SigPhi · Friedrich Engels

Der Briefwechsel zwischen Friedrich Engels und Karl Marx 1844 bis 1883, Erster B

Page 26 of 33

Kinkel-Willich haben Anfang dieses Monats einen Emissär nach Deutschland abgesandt, _id est_ _Gebert_, den Schneidergesellen. In Magdeburg hat er eine sogenannte Kommunistengemeinde versammelt; drei Tage nacheinander wurden Beratungen gehalten, 26 bis 30 Mitglieder nahmen teil; das Präsidium führte ein gewisser _Hammel_; gegen Marx und Engels wurde mit großer Erbitterung debattiert, – nebst mehreren Administrations- und Organisationsfragen kam man auf die Frage: wie und auf welche Art eine Druckerei zu schaffen wäre! Es fand sich ein armer Buchdrucker, der in oder um Magdeburg herum etabliert ist; mit ihm wurde ein Vertrag geschlossen. Er stellte seine Office der Propaganda zur Verfügung, die alte Firma wird beibehalten. Dafür werden ihm sofort 100 Taler ausgezahlt und ein Schuldschein für 350 Taler am Ende des Jahres, von jetzt gerechnet.

Die Polizei wußte alles von Geberts Abreise an. Sie läßt ihn beständig begleiten. Sie hatte ihren Berichterstatter in der Magdeburger Versammlung. Sie will ihn erst einstecken, sobald er seine Mission erfüllt und möglichst viele ins Pech geritten hat. Die Sache ist sehr fatal für unsere Kölner Gefangenen. Wird Gebert gesteckt usw., so halte ich es an der Zeit, öffentlich die Kerls zu denunzieren und vor ihnen zu warnen, die zur Scheinagitation und um sich wichtig zu machen vom sicheren Versteck aus den deutschen Regierungen, speziell der preußischen, in die Hände arbeiten. Ich habe sofort nach Köln berichtet.

Wie ich die Sache erfahren habe, kann ich Dir nur _mündlich_ mitteilen.

Das Postgeheimnis ist hier auch ein problematisches Ding. – – Vor einigen Tagen berief _Pyat_ (Felix) die mit ihm zusammenhaltenden Franzosen zu einer Reunion und legte ihnen ein Programm vor, das nun gedruckt werden soll. „Gott“ spuckte natürlich dadrein. Einer der Anwesenden protestierte dagegen, „Gott“ in einem Revolutionsprogramm zu beherbergen. Pyat, dem _gouvernement direct_ gemäß, läßt _abstimmen_.

„Gott“ passiert mit sieben Stimmen Majorität. _L’être suprême est sauvé encore une fois._[2] Früher hieß es: Gott verläßt die Seinen nicht.

Jetzt heißt es: Die Seinen verlassen Gott nicht. Eine Hand wäscht die andere.

General Vetter war auf längere Zeit aus London verschwunden, niemand wußte wohin. Das _mystère_ hat sich aufgeklärt. Vetter reiste mit einem amerikanischen Passe, worin er als Maler figurierte, mit seiner Mätresse, einer Sängerin, namens Ferenzi. Er passierte als Künstler. Sie gab an allen bedeutenden Orten Konzerte, und so ist er von Genua und Mailand bis Rom, Neapel, Palermo gekommen. Er hatte die _passwords_[3] und Empfehlungen von Mazzini-Kossuth. So waren ihm die geheimen italienischen Zirkel zugänglich, während sein _ostensibler trade_[4] ihn in die höheren _cercles_ brachte. Er ist seit einiger Zeit hierher zurückgekehrt und hat Bericht bei dem „europäischen“ Zentralkomitee abgestattet. (Notabene: Darasz ist gestorben und vorige Woche begraben worden.) Das Resümee davon, zum großen Kummer des „frommen“ Mazzini: _L’Italie s’est tout à fait matérialisée. On n’y parle que commerce, affaires, soies, huiles et autres misères mondaines. Les bourgeois calculent d’une manière terriblement positive les pertes, que la révolution de Mars les a fait subir et ne pensent qu’à se reprendre sur le présent. Quant à l’initiative insurrectionnelle ils sont heureux de la laisser aux Français, à ce peuple frivole et sensualiste. La seule chose, dont ils ont peur, c’est que les Français ne se hâtent trop._ _Tu penses bien, mon cher, quel coup de foudre pour l’archange Mazzini.

Le général Vetter, nommé déjà comme commandant supérieur des forces Mazzini-Kossuthiennes leur a déclaré, que les choses étant ainsi, il ne saurait mieux faire que de passer avec sa maîtresse en Amérique. Au bout du compte le malheureux Mazzini est convenu avec Kossuth de vouloir bien laisser aux Français l’initiative insurrectionnelle._[5] Aber nicht der _vile multitude_,[6] sondern dem Bonaparte.

