SigPhi · Sigmund Freud

Das Ich und das Es

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Die Todesangst der Melancholie läßt nur die eine Erklärung zu, daß das Ich sich aufgibt, weil es sich vom Über-Ich gehaßt und verfolgt anstatt geliebt fühlt. Leben ist also für das Ich gleichbedeutend mit Ge- liebtwerden, vom Über-Ich geliebt werden, das auch hier als Vertreter des Es auftritt. Das Über-Ich ver- tritt dieselbe schützende und rettende Funktion wie früher der Vater, später die Vorsehung oder das Schick- sal. Denselben Schluß muß das Ich aber auch ziehen, wenn es sich in einer übergroßen realen Gefahr be- findet, die es aus eigenen Kräften nicht glaubt über- winden zu können. Es sieht sich von allen schützenden Mächten verlassen und läßt sich sterben. Es ist übrigens immer noch dieselbe Situation, die dem ersten großen Angstzustand der Geburt und der infantilen Sehnsucht- Angst zu Grunde lag, die der Trennung von der schützenden Mutter.

DE NV 7...I LET EEE rs El a et er r z BZ “ an a V. Die Abhängigkeiten des Ichs 77 Auf Grund dieser Darlegungen kann also die Todes- angst wie die Gewissensangst als Verarbeitung der Kastrationsangst aufgefaßt werden. Bei der großen Be- deutung des Schuldgefühls für die Neurosen ist es auch nicht von der Hand zu weisen, daß die gemeine neu- rotische Angst in schweren Fällen eine Verstärkung durch die Angstentwicklung zwischen Ich und Über-Ich (Kastrations-, Gewissens-, Todesangst) erfährt.

Das Es, zu dem wir am Ende zurückführen, hat keine Mittel, dem Ich Liebe oder Haß zu bezeugen. Es kann nicht sagen, was es will; es hat keinen ein- heitlichen Willen zu Stande Schicht, Eros und Todes- trieb kämpfen in ihm; wir haben gehört, mit welchen Mitteln sich die einen Triebe gegen die anderen zur .. Wehre setzen. Wir könnten es so darstellen, als ob " das Es unter der Herrschaft der stummen, aber mäch- tigen Todestriebe stünde, die Ruhe haben und den Störenfried Eros nach den Winken des Lustprinzips zur - Ruhe bringen wollen, aber wir besorgen, doch dabei die Rolle des Eros zu unterschätzen.

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ge Aucr Ban ls u ee Pre WERKE VON PROF SIGM. FREUD Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. (Fehlleistungen, Traum, Allgemeine Neurosenlehre.) Drei Teile in einem Band. Großoktavausgabe, 4. Auflage (5.—11. Tausend) 1922. Taschenausgabe, 2. Auflage (3.—7. Tausend) 1923.

Die Traumdeutung. 7. Auflage, mit Beiträgen von Dr. Otto Rank. 1922. Über den Traum. 3. Auflage. München 1921.

Zur Psychopathologie des Alltagslebens. Über Vergessen, Ver- sprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum. 9. Auflage. 1923.

Totem und Tabu. Über einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker. 3. Auflage. 1922.

Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. 3. Auflage. Leipzig und Wien 1921.

Über Psychoanalyse. Fünf Vorlesungen, gehalten zur 20jähr. Gründungs- feier der Clark University in Worcester, Mass. 6. Auflage. 1922.

Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. 5. Auflage. 1922.

Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre. Erste Folge. 4. Auflage. 1922. — Zweite Folge. 3. Auflage. 1921. — Dritte Folge. 2. Auflage. 1921. — Vierte Folge. 2. Auflage. 1922. — Fünfte Folge. 1922. (Inhalt der 5 Bände s. umseitig,) Studien über Hysterie (mit Dr. Josef Breuer). 3. Auflage. 1922, Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‚Gradiva”. (Schriften zur angewandten Seelenkunde, 1. Heft.) 2. Auflage. 1912.

Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci. (Schriften zur angewandten Seelenkunde, 7. Heft.) 3, Auflage. 1923. Jenseits des Lustpridzips. 3. Auflage (5.9, Tausend) 1928, Massenpsychologie und Ich-Analyse. 2. Aufl. (6.—10. Tausend) 1923. Das Ich und das Es. 1923.

