ich meinerseits es:bestimmt nöthig finde, die Erinnerungsthätigkeit besonders in der sonst gewohn- ten Weise zu Hülfe zu nehmen, um das Erinnerungsnachbild zu sehen. Auch die Helmholtz’sche Erzeugungsweise lebhafter po- - sitiver Nachbilder*) mittelst momentanen Anschauens eines Ge- genstandes, nachdem zuvor die Augen längere Zeit geschlossen wurden, über die mir keine hinreichenden eigenen Erfahrungen zu Gebote stehen, giebt nach Helmholtz’s Darstellung das Phä- nomen ohne besondere Anspannung der Erinnerungsthätigkeit. Gerade durch diese Verschiedenheiten aber scheint mir das Erin- nerungsnachbild sein besonderes Interesse zu gewinnen, indem sich hiemit besonders deutlich zeigt, wie dasselbe Phänomen je nach Individualität und Umständen zwischen dem Charakter des Erinnerungsbildes und Nachbildes schwanken kann.
Nachdem das Vorige schon vollständig niedergeschrieben war, ward ich erst aufmerksam auf eine Stelle in Purkinje's Beitr. zum subjectiven Se- hen S. 166, welche beweist, dass er die Erinnerungsnachbilder mit ähnlichen Charakteren als ich schon früher beobachtet hat; indem er sie aber unter dem blossen Namen Nachbilder den von Nachdauer des Sinneseindruckes abhängigen Blendungsbildern (die ich unter den Nachbildern begriffen habe) entgegensetzt. Da seine Angaben sich mit den obigen theils wechsel- seits bestätigen, theils ergänzen, lasse ich sie wörtlich hier folgen: »Oft wun- derte ich mich, dass das Blinzen der Augen das Sehen nicht störe, indem ich mir vorstellte, dass während demselben eine gänzliche Finsterniss ein- treten müsste, Bei näherer Beobachtung fand ich aber, dass das Gesichts- feld des offenen Auges mit allen seinen Lichtern und Bildern noch eine kurze Zeit vor dem Sinne verharre, nachdem die Augenlider geschlossen worden. Je aufmerksamer ich ein einfaches, nicht zu sehr ausgedehntes, Bild auffasse, desto länger vermag ich es bei geschlossenen Augen vor dem Sinne festzu- halten. Dieses Nachbild ist genau von dem Blendungsbilde zu unterschei- den. Das Nachbild wird nur durch freie Thätigkeit längere Zeit festgehalten, und verschwindet, sobald der Wille nachlässt, kann aber von demselben wieder hervorgerufen werden; das Blendungsbild schwebt unwillkühr- *) Amtl. Bericht über die 3%. Versamml. der deutschen Naturforscher in Karlsruhe. S. 225.
Fechner, Elemente der Psychophysik. II. 32 u lich dem Sinne vor, verschwindet und erscheint wieder aus objectiven Gründen.« ’ »Die topisirende Thätigkeit des Sinnes, der Tastsinn des Auges, fährt fort das Nachbild ausserhalb des Organes zu setzen, eben so, wie es beim wirklichen Sehen stattfand, auch stereometrisch begränzte Bilder kann es darstellen, und selbst beim Bewegen und Drehen des ganzen Körpers be- hauptet das Nachbild seine ursprüngliche Stelle und Lage. Das Blendungs- bild hingegen stellt nur Flächen dar, hat seinen Ort nur im Auge und fo) dessen Bewegungen, Die Lebhaftigkeit des Nachbildes ist nach V: denheit der Stimmungen verschieden. Besonders lebhaft ist es bei erh Seelenthätigkeit nach Genuss geistiger Getränke oder narkotischer Subs n zen, oder bei besonderem Interesse am Gegenstande; bei fieberhafter Auf- regung des Blutes, besonders bei Hirnaffectionen ist es oft bis zu einer un- vertilgbaren Objectivität gesteigert. Das Blendungsbild hingegen pflegt bei nervöser Stimmung, im asthenischen Zustande länger nachzuhalten und verschwindet desto schneller, je energischer das Organ vom Leben durch- strömt wird. Ferner ist das Nachbild desto deutlicher und objectiver, je nä- her es dem Momente der Auffassung des Urbildes steht, und in jedem fol- genden Momente wird es immer schwerer, dasselbe in gleicher Klarheit vor dem Sinne zu erhalten. Das Blendungsbild hingegen von mild leuchtenden Gegenständen ist in den ersten Momenten nach dem Anschauen verwirrt und bildet sich erst nach und nach vollkommen vor dem Sinne aus, der dabei nur einen passiven Zuschauer abgiebt.« £ c) Erscheinungen des Sinnengedächtnisses und Reaetionserschei- nungen nach Anschauung von Bewegungen.