Aus Paris schreibt man mir darüber unter anderem: „Kiß, Abgesandter von Kossuth, ist hier nicht nur mit den Orleanisten in Verbindung getreten, sondern mit den Bonapartisten. Kiß ist in Bekanntschaft mit Jeromes Söhnen. Auf diese konventionelle Bekanntschaft gestützt, wußte er Kossuth den Kopf voll zu machen, eine Verbindung mit der französischen Regierung zugunsten Ungarns einzugehen. Der phantastische Agitator ging in die Schlinge und sandte zu diesem Behuf Kiß mit _Gülden_ versehen hierher nach Paris. Kiß amüsiert sich in Kaffeehäusern und _anderen_ Häusern, antichambriert hin und wieder bei Pierre Bonaparte, macht diesem einen blauen Dunst vor, schreibt prachtvolle Berichte an Kossuth, und ist [an] Ungarns Befreiung kein Zweifel mehr. Diese Revolutionäre _par excellence_ senden Agenten, um mit dem „_Tyrannen_“ einen Bund auf Leben und Tod zu schließen.“ Aus sicherer Quelle weiß ich, daß im Namen der polnischen „Zentralisation“ Lelewel und Thaddäus Gorzowski hier waren. Sie haben den Kossuth-Mazzini einen Insurrektionsplan vorgelegt, dessen _pivot_[8] die Mitwirkung Bonapartes ist. Diese alten Esel von Konspirateurs rennen sich jeden Tag von neuem hinein. Als Agenten hier haben und hatten sie einen gewissen Graf Lanckronsky oder ähnlich. Dieser Bursche (wohnt 7 Harringtonstreet, Hampstead Road) ist _russischer_ Agent, und ihr Insurrektionsplan hatte die Ehre, vorher in Petersburg korrigiert zu werden.

Dein K. M.

---------- [1] Dringender Punkt.

[2] Das höchste Wesen ist wieder einmal gerettet.

[3] Stichworte, Losungsworte.

[4] Zur Schau getragenes Gewerbe.

[5] Italien ist vollständig dem Materialismus verfallen. Man spricht nur vom Handel, Geschäft, von der Seide, dem Öl und anderen irdischen Erbärmlichkeiten. Die Bürger berechnen auf eine schrecklich positive Art die Verluste, die die Märzrevolution über sie gebracht hat, und denken nur daran, sich an der Gegenwart schadlos zu halten. Die Initiative des Aufstandes überlassen sie gern den Franzosen, diesem leichtfertigen und sinnlichen Volke. Das einzige, was sie fürchten, ist, daß die Franzosen sich zu sehr beeilen könnten. Du kannst Dir denken, mein Lieber, welcher Blitzschlag das für den Erzengel Mazzini [war]. Der schon zum Oberbefehlshaber der Truppen der Mazzini-Kossuth ernannte General Vetter hat ihnen erklärt, daß er bei diesem Stande der Dinge nichts Besseres zu tun wüßte, als mit seinem Liebchen nach Amerika zu verschwinden. Zum Schlusse ist der unglückselige Mazzini mit Kossuth übereingekommen, den Franzosen die Initiative zum Aufstand überlassen zu wollen.

[6] Gemeine Menge.

[7] Aber das ist nicht alles.

[8] Angelpunkt.

183 Lieber Engels!

Aus den einliegenden schwachmütigen Briefe des braven Weydemeyer wirst Du ersehen, wie die Sachen stehen.

Von Herrn Streit habe ich noch keine Antwort, _ce qui est de très mauvais augure_.[1] Ich habe nun einige, wenn auch wenige Aussicht, daß ein Londoner Buchhändler die Sache [Der 18. Brumaire] englisch herausgeben will. Als Probe soll ich ihm vorläufig das erste Kapitel geben. Ich habe es daher durch Pieper übersetzen lassen. Die Übersetzung wimmelt von Fehlern und Auslassungen. Indes wirst Du doch durch die Korrektur nicht so in Anspruch genommen als durch die langweilige Übersetzungsarbeit. Du müßtest mir dazu ein englisches Vorwort von höchstens zehn Zeilen schreiben. Diese Schrift sei ursprünglich in der Form von Zeitungsartikeln, von Ende Dezember bis Anfang Februar, erschienen, am 1. Mai in New York als Broschüre herausgekommen, werde jetzt in zweiter Auflage in Deutschland erscheinen, sei die älteste der gegen Bonaparte erschienenen Schriften. Einige antiquierte Einzelheiten darin seien aus dem Datum ihrer Ersterscheinung zu erklären.

E. Jones hat mich zwei Monate mit der Versprechung einer Übersetzung (für sein Journal) an der Nase herumgezogen. Meinerseits hat er nur Gefälligkeiten erhalten. Trotz meines eigenen Geldpechs bin ich tagelang mit ihm in seinen Zeitungsgeldangelegenheiten bei Pontius und Pilatus herumgezogen. Alle ausländischen Mitteilungen, die sein pauvres Blättchen eigens hatte, sind von mir. – Endlich habe ich, da sein Journal zu miserabel wurde, einige Wochen ihm _editorial support_[2] gegeben, und wirklich wuchs das Blatt um einige hundert Abonnenten in London. – Ich habe ihm gesagt, es sei gut, daß er Egoist sei, aber er solle es in zivilisierter Weise sein und nicht so albern.

