SigPhi · Immanuel Kant

Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (German)

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Temperamentseigenschaft im Ganzen wäre, beigelegt wird. So zog sich der _Judaismus_, seiner ersten Einrichtung nach, da ein Volk sich, durch alle erdenklichen, zum Theil peinlichen Observanzen, von allen andern Völkern absondern, und aller Vermischung mit ihnen vorbeugen sollte, den Vorwurf des _Menschenhasses_ zu. Der _Muhammedanismus_ unterscheidet sich durch _Stolz_, weil er, statt der Wunder, an den Siegen und der Unterjochung vieler Völker die Bestätigung seines Glaubens findet, und seine Andachtsgebräuche alle von der muthigen Art sind.[203] Der _hinduische_ Glaube giebt seinen Anhängern den Charakter der _Kleinmüthigkeit_ aus Ursachen, die denen des nächstvorhergehenden gerade entgegengesetzt sind. -- Nun liegt es gewiß nicht an der innern Beschaffenheit des christlichen Glaubens, sondern an der Art, wie er an die Gemüther gebracht wird, wenn ihm an denen, die es am herzlichsten mit ihm meinen, aber vom menschlichen Verderben anhebend, und an aller Tugend verzweifelnd, ihr Religionsprincip allein in der _Frömmigkeit_ (worunter der Grundsatz des leidenden Verhaltens in Ansehung der durch eine Kraft von oben zu erwartenden Gottseligkeit verstanden wird), setzen, ein jenem ähnlicher Vorwurf gemacht werden kann; weil sie nie ein Zutrauen in sich selbst setzen, in beständiger Aengstlichkeit sich nach einem übernatürlichen Beistande umsehen, und selbst in dieser Kleinmüthigkeit{[204]} (die nicht Demuth ist), ein Gunst erwerbendes Mittel zu besitzen vermeinen, wovon der äußere Ausdruck (im Pietismus) _knechtische_ Gemüthsart ankündigt.]

[Fußnote 145: Ich gestehe, daß ich mich im Ausdruck, dessen sich auch wohl kluge Männer bedienen, nicht wohl finden kann: Ein gewisses Volk, (was in der Bearbeitung einer gesetzlichen Freiheit begriffen ist), ist zur Freiheit nicht reif; die Leibeigenen eines Gutseigenthümers sind zur Freiheit noch nicht reif; und so auch die Menschen überhaupt sind zur Glaubensfreiheit noch nicht reif. Nach einer solchen Voraussetzung aber wird die Freiheit nie eintreten; denn man kann zu dieser nicht _reifen_, wenn man nicht zuvor in Freiheit gesetzt worden ist (man muß frei sein, um sich seiner Kräfte in der Freiheit zweckmäßig bedienen zu können).

Die ersten Versuche werden freilich roh, gemeiniglich auch mit einem beschwerlicheren und gefährlicheren Zustande verbunden sein, als da man noch unter den Befehlen, aber auch der Vorsorge Anderer stand; allein man reift für die Vernunft nie anders, als durch _eigene_ Versuche (welche machen zu dürfen, man frei sein muß). Ich habe nichts dawider, daß die, welche die Gewalt in Händen haben, durch Zeitumstände genöthigt, die Entschlagung von diesen drei Fesseln noch weit, sehr weit aufschieben. Aber es zum Grundsatze machen, daß denen, die ihnen einmal unterworfen sind, überhaupt die Freiheit nicht tauge, und man berechtigt sei, sie jederzeit davon zu entfernen, ist ein Eingriff in die Regalien der Gottheit selbst, der den Menschen zur Freiheit schuf. Bequemer ist es freilich im Staat, Hause und Kirche zu herrschen, wenn man einen solchen Grundsatz durchzusetzen vermag. Aber auch gerechter?]

[Fußnote 148: [+] Der nämliche Mann, der so dreist ist zu sagen: wer an diese oder jene Geschichtslehre als eine theure Wahrheit nicht glaubt, _der ist verdammt_, der müßte doch auch sagen können: wenn das, was ich euch hier erzähle, nicht wahr ist, _so will ich verdammt sein_!