Wenn die Erinnerungsnachbilder in der Gestalt, wie sie sich 4 mir darstellen, ein Uebergangsglied zwischen Erinnerungsbil- dern und Nachbildern darstellen, welches sich vielmehr den ersten als letzten anschliesst, so bieten hingegen die Phantome des sogenannten Sinnengedächtnisses ein anderes Uebergangsglied dar, welches sich umgekehrt vielmehr den Nachbildern als Erinne- rungsbildern anschliesst. Sie fodern nämlich die Richtung der Auf- merksamkeit auf das schwarze Sehfeld, um aufgefasst zu werden, und sind keine Sache willkührlicher Erzeugung und Abänderung, wie die Erinnerungs- und Phantasiebilder; stellen sich jedoch nicht blos als Nachklänge eben vorübergegangener Sinnesein- | drücke im unmittelbaren Gefolge derselben wie die Nachbilder | dar, sondern kehren freiwillig im Dunkeln wieder, nachdem das Auge inzwischen lange mit anderen Eindrücken im Hellen beschäf- tigt war, und reprodueiren nicht blos den Eindruck uno jecte, sondern auch von Bewegungen.
Naturforscher haben häufig Gelegenheit, Erfahrungen, welche hieher gehören, zu machen, obwohl solche nicht oft beschrieben sind *). Die früheste mir bekannte Schilderung darüber rührt von Henle**) her. Er erzählt, dass sich ihm, als er Vormittags Stun- den lang an einem Arterien- und Nervenpräparate gearbeitet hatte, spät am Abend, in der Dunkelheit und beim Reiben des Auges oder bei Congestion nach demselben während des Hustens, Schnäuzens u. s. w. plötzlich das leuchtende Bild jenes Prä- parates in allen seinen Einzelnheiten unter Umständen gezeigt habe, wo sonst vielleicht ein Blitz das Sehfeld rasch erleuchtet haben würde. Die Erscheinung war momentan und unwillkühr- lich und konnte auch absichtlich nicht wieder hervorgerufen wer- den. Desgleichen erschienen ihm zu anderer Zeit, wo er mehrere Tage anhaltend die flimmernden Schläuche der Branchiobdella un- tersucht hatte, Abends unter dem Wirrwarr von Fäden, die dem ruhigen Auge vorschweben, auch wieder die flimmernden Strei- fen, leuchtend, scharf begränzt und mit derselben lebhaft rieseln- den Bewegung, wie sie ihm das Mikroskop gezeigt hatte. (Cas- per’s Wochenschr. 4838. No. XVII.)
Aehnliche (obwohl in einigen Punkten modifieirte) Erfahrun- gen habe ich selbst wiederholt gemacht, besonders auffallend in einer Zeit, wo meine Augen und mein ganzes Nervensystem an einer krankhaften Reizbarkeit litt, die später in mehrjährige Licht- scheu ausschlug.
