SigPhi · Immanuel Kant

Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (German)

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aber sehr natürlichen Bescheid geben, daß es wohl am ratsamsten sei, =wenn sie sich zu gedulden beliebten, bis sie werden dahin kommen=. Da aber unser Schicksal in der künftigen Welt vermutlich sehr darauf ankommen mag, wie wir unsern Posten in der gegenwärtigen verwaltet haben, so schließe ich mit demjenigen, was VOLTAIRE seinen ehrlichen CANDIDE nach so viel unnützen Schulstreitigkeiten zum Beschlusse sagen läßt: =Laßt uns unser Glück besorgen, in den Garten gehen und arbeiten!= Lesarten Drucke: Über die Originaldrucke berichtet =Kehrbach= (S. X f. seiner Ausg.), der erste Herausgeber, der seiner Neu-Ausgabe der »Träume« den eigentlichen Originaldruck zugrunde gelegt hat, folgendes.

1. Träume | eines Geistersehers, | erläutert | durch | Träume der Metaphysik. | Titelvignette (einen nackten sitzenden Genius darstellend, der in der linken Hand eine Leier hält.) | Motto: velut aegri somnia, vanae | Finguntur species. Hor. Königsberg, | bey Johann Jacob Kanter | 2. Träume | eines Geistersehers, | erläutert | durch | Träume der Metaphysik. | Titelvignette (Rosenzweige darstellend). Motto wie A1. | Riga und Mietau, | bey Johann Friedrich Hartknoch | 1766. 8, 128 S.

(Unten als A2 bezeichnet.)

3. Träume | eines Geistersehers etc.

Die Ausgabe 3. unterscheidet sich in Bezug auf das Titelblatt nur durch die Titelvignette und den zwischen Ortsangabe und Motto angebrachten Strich. Die Titelvignette besteht aus einem sitzenden nackten Genius, der in den Händen einen Blumenstock hält. Der Querstrich zwischen Motto und Ortsangabe besteht aus aneinandergereihten -- -- -- --, während er in A2 aus *** besteht. Auch auf der ersten Seite des Textes ist die Verschiedenheit der beiden Drucke 2. und 3. sofort sichtbar. Die Randleiste, welche über dem Texte steht, ist in 2. eine andere als in 3.

Ferner, um noch ein Beispiel der in die Augen tretenden Differenz zu geben, hat 2. auf der letzten Zeile der ersten Seite: »die beyden Pforten«, 3. dagegen hat wie 1.: »die beyde Pforten«. (Unten als A3 bezeichnet.) Welche Ausgabe von den beiden Hartknochschen die ältere ist, wird sich schwer nachweisen lassen.

Nach der von Menzer vorgenommenen Vergleichung der beiden Drucke A2 und A3 (s. Ak. II, 503) ist es wahrscheinlich, daß A3 der zweite, A2 der dritte Druck ist. A3 wird wohl als Druckvorlage für A2 gedient haben.

4. Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik, in: I. Kants sämmtliche kleine Schriften. Nach der Zeitfolge geordnet.

Königsberg und Leipzig 1797/8. Bd. II, S. 379-478.

5. Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik, in: I. Kants vermischte Schriften. Halle (Renger), 1799. (Tieftrunk.)

Bd. II, S. 247-346.

6. Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik, in: Kants populäre Schriften, hrsg. von Paul Menzer. S. 117-202.

schmerzhaftesten A2. Danach die andern Hsgg., außer Ak. 340, 4 d. Anm.

(T)] dessen (A1-3). 340, 14 v. u. Grad Klarheit (A). So auch Kehrb. Ak.]

lesen: welche beide Sinne durch die Eindrücke =Stellen= im Gehirne =bewegen= werden. -- Eher eine Verschlechterung! 342, 1 d. Anm. auch wohl so (A1)] auch so A2, A3; Voigt, T, Starke, R, H1, H2 (alle nach A2!

Kehrb. und Ak. lesen nach A1). 343, 2 d. Anm. ohne allem inneren Zustande (A1, A2)] Ak: »ohne allen inneren Zustand«. Die Lesart von A.

entspricht wohl Kants Sprachgebrauch, daher Änderung unangebracht. 344, 1 sola (A1)] fehlt A2, A3. Ebenso in T, H, Ros., die nach A2 gedruckt haben. Auch bei Kehrbach, obwohl dieser A1, A2, A3 verglichen hat.

Wiederhergestellt ist es in Ak. und Vorl. 344, 14 v. u. immaterielle wahrscheinlich, aber bei Kant gerade diese lose Beziehung (auf Welt) beliebt. Änderung daher unnötig. 344, 4 v. u. wo sie auch (A1, A2)] wo es auch (Ak). Unnötig. 345, 27 Wurzel (A)] Vorl.: »Wurzeln«. Unnötig.

