Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
- Zustand des Textes:
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- Umfang:
- ~110.000 Wörter · 499 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APAImmanuel Kant. (n.d.). Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german
- MLAImmanuel Kant. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german.
- ChicagoImmanuel Kant. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/immanuel-kant/die-religion-innerhalb-der-grenzen-der-blo-en-vernunft-german.
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Wovon es handelt
Das Buch von 1793, in dem Kant fragt, was von der Religion bleibt, wenn man nur zulässt, was die Vernunft tragen kann — und das ihm ein königliches Verbot eintrug, über religiöse Gegenstände zu schreiben.
Kontext und Geschichte
Es ist die Schrift, die Friedrich Wilhelm II. bewog, ihm Schweigen zu gebieten; Kant gehorchte, solange der König lebte, und kehrte danach zum Gegenstand zurück. Die dunkelste These ist die vom „radikalen Bösen“: nicht dass die Menschen Schlechtes tun, sondern dass im menschlichen Willen ein Hang liegt, das Sittengesetz dem Eigennutz unterzuordnen, und dass dieser Hang weder aus der Natur noch aus der Erziehung erklärbar ist. Das Übrige deutet die christlichen Lehrsätze als Gestalten des sittlichen Lebens: Sünde, Gnade, Kirche, Reich Gottes. Der Schluss lautet, die echte Religion sei die Sittlichkeit, und was der Kultus ihr hinzufügt, sei bestenfalls eine Hilfe. Goethe las es mit Widerwillen; Barth und Kierkegaard stritten damit.
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unangenehme Stunde macht. _Biester_. Berlin, 18. Juni 1792.« --Natürlich verdroß diese Nachricht den Autor, indessen wollte er doch die zu dem ersterwähnten Aufsatze vom radicalen Bösen noch gehörigen drei Abhandlungen dem Publikum nicht vorenthalten. Sein erster Plan war, diese nach Göttingen an Dr. _Stäudlin_ zu schicken und durch ihn sie der [VI] Göttingen'schen theologischen Facultät vorlegen zu lassen. Nachher wollte er den Weg bei der theologischen Facultät in Halle einschlagen. Allein der Vorgang mit der Kritik aller Offenbarung, die _Fichte_ verfertigte und sein Verleger in Halle drucken lassen wollte, welcher aber der dortige damalige Decan Dr. _Schulze_ das Imprimatur verweigerte, veranlaßte ihn, auch diesen muthmaßlich vergeblichen Schritt nicht zu thun, obwohl er zu den Herren _Niemeyer_ und _Knapp_ und ihren erleuchteten Religionskenntnissen Zutrauen genug hatte. Ungern versetzte er die Theologen einer preußischen Universität mit der geistlichen Oberexaminationscommission in Spannung, aber da die Königsberg'sche theologische Facultät selbst nichts hiervon befürchtete, so ließ der Autor von dem Decan derselben die vier Aufsätze censiren und erhielt die Druckfreiheit des Werkes, das nun unter der Aufschrift: »Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft« bei _Nicolovius_ erschienen ist. Aus dieser Erzählung wird das, was in der Vorrede S. XIII.{[4]} u. f. vorkommt, Jedermann verständlich werden, dem ohne diesen Schlüssel durchaus undeutlich bleiben muß, was da, besonders S. XV.{[5]} von bürgerrichtenden Theologen und von dem Unterschiede der Censur eines Geistlichen (Herrn Hermes) und eines Facultätstheologen ausführlich gesagt wird.« An Professor Karl Friedrich _Stäudlin_ in Göttingen schreibt Kant in Betreff derselben Angelegenheit: »... -- Mit beikommender Schrift: Religion innerhalb den Grenzen &c.…