Die Theorie und die Praxis
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
- Zustand des Textes:
- Sauberer Text
- Umfang:
- ~23.600 Wörter · 112 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APARosa Luxemburg. (n.d.). Die Theorie und die Praxis. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis
- MLARosa Luxemburg. "Die Theorie und die Praxis." SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis.
- ChicagoRosa Luxemburg. Die Theorie und die Praxis. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis.
Wovon es handelt
Theorie und Praxis (1910): die Antwort an Kautsky, und der Augenblick des Bruchs mit der Parteimitte.
Kontext und Geschichte
Hier sieht man die Spaltung entstehen, die die deutsche Sozialdemokratie 1914 zerreißen sollte. Kautsky verteidigte eine «Ermattungsstrategie»; Luxemburg antwortet, den Konflikt unbegrenzt aufzuschieben heiße, auf ihn zu verzichten. Vier Jahre später hat die Partei die Kriegskredite bewilligt. Text auf DEUTSCH: das Original. Es ist die Sprache, in der Luxemburg dachte und veröffentlichte, und die, die zitiert werden sollte.
Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.
Die erste Frage, die in unserer gegenwärtigen Auseinandersetzung das Interesse der Parteikreise beansprucht, ist die, ob der Diskussion über den Massenstreik in der Parteipresse, namentlich im Vorwärts und in der Neuen Zeit, Hindernisse in den Weg gelegt worden sind oder nicht. Genosse Kautsky bestreitet dies, indem er behauptet, es sei ihm „natürlich nie eingefallen, das Diskutieren des Massenstreiks ‚verbieten‘ zu wollen“. [1] Genosse Kautsky will mich da mißverstehen. Es handelte sich selbstverständlich nicht um ein Verbot des Genossen Kautsky – ein einzelner Redakteur kann nichts „verbieten“ – sondern um ein Verbot der „höheren Instanzen“, dem Genosse Kautsky in seinem Machtbereich, in der Neuen Zeit, gefolgt war, entgegen seiner ursprünglichen- Aufnahme meines Artikels. Was die andere Frage – die Propagierung der Republik – betrifft, so stellt Genosse Kautsky auch hier in Abrede, daß er mir Hindernisse in den Weg gelegt hatte. Das falle ihm gar nicht ein. Es hätte sich bloß um einen Passus über Republik in meinem Massenstreikartikel gehandelt, „dessen Fassung“ der Redaktion der Neuen Zeit „unzweckmäßig schien“. Ich hätte dann selbst meinen Artikel in der Dortmunder Arbeiter-Zeitung veröffentlicht. [2] „Aber vergebens wird man in diesem Artikel jenen Passus über die Republik suchen.“ [3] Genosse Kautsky hat auch „nicht gefunden“, daß ich diesen Passus irgendwo anders veröffentlicht hätte. „Die feige Prinzipienverhüllung, die uns die Genossin Luxemburg vorwirft“, schließt
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