Ich entnehme meinen Aufzeichnungen darüber Folgendes: Als ich die physikalische Professur in Leipzig noch verwal- tete, wurden im physikalischen Cabinete daselbst magnetische In- tensitätsbeobachtungen mit dem Gauss’schen Apparate angestellt, wobei man einen schwarzen Faden im Fernrohre über einer weis- sen Skala mit schwarzen Theilstrichen und Gradzahlen wandern sieht und zugleich auf den Schlag des Secundenzählers Acht giebt. Wenn ich diese Beobachtungen während zweier Stunden hindurch angestellt hatte, so brauchte ich nachher nur die Augen zu schlies- sen oder auch offen ins Dunkel zu richten, so sah ich den schwarzen Faden sammt der weissen Skala mit den schwarzen Theilstrichen *, Rüte sagt mir z. B., dass ihm die Phantome des Sinnengedächtnisses nach vorgängigen Beobachtungen oft bis zum Lästigwerden namentlich Abends im Bette vorgekommen sind.
**) Casper’s Wochenschr. 4838. No. XVIH.
und Zahlen ganz von selbst im Gesichtsfelde auftauchen, und zwar den Faden in derselben ruhig wandernden Bewegung über der Skala, die er bei der Beobachtung hatte. Diess habe ich zu sehr oft wiederholten malen nach sämmtlichen in jene Zeit fallenden Beobachtungsterminen erfahren. Theilstriche und Faden waren gut unterscheidbar (wenn schon bei Weitem nicht so deutlich als in der Wirklichkeit), die Zahlen jedoch nie so deutlich, um ihren Werth zu erkennen. Leuchtend habe ich die Züge nie gesehen. Selbst noch 24 Stunden nach einer solchen Beobachtungsreihe wieder- holte sich das Phänomen bei jedem Schlusse der Augen, ohne dass ich es irgend durch Aufmerksamkeit hervorgelockt hätte. Es war nicht blos momentan, aber auch nicht stetig dauernd, sondern wurde abwechselnd vom Dunkel verschlungen, um wieder aufzu- tauchen, ohne dass ich diess irgendwie in meiner Gewalt hatte.
Ein ganz ähnliches Phänomen erfuhr ich im Zusammenhange mit dem vorigen am Gehöre..Wenn ich nach einer solchen Beob- achtungsreihe Abends im Bette lag, und selbst noch am anderen Morgen, wenn Alles ganz still war, hörte ich auf das allerdeut- lichste (fortgehends) den Schlag des Secundenzäblers mit seinem eigenthümlichen Takte, etwa so, als wenn eine Pendeluhr im Ne- benzimmer gienge, so dass ich mich besonders überzeugen musste, dass keine derartige äussere Ursache wirklich vorhanden sei.
In derselben Zeit stellte ich oft anhaltend Beobachtungen am 5 Multiplicator an, wobei es galt, die über einer Kreiseintheilung spielende Nadel mit Aufmerksamkeit zu verfolgen; auch dieses Bild mit der Bewegung der Nadel habe ich unter ähnlichen Um- ständen als vorhin sich oft reprodueiren sehen.
Auch noch nach Wiederherstellung von meiner Lichtscheu haben sich ähnliche Phänomene oft bei mir wiederholt, und keh- ven noch heutzutage, wenn schon seltener als früher, gelegentlich nach anhaltenden Beschäftigungen, wo es gilt, oft mit den Augen zu denselben Gegenständen zurückzukehren, wieder*). Besonde- res Interesse aber scheint mir folgende Beobachtung zu haben, sofern sie zeigt, dass für das Sinnengedächtniss eben so wie für das gewöhnliche Erinnerungsvermögen die Bedingungen ganz ver- schiedener Bilder ohne wesentliche Störung coexistiren können.
