SigPhiSigPhi

Reden auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu Hannover

Rosa Luxemburg

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
Sauberer Text
Umfang:
~5.260 Wörter · 25 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Reden auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu Hannover. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/reden-auf-dem-parteitag-der-sozialdemokratischen-partei-deutschlands-zu-hannover
  • MLARosa Luxemburg. "Reden auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu Hannover." SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/reden-auf-dem-parteitag-der-sozialdemokratischen-partei-deutschlands-zu-hannover.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Reden auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu Hannover. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/reden-auf-dem-parteitag-der-sozialdemokratischen-partei-deutschlands-zu-hannover.

Wovon es handelt

Reden auf dem Parteitag der SPD in Hannover (1899).

Kontext und Geschichte

Hier hat sich Luxemburg mit 28 Jahren und frisch in Deutschland angekommen öffentlich mit Bernstein angelegt. Das hat ihr über Nacht einen Namen gemacht. Text auf DEUTSCH: das Original. Es ist die Sprache, in der Luxemburg dachte und veröffentlichte, und die, die zitiert werden sollte. Dies ist ein Artikel oder eine Kongressrede, kein Buch: seine Größe im Katalog ist die wirkliche Größe des Stücks.

Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.

Wie es beginnt
Parteigenossen, es hieße Wasser ins Meer tragen, wollte ich nach dem vortrefflichen Vortrage des Genossen Bebel [2*] mich noch über die theoretische Seite der Frage verbreiten. Bebel hat diese Fragen so gründlich behandelt und soviel neues Tatsachenmaterial gegen Bernstein angeführt, daß es sich erübrigt, darüber mehr zu sagen. Einige Bemerkungen Davids, die zum Teil gegen mich gerichtet waren, veranlassen mich aber doch zur Antwort. Mit seinen Ausführungen, die die Landwirtschaft betrafen [3*], werde ich mich nicht befassen. Die Frage des Düngers spielte darin eine so große Rolle, daß ich unwillkürlich an jene Rede eines pommerschen Ökonomierates im landwirtschaftlichen Verein dachte, die da lautete: „Ich glaube, Sie werden mir alle zustimmen, wenn ich meine Ausführungen mit den Worten schließe: Mist ist die Seele der Landwirtschaft!“ (Große Heiterkeit und „Oho!“) Die schwächste Seite in der theoretischen Auffassung Bernsteins und seiner Anhänger ist ihre Theorie von der sogenannten wirtschaflichen Macht, die sich die Arbeiterklasse erst im Rahmen der heutigen Gesellschaftsordnung erwerben muß, bevor sie eine politische Revolution glücklich durchführen könne. Von seiten Davids und anderer Anhänger Bernsteins ist uns öfter Phrase und Vorliebe für die Schablone vorgeworfen worden. Gerade in der Frage der Eroberung der ökonomischen Macht ist auf jener Seite die Schablone und die Phrase, wie ich nachweisen werde. Marx hat bekanntlich bewiesen, daß jeder politischen Klassenbewegung bestimmte wirtschaftliche Verhältnisse zugrunde gelegen haben. Marx hat dargelegt, daß alle bisherigen geschichtlichen Klassen, bevor sie zur politischen Macht gelangten, sich zur ökonomischen Macht aufgeschwungen haben.…

Das ganze Werk lesen →

← Zurück zu Rosa Luxemburg