SigPhiSigPhi

Das Unbehagen in der Kultur

Sigmund Freud

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
Mit Scanfehlern (automatische Messung über den ganzen Text, nicht von Hand geprüft) · 2 unlesbare Passagen, von den Antworten ausgeschlossen
Umfang:
~32.400 Wörter · 154 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APASigmund Freud. (n.d.). Das Unbehagen in der Kultur. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unbehagen-in-der-kultur
  • MLASigmund Freud. Das Unbehagen in der Kultur. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unbehagen-in-der-kultur.
  • ChicagoSigmund Freud. Das Unbehagen in der Kultur. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unbehagen-in-der-kultur.

Nachweis der wiedergegebenen Ausgabe. SigPhi ist die digitale Reproduktion. Jahr, Verlag und Übersetzer werden angegeben, soweit bekannt; „n.d.“ bedeutet unbekanntes Jahr.

Wovon es handelt

Das Unbehagen in der Kultur (1930): warum die Zivilisation uns unglücklich macht und warum wir nicht ohne sie können.

Kontext und Geschichte

Freuds pessimistischstes und außerhalb der Klinik meistgelesenes Werk. Die These — dass Kultur nur möglich ist, indem man auf Triebe verzichtet, die nicht verschwinden — wurde geschrieben, während in Europa der Faschismus stieg, und Freud schließt damit, dass er nicht wisse, ob Eros oder die Zerstörung siegen werde. Text auf DEUTSCH: das Original, und die einzige Fassung im Katalog. Die englischen Übersetzungen von Strachey und Riviere sind nicht gemeinfrei und fehlen darum.

Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.

Auszug aus der verfügbaren Ausgabe
daß man die Lösung dieser Aufgabe auf sehr verschiedenen Wegen versuchen kann; alle diese Wege sind von den einzelnen Schulen der Lebensweisheit empfohlen und von den Menschen begangen worden. Uneingeschränkte Befriedigung aller Bedürfnisse drängt sich als die verlockendste Art der Lebensführung vor, aber das heißt den Genuß vor die Vorsicht setzen und straft sich nach kurzem Betrieb. Die anderen Methoden, bei denen die Vermeidung von Unlust die vorwiegende Absicht ist, scheiden sich je nach der Unlustquelle, der sie die größere Aufmerksamkeit zuwenden. Es gibt da extreme und gemäßigte Verfahren, einseitige und solche, die zugleich an mehreren Stellen angreifen. Gewollte Vereinsamung, Fernhaltung von den anderen ist der nächstliegende Schutz gegen das Leid, das einem aus menschlichen Beziehungen erwachsen kann. Man versteht: das Glück, das man auf diesem Weg erreichen kann, ist das der Ruhe. Gegen die gefürchtete Außenwelt kann man sich nicht anders als durch irgendeine Art der Abwendung verteidigen, wenn man diese Aufgabe für sich allein lösen will. Es gibt freilich einen anderen und besseren Weg, indem man als ein Mitglied der menschlichen Gemeinschaft mit Hilfe der von der Wissenschaft geleiteten Technik zum Angriff auf die Natur übergeht und sie menschlichem Willen unterwirft. Man arbeitet dann mit Allen Die Intoxikation 27 Die Intoxikation 27 am Glück Aller. Die interessantesten Methoden zur Leidverhütung sind aber die, die den eigenen Organismus zu beeinflußen versuchen. Endlich ist alles Leid nur Empfindung, es besteht nur, insofern wir es verspüren, und wir verspüren es nur infolge gewisser Einrichtungen unseres Organismus. Die roheste, aber auch wırksamste Methode solcher Beeinflussung ist die chemische, die Intoxikation.…

Diese Ausgabe lesen →

← Zurück zu Sigmund Freud