*) Noch einige Beispiele in dieser Hinsicht s. in meinem Centralbl. L Den 21. Febr. 1847 sahe ich nach Tische längere Zeit dem Spiele mit einer Anzahl grosser sogen. Firle (Borle, Tirltanze, d.i. Scheiben mit einem Stifte durch die Mitte, welche nach Art eines Kreisels in rasche Drehung auf der Spitze des Stiftes versetzt wer- den) zu, welches zur Unterhaltung von Anderen getrieben wurde, und nahm selbst gelegentlich Theil. Den grösseren Theil des übri- gen Nachmittags und selbst Abends bis nach 14 Uhr beschäftigte ich mich damit, aus mehreren in Zahlen ausgedrückten Beobach- tungsreihen die Mittel zu ziehen. Als ich mich endlich zu Bette legte, tauchten alsbald sowohl bei geschlossenen als auch offenen Augen in der dunkeln Kammer ganze Zahlenreihen, von der Form derer, mit denen ich zu thun gehabt hatte, schwarz im dämmeri- gen Grunde des Gesichtsfeldes auf, so dass ich sie recht wohl lesen konnte, wenn gleich sie nie grosse Schärfe und Deutlichkeit hatten. Das Phänomen war ebenfalls nicht fix, sondern wurde immer bald vom Dunkel verschlungen, um dann einer anderen Zahlenreihe Platz zu machen. Die Aufmerksanıkeit hatte auch hier gar keinen Einfluss; und obwohl mir die Rechnungen noch im Kopfe herumgingen, hatten doch die auftauchenden Zahlenreihen keinen Bezug dazu, hatten durchaus den Charakter von etwas Ge- sehenem, nicht Gedachtem. Das Merkwürdige aber war diess, dass mitunter auch statt der Zahlenphantasmen das Phantasma eines sich drehenden Firls eintrat, ungeachtet ich, lebhaft mit den Rechnungen beschäftigt, gar nicht mehr an jenen gleichgültigen Zeitvertreib während des Nachmittags oder Abends gedacht hatte oder jetzt dachte; ausser sofern mich jetzt die Erscheinung unwill- kührlich daran erinnerte. Bald war es dieser, bald jener Firl (sie hatten verschiedene Grösse und Form), der im Gesichtsfelde auf- tauchte, sich drehte und umfiel, wie es in der Wirklichkeit gewe- sen. Die Erscheinung war unzweideutig, obwohl schwächer als das Zahlenphantasma. Diese Abwechselung der Phantasmen, von denen jedoch die Zahlenphantasmen viel öfter erschienen, dauerte über eine Stunde, bis ich einschlief.
Mit Rücksicht auf die Henle’schen Erfahrungen habe ich sehr oft versucht, durch rasches Schütteln des Kopfes oder rasches Zukneipen der Augenlider oder sonst starke absichtliche Erschüt- terung des Kopfes oder Körpers, diese unwillkührlich im Gesichts- felde auftauchenden und wieder schwindenden Erscheinungen willkührlich hervorzurufen in Zeiten, wo sie nach anhaltender Beschäftigung mit feinen Gegenständen wiederholt von selbst ein traten; es ist mir aber nie gelungen. Eben so wenig leisteten ei sichtliche leise Erschütterungen. Dennoch möchte ich einen Ein- fluss der Erschütterung nicht ganz leugnen, ohne ihn aber be- stimmt fixiren zu können. Es hat mir doch geschienen, dass die betreffenden Phänomene vorzugsweise leicht bei gelegentlichem Zuschlagen der Augenlider, öfters bei einem leisen unwillkühr- lichen Zwinkern derselben eintraten, ohne dass ich aber durch willkührliches Nachthun dasselbe wieder erreichen konnte. Auch erinnert man sich hiebei der S. 495 bei den Erinnerungsnachbil- dern erwähnten Erfahrungen.