Da das Blatt indes das einzige Chartistenorgan, so werde ich nicht brechen, aber einige Wochen _let ship him for himself_.[3] Dein K. M.

---------- [1] Was ein sehr schlechtes Anzeichen ist.

[2] Redaktionelle Unterstützung.

[3] Ihn allein sein Schiff fahren lassen.

Lieber Marx!

Heute abend wird der Schluß Deines Artikels übersetzt und morgen oder Donnerstag der Artikel Germany gemacht. Charles ist auf einige Tage verreist und ich habe viel auf dem Kontor zu tun, so daß ich oft abends ganz wirr im Kopfe bin.

Für die kriegsgeschichtlichen Sachen meinen Dank. Kannst Du vielleicht gelegentlich auf dem Britischen Museum nachsehen, ob dort 1. die österreichische militärische Zeitschrift seit 1848, 2. das preußische Militär-Wochenblatt, die Berliner Wehrzeitung, 3. noch sonstige militärische Zeitschriften, besonders Revuen – auch französische – seit 1848 an, sich befinden? Auch eine Kollektion der Augsburger Allgemeinen Zeitung besonders seit 1850. Diese Sachen sind mir sehr nötig, und wenn es irgend angeht, würde ich Zeit zu finden suchen, sie dort durchzuochsen, wenn ich so weit bin.

Die Posse Willich-Schily muß heiter abgelaufen sein. Pauvre Willich, wie oft wird er sich unter den ihn hetzenden Biedermännern in die Gesellschaft des roten Wolf zurückwünschen!

Harneys Gestirn der Freiheit ist also Todes verblichen?

Die Krisis scheint allerdings kommen zu wollen, wenn auch die neulichen Failliten nur Vorläufer waren. Aber Frankreich bleibt in der Sauce, und das ist schon viel. – Die kleine _panic_ im Goldmarkt scheint vorüber, die Konsols und _Railwayshares_[1] steigen wieder flott, _money is easier_,[2] die Spekulation noch immer sehr verteilt auf Korn, Cotton, Steamboats, Miningoperations usw...Daß übrigens eine ausgebildete Spekulationswut diesmal der Krise vorhergeht, glaube ich nicht, und wenn sonst die Umstände günstig sind, werden ein paar schlechte ostindische Posten, eine _panic_ in New York usw. sehr bald beweisen, daß mancher tugendhafte Bürger ganz im stillen allerhand Schwindel angestellt hat.

Und diese entscheidenden schlechten Nachrichten aus überfüllten Märkten müssen doch bald kommen. Nach China und Ostindien wird in einem fort massenhaft geschickt, und doch sind die Nachrichten nicht besonders, ja Kalkutta ist _decidedly overstocked_,[3] und hier und da fallieren _native dealers_.[4] An eine längere _prosperity_[5] als Oktober oder November glaube ich nicht – selbst Peter Ermen wird besorgt.

Übrigens hängt es doch sehr von der Intensität der Krise ab, ob sie sofort eine Revolution erzeugt – sofort, das heißt in sechs bis acht Monaten. Die schlechte Ernte in Frankreich hat das _air_,[6] als sollte es dort zu etwas kommen; aber wird die Krise chronisch und die Ernte schließlich doch etwas besser als erwartet, so kann’s immer noch bis 1854 dauern. Ich gestehe, ich wollte, mir bliebe noch ein Jahr Zeit zum Ochsen, ich habe noch manches durchzumachen.

Australien schadet auch. Erstens durch das Gold und das Aufhören aller seiner anderen Exporte, sowie durch die damit bedingte stärkere Einfuhr aller _commodities_,[7] dann durch den Abzug der hiesigen _surplus population, at the rate of 5000 a week_.[8] Kalifornien und Australien sind zwei Fälle, die im Manifest nicht vorgesehen waren: Schöpfung großer neuer Märkte aus nichts. Sie müssen noch herein.

Dein F. E.

[2] Geld ist billiger.

[3] Entschieden übermäßig versorgt.

[4] Eingeborene [das heißt indische] Händler.

[5] Geschäftsblüte.

[6] Aussehen, Anblick.

[7] Waren.

[8] Übervölkerung in Höhe von 5000 [Menschen] die Woche.

Lieber Marx!

Die Übersetzung von Pieper macht mir viel Mühe. Der Anfang ist gerade sehr schwer zu übersetzen und _l’aimable_[1] Kandidat P. hat seinem scharmanten Leichtsinn die Zügel vollständig schießen lassen. Womöglich erhältst Du sie Donnerstag.

Hier ist mit Pindar ein Roman vorgegangen...Pindars Abwesenheit gibt mir mehr Zeit, ich treibe das Russische jetzt mehr _con amore sine ira et studio_,[2] und kann schon etwas. Militaria sind augenblicklich _at a discount_.[3] Kontorarbeiten sehr belebt.

