Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
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- Umfang:
- ~110.000 Wörter · 499 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APAImmanuel Kant. (n.d.). Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german
- MLAImmanuel Kant. "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft." SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german.
- ChicagoImmanuel Kant. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german.
Wovon es handelt
Das Buch von 1793, in dem Kant fragt, was von der Religion bleibt, wenn man nur zulässt, was die Vernunft tragen kann — und das ihm ein königliches Verbot eintrug, über religiöse Gegenstände zu schreiben.
Kontext und Geschichte
Es ist die Schrift, die Friedrich Wilhelm II. bewog, ihm Schweigen zu gebieten; Kant gehorchte, solange der König lebte, und kehrte danach zum Gegenstand zurück. Die dunkelste These ist die vom „radikalen Bösen“: nicht dass die Menschen Schlechtes tun, sondern dass im menschlichen Willen ein Hang liegt, das Sittengesetz dem Eigennutz unterzuordnen, und dass dieser Hang weder aus der Natur noch aus der Erziehung erklärbar ist. Das Übrige deutet die christlichen Lehrsätze als Gestalten des sittlichen Lebens: Sünde, Gnade, Kirche, Reich Gottes. Der Schluss lautet, die echte Religion sei die Sittlichkeit, und was der Kultus ihr hinzufügt, sei bestenfalls eine Hilfe. Goethe las es mit Widerwillen; Barth und Kierkegaard stritten damit.
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In diesem Text finden sich drei Arten von Fußnoten. Kants ursprüngliche Fußnoten werden unmarkiert wiedergegeben. Fußnoten, die Kant selbst der Ausgabe _B_ von 1794 hinzufügte, werden am Anfang des Fußnotentextes mit [+] gekennzeichnet. Außerdem hat der Herausgeber (Kehrbach) sie in eingeschlossen und mit eigenen Fußnoten als Zusätze der Ausgabe _B_ von 1794 gekennzeichnet. Zusätzliche Fußnoten des Herausgebers (Kehrbach) sind im Text mit { } und durch Einrückung des Fußnotentextes markiert. Weitere Angaben zur Transkription finden sich am Ende des Buches. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft von Immanuel Kant Text der Ausgabe 1793, (A) mit Beifügung der Abweichungen der Ausgabe 1794, (B) Herausgegeben von Karl Kehrbach Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig Druck von Philipp Reclam jun. Leipzig Vorrede des Herausgebers. [III] Im Jahre 1792 hatte Kant in der von _J. E. Biester_ herausgegebenen »_Berlinischen Monatsschrift_« (S. 323-385) unter dem Titel: »_Ueber das radikale Böse in der menschlichen Natur_« einen Aufsatz{[1]} veröffentlicht, welcher der _erste_ von einer »vier Stücke« umfassenden Serie von Aufsätzen sein sollte. In diesen »vier Stücken« gedachte Kant eine ausführliche Darstellung seiner Religionslehre oder wie er an anderer Stelle{[2]} sagt: »eine Auflösung der Aufgabe: Was darf ich hoffen?« zu geben. Aber nur diesem _ersten_ Aufsatze wurde von der damaligen Censurbehörde in Berlin, welcher auf Kants ausdrücklichen Wunsch jeder der Aufsätze vor dem Drucke unterbreitet werden sollte, das _Imprimatur_ ertheilt.…