-- Wenn es Jemand gäbe, der einen solchen schrecklichen Ausspruch thun könnte, so würde ich rathen, sich in Ansehung seiner nach dem persischen Sprichwort von einem _Hadgi_ zu richten: ist Jemand einmal (als Pilgrim) in Mekka gewesen, so ziehe aus dem Hause, worin er mit dir wohnt; ist er zweimal da gewesen, so ziehe aus derselben Straße, wo er sich befindet; ist er aber dreimal da gewesen, so verlasse die Stadt, oder gar das Land, wo er sich aufhält.{[205]}] [Fußnote 149: [+] O _Aufrichtigkeit!_ du Asträa, die du von der Erde zum Himmel entflohen bist, wie zieht man dich (die Grundlage des Gewissens, mithin aller inneren Religion) von da zu uns wieder herab?

Ich kann es zwar einräumen, wiewohl es sehr zu bedauern ist, daß Offenherzigkeit (die _ganze_ Wahrheit, die man weiß, zu sagen) in der menschlichen Natur nicht angetroffen wird. Aber _Aufrichtigkeit_ (daß _Alles, was man sagt_, mit Wahrhaftigkeit gesagt sei) muß man von jedem Menschen fordern können, und wenn auch selbst dazu keine Anlage in unserer Natur wäre, deren Cultur nur vernachlässigt wird, so würde die Menschenrace in ihren eigenen Augen ein Gegenstand der tiefsten Verachtung sein müssen. -- Aber jene verlangte Gemüthseigenschaft ist eine solche, die vielen Versuchungen ausgesetzt ist und manche Aufopferung kostet, daher auch moralische Stärke, d. i. Tugend (die erworben werden muß) fordert, die aber früher, als jede andere bewacht und cultivirt werden muß, weil der entgegengesetzte Hang, wenn man ihn hat einwurzeln lassen, am schwersten auszurotten ist. -- Nun vergleiche man damit unsere Erziehungsart, vornehmlich im Punkte der Religion, oder besser, der Glaubenslehren, wo die Treue des Gedächtnisses in Beantwortung der sie betreffenden Fragen, ohne auf die Treue des Bekenntnisses zu sehen (worüber nie eine Prüfung angestellt wird), schon für hinreichend angenommen wird, einen Gläubigen zu machen, der das, was er heilig betheuert, nicht einmal versteht, und man wird sich über den Mangel der Aufrichtigkeit, der lauter innere Heuchler macht, nicht mehr wundern.{[206]}] [Fußnote 150: _B_: noch außer der stetigen.]