Es wäre erwünscht, wenn die Erscheinungen des Sinnen- gedächtnisses namentlich bezüglich der Reproduction von Bewe- gungen von der zufälligen Beobachtung zum Versuche erhoben würden. Nach dem, was man gelegentlich beobachtet hat, kann es nicht unwahrscheinlich scheinen, dass man bei angemessener Versuchsweise auch das unmittelbar nach der Beobachtung erhal- tene Nachbild bewegter Gegenstände gesetzlich bewegt sehen würde; ja für eine gewisse Form von Bewegungen ist die Frage schon entschieden. Wo freilich die Bewegung so schnell geschieht, dass die Nachdauer des Eindruckes den beschriebenen Weg als einen mit dem Gesichtseindrucke continuirlich erfüllten erscheinen lässt, wie bei dem elektrischen Funken, der rasch geschwungenen glühenden Kohle, nimmt natürlich auch das Nachbild diese Gestalt an; wenn anderseits das Auge einem sich langsam bewegenden Gegenstande so mit eigener Bewegung folgt, dass es denselben beständig fixirt hält, wie es uns natürlich ist, stimmt eben so na- ‚türlich die Erscheinung des Nachbildes mit der eines ruhenden Körpers überein. Aber es giebt noch einen dritten Fall, der zu untersuchen ist, dass man nämlich das objective Bild langsam über die Netzhaut wandern lässt. Nur wird man, weil jede Stelle der Netzhaut dann nur einen kurzen Eindruck empfängt, die Be- wegung oft wiederholt, oder mit sehr starkem Lichteindrucke vor- zunehmen oder Beides zu vereinigen haben. Hiebei sind als die einfachsten Fälle folgende zwei zu unterscheiden: 4) dass die ob- jecetive Bewegung immer in derselben Richtung geht, 2) dass sie pendulirend hin- und hergeht. Für den ersten Fall lehren die fol- genden Thatsachen, dass die objective Bewegung sich subjectiv in der entgegengesetzten Richtung reprodueirt; für den zwailge Fall = lassen die angeführten Thatsachen des Sinnengedächtnisses ver- muthen, dass sich die pendulirende Bewegung subjectiv wieder- holen würde.
Beispiele des ersten Falles, die sich leicht im gewöhnlichen Leben darbieten, sind, dass die Gegenstände am Wege, welche während des Fahrens sich neben dem Wagen zu bewegen schei- nen, im Augenblicke des Anhaltens eine entgegengesetzte Bewe- gung anzunehmen scheinen, und dass, wenn man von einer an- haltend betrachteten Stromschnelle den Blick auf den Sand und die Steinchen am Wege wendet, sich diese im entgegengesetzten Sinne der Wasserbewegung zu bewegen scheinen. Speciellere Beobachtungen über dieses Phänomen sind einerseits von Pla- teau*), anderseits von Oppel**) angestellt, und das Merkwür- dige, dass die Richtung der Bewegung in der subjectiven Nach- erscheinung der objectiv angeschauten entgegengesetzt ist, mit der Entstehung complementärer Nachbilder verglichen worden. Op- pel, der die Erscheinung besonders sorgfältig untersucht und selbst einen Apparat zur sicheren Hervorbringung angegeben hat, stellt folgende 6 Bedingungen als zum sicheren Gelingen des Ver- suches unerlässlich heraus.
»1) Die betrachtete Bewegung muss gleichmässig und in glei- cher Richtung andauern.
2) Sie muss im Ganzen eine ziemlich schnelle, darf jedoch nicht so rasch sein, dass sie dem Auge das Unterscheiden der einzelnen bewegten Punete unmöglich macht; — was natürlich nicht von der absoluten, sondern nur von der Winkelgesch win- digkeit in Bezug auf die Stellung des Auges, also auch nament- lich von der Entfernung der letzteren von dem bewegten Ge- genstande abhängt.
3) Sie muss eine gute Weile, — d. h. durchschnittlich wohl eine Minute Jang, im Allgemeinen bis beinahe zur Ermüdung des Auges (welche Dauer freilich für verschiedene Augen ziemlich verschieden sein wird) betrachtet werden.
4) Das Auge muss dabei, so wie beim darauf folgenden Fixi- ren eines ruhenden Bildes, selbst in (relativer) Ruhe, und *) Pogg. LXXX. 237. **) Pogg. XCIX. 540, ab an darf namentlich nicht durch zufällige Bewegungen des Kö oder Kopfes unregelmässig erschüttert sein.