Sobald ich irgend kann, das heißt in ein paar Tagen, schicke ich Dir zwei Pfund, das ist alles, was ich für den Monat loseisen kann.

Dein F. E.

---------- [1] Der liebenswürdige.

[2] Gemächlich ohne Hast und Eifer.

[3] Unter dem Preise [das heißt zurückgestellt].

Lieber Marx!

Vorgestern schickte ich Dir die Übersetzung und Post Office Ordre für ein Pfund. Anfang Oktober folgen noch ein paar Pfund – also in neun bis zehn Tagen. Ich schickte Dir gern mehr auf einen Haufen, weil das, selbst bei gleicher Summe im ganzen, doch den Vorteil hat, daß Du für die Verwendung planmäßiger verfahren kannst. Aber meine Geldzustände sind momentan selbst in Konfusion, so daß ich nie genau weiß, wieviel ich im Monat brauchen werde, und daher die Pfunde einzeln flott werden, wo denn nichts Besseres zu tun ist, als sie Dir gleich zu schicken. Im nächsten Monat werde ich mir das Ding kaufmännisch ordnen und dann bald imstande sein, Überschläge zu machen.

Aus beiliegendem Memorandum wirst Du sehen, daß P[ieper] manche ziemlich grobe Schnitzer gemacht – die Grammatikalia und Donatschnitzer habe ich natürlich nicht aufgezählt, _cela n’aurait jamais fini_.[1] Einzelne Stellen sind übrigens fast unübersetzbar. Übrigens wäre es gut, wenn der Buchhändler gerade das _letzte_ Kapitel auch sähe, das wird ihm bedeutend mehr imponieren; wie wär’s, wenn P[ieper] das übersetzte und Du es mir gleich schicktest; ich hab’s mir darauf angesehen und bin schon etwas präpariert, so daß es rasch gehen würde. Sollte die Sache sich jetzt nicht drucken lassen, so muß die Übersetzung doch fertig gemacht werden; der Kerl wird bald Kaiser und dann ist wieder eine famose Zeit, wo ein Postskriptum gemacht werden könnte.

Ich gehe sogleich nach Hause und mache den Artikel für die Tribune fertig, so daß er mit der zweiten Post abgeht und Du ihn noch per morgenden Steamer abschicken kannst. Wie sieht’s mit einem neuen englischen Artikel für Dana aus?

Hoffentlich hat der Brandy Deine Frau wieder auf die Beine gebracht – grüße sie und Deine Kinder sowie Dronke und Lupus bestens.

Dein F. E.

Der Brief von Massol mit dem Artikel für Dana per zweite Post – ich habe ihn nicht hier.

---------- [1] Es hätte kein Ende genommen.

Lieber Engels!

Dein Brief heute kam in eine sehr aufgeregte Atmosphäre.

Meine Frau ist krank, Jennychen ist krank, Lenchen hat eine Art Nervenfieber. Den Doktor kann und konnte ich nicht rufen, weil ich kein Geld für Medizin habe. Seit acht bis zehn Tagen habe ich die _family_ mit Brot und Kartoffeln durchgefüttert, von denen es noch fraglich ist, ob ich sie heute auftreiben kann. Diese Diät war natürlich nicht förderlich bei den jetzigen klimatischen Verhältnissen.

Artikel für Dana schrieb ich nicht, weil ich nicht den Penny hatte, um Zeitungen lesen zu gehen. Sobald Du übrigens Nr. 19 geschickt hast, werde ich in einem Briefe meine Ansicht über 20, die Zusammenfassung der Jetztsauerei schreiben.

Als ich bei Dir war und Du mir gesagt hattest, mir bis Ende August eine etwas größere Summe beschaffen zu können, schrieb ich das meiner Frau zur Beruhigung. Dein Brief von vor drei bis vier Wochen deutete an, daß nicht viele Aussicht sei, läßt indes noch einige. So hatte ich bis Anfang September alle Gläubiger, denen, wie Du weißt, immer nur kleine Fragmente abgezahlt werden, hingeschoben. Jetzt ist der Sturm allgemein.

Ich habe alles versucht, aber umsonst. Erst bringt mich Weydemeyer um 15 Pfund. Ich schreibe nach Deutschland an Streit (weil der in der Schweiz an Dronke geschrieben hatte). Er antwortet nicht einmal. Ich wende mich an Brockhaus und biete ihm Artikel für die Gegenwart von unverfänglichem Inhalt. Er schlägt in einem sehr höflichen Briefe ab. Endlich laufe ich in der letzten Woche den ganzen Tag mit einem Engländer herum, der mir den Diskonto für die Wechsel auf Dana verschaffen wollte. _Pour le roi de Prusse._[1] Das Beste und Wünschenswerteste, was passieren könnte, wäre, wenn mich die Landlady zum Haus hinauswürfe. Ich wäre dann wenigstens die Summe von 22 Pfund quitt. Aber so viel Gefälligkeit ist ihr kaum zuzutrauen.

