Der Streit der Fakultäten
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
- Zustand des Textes:
- Mit Scanfehlern (automatische Messung über den ganzen Text, nicht von Hand geprüft) · 1 unlesbare Passage, von den Antworten ausgeschlossen
- Umfang:
- ~59.800 Wörter · 284 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APAImmanuel Kant. (n.d.). Der Streit der Fakultäten (The Conflict of the Faculties) [Der Streit der Fakultäten]. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/der-streit-der-fakultaten-the-conflict-of-the-faculties
- MLAImmanuel Kant. Der Streit der Fakultäten (The Conflict of the Faculties) [Der Streit der Fakultäten]. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/der-streit-der-fakultaten-the-conflict-of-the-faculties.
- ChicagoImmanuel Kant. Der Streit der Fakultäten (The Conflict of the Faculties) [Der Streit der Fakultäten]. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/der-streit-der-fakultaten-the-conflict-of-the-faculties.
Angabe der Ausgabe, die SigPhi wiedergibt: SigPhi ist ihre digitale Reproduktion, nicht der Verlag. Das Erscheinungsjahr steht nicht in den Metadaten (daher „n.d.“), und der Übersetzer erscheint nur, wenn er verzeichnet ist.
Wovon es handelt
Kants letztes Werk: über das Recht der philosophischen Fakultät, gegenüber Theologie, Recht und Medizin die Wahrheit zu sagen.
Kontext und Geschichte
Eine Verteidigung der akademischen Freiheit, geschrieben von einem Vierundsiebzigjährigen, den der König von Preußen eben wegen seiner Schriften über die Religion gerügt hatte. Der zweite Teil enthält seine Überlegung zur Französischen Revolution. Dies ist die DEUTSCHE Fassung: das Original. Der Katalog hat auch eine alte englische Übersetzung desselben Werks; beide stehen zum Lesen hier, aber Zitate sollten dieser folgen.
Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.
lahrter, lieber Getreuer! Unſere höchſte Perſon hat fchon ſeit geraumer Zeit mit großem Mißfallen erſehen: wie Ihr Eure Philoſophie zu Entſtellung und Herabwürdigung mancher Haupt⸗ und Grundlehren der heiligen Schrift und des Chriſtenthums mißbraucht; wie Ihr dieſes namentlich in Eurem Buch: „Religion innerhalb der Grenzen der blo⸗ ßen Vernunft,“ desgleichen in anderen kleineren Abhand⸗ lungen gethan habt. Wir haben Uns zu Euch eines beſ⸗ ſeren verſehen, da Ihr ſelbſt einſehen müſſet, wie unver⸗ antwortlich Ihr dadurch gegen Eure Pflicht, als Lehrer der Jugend, und gegen Unſere, Euch ſehr wohl bekannte, lan⸗ desväterliche Abſichten handelt. Wir verlangen des ehſten Eure gewiſſenhafteſte Verantwortung, und gewärtigen Uns von Euch, bei Vermeidung Unſerer höchſten Ungnade, daß Ihr Euch künftighin Nichts dergleichen werdet zu Schulden kommen laſſen, ſondern vielmehr Eurer Pflicht gemäß, Euer Anſehen und Eure Talente dazu anwenden, daß unſere lan⸗ desväterliche Intention, je mehr und mehr erreicht werde; *) Dieſe Betitelung war abſichtlich ſo geſtellt, damit man jene Abhandlung nicht dahin deutete: als ſollte ſie die Religion aus blo⸗ ßer Vernunft (ohne Offenbarung) bedeuten. Denn das wäre zu viel Anmaßung geweſen; weil es doch ſein konnte, daß die Lehren derſelben von übernatürlich inſpirirten Männern herrührten; ſondern daß ich nur dasjenige, was im Text der für geoffenbart geglaubten Religion, der Bibel, auch durch bloße Vernunft erkannt werden kann, hier in einem Zuſammenhange vorſtellig machen wollte. (A VII- Y). K 252-53). (Ha 204; b 324-25). (K 32-33), Vorrede. 23 widrigenfalls Ihr Euch bei fortgeſetzter Renitenz, unfehlbar unangenehmer Verfügungen zu gewärtigen habt. Sind Euch mit Gnade gewogen. Berlin, den 1. Octo⸗ Auf Seiner Königl. Majeſtät allergnädigſten Specialbefehl. Woellner.…