Die Traumdeutung
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
- Zustand des Textes:
- Kein Scanrauschen festgestellt (automatische Messung über den ganzen Text, nicht von Hand geprüft)
- Umfang:
- ~260.000 Wörter · 1.250 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APASigmund Freud. (n.d.). Die Traumdeutung. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/die-traumdeutung-german
- MLASigmund Freud. Die Traumdeutung. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/die-traumdeutung-german.
- ChicagoSigmund Freud. Die Traumdeutung. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/sigmund-freud/die-traumdeutung-german.
Nachweis der wiedergegebenen Ausgabe. SigPhi ist die digitale Reproduktion. Jahr, Verlag und Übersetzer werden angegeben, soweit bekannt; „n.d.“ bedeutet unbekanntes Jahr.
Wovon es handelt
Die Traumdeutung im deutschen Original: die These, der Traum sei kein Lärm, sondern die verkleidete Erfüllung eines Wunsches, samt der Methode, die Verkleidung aufzulösen.
Kontext und Geschichte
Das Buch erschien im November 1899 mit der Jahreszahl 1900 auf dem Titelblatt — so wollte es Freud: Es sollte das Jahrhundert eröffnen. Sogleich tat es das nicht, die erste Auflage brauchte Jahre, bis sie vergriffen war. Doch steht hier bereits das ganze Vokabular, das später geläufig wurde: manifester und latenter Inhalt, Verdichtung, Verschiebung, Zensur. Freud analysiert vor allem eigene Träume, und so ist das Buch zugleich Abhandlung und teilweise Selbstbiographie.
Redaktioneller Kontext, keine zitierfähige Quelle: anders als die Passagen des Werks lassen sich diese Angaben nicht am Korpus überprüfen.
mußten; ich hatte nur die Wahl zwischen den eigenen Träumen und denen meiner in psychoanalytischer Behandlung stehenden Patienten. Die Verwendung des letzteren Materials wurde mir durch den Umstand verwehrt, daß hier die Traumvorgänge einer unerwünschten Komplikation durch die Einmengung neurotischer Charaktere unterlagen. Mit der Mitteilung meiner eigenen Träume aber erwies sich als untrennbar verbunden, daß ich von den Intimitäten meines psychischen Lebens fremden Einblicken mehr eröffnete als mir lieb sein konnte und als sonst einem Autor, der nicht Poet, sondern Naturforscher ist, zur Aufgabe fällt. Das war peinlich, aber unvermeidlich; ich habe mich also darein gefügt, um nicht auf die Beweisführung für meine psychologischen Ergebnisse überhaupt verzichten zu müssen. Natürlich habe ich doch der Versuchung nicht widerstehen können, durch Auslassungen und Ersetzungen manchen Indiskretionen die Spitze abzubrechen; so oft dies geschah, gereichte es dem Werte der von mir verwendeten Beispiele zum entschiedensten Nachteile. Ich kann nur die Erwartung aussprechen, daß die Leser dieser Arbeit sich in meine schwierige Lage versetzen werden, um Nachsicht mit mir zu üben, und ferner daß alle Personen, die sich in den mitgeteilten Träumen irgendwie betroffen finden, wenigstens dem Traumleben Gedankenfreiheit nicht werden versagen wollen. Vorwort zur zweiten Auflage. Daß von diesem schwer lesbaren Buche noch vor Vollendung des ersten ahrzehntes eine zweite Auflage notwendig geworden ist, verdanke ich nicht dem Interesse der Fachkreise, an die ich mich in den vorstehenden Sätzen gewendet hatte.…