Dazu Bäcker, Milchmann, Teekerl, _greengrocer_,[2] alte Metzgerschuld noch. Wie soll ich mit all dem Teufelsdreck fertig werden? Endlich, in den letzten acht bis zehn Tagen, habe ich einige Schilling und Pence, was mir das Fatalste ist, aber es war nötig, um nicht zu verrecken, von Arbeitern gepumpt.

Du wirst aus meinen Briefen ersehen haben, daß ich die Erbärmlichkeiten wie gewöhnlich, wenn ich selbst darin stecke und nur nicht von weitem davon höre, mit großer Indifferenz durchwate. Indes _que faire_?[3] Mein Haus ist ein Lazarett, und die Krise wird so störend, daß sie mich zwingt, ihr meine allerhöchste Aufmerksamkeit zu schenken. _Que faire?_ Unterdessen ist Herr Goegg wieder auf der Lustfahrt nach Amerika, _steamer first class_.[4] Herr Proudhon hat einige 100 000 Franken für seinen Anti-Napoleon eingesteckt und Vater Massol ist so großmütig, mir das _miner_, _fouiller_[5] usw. zu überlassen. _Je le remercie bien._[6] Dein K. M.

---------- [1] Für den König von Preußen [das heißt umsonst].

[2] Gemüsehändler.

[3] Was tun?

[4] Per Dampfer in der ersten Klasse.

[5] Unterwühlen, durchwühlen usw.

[6] Ich danke ihm bestens.

188 Lieber Engels!

Die 4 Pfund Sperlinge erhalten. Ich habe an meine Alte wieder geschrieben und denke, daß das wenigstens etwas helfen wird.

Außerdem habe ich heute noch einen Versuch gemacht, von dem ich hoffe, daß er endlich doch glücken wird, um das Geld auf Dana zu erhalten, denn es ist mir brennend auf den Nägeln, _et je n’ai pas à perdre du temps_.[1] Eben war der Doktor da und hat für die ganze _family_, _excepté moi_,[2] Rezepte verschrieben. Mit meiner Frau geht es besser, am schlechtesten mit Laurachen. – Anliegend ein Memoire von Paris, das dort einem Freund von mir in die Hand gefallen, der es mir abschriftlich zugeschickt und das ich wieder für das Manchester Archiv abgeschrieben.

Dein K. M.

---------- [1] Und ich habe keine Zeit zu verlieren.

[2] Familie, ich ausgenommen.

Lieber Marx!

Der Pieper hat mir geschrieben und _umgehende_ Rücksendung der korrigierten Übersetzung gewünscht. _Cela me convenait bien_,[1] ich hatte Leibschmerzen und war zu aller Arbeit untauglich. Sage ihm, wenn er auf seine Briefe Antwort von mir haben will, so soll er wenigstens seine Adresse dabei schreiben; Pieper, Esq., ist in London so bekannt nicht, selbst seitdem er Kommis _à_ 25 Schilling die Woche ist. Im übrigen soll er nur mit der Übersetzung fortfahren, sich aber etwas mehr Mühe geben oder, wenn das nicht geht, wenigstens bei schweren Stellen Platz lassen, ich will sie dann ausfüllen, das ist immer besser, als Blödsinn [wie Pieper] aus Leichtsinn machen. Er schrieb mir übrigens bloß unter dem Vorwand, nicht zu wissen, ob ich ihn überhaupt für kapabel halte, das Ding zu machen. Er soll ein ausführliches Register über die Hauptfehler mit Glossen haben. – Heute und morgen abend denke ich das Ding fertig zu machen, da ich besser bin.

Im übrigen schrieb er mir getreulichst als Echo alles, was er in Deinem Hause gehört hatte, und was ich natürlich schon wußte. – Hoffentlich ist Dir die Diskontierungsgeschichte endlich gelungen und geht es in Deinem Hause etwas besser. Ich sinne jetzt auf einen neuen Plan, einige Pfund zu sparen; wenn er gelingt, denke ich bis Anfang nächsten Monats – also in zirka 14 bis 16 Tagen – Dir wieder etwas schicken zu können. Es hängt teilweise davon ab, ob mein Schwager hierherkommt und wann.

Inliegend zwei Wische von Weydemeyer, Du kannst mir das Lithographierte gelegentlich fürs Archiv zurückschicken. Das _Mémoire_[2] von Häfner ist interessant, aber offenbar für uns geschrieben – _c’est une pétition_.[3] Grüße Deine Frau und Kinder bestens.

Dein F. E.

Du wirst mit Vergnügen sehen, daß Heinzen auf dem letzten Loche pfeift.

---------- [1] Das paßte mir sehr.

[2] Denkschrift.

[3] Es ist eine Bittschrift.

Lieber Engels!

Wenn Du noch einige Tage mit dem Rücksenden der Übersetzung zögerst, so ist die Möglichkeit, sie unterzubringen, aber auch total klatsch. Die Beschäftigung mit Bonaparte hatte wieder ihren Klimax und fängt jetzt, wie alles in London, an, von neuen Thematen verdrängt zu werden.