Zu beziehen durch den INTERNATIONALEN PSYCHO- ANALYTISCHEN VERLAG, Wien, VII. Andreasgasse 3 SAMMLUNG KLEINER SCHRIFTEN ZUR NEUROSENLEHRE Von Prof. SIGM. FREUD Erste Folge. 4. Auflage 1922. — Inhalt: Charcot. — Über den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene (mit Dr. J. Breuer). — Quelques considerations pour une &tude comparative des paralysies motrices organiques et hysteriques. — Die Abwehr- Neuropsychosen. — Über die Berechtigung, von der Neurasthenie einen bestimmten Symptomen- komplex als „Angstneurose“ abzutrennen. — Obsessions et phobies. Leur m&canisme psychique et leur &tiologie. — Zur Kritik der „Angstneurose“. — Weitere Bemerkungen über die Abwehr- Neuropsychosen. — L’heredite et l’etiologie des nevroses. — Zur Ätiologie der Hysterie. — Die Sexualitätin der Ätiologie der Neurosen. — Über Psychotherapie. — Die Freudsche psychoanalytische Methode. — Meine Ansichten über die Rolle der Sexualität in der Ätiologie der Neurosen.

Zweite Folge. 3. Auflage 1921. — Inhalt: Bruchstück einer Hysterieanalyse. — Tatbestandsdiagnostik und Psychoanalyse. — Zwangshandlungen und Religionsübung. — Charakter und Analerotik. — Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität. — Über den hysterischen Anfall. — Zur sexuellen Aufklärung der Kinder. — Über infantile Sexualtheorien. — Die „kulturelle“ Sexualmoral und die Nervosität. — Der Dichter und das Phantasieren.

Dritte Folge 2. Auflage 1921. — Inhalt: Analyse der Phobie eines 5jährigen Knaben. — Über einen Fall von Zwangsneurose. — Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia. — Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens. — Über den Gegensinn der Urworte. — Die künftigen Chancen der psychoanalytischen Therapie. — Über „wilde“ Psychoanalyse. — Über neurotische Erkrankungs- typen. — Die psychogene Sehstörung in psychoanalytischer Auffassung.

Vierte Folge. 2. Auflage 1922. — Inhalt: Zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung. — Zur Einführung des Narzißmus. — Die Disposition zur Zwangsneurose. — Mit- teilung eines der psychoanalytischen Theorie widersprechenden Falles von Paranoia. — Über Triebumsetzungen, insbesondere der Analerotik. — Über fausse reconnaissance (dejä raconte“) während der psychoanalytischen Arbeit.— Einige Bemerkungen über den Begriff des Unbewußten in der Psychoanalyse. — Märchenstoffe in Träumen. — Ein Traum als Beweismittel. — Aus dem infantilen Seelenleben. — Zwei Kinderlügen. — Mythologische Parallele zu einer plastischen Zwangsvorstellung. — Eine Beziehung zwischen einem Symbol und einem Symptom. — Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens (Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne. — Über die allgemeine Erniedrigung des Liebeslebens. — Das Tabu der Virginität.) — Triebe und Triebschicksale — Die Verdrängung. — Das Unbewußte, — Metapsychologische Ergänzung zur Traumlehre — Trauer und Melancholie, — Zur Technik der Psychoanalyse, (Die Handhabung der Traumdeutung in der Psychoanalyse. — Zur Dynamik der Übertragung. — Ratschläge für den Arzt bei der psychoanalytischen Behandlung. — Zur Einleitung der Behandlung. — Die Frage der ersten Mitteilungen. — Die Dynamik der Heilung. — Erinnern, Wiederholen und Durch- arbeiten. — Bemerkungen über die Übertragungsliebe.) — Das Motiv der Kästehenwahl. — Zeit- gemäßes über Krieg und Tod. — Einige Charaktertypen aus der psychoanalytischen Arbeit. — Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse. — Eine Kindheitserinnerung aus „Dichtung und Wahrheit “ Fünfte Folge. 1922. — Inhalt: Aus der Geschichte einer infantilen Neurose. _ Zur Vorgeschichte der analytischen Technik. — Wege der psychoanalytischen Therapie. — Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität, — „Ein Kind wird geschlagen * — Das Unheimliche, Zu beziehen durch den INTERNATIONALEN PSYCHO- ANALYTISCHEN VERLAG, Wien VI. Andreasgasse 3 er NER I INTERNATIONALE I. Zur Psychoanalyse der Kriegs- neurosen. (Diskussion, gehalten auf dem V.Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Budapest, 28. und 29. September 1918).1919. Inhalt: I. Einleitung von Prof. Dr. SIGM. FREUD. — II. Diskussionsbeiträge von Dr. S. FERENCZI (Budapest), Dr. KARL ABRAHAM (Berlin) und Dr. ERNST SIMMEL (Berlin). — Ill. Dr. ERNEST JONES (London): Die Kriegsneurosen und die Freudsche Theorie.

