jenet ®a(: man foU ben (Sefe^en gel^onl^en/ fie mögen fe^n mie fie wollen,.^ai Slegieten unb ®efe(egeben ifl auf iiefe SSeife bet äßilltuf bet megiettmg ubetlaffen. S)iefe^ Set^Sltnif ifl in ])toteflantifd^en ®taaten i^otgetommen, unb aud^ nut in fold^en tann ti^ Statt l^aben^ benn ba ifl jene Sinl^eit bet 9teligion unb be^ @taatei0 t)otl^anben. iSie Oefe(e be^ Staaten gelten al^ betnünftige unb aU ein ®ott^ ' Der ^ultui.. 243 ttd^e^ kDCgen biefer Doraud gefegten urft)rünftJi(l^cn SH^au mottte uttb bte ^leligion l^at nid^t tl^re eigenen ^rittcif^ien^ bte benen n)iberf))redben^ totlöft im @taate gelten, ^nbem aitt beim ^ormeUen flel^en geblieben n>irb; fo ifi bamit ber SSillt&t^ bet 2:9rannei unb ber Unterbrüdung ofener @t)ielraum gegeben« 3n Snglanb ifi bief befonber^ jum SSorfd^ein getommen (untet ben legten Königen aui htm $aufe (Stuart)^ inbent eine paU fit)e Obebiens geforbert n)urbeunb bet®a^ galt; berStegent fe^ nur ©Ott über feine ^anblungen 9leci^enfd^aft fd^ulbig. S)abei ifi bie SSorau^fe^ung^ baf nur ber 9tegent anöi beftimmt U)fffe; toad bem Staate toefentlid^ unb notl^enbig fet^; berni in tljim; in feinem äBiOen liegt bie naivere Sefiimmung; bof er eine unmittelbare jDffenbarung ©otteid fei^. l^urd^ loeitere (S^onfequenj ifl aber bief ^rinci)) baljiin au^gebilbet^ bof t6 in^ @egentl^etl umgefd^lagen ifl; benn ber Unterfd^ieb bet ^riefler unb £aien ifl bei ben ^rote^anten nid^t imrlj^anbm unb bie ^riefler flnb nid^t t)rit)ilegirt; bie göttlid^e Of enbarung )tt befl^eu; nod^ toeniget giebt e^ tin iol^U ^rioilegium/ hai einem Säten, au^fd^lieflid^ iutomme. (Segen ba4 ^xintip ber gottlid^en Slutorifation bed 9tegenten ifl bo^er ba^ ^ind|^ berfelben Slutorifation gefegt; bie anö) bem Saien übtt^anfft jufomme. ®o ifl in Snglanb eine ))roteflantif(l^e Secte aufi» geflanbeu/ ml^t htf^auputt, il^r fe^ burd^ jDfenborung einge^ geben; toit regiert n)erben muffe; nad^ fold^et Eingebung bt$ ^erm l^aben ffe eine @m))orung aufgeregt unb il^ren Aönig mt^mput -- SEßenn alfo xoo^ im 9lllge»einen f^fifU^t^ baf bie ®efe(e burd^ ben gottlid^en SBillen Uni, fo ifi u eine eben fo koidfttige Seite ^ biefen göttlid^en SBtQen )u ertennen^ unb bief ifi nidj^ ^articulare^^ fonbem tommt SUlen ju.
SBotf tutn ha6 SBemfinftige fe^; bief )u etKenneti ifl bte Sad^e ber Silbung bed (Bebauten^ unb befonber^ bie ®a#e bet ^l^ilofo)»l^ie; bte man in biefem Sinne tool^t fißeltioei^i^eit nennen tarnt, di ifl gon) gleid^gultig^ in mldftt äufetlidjien (Stfd^rinung bte ival^ren ®efe|e fld^ gtUrtib gemad^t l^aben^ (ob fle ben Stegrntrn abgetto^t t^nb ober ni^t,) bte gottbUbung bed Segrip bet [^ril^eit; be^ 3{t6)t^, brr Humanität bei ben äÄenfd^en ift ffit ffd^ not|>»eiibig. — ©ei jener SGBal^rl^eit/ baf bie ®efe|e der göttUd^e äBiUe ffnb^ tommt ed atfo befonberd barauf an^ baf beflimmt n)trb^ totlöit^ biefe ®efe(e finb: $nnct))ten at^ fold^e finb nur abjltacte ©ebanten^ bte il^re Sßal^rlSieit erfl in ber (Snnoidelung l^aben^ in ibtet Slbfiraction fejlgel^atten t^nb ffe ba^ ganj Unital^re.