Das Diskontogeschäft, nach dem mich ein Citylümmel, _nommé_[1] Pönisch, acht Tage an der Nase herumgezogen, ist nichts. Ich habe daher gestern an Dana geschrieben. Ich habe ihm zugleich gesagt, daß _on Germany_[2] nur noch zwei Artikel kommen, 19 und 20. Sobald Du mir 19 geschickt, werde ich meine Ansichten über 20, den Schluß und weiteres schreiben. In ein paar Tagen wird auch die Zollvereinsgeschichte entschieden sein, ohne die 20 nicht abzuschließen ist.

Meine Frau ist körperlich mehr herunter als je, das heißt reine Schwäche. Seit drei Tagen trinkt sie auf Befehl des Doktors alle Stunden einen Löffel Brandy. Übrigens ist es insoweit besser, als sie seit heute wenigstens wieder auf ist. Sie lag acht Tage. Laurachen ist Rekonvaleszent, die anderen _all right_. Ausführlich schreiben kann ich erst nächste Woche. Diese ist mit verfehlten Geschäftsläufereien und sehr eklichem Krakeel _cum creditoribus_[3] hingegangen.

Dein K. M.

Mit meinem Briefe nächste Woche schicke ich auch die Aktenstücke zurück.

Schicke mir die Briefe Massol wieder.

[2] Über Deutschland.

[3] Mit den Gläubigern.

Lieber Marx!

Ich wußte nicht, daß Du mit der Übersetzung so pressiert bist, ich ließ die Sache etwas hingehen, weil ich, wie gesagt, nicht wohl war und dann, weil Pieper so sehr zudrängte, um ihn etwas zu ärgern. Ich gab mich indes gleich gestern dran, und wäre auch fertig geworden, wäre nicht gegen 2 Uhr mittags der ältliche Herr Schily in mein Zimmer getreten, der in Liverpool mit einem angeblichen Sodapatent eine Fabrik anlegen will, die 400 bis 500 Prozent reinen Gewinn bringen soll und je nach Umständen 4-1/2 Millionen Taler pro Jahr abwerfen kann. Diesen abenteuerlichen Plan wollte er mit mir durchsprechen – er war drauf und dran, sich mit einigen Tausend Talern, die ihm sein Bruder verschaffen will, in diesen Schwindel einzulassen. – Ich hatte natürlich die Verpflichtung, den edlen Schily bekneipt zu machen – _il n’y avait pas moyen à y échapper_.[1] Als er etwas bekneipt wurde und ich mit einem dritten Deutschen, Vetter von Charles, debattierte, schrie er in einem fort, obwohl sehr gutmütig: Glauben Sie das ja nicht, der Engels glaubt an nix, an gar nix glaubt der Engels, die Kerls von der Neuen Rheinischen Zeitung glauben alle nix, kein Mensch kann aus ihnen klug werden. Gar nix glaubt der Engels! Ich sagte ihm natürlich, die Kerls von der Neuen Rheinischen Zeitung fänden dagegen nicht die geringste Schwierigkeit, aus seinesgleichen sofort klug zu werden. Heute morgen ist der Brave unter biederem Händedruck wieder nach Liverpool gesegelt, und heute abend wird die Übersetzung fertig gemacht. Die Sache hält mich aber furchtbar auf, da ich alle etwas schwierigen Stellen ohne Ausnahme neu übersetzen muß – Pieper hilft sich da jedesmal durch buchstäbliche Übersetzung, wobei reiner Unsinn entsteht. Einzelne Stellen sind übrigens fast unmöglich zu übersetzen.

Ich will indes alles aufbieten, heute abend fertig zu werden, so daß Du sie morgen erhältst.

Dein F. E.

Wenn irgend möglich schicke ich Dir dieser Tage noch ein Pfund.

---------- [1] Dem war nicht zu entgehen.

192 Lieber Engels!

Erhalten 1 Pfund und die verbesserte Übersetzung. Mit letzterer hast Du Dir zu viel Mühe gegeben. Wenn die Sache geht (der Erfolg wird von dieser Nr. 5 abhängen), so mußt Du es leichter nehmen: ich meine, Redeblumen und Geschichten, die nicht nötig sind, laufen lassen, wenn sie schwierig zu übersetzen.

_Weerth_ ist hier seit Sonntag. Er wird Sonnabend nach Manchester abgehen und dort drei bis vier Wochen bleiben, dann nach Westindien usw.

verschwinden.

Einliegend: 1. Brief von Cluß.

2. Zwei Auszüge aus den von der Karlsruher Zeitung zuerst publizierten, dann von der Augsburger Allgemeinen Zeitung usw. abgedruckten Enthüllungen über die Emigration, für den Fall, daß Du nicht selbst die Sachen gesehen hast.