II. Dr.S.FERENCZI: Hysterie und Patho- neurosen. 1919.

Inhalt: I. Über Pathoneurosen. — Il. Hysterische Ma- terialisationsphänomene. — III, Erklärungsversuch einiger hysterischer Stigmata. — IV. Technische Schwierigkeiten einer Hysterieanalyse. — V. Die Psychoanalyse eines Falles von hysterischer Hypochondrie. — VI. Über zwei Typen der Kriegshysterie, IV.Dr. OTTO RANK: Psychoanalytische Beiträge zur Mythenforschung. (Aus den Jahren 1912 bis 1914). 2., veränderte Auflage. 1922.

Inhalt: Vorwort. — Mythologie und Psychoanalyse, — Die Symbolik. — Völkerpsychologische Parallelen zu den infantilen Sexualtheorien. — Zur Deutung der Sintflut- sage. — Männeken-Piß und Dukaten-Scheißer. — Das Brüdermärchen. — Mythus und Märchen.

V. Dr. THEODOR REIK: Probleme der Religionspsychologie. I. Teil: Das Ri- tual. Mit einer Vorrede von Prof. Dr. SIGM. FREUD. 1919.‘ Inhalt: I Einleitung. — II. Die Couvade und die Psycho- genese der Vergeltungsfurcht. — III. Die Pubertätsriten der Wilden. — IV. Kolnidre (Stimme des Gelübdes), — V. Das Schofar (Das Widderhorn).

VI. Dr. GEZA RÖHEIM: Spiegelzauber. 1919.

VII. Dr. EDUARD HITSCHMANN: Gott- fried Keller. Psychoanalyse des Dichters, seiner Gestalten und Motive. 1919.

VIII. Dr. OSKAR PFISTER: Zum Kampf um die Psychoanalyse. (Mit einer Kunst- beilage und 15 Textabbildungen.) 1920.

Inhalt: I. Die Psychoanalyse als psychologische Me- . thode. Apologetisches. Der erfahrungswissenschaftliche Charakter der Psychoanalyse. Proben psychoanalytischer Arbeit. (Nachtwandeln, Unbezwingliche Abneigung gegen eine Speise. Hypnopompischer Einfall. Ein Fall von kommunisierender religiöser und irdischer Liebe usw.) Einige Ergebnisse und Ausblicke, — Il. Die Entstehung der künstlerischen Inspiration. — II. Zur Psychologie des Krieges und des Friedens. Die Tiefenmächte des Krieges. Die psychologischen Voraussetzungen des Völker- friedens. — IV. Zur Psychologie des hysterischen Ma- donnenkultus. — V. Hysterie und Lebensgang bei Mar- gareta Ebner. — VI. Psychoanalyse und Weltanschauung, (Positivmus, ’ Metaphysik, Ethik.) — VI. Gefährdete PSYCHOANALYTISCHE BIBLIOTHEK Kinder und ihre psychoanalytische Behandlung. — VIII Wahnvorstellung und Schülerselbstmord.. — IX. Das Kinderspiel als Frühsymptom krankhafter Entwicklung, zugleich ein Beitrag zur Wissenschaftspsychologie.