5) Der zu fixirende ruhige Gegenstand muss eine durch Ab- wechselung der Farben oder der Schattirung seiner Theile man- nichfach modificirte Oberfläche darbieten. inne 6) Sowohl beim Betrachten des bewegten wie des ruhenden Bildes muss das Auge-unverrückt einen bestimmten Punet fixiren, und darf sich also namentlich nicht verleiten lassen, im ersteren Falle der Bewegung mehr oder minder zu folgen, oder den Umrissen des bewegten Bildes entlang bin und her zu schweifen. « Ueber den zweiten, nach S. 502 in Betracht zu sheet Fall fehlt es noch ganz an Versuchen. Ganz beiläufig schob ich einen Fleck weissen Papieres auf schwarzem Grunde vor dem fixirten Auge wiederholt hin und her; aber ungeachtet ich sehr leicht Nachbilder und Erscheinungen des Sinnengedächtnisses habe, erhielt ich doch kein Resultat; es erschien Nichts. Eben so wenig konnte ich mittelst stroboskopischer Scheiben ein Resultat erhalten. Die Versuche aber längere Zeit mit starken penduliren- den Lichteindrücken und unter erfoderlichen Abänderungen anzu- stellen, wo sich wahrscheinlich ein Resultat erhalten lassen würde, verbietet mir der Zustand meiner Augen, da diese Versuche nicht anders als sehr anstrengend werden können.
d) Unwillkührliche Hallueinationen und Illusionen *).
Unter Hallucinationen versteht man überhaupt Täu- *) Die Literatur über Hallucinationen und Illusionen ist sehr gross, ua hier nicht zu erschöpfen. Ich begnüge mich, die mir bekannt gewordenen neuen Schriften, welche vorzugsweise darauf Bezug nehmen, anzuführen, von denen ich jedoch 4, 6 und 7 nur nach den Titeln kenne. Uebrigens han- deln nicht nur alle Werke über Geisteskrankheiten u. A. auch von den Hal- lucinationen, sondern ausserdem unzählige Abhandlungen und Berichte ein- zelner Fälle: 4) Hibbert, Andeutungen zur Theorie der Geistererscheinungen, a.d. Engl. Weimar 4825. — 2) J. Müller, über die phantastischen Gesichtser- scheinungen. Coblenz 4826. — 3) Hagen, über Sinnestäuschungen. 1837. — 4) Griesinger, die Pathologie und Therapie der psychischen Krank- heiten. Stuttg. 4845. — 5) Moreau, du Hachisch et de l’alienation mentale. Paris 4845. — 6) Mich6a, du delire des sensations. Paris 4846. — n8zal- en 4” 2 4” 2 schungen, die ganz oder beinahe den Charakter von Aussen er- weckter Sinneswahrnehmungen für den Getäuschten annehmen, ohne dass in der äusseren Wirklichkeit etwas zu ihrer Anregung vorhanden ist. Eine scharfe Abgränzung derselben von den zu höchster Lebhaftigkeit gesteigerten Erinnerungs- und Phantasie- bildern einerseits, den Erscheinungen des Sinnengedächtnisses anderseits wird sich nicht ziehen lassen; doch sind viele Halluci- nationen keine Sache willkührlicher Erzeugung wie die Phantasie- bilder und willkührlich zurückgerufenen Erinnerungsbilder, und viele reprodueiren nicht sklavisch früher gehabte Sinneserschei- nungen, wie die Erscheinungen des Sinnengedächtnisses. Von diesen noch nicht behandelten Formen wird daher vorzugsweise im Folgenden die Rede sein*). Unter Illusionen werden von . Manchen Sinnestäuschungen jeder Art verstanden, indess Andere, so wie es hier geschehen mag, Illusionen und Hallucinatio- nen insofern unterscheiden, als sie unter Illusionen Täuschungen verstehen, wozu allerdings ursächliche Objecte vorhanden sind, welche aber falsch aufgefasst werden, indess es bei den Halluei- nationen an äusseren ursächlichen Objecten der Erscheinung überhaupt fehlt. So ist es ein Beispiel einer Illusion, wenn man einen Gegenstand, der wirklich da ist, mit falscher Farbe oder verzerrten Zügen sieht, dagegen einer Hallucination, wenn man einen Gegenstand sieht, der gar nicht da ist.