[Fußnote 155: [+] S. Allgemeine Anmerkung zum ersten Stück.{[207]}] [Fußnote 156: In jenem Wunsch, als dem Geiste des Gebets, sucht der Mensch nur auf sich selbst (zu Belebung seiner Gesinnungen vermittelst _der Idee von Gott_), in diesem aber, da er sich durch Worte, mithin äußerlich erklärt, _auf_ Gott zu wirken. Im ersteren Sinn kann ein Gebet mit voller Aufrichtigkeit stattfinden, wenn gleich der Mensch sich nicht anmaßt, selbst das Dasein Gottes als völlig gewiß betheuren zu können; in der zweiten Form als _Anrede_ nimmt er diesen höchsten Gegenstand als persönlich gegenwärtig an, oder stellt sich wenigstens (selbst innerlich) so, als ob er von seiner Gegenwart überführt sei, in der Meinung, daß, wenn es auch nicht so wäre, es wenigstens nicht schaden, vielmehr ihm Gunst verschaffen könne; mithin kann in dem letzteren (buchstäblichen) Gebet die Aufrichtigkeit nicht so vollkommen angetroffen werden, wie im ersteren (dem bloßen Geiste desselben). -- Die Wahrheit der letzteren Anmerkung wird ein Jeder bestätigt finden, wenn er sich einen frommen und gutmeinenden, übrigens aber in Ansehung solcher gereinigten Religionsbegriffe eingeschränkten Menschen denkt, den ein Anderer, ich will nicht sagen, im lauten Beten, sondern auch nur in der dieses anzeigenden Geberdung überraschte. Man wird, ohne daß ich es sage, von selbst erwarten, daß jener darüber in Verwirrung oder Verlegenheit, gleich als über einen Zustand, dessen er sich zu schämen habe, gerathen werde. Warum das aber? daß ein Mensch mit sich selbst laut redend betroffen wird, bringt ihn vor der Hand in den Verdacht, daß er eine kleine Anwandlung von Wahnsinn habe; und eben so beurtheilt man ihn, (nicht ganz mit Unrecht), wenn man ihn, da er allein ist, auf einer Beschäftigung oder Geberdung betrifft, die der nur haben kann, welcher Jemand außer sich vor Augen hat, was doch in dem angenommenen Beispiele der Fall nicht ist. -- Der Lehrer des Evangeliums hat aber den Geist des Gebets ganz vortrefflich in einer Formel ausgedrückt, welche dieses und hiemit auch sich selbst (als Buchstaben) zugleich entbehrlich macht. In ihr findet man nichts, als den Vorsatz zum guten Lebenswandel, der, mit dem Bewußtsein unserer Gebrechlichkeit verbunden, einen beständigen Wunsch enthält, ein würdiges Glied im Reiche Gottes zu sein; also keine eigentliche Bitte um Etwas, was uns Gott nach seiner Weisheit auch wohl verweigern könnte, sondern einen Wunsch, der, wenn er ernstlich (thätig) ist, seinen Gegenstand (ein Gott wohlgefälliger Mensch zu werden), selbst hervorbringt. Selbst der Wunsch des Erhaltungsmittels unserer Existenz (des Brods) für einen Tag, da es ausdrücklich nicht auf die Fortdauer derselben gerichtet ist, sondern die Wirkung eines bloß thierischen gefühlten Bedürfnisses ist, ist mehr ein Bekenntniß dessen, was die _Natur_ in uns _will_, als eine besondere überlegte Bitte dessen, was der Mensch _will_: dergleichen die um das Brod auf den andern Tag sein würde; welche hier deutlich genug ausgeschlossen wird.

-- Ein Gebet dieser Art, das in moralischer, (nur durch die Idee von Gott belebter) Gesinnung geschieht, weil es als der moralische Geist des Gebets seinen Gegenstand (Gott wohlgefällig zu sein), selbst hervorbringt, kann allein im Glauben geschehen; welches letztere so viel heißt, als sich der _Erhörlichkeit_ desselben versichert zu halten; von dieser Art aber kann nichts, als die Moralität in uns sein. Denn, wenn die Bitte auch nur auf das Brod für den heutigen Tag gienge, so kann Niemand sich von der Erhörlichkeit desselben versichert halten, d. i.

daß es mit der Weisheit Gottes nothwendig verbunden sei, sie ihm zu gewähren; es kann vielleicht mit derselben besser zusammenstimmen, ihn an diesem Mangel heute sterben zu lassen. Auch ist es ein ungereimter und zugleich vermessener Wahn durch die pochende Zudringlichkeit des Bittens zu versuchen, ob Gott nicht von dem Plane seiner Weisheit (zum gegenwärtigen Vortheil für uns) abgebracht werden könne. Also können wir kein Gebet, was einen nicht moralischen Gegenstand hat, mit Gewißheit für erhörlich halten, d. i. um so Etwas nicht _im Glauben_ beten. Ja sogar: ob der Gegenstand gleich moralisch, aber doch nur, durch übernatürlichen Einfluß möglich wäre (oder wir wenigstens ihn bloß daher erwarteten, weil wir uns nicht selbst darum bemühen wollen, wie z. B.

die Sinnesänderung, das Anziehen des neuen Menschen, die Wiedergeburt genannt), so ist es doch so gar sehr ungewiß, ob Gott es seiner Weisheit gemäß finden werde, unsern (selbstverschuldeten) Mangel übernatürlicher Weise zu ergänzen, daß man eher Ursache hat, das Gegentheil zu erwarten.

