SigPhiSigPhi

Versuch einer Genitaltheorie

Sándor Ferenczi

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
Kein Scanrauschen festgestellt (automatische Messung über den ganzen Text, nicht von Hand geprüft)
Umfang:
~47.800 Wörter · 227 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APASándor Ferenczi. (n.d.). Versuch einer Genitaltheorie. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sandor-ferenczi/versuch-einer-genitaltheorie
  • MLASándor Ferenczi. Versuch einer Genitaltheorie. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/sandor-ferenczi/versuch-einer-genitaltheorie.
  • ChicagoSándor Ferenczi. Versuch einer Genitaltheorie. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sandor-ferenczi/versuch-einer-genitaltheorie.

Angabe der Ausgabe, die SigPhi wiedergibt: SigPhi ist ihre digitale Reproduktion, nicht der Verlag. Das Erscheinungsjahr steht nicht in den Metadaten (daher „n.d.“), und der Übersetzer erscheint nur, wenn er verzeichnet ist.

Wie es beginnt
Diese Annahme setzt eine recht verwickelte, fein abgestufte Zusammenarbeit voraus, deren Störung eben jene ataktischen, gleichsam ausfahrenden Innervierungs arten zur Folge hätte, als welche man die vorzeitige und die gehemmte Entleerung beschreiben kann. Dabei drängt sich der Vergleich der genannten Unregelmäßigkeiten der Samenentleerung mit der unter dem Namen Stottern bekannten 12 Versuch einer Genitaltheorie 12 Versuch einer Genitaltheorie Sprachstörung auf. Auch hier wird der normale Redefluß durch die geschickte Koordination der zur Erzeugung von Vokalen und Konsonanten nötigen Innervationen gewährleistet. Wird aber das Sprechen zeitweise durch unhemmbare Vokalisation oder durch Konsonantenkrampf gehindert, so kommt es zu jenen Arten von Stottern, die von Spezialisten der Sprachstörungen als Vokal- und Konsonantenstottern bezeichnet wurden. Es ist nicht schwer zu erraten, daß ich hier die zur Laut-Erzeugung nötige Innervation mit der Urethralität, die Unterbrechungen der Laute durch Konsonantengeräusche aber, die vielfach an Sphinkter Wirkungen erinnern, mit der analen Hemmung vergleichen möchte. Daß aber dies kein bloßer Vergleich ist, sondern auf tiefere Wesensgleichheit beider krankhaften Zustände hinweist, dafür spricht die merkwürdige Tatsache, daß man die erwähnten Innervationsstörungen bei Stotterern psychoanalytisch in der Tat einesteils auf analerotische, andernteils auf urethral-erotische Quellen zurückführen mußte. Mit einem Worte: ich möchte den pathophysiologischen Mechanismus der Ejakulationsstörungen als eine Art Genitaistottern aufgefaßt wissen.

Das ganze Werk lesen →

← Zurück zu Sándor Ferenczi