Einfache Fälle der Hallucinationen sind Funken vor den Au- gen, Ohrenklingen, wie sie so häufig bei Congestivzuständen nach den betreffenden Sinnesorganen vorkommen; aber auch gestaltete Phänomene, wie menschliche Figuren, Reden können durch Hallu- einationen in die Erscheinung treten. Hieher gehören die Phanta- sien vieler Fieberkranken und Wahnsinnigen, die Erscheinungen des Alpdrückens, die Hallucinationen nach dem Genusse narkokowski, Recherches sur les Hallucinations. Montpellier 1849. — 8) Brierre de Boismont, des Hallucinations. Paris 4852. — 9) Leubuscher, über die Entstehung der Sinnestäuschungen. Berlin 4852.
*) Es wäre erwünscht, die, abgesehen von der Entstehungsweise einander so sehr gleichenden, willkührlich erzeugten Phantasmen, von denen im Ab- schnitte a) S. 484 ff. im Anschlusse an die Erinnerungsbilder die Rede war, und die unwillkührlich entstehenden Phantasmen, von welchen folgends die Rede sein wird, durch bezeichnende Namen unterscheiden zu können, doch haben mir keine recht passenden beifallen wollen.
‚angeben kann, und unstreitig noch mehrfach sonst.
tischer Substanzen, die Phantasmen, die viele Personen vor dem Einschlafen haben. Aber auch bei geistig gesunden Personen, im vollen Wachen, bei offenen Augen können unter Umständen sehr entwickelte Hallucinationen vorkommen, ja die Anzahl merkwür- diger Fälle der Art, welche berichtet worden sind, ist sehr gross. Zu den zugleich glaubwürdigsten, interessantesten, instructivsten und ausführlichst beschriebenen Fällen dieser Art, mit dessen Physiognomie die sehr vielen anderen Fälle übereinstimmt, gehört der Fall des ehemals berühmten Buchhändlers und Schrifts Nicolai, von ihm selbst in der Berliner Monatsschr. 4799. und im ersten Bande seiner philos. Abhandl. $. 58 ff. beschrie- ben, auch in Hibbert’s Schrift reproducirt, dessen specielle Wie- dergabe jedoch die hier zu steckenden Gränzen zu sehr über- schreiten würde. ) zucht Auch scheint mir, dass zum Anschlusse an die unter «) be- schriebenen Phänomene vor solchen auffälligen Hallueinationsfor- men, wie sie der Nicolai’sche Fall darbietet und welche unstreitig. immer mit körperlichen Krankheitszuständen zusammenhängen, die bei gutem Gesundheitszustande von so Vielen zu beobachten- den Hallueinationen vor dem Einschlafen *) eine vorzugsweise Beachtung verdienen, in Bezug auf welche ich nichts Besseres glaube thun zu können, als die so schöne auf Selbstbeobachtung gegründete Beschreibung von J. Müller aus seiner Schrift über Gesichtsphantasmen nach ihrem Wesentlichsten zu reprodueiren.
$. 84. '»Es ist selten, dass ich nicht vor dem Einschlafen bei geschlos- senen Augen in der Dunkelheit des Sehfeldes mannichfache leuchtende Bil- der sehe, Von früher Jugend auf erinnere ich mich dieser Erscheinungen; ich wusste sie immer wohl von den eigentlichen Traumbildern zu Anter- scheiden; denn ich konnte oft lange Zeit noch vor dem Einschlafen über sie reflectiren. Vielfache Selbstbeobachtung hat mich denn auch in den Stand gesetzt, ihre Erscheinung zu befödern, sie festzuhalten,...Wenn ich diese leuchtenden Bilder beobachten will, sehe ich bei geschlossenen, vollkommen ausruhenden Augen in die Dunkelheit des Sehfeldes; mit einem Ge- fühle der Abspannung und grösster Ruhe in den Augenmuskeln versenke ich =!