Der Mensch kann also selbst hierum nicht im Glauben beten. -- Hieraus läßt sich aufklären, was es mit einem wunderthuenden _Glauben_ (der immer zugleich mit einem inneren Gebet verbunden sein würde), für eine Bewandtniß haben könne. Da Gott dem Menschen keine Kraft verleihen kann, übernatürlich zu wirken (weil das ein Widerspruch ist): da der Mensch seinerseits, nach den Begriffen, die er sich von guten in der Welt möglichen Zwecken macht, was hierüber die göttliche Weisheit urtheilt, nicht bestimmen, und also vermittelst des in und von ihm selbst erzeugten Wunsches die göttliche Macht zu seinen Absichten nicht brauchen kann, so läßt sich eine Wundergabe, eine solche nämlich, da es am Menschen selbst liegt, ob er sie hat, oder nicht hat, (»wenn ihr Glauben hättet, wie ein Senfkorn, u. s. w.«), nach dem Buchstaben genommen, gar nicht denken. Ein solcher Glaube ist also, wenn er überall etwas bedeuten soll, eine bloße Idee von der überwiegenden Wichtigkeit der moralischen Beschaffenheit des Menschen, wenn er sie in ihrer ganzen Gott gefälligen Vollkommenheit (die er doch nie erreicht), besäße, über alle andren Bewegursachen, die Gott in seiner höchsten Weisheit haben mag, mithin ein Grund vertrauen zu können, daß, wenn wir das _ganz_ wären, oder einmal würden, was wir sein sollen, und (in der beständigen Annäherung) sein könnten, die Natur unseren Wünschen, die aber selbst alsdann nie unweise sein würden, gehorchen müßte.

Was aber die Erbauung betrifft, die durchs Kirchengehen beabsichtigt wird, so ist das öffentliche Gebet darin zwar auch kein Gnadenmittel, aber doch eine ethische Feierlichkeit, es sei durch vereinigte Anstimmung des Glaubens-Hymnus, oder auch durch die förmlich durch den Mund des Geistlichen im Namen der ganzen Gemeinde an Gott gerichtete, alle moralische Angelegenheit der Menschen in sich fassende _Anrede_, welche, da sie diese als öffentliche Angelegenheit vorstellig macht, wo der Wunsch eines Jeden sich mit den Wünschen Aller zu einerlei Zwecke (der Herbeiführung des Reichs Gottes) als vereinigt vorgestellt werden soll, nicht allein die Rührung bis zur sittlichen Begeisterung erhöhen kann, (anstatt daß die Privatgebete, da sie ohne diese erhabene Idee abgelegt werden, durch Gewohnheit den Einfluß aufs Gemüth nach und nach ganz verlieren), sondern auch mehr Vernunftgrund für sich hat als die erstere, den moralischen Wunsch, der den Geist des Gebets ausmacht, in förmliche Anrede zu kleiden, ohne doch hiebei an Vergegenwärtigung des höchsten Wesens, oder eigene besondere Kraft dieser rednerischen Figur, als eines Gnadenmittels, zu denken. Denn es ist hier eine besondere Absicht, nämlich durch eine äußere die Vereinigung aller Menschen zum{[208]} gemeinschaftlichen Wunsche des Reichs Gottes vorstellende Feierlichkeit jedes Einzelnen moralische Triebfeder desto mehr in Bewegung zu setzen; welches nicht schicklicher geschehen kann, als dadurch, daß man das Oberhaupt desselben, gleich als ob es an diesem Orte besonders gegenwärtig wäre, anredet.]

[Fußnote 158: Wenn man eine diesem Ausdrucke angemessene Bedeutung sucht, so ist sie wohl nicht anders anzugeben, als daß darunter die _moralische Folge aus der Andacht auf das Subject_ verstanden werde.