Dr. Piali (in Paris) schreibt mir unter anderem: „Kossuth will im Oktober losschlagen. Kiß hat Kossuth von hier aus allerlei Zusicherungen gemacht, die vielleicht in das Fabelreich gehören, doch bei der Fabelhaftigkeit der hiesigen Zustände auch möglich sind. Kossuth soll von Bonaparte ein eigenhändiges Schreiben erhalten haben, nach Paris zu kommen. Dieses Schreiben soll in wortgetreuer Kopie in allen ungarischen Komitaten zirkulieren. Alles ist in Ungarn auf einen Gewaltschlag von Kossuth vorbereitet. Selbst k. k. Beamte sind mit in dem großen Komplott...“ Was die Kossuthgeschichte angeht, so ist es wohl möglich, daß Bonaparte ihm Fallen stellt, um sich bei Österreich beliebt zu machen.

Der acht Mann starke Volksverein (aus dem Ruge nach dem Weydemeyerschen Brief an Dich mit bekannter Virtuosität drei Ausschüsse gebildet hat) zieht jetzt (unter anderem Ronge und Tralles) in der City herum, unter dem Vorwand, zugleich eine „freie Gemeinde“ zu stiften. Was Teufel hat der Deutsch-Katholik Ronge mit „freien Gemeinden“ zu schaffen?

Was sagst Du zu den Ovationen, die Bonaparte in den Provinzen erhält?

Die Franzosen blamieren sich doch schmählich...Der Zollverein scheint mir seinem sicheren Untergang nahe zu sein. Das österreichische Bankerutt weiß immer noch fertig zu werden mit der preußischen Prosperität.

Dana hat, wie ich gesehen, den Artikel genommen. Die Staatszeitung (New York) bringt schon einen deutschen Auszug daraus.

Den 4. Oktober sollen also jetzt unsere „Leut“ vorkommen. Bürgers gesteht alles, wenigstens soweit es ihn betrifft. Seinem Beruf gemäß wird er sich „prinzipiell“ verteidigen. Während der Untersuchung hat er ein 30 Bogen langes Memorandum über das „Wesen des Kommunismus“ zu Protokoll gegeben. _Hony soit qui mal y pense._[1] Daniels soll sich ziemlich wohl befinden. Der Ankläger wird beginnen von den St.-Simonisten an; Advokat Schneider, um ihn zu schlagen, beginnt von Babeuf. Man wird von Glück sagen können, wenn keiner zurückgeht auf die Inkas oder Lykurg. – _Ad vocem_ Jones. Obgleich ich mich persönlich seiner nicht zu beloben habe, habe ich – er überrannte mich wieder, da _il y avait crise_[2] – ihm beigestanden, wie unser ganzes Korps in der letzten Woche. Die anderen Kerls hatten zwei bis drei Meetings zusammenberufen, wo beschlossen werden sollte „_that this meeting is of opinion, that no confidence can be placed in the success of any democratic movement which Mr. Ernest Jones is connected therewith_“.[3] Sie _have been beaten_,[4] und das gehörig. Die Esel suchten ihn erst durch Geldlumpereien zu blamieren. Damit mißglückten sie. Dann griffen sie ihn an, daß Gegner zu (?) ihm halten, weil er „__unfriendly_ feelings amongst the different classes_“[5] heraufagitiere. Nämlich Harney-Holyoake, Hunt vom „Leader“, Newton (der Kooperative) _et tutti quanti_[6] haben sich verbündet zur Stiftung einer „National Party“. Diese National Party will _general suffrage, but not Chartism_.[7] Alter Witz. Aber vor Eröffnung ihres Feldzugs sollte Jones _be crushed_.[8] Sie haben sich _rather_[9] verrechnet. Er hat sein Blatt um 1 Penny erhöht, ohne einen Abonnenten zu verlieren.

Dein K. M.

---------- [1] Hundsfott, wer schlecht darüber denkt.

[2] Eine Krise vorlag.

[3] Daß diese Versammlung der Meinung ist, daß in den Erfolg keiner demokratischen Bewegung, mit der Mr. Jones verbunden ist, Vertrauen gesetzt werden kann.

[4] Sind geschlagen worden.

[5] Unfreundliche Gefühle zwischen verschiedenen Klassen.

[6] Und alle gleicher Art.

[7] Allgemeines Stimmrecht, aber nicht den Chartismus.

[8] Zermalmt werden.

[9] Ziemlich.

Lieber Marx!

Inliegend das Kuvert Deines heute erhaltenen Briefes zurück, mit dem ein, übrigens mißlungener Erbrechungsversuch gemacht worden zu sein scheint.

Die Übersetzung und der Massolsche Brief gingen gestern abend per zweite Post ab.

Sehr nett ist die Schilderung von Cluß über den Empfang Kinkels usw. bei den Deutsch-Yankees, die Kerls sind in den Alleghanies akkurat dieselben wie im Schwarzwald und im Taunus.

