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Wie entstand die Maifeier?

Rosa Luxemburg

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
Kein Scanrauschen festgestellt (automatische Messung über den ganzen Text, nicht von Hand geprüft)
Umfang:
~630 Wörter · 3 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Wie entstand die Maifeier?. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/wie-entstand-die-maifeier
  • MLARosa Luxemburg. Wie entstand die Maifeier?. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/wie-entstand-die-maifeier.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Wie entstand die Maifeier?. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/rosa-luxemburg/wie-entstand-die-maifeier.

Nachweis der wiedergegebenen Ausgabe. SigPhi ist die digitale Reproduktion. Jahr, Verlag und Übersetzer werden angegeben, soweit bekannt; „n.d.“ bedeutet unbekanntes Jahr.

Wovon es handelt

Wie die Maifeier entstand: der Ursprung des Arbeiterfeiertags, auf zwei Seiten erzählt.

Kontext und Geschichte

Ein sehr kurzer und viel zitierter Text: er erinnert daran, dass der erste Mai nicht als Gedenktag entstanden ist, sondern als Handlung — ein Streik für den Achtstundentag. Text auf DEUTSCH: das Original. Es ist die Sprache, in der Luxemburg dachte und veröffentlichte, und die, die zitiert werden sollte. Dies ist ein Artikel oder eine Kongressrede, kein Buch: seine Größe im Katalog ist die wirkliche Größe des Stücks.

Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.

Auszug aus der verfügbaren Ausgabe
Die Arbeiter dachten eigentlich auch in diesem Falle, wie vor dreißig Jahren in Australien, lediglich an eine einmalige Manifestation. Der Kongreß beschloß, daß die Arbeiter aller Länder mit der Forderung des achtstündigen Arbeitstages am 1. Mai 1890 gemeinsam demonstrieren. Von einer Wiederholung der Feier in den darauffolgenden Jahren war nicht die Rede. Niemand konnte natürlich voraussehen, wie glänzend die Ausführung dieses Gedankens gelingen werde und wie schnell sich dieser unter der Arbeiterklasse einbürgern werde. Es genügte jedoch, einmal die Maifeier im Jahre 1890 zu begehen, damit jeder sofort begriff und fühlte, die Maifeier müsse eine alljährliche und ständige Einrichtung sein. Der 1. Mai verkündet die Losung des achtstündigen Arbeitstages. Aber auch nach der Erlangung dieses Zieles wird die Maifeier nicht aufgegeben. Solange der Kampf der Arbeiter gegen die Bourgeoisie und die Regierung währen wird, solange noch nicht alle Forderungen erfüllt sein werden, wird die Maifeier der alljährliche Ausdruck dieser Forderungen sein. Wenn aber bessere Zeiten dämmern werden und die Arbeiterklasse ihre Erlösung in der gesamten Welt erlangt haben wird, auch dann wird wahrscheinlich, zum Gedenken an die ausgefochtenen Kämpfe und an die erlittenen Leiden, die Menschheit den 1. Mai festlich begehen.

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