Diese besteht nun nicht in der Rührung (als welche schon im Begriffe der Andacht liegt), ob zwar die meisten vermeintlich Andächtigen (die darum auch _Andächtler_ heißen), sie gänzlich darin setzen; mithin muß das Wort _Erbauung_ die _Folge_ aus der Andacht auf die wirkliche Besserung des Menschen bedeuten. Diese aber gelingt nicht anders, als daß man systematisch zu Werke geht, feste Grundsätze nach wohlverstandenen Begriffen tief ins Herz legt, darauf Gesinnungen, der verschiedenen Wichtigkeit der sie angehenden Pflichten angemessen, errichtet, sie gegen Anfechtung der Neigungen verwahrt und sichert, und so gleichsam einen neuen Menschen, als einen _Tempel_ Gottes _erbaut_. Man sieht leicht, daß dieser Bau nur langsam fortrücken könne; aber es muß wenigstens doch zu sehen sein, daß etwas _verrichtet_ worden. So aber glauben sich Menschen (durch Anhören oder Lesen und Singen) recht sehr erbaut, indessen, daß schlechterdings nichts gebaut, ja nicht einmal Hand ans Werk gelegt worden; vermuthlich weil sie hoffen, daß jenes moralische Gebäude, wie die Mauern von Theben, durch die Musik der Seufzer und sehnsüchtiger Wünsche von selbst emporsteigen werde.]

[Fußnote 159: _B_: und den Satz, daß sie.]

[Fußnote 160: _B_: der gebrechlichen Weisheit.]

[Fußnote 163: Die ganze Anmerkung Herr Prof. Schiller...zu haben ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 164: Die ganze Anmerkung Hang ist...sich selbst ausschließt ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 165: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 166: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 167: Der Abschnitt dieser Anmerkung. Den Begriff der Freiheit...Schwierigkeit wegfällt ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 169: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 170: _B_: letzten.]

[Fußnote 171: _B_: späten.]

[Fußnote 173: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_. Es fehlt übrigens im Text von _B_ das Verweisungszeichen (* oder [+]).]

[Fußnote 174: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 175: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 176: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 177: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 179: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 180: Der Satz: »durch die Ankündigung &c.« lautet in _B_ etwas _verändert_: da es hingegen durch die Ankündigung eines wahren Wunders _niedergeschlagen_ wird.]

[Fußnote 181: _B_: (des Erwerbs oder der Erhaltung derselben).]

[Fußnote 182: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 183: Die Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 184: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 186: In _B_ fehlte »gemäß«.]

[Fußnote 187: Der Abschnitt Das zu frühe...verhindert ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 188: In _B_ _fehlt_: dadurch.]

[Fußnote 191: Der in stehende Abschnitt der Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 192: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 193: _B_: Geheimnißhaltung.]

[Fußnote 194: _B_: nützlich sein möchte.]

[Fußnote 195: In _B_ _fehlt_: wird.]