Die Crapauds machen sich gut. Die Arbeiter scheinen _après tout_[1] über der momentanen _prosperity_ und der Aussicht auf die _gloire de l’empire_[2] rein verbürgerlicht zu sein. Es wird eine harte Züchtigung durch Krisen bedürfen, wenn sie _bald_ wieder zu etwas kapabel werden sollen. Wird die nächste Krise gelind, so kann Bonaparte sich durchschiffen. Aber sie sieht aus, als wollte sie verflucht ernsthaft werden. Keine Krise schlimmer, als wo die Überspekulation sich in der Produktion langsam entwickelt und daher soviel Jahre zur Entwicklung ihrer Resultate gebraucht, wie im Produkten- und Effektenhandel Monate.

Und mit dem alten Wellington ist nicht nur der _common sense_[3] von Altengland, Old England selbst in seinem einzigen überlebenden Repräsentant begraben. Was bleibt, sind _sporting characters_[4] ohne _suite_[5] wie Derby und jüdische Schwindler wie D’Israeli – die gerade solche Karikaturen der alten Tories sind, wie Monsieur Bonaparte von seinem Onkel. Es wird hier schön werden, wenn die Krise kommt, und es ist nur zu wünschen, daß sie sich noch etwas hinzieht, um ein ebenso chronischer Zustand mit akuten Episoden zu werden wie 1837/42. In einer Emeute übrigens war der alte Wellington, nach allem, was man von ihm weiß, ein ganz formidabler Militärchef – der Kerl ochste alles, studierte alle militärischen Schriften mit großem Eifer und kannte die Sache ganz gut. Er hätte auch nicht vor extremen Mitteln geschaudert.

Der Kölner Prozeß wird schrecklich ennuyant werden nach Deinen Mitteilungen. Der unglückliche Heinrich mit seiner prinzipiellen Verteidigung! Er wird die Verlesung seiner dreißig Bogen verlangen, und wenn sie ihm bewilligt wird, ist er _perdu_.[6] Die Jury verzeiht ihm nie, daß er sie so gelangweilt. Übrigens hat das öffentliche Ministerium Pech. Haupt ist also nach Brasilien, der anonyme Schneidergesell war damals auch verschwunden und wird schwerlich wieder erschienen sein, und jetzt muß ihm gar der Polizeirat verrecken, wegen dessen Krankheit im Juli die Geschichte vertagt wurde. Aber was wird so viel Glück wert sein, wenn Heinrich die Sache vom philosophischen Standpunkt aus beleuchtet! – – Dein F. E.

---------- [1] Nach alledem.

[2] Ruhm des Kaiserreichs.

[3] Gesunder Menschenverstand.

[4] Dilettanten.

[5] Gefolge.

[6] Verloren.

Lieber Engels!

Du hast längere Zeit keinen Brief von mir erhalten. Hauptsache ist Weerth, der die Abende, die ich sonst mit Schreiben zubringe, _plus ou moins_[1] mit Beschlag belegte. Und zwar zu meiner nicht übergroßen Freude. Du weißt, daß ich Weerth sehr gern habe, _mais_[2] es ist peinlich, wenn man bis an den Hals im Drecke sitzt, sich einen so feinen Gentleman gegenüber zu haben, _auquel il faut cacher les parties trop honteuses_.[3] Solch ein Verhältnis bringt doppelte _gêne_[4] hervor, und ich hoffe, daß er morgen nach Manchester abreist und mich, wenn er wiederkommt, in Verhältnissen findet, wo ich wieder _franchement_[5] mit ihm verkehren kann. Ich denke übrigens, daß er, abgesehen den leidenden Zustand meiner Frau, mir nicht tiefer in die Karten gesehen hat.

Einliegend der Auszug eines Briefes von Barthélemy an Willich. B. hat diesen Brief einem Franzosen, namens Durand, zur Besorgung an Willich mitgegeben..._Que penses-tu de ce_[6] braven Barthélemy, „_auquel il est impossible de se résigner à laisser Bonaparte jouir paisiblement de son triomphe_“?[7] Zittre Byzantium! Was den angeblichen Brief von Blanqui betrifft, so scheint mir dieses eine melodramatische Lüge des düstern Barthélemy. Denn was meldet er von Blanqui? Daß die Lage der _prisonniers de Belle Isle est _bien triste__.[8] Wenn Blanqui ihm weiter nichts zu enthüllen hatte, täte er jedenfalls besser, seine _libri tristium_[9] für sich zu behalten. Übrigens geht aus dem ganzen Briefe des B. hervor, daß er vollständig von der französischen Emigration und von den Gesellschaften in Frankreich getrennt ist.

Damit Du Dich „ein bißchen auf den welthistorischen Standpunkt stellen“ kannst, schicke ich Dir einliegend Augsburger Allgemeinen Artikel von dem Spion Mayr, der hier in London sogar von den Busenfreunden Willich und Schapper zum „Haus hinausgeschmissen“ wurde.

Ich habe Dir doch schon geschrieben, daß Herzen hier ist und gegen Herwegh Memoires umherschickt...An einem Artikel oder selbst bloß zum Entwurf für den deutschen Schlußartikel konnte ich noch nicht arbeiten. Das Hin- und Herschreiben und Familiengeschichten absorbierten mich so sehr, daß ich seit drei