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Unheimlich

Sigmund Freud

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
Sauberer Text
Umfang:
~15.200 Wörter · 72 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APASigmund Freud. (n.d.). Unheimlich. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german
  • MLASigmund Freud. "Unheimlich." SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german.
  • ChicagoSigmund Freud. Unheimlich. SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german.

Wovon es handelt

Das Unheimliche (1919): was etwas Vertrautes beunruhigend werden lässt.

Kontext und Geschichte

Es beginnt mit einer Analyse des deutschen Wortes *unheimlich* — das zugleich «nicht vertraut» und «nicht verborgen» heißt — und endet als der Text Freuds, der in Literaturtheorie und Filmkritik am meisten benutzt wird. Die Lektüre von Hoffmanns Erzählung ist sein Kern. Text auf DEUTSCH: das Original, und die einzige Fassung im Katalog. Die englischen Übersetzungen von Strachey und Riviere **sind nicht gemeinfrei** und fehlen darum.

Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.

Wie es beginnt
Der Text stammt aus: Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften V (1919). S. 297-324. Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Eine Liste der vorgenommenen Änderungen findet sich am Ende des Textes. Im Original gesperrt gedruckter Text wurde mit _ markiert. Griechischer Text wurde transliteriert und mit ~ markiert. ] Das Unheimliche. Von SIGM. FREUD. I. Der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen, auch dann nicht, wenn man die Ästhetik nicht auf die Lehre vom Schönen einengt, sondern sie als Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens beschreibt. Er arbeitet in anderen Schichten des Seelenlebens und hat mit den zielgehemmten, gedämpften, von so vielen begleitenden Konstellationen abhängigen Gefühlsregungen, die zumeist der Stoff der Ästhetik sind, wenig zu tun. Hie und da trifft es sich doch, daß er sich für ein bestimmtes Gebiet der Ästhetik interessieren muß, und dann ist dies gewöhnlich ein abseits liegendes, von der ästhetischen Fachliteratur vernachlässigtes. Ein solches ist das »Unheimliche«. Kein Zweifel, daß es zum Schreckhaften, Angst- und Grauenerregenden gehört, und ebenso sicher ist es, daß dies Wort nicht immer in einem scharf zu bestimmenden Sinne ebraucht wird, so daß es eben meist mit dem Angsterregenden überhaupt zusammenfällt. Aber man darf doch erwarten, daß ein besonderer Kern vorhanden ist, der die Verwendung eines besonderen Begriffswortes rechtfertigt. Man möchte wissen, was dieser gemeinsame Kern ist, der etwa gestattet, innerhalb des Ängstlichen ein »Unheimliches« zu unterscheiden.…

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