[Fußnote 196: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 197: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 198: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 199: Der Abschnitt: Das Richten bedeutet...Rechtsausspruch thut ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 200: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 201: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 202: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 203: [+] Diese merkwürdige Erscheinung (des Stolzes eines unwissenden, obgleich verständigen Volks auf seinen Glauben) kann auch von Einbildung des Stifters herrühren, als habe er den Begriff der Einheit Gottes und dessen übersinnlicher Natur allein in der Welt wiederum erneuert, der freilich eine Veredelung seines Volkes durch Befreiung vom Bilderdienst und der Anarchie der Vielgötterei sein würde, wenn jener sich dieses Verdienst mit Recht zuschreiben könnte. -- Was das Charakteristische der dritten Classe von Religionsgenossen betrifft, welcher übel verstandene Demuth zum Grunde hat, so soll die Herabsetzung des Eigendünkels in der Schätzung seines moralischen Werths, durch die Vorhaltung der Heiligkeit des Gesetzes, nicht Verachtung seiner selbst, sondern vielmehr Entschlossenheit bewirken, dieser edlen Anlage in uns gemäß uns der Angemessenheit zu jener immer mehr zu nähern; statt dessen Tugend, die eigentlich im Muthe dazu besteht, als ein des Eigendünkels schon verdächtiger Name ins Heidenthum verwiesen und kriechende Gunstbewerbung dagegen angepriesen wird. -- _Andächtelei_ (_bigotterie_, _devotio spuria_) ist die Gewohnheit, statt Gott wohlgefälliger Handlungen (in Erfüllung aller Menschenpflichten) in der unmittelbaren Beschäftigung mit Gott durch Ehrfurchtsbezeigungen die Uebung der Frömmigkeit zu setzen; welche Uebung alsdann zum _Frohndienst_ (_opus operatum_) gezählt werden muß, nur daß sie zu dem Aberglauben noch den schwärmerischen Wahn vermeinter übersinnlicher (himmlischer) Gefühle hinzuthut.{[209]}] [Fußnote 204: _B_ hat statt: »Kleinmüthigkeit« das Wort: [Fußnote 205: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 206: Diese Anmerkung ist _Zusatz_ von _B_.]

[Fußnote 207: Diese Note ist _Zusatz_ von _B_.]

Anmerkungen zur Transkription In diesem Text finden sich drei Arten von Fußnoten. Kants ursprüngliche Fußnoten werden unmarkiert wiedergegeben. Fußnoten, die Kant selbst der Ausgabe _B_ von 1794 hinzufügte, werden am Anfang des Fußnotentextes mit [+] gekennzeichnet. Außerdem hat der Herausgeber (Kehrbach) sie in eingeschlossen und mit eigenen Fußnoten als Zusätze der Ausgabe _B_ von 1794 gekennzeichnet.

Zusätzliche Fußnoten des Herausgebers (Kehrbach) sind im Text mit { } und durch Einrückung des Fußnotentextes markiert.

Die Fußnoten wurden durchgehend neu numeriert, ihrem Erscheinen im Text gemäß sortiert und am Ende des Buches gesammelt.

Die Originalvorlage hatte am Ende jeder Seite Angaben zu den entsprechenden Seitennummern in sechs früheren Ausgaben des Textes.

Diese Angaben finden sich hier am rechten Rand des Textes. Mehr Einzelheiten dazu und zur Markierung der Unterschiede der Ausgaben von 1793 und 1794 finden sich in der Vorrede des Herausgebers (Kehrbach).

Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Einige wenige Fehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt, teilweise unter Verwendung weiterer Ausgaben (vorher/nachher): [S. 103]:...wurde, nur auf die Legalität der Handlungen, die in...würde, nur auf die Legalität der Handlungen, die in...[S. 108]:...Gebote ausrichten, mithin in allem ihren Thun und Lassen,...Gebote ausrichten, mithin in allem ihrem Thun und Lassen,...[S. 128]:...zur Menschheit, sofern sie seinem Willen nach allem ihren...zur Menschheit, sofern sie seinem Willen nach allem ihrem...[S. 145]:...er (weil eine gänzliche Verzicht auf das Physische der Glückseligkeit...

er (weil eine gänzliche Verzichtthuung auf das Physische der Glückseligkeit...[S. 168]:...an das Geschäft derer, denen die Auslegung desselben...in das Geschäft derer, denen die Auslegung desselben...[S. 220]:...die Moral enthält, (und der keiner Materie der Willkühr, sondern bloß...die Moral enthält, (und der keine Materie der Willkühr, sondern bloß...[S. 220]:...der Persönlichkeit des Menschen (den psychologischen) die nur unter...der Persönlichkeit des Menschen (den psychologischen), die nur unter...[S. 220]:...läßt, Gott dieses Erkenntniß uns wohl durch Eingebung...läßt, Gott diese Erkenntniß uns wohl durch Eingebung...