(In A1 steht irrtümlich »Beweiegründen«.) 347, 20 mir (A)] fehlt in Ak.

Dieser Sachverhalt von Vorl. nicht erkannt, er schreibt im Text »und« und bemerkt: Akademie »um«. 350, 2 jede (A)] Kehrbach (in den Lesarten) »jedes«. Unnötig. In Kehrbachs =Text= steht der Druckfehler: »jeder«. Danach ist auch Vorl.s Anm. zu der Stelle zu berichtigen. 350, H2, R lesen mit A2! 350, 14 derselben (A1, A2)] Menzer (in Ak) ändert in: »desselben«. Erhardt (a. a. O. S. 446) bemerkt dazu mit Recht, daß sich dieses Wort »ohne Schwierigkeit auf Erscheinungen beziehen lasse« und daher die Änderung nicht richtig sei. Die Änderung von Ak. also unangebracht. 350, 15 Materie (A)] Materien? (Menzer). Unnötig. 351, 21 v. u. in (A)] fehlt bei T, Ros., H. Der Tieftrunksche Druckfehler ist von R. und H. übernommen worden. 353, 10 v. u. ob sie gleich (A)] ob sie sich gleich (K). Unnötig. 353, 9 v. u. bestätigen (Kehrb.)] bestätigt 10 deren (A)] Vorländer möchte lesen: »dessen«. Beides möglich. 355, 15 zum (A)] dem? Vorl. 356, 5 vorgaukeln] A1, A2 haben den Druckfehler: indes der Sinn der Stelle unnötig geändert wird. 357, 10 v. u.

?Vorl. 358, 12 v. u. =sich=] erst in der obigen Ausgabe gesperrt, vgl.

vielleicht (Wille)] vielleicht bisweilen (A)] Wille vermutet, wohl mit Recht, daß »bisweilen« nur durch ein Versehen stehen geblieben ist. 360, 2 in der Wirkung (A)] »in der Wirklichkeit« möchte Wille lesen (ihm folgt Vorl.), weil als Gegensatz folgt: »in der Vorstellung«. Da der Text von A. einen guten Sinn gibt, Änderung unnötig. 361, 13 f. jenem -- diesem (A)] Ak: jener (Nervenbewegung) -- dieser (Empfindung). Statt »jener« liest Vorl. jene_n_ (sc. den Phantasien!). Eine Änderung ist wohl überhaupt nicht notwendig. 361, 27 die (A1, T)] »der« Druckfehler in A2, A3, Kehrbach gibt vorne S. XXIII das Richtige (die) an, hat aber S. 36 Z. 12 dann selbst im Text das falsche »der«! 361, 37 denkenden] Erziehungsbegriffe von Geistergestalten...Einbildungen geben (A)] Vorl. möchte »von Geistergestalten« nach »Einbildungen« setzen. Wohl nicht nötig. 363, 19 Entwürfen (H)] Einwürfen (A) 365, 25 der eine] »eine« A1 »ein« A2 und die Ausgaben. Wahrscheinlicher ist einfach »der« (T)] demselben (A) 370, 11 Swedenborg] in A steht durchweg: Diesen offenbaren Druckfehler von A2 drucken Voigt, T, Starke, Ros., H1 und H2 nach! Erst von Kehrb. verbessert. 374, 10 v. u. bei (A1)] auf die Hsgg. bis auf Kehrb. 378, 3 verwirren (A)] T: »verirren«. Der Lage (A2). Die meisten Hsgg. (T, Starke, H1, H2, R) wieder nach A2! 381, (A2). Alle Hsgg. bis auf H2 nach A2! 381, 21 er (A1)] fehlt in A2 382, 25 gangbare (A)] gangbarere Vorl.? Nicht unbedingt nötig. 385, 11 eines 388, 18 neue Erfahrungen und Begriffe] A: »neue Erfahrungen neue Begriffe«. Das zweite »neue« wahrscheinlich ein Satzfehler für »und«. R.

und Kehrb. lesen: »Erfahrungen über neue Begriffe«; Ak: »neue Erfahrungen und neue Begriffe«. 389, 1 ist (A)] »ist es« Vorl. Unnötig.

389, 4 als (Kehrb.)] ein (A); als ein (Wille).

[ Im folgenden werden alle geänderten Textzeilen angeführt, wobei jeweils zuerst die Zeile wie im Original, danach die geänderte Zeile steht.

ist, wird sich schwer nachweisen lassen.« ist, wird sich schwer nachweisen lassen.