IX. AUREL KOLNAI: Psychoanalyse und Soziologie. Zur ‚Psychologie von Masse und Gesellschaft. 1920.

X. Dr. KARL ABRAHAM: Klinische Bei- träge zur Psychoanalyse aus den Jahren 1907—1920. 1921.

Inhalt: Über die Bedeutung sexueller Jugendträume für die Symptomatologie der Dementia praecox. — Die psychosexuellen Differenzen der Hysterie und der De- mentia praecox, — Die psychologischen Beziehungen zwischen Sexualität und Alkoholismus, — Die Stellung der Verwandtenehe in der Psychologie der Neurosen. — Über hysterische Traumzustände, — Bemerkungen zur Psychoanalyse eines Falles von Fuß- und Korsettfetisch- mus. — Ansätze zur psychoanalytischen Erforschung und Behandlung des manisch-depressiven Irreseins und ver- wandter Zustände. — Über die determinierende Kraft des Namens. — Über ein kompliziertes Zeremoniell neu- rotischer Frauen. — Ohrmuschel und Gehörgang als erogene Zone. - Zur Psychogenese der Straßenangst im Kindesalter. — Sollen wir die Patienten ihre Träume aufschreiben lassen? — Einige Bemerkungen über die Rolle der Großeltern in der Psychologie der Neurosen. — Eine Deckerinnerung, betreffend ein Kindheitserlebnis von scheinbar ätiologischer Bedeutung. — Psychische Nachwirkungen der Beobachtung des elterlichen Ge- schlechtsverkehrs bei einem neunjährigen Kinde. — Kritik zu C. G. Jung: Versuch einer Darstellung der psycho- analytischen Theorie. — Über eine konstitutionelle Grund- lage der lokomotorischen Angst. — Über Einschränkungen und Umwandlungen der Schaulust bei den Psychoneu- rotikern. — Über neurotische Exogamie — Untersuchungen über die früheste prägenitale Entwicklungsstufe derLibido.

— Über ejaculatio praecox. — Einige Belege zur Gefühls- stellung‘ weiblicher Kinder gegenüber den Eltern. — Das Geldausgeben im Angstzustand. — Über eine besondere Form des neurotischen Widerstandes gegen die psycho- analytische Methodik, — Bemerkungen zu Ferenczis Mitteilungen über Sonntagsneurosen. — Zur Prognose psychoanalytischer Behandlungen im vorgeschrittenen Lebensalter.

XI. Dr. ERNEST JONES: Therapie der Neurosen. 1921.

XII. J. VARENDONCK: Über das vor- bewußte phantasierende Denken. Mit Geleitwort von Prof. Dr. Sigm. Freud. 1922.

XII. Dr. S. FERENCZI: Populäre Vor- träge über Psychoanalyse. 1922.

Inhalt: Zur analytischen Auffassung der Psychoneurosen, — Träume der Ahnungslosen. — Suggestion und Psycho- analyse. — Die Psychoanalyse des Witzes und des Ko- mischen. — Ein Vortrag für Richter und Staatsanwälte, — Psychoanalyse und Kriminologie. — Philosophie und Psychoanalyse, — Zur Psychogenese der Mechanik. — Cornelia, die Mutter der Gracchen. — Anatol France als Analytiker. — Glaube, Unglaube, Überzeugung.

Zu beziehen durch den INTERNATIONALEN PSYCHOANALYTISCHEN VERLAG LEIPZIG, HOSPITALSTRASSE 10 WIEN, VIl. ANDREASGASSE 3 til Ba ae an die ie Picdewickien x E er Inhalt durchaus ‚nicht ‚so ‚harmlos ist. elze Korche Probleme i in lalez ja u Form darzustellen, und das. es zustande. brin ‚derb- ‚zynisch e, groteske "und tieftragise heSzenen, y die in ihrer Nacktheit abstobenl; wirken ‚mußten, mit seinem guten. } zu behängen. - — Der: Tzichliche Wert E Buches liegt darin, daß Groddeck, wie einst Swift, Ra be- lais und Balzac, dem ‚pietistisch-hypokritischen en a "Maske vom ea reißt und die Br ae die die eyahenenyes Re Ar einen ler Sf ikenbildenden Faktoren einstellt, ist für Welt- tief im ‚Organischen, vielleicht i im Kosmischen “ Er sich u Eee, RER: bewegt.

‚Dr, S. Firenei = Cr g ‚gehe Be Buch. weit aus ı dem it, een tollen Don En Diana en er tiges? je ickte Fo opperei, nichts. mehr! Ei > abscheuliches | y Buch! Ein ae begründet: und die Sexualität ist das Zenrun; "Galle kreist ein Pk Sim in des Selankocharn Bitter- keit; an Cerva ntes erinnert der Ritus, nach dem; hier einer zugleich den Priester und das Lamm seiner Narrheit abgibt, erinnert die Durchsetzung alas Narrheit mit Idee und Idealität; in der Rabies ihrer. ER Witzigkeit ‚aber gespenstert das Überdimensionierte | der Gargantua-Komik...Dieser Thomas \ ein urgemütliches depansei das seine Hirnschale in Händen hält und aus dem muntren Qualm, der ihr entsteigt, die Welt deütet...Eine Figur, so N voll der 'kostbarsten AZ» _ - die keine Narrheit, un ch he ‚ Büchereien ist das Buch wen sein 5 neh Zynismus in erotischen une religiö en