*) Sie sind näher u. a. von Nasse ins. Zeitschr, f. Anthropol, 1825. 3.
S.466 ff,, und wesentlich übereinstimmend damit von J. Müllerin ESSEN »Ueber die phantastischen Gesichtserscheinungen« 1826. S. 20. ff. beschrieben so viel ich mich erinnere auch in einigen Abhandlungen von Maury u von Baillarger in den Ann. med, psychol., deren Stelle ich pas Dr er ur u U in 5 mich ganz in die sinnliche Ruhe des Auges oder in die Dunkelheit des Seh- feldes. Allen Gedanken, allem Urtheile wehre ich ab, ich will bei einer voll- kommenen Ruhe des Auges wie des ganzen Organismus in Hinsicht der äus- seren Eindrücke nur beobachten, was in der Dunkelheit des Auges als Re- flex von inneren organischen Zuständen in anderen Theilen erscheinen wird. $. 35. »Wenn nun im Anfange immer noch das dunkle Sehfeld von ein- zelnen Lichtflecken, Nebeln, wandelnden und wechselnden Farben reich ist, so erscheinen statt dieser bald begränzte Bilder von mannichfachen Gegen- ständen, anfangs in einem matten Schimmer, bald deutlicher. Dass sie wirk- lich leuchtend und manchmal auch farbig sind, daran ist kein Zweifel, Sie bewegen sich, verwandeln sich, entstehen manchmal ganz zu den Seiten des Sehfeldes mit einer Lebendigkeit und Deutlichkeit des Bildes, wie wir sonst . nie so deutlich etwas zur Seite des Sebfeldes sehen. Mit der leisesten Bewe- gung der Augen sind sie gewöhnlich verschwunden, auch die Reflexion ver- scheucht sie auf der Stelle. Es sind selten bekannte Gestalten, gewöhnlich sonderbare Figuren, Menschen, Thiere, die ich nie gesehen, erleuchtete Räume, in denen ich noch nicht gewesen. Es ist nicht der geringste Zusam- menhang dieser Erscheinungen mit dem, was ich am Tage erlebt, zu erken- nen. Ich verfolge diese Erscheinungen oft halbe Stunden lang, bis sie end- lich in die Traumbilder des Schlafes übergehen, $. 36. »Nicht in der Nacht allein, zu jeder Zeit des Tages bin ich dieser Erscheinungen fähig. Gar manche Stunde der Ruhe, vom Schlafe weit ent- fernt, hab’ ich mit geschlossenen Augen zu ihrer Beobachtung zugebracht. Ich brauche mich oft nur hinzusetzen, die Augen zu schliessen, von Allem zu abstrahiren, so erscheinen unwillkührlich diese seit früher Jugend mir freundlich gewohnten Bilder. Ist nur der Ort recht dunkel, bin ich nur gei- stig ganz ruhig, ohne leidenschaftliche Stimmung, hab’ ich nur eben nicht gegessen oder geistiges Getränk genommen, so darf ich, wenn gleich an Schlaf gar nicht zu denken ist, der Erscheinung gewiss sein. $. 37. »Häufig erscheint das lichte Bild im dunkeln Sehfelde, häufig auch erhellt sich vor dem Erscheinen der einzelnen Bilder nach und nach die Dunkelheit des Sehfeldes zu einer Art von innerem matten Dämmer- lichte. Gleich darauf erscheinen dann auch die Bilder...$. 39. »Ich kann es auf das Bestimmteste unterscheiden, in welchem Momente das Phantasma leuchtend wird. Ich sitze lange da mit geschlosse- nen Augen; Alles, was ich mir einbilden will, ist blosse Vorstellung, vorge- stellte Begränzung imdunkeln Sehfelde, es leuchtetnicht, es bewegt sich nicht