JDie etfie Sitttid^teit in bet fubfiantiellen Sßittlid^eitifi bie Sbe.!S)ie giebe, bie ®ott x^, ifi in bet äßittlid^teit bie X)er diuUui. 245 el^eti^e Siebe. 911^ Me erfte (Stfd^etnuns be^ fubttantieUen äßtUen^ in ber bafe^enben SBirftid^feit W biefe Siebe eine natürlid^e etitt, fie ifi aber an{^ eine flttlid^e ^flic^t. ©lefet ^flid^t n)ttb bie Sntfagung, bte ^J^elofigteit; aU tttoa^ ^eilige^ gegenübergetieUt.
S^ritten^. Die pd^fie eitttid^teit im @taate berul^t barauf^ baf ber t^ernänftige allgemeine äBille betl^ätigt werbe; im ©taate l^at ba^ Subfect feine ^l^reil^eit^ biefe ijl barin t)em)irnid^t. S^agegen wirb eine religiöfe ^flid^t aufgejlellt/ nad^ weld^er nid^t bte greil^eit ber (Snbswed( für ben äKenfd^en fe^n barf, fonbern er foll ffd^ einer jirengen £> bebten; untere toetfett/ in bet äBiUenloflgfett brl^atren; ja nod^ mel^r; et foU feibfilo^ fe^n aud^ in feinem ®en>ttfen^ in feinem ©tauben ^ in ber tleffien Sttnerlid^teit fott er aSetjid^t auf fic^ tl^un unb fein ©Hbfi wegwerfen.
SBenn bie Steligion fn biefet SBeife auf bie ^l^ätigfeit be^ ältenfc^en 93ef(i^las legt; fo (ann fle il^m eigentümliche 9Sot^ f4)tiften mad^en^ t>it bet 9Semfinftig(eit ber SOBelt entgegengefe|t finb. S^agegen ijl bie Sßeltn>eidl^eit aufgetreten^ weld^e ba^ fEBal^rl^afte in t)er äBirtU^^feit ertennt, im 93en>ugtfe^n be^ ®eifle6 ffttb bie ^rincit>ien feiner greil^eit erwad^t unb t>a fnb bie Snf^rud^e ber ^iljieit mit ben religiofen ^rinci))ien/ bie fene (Sntfagung forberteu; in £am|)f geratl^en. ^n ben tatl^O:^ ttft^en Staaten Uelzen Stetigion unb ®taat fo einanber gegen:« ihtt, wenn bie fubjectibe greil^eit flc^ in bem äJlenfd^en auftl^ut.
Sn biefem @egenfat f))rid^t ^6) bie ll^etigi;>n nur auf eine ttegatit)e SBiife au^ unb forbert t)on bem äJlenf^^en; ia^ er aller greil^eit entfage; biefer ®egenfa( ifi naiver biefer^ baf ber Virnfif in feinem wirttid^en Sewuftfe^n äberl^au))t an f!c^ ted^tlo^ fe^ unb bie Stetigion in bem ®ebiet ber wirttid^en ®ittlid^teit feine abfotuten Sted^te anertennt S)a^ ijl ber un^ itl^tnxt Unterfd^ieb, ber bamit in bie mobeme SBett eingetreten i^/ baf nbtx^anpt gefragt wirb, ob bie ^rei^eit ber SOtenfd^en aü etwad an unb für fld^ SEßal^rl^afte^ anertannt werben foU^ ober ob f(e t>on ber Stetigion verworfen werben barf.
€^ ifl fd^on gefagt worben^ baß bie Uebereinjlimmung ber Stetigion unb btü (Staate^ borlj^anben fe^n tann; bit^ ifi im Slltgemeinen bem ^rinci)) nad^; aber in abfiracter SBeife ber §ail in btn ))roteflantifd^en Staaten; benn ber ^rotefianti^mui^ forbert; baf ber äJlenfd^ nur glaube ^ wa^ er xoi^t, baf fein @ewitfen ald ein ^eitige^ unantafibar fe^n foUe; in ber gött:« Ud^en ®nabe ifi ber äXenfc^ nid^td ^aff!t>e^; er ijl mit feiner fttbfectiven gretl^eit wefentlid^ babei unb in feinem äBifeU; äBolIeU; ®lauben ifi bo^ SJ^oment ber fubiectit^en greil^it au^^« tifitcHid^ gefmrbcrt. ^n ben ataatrn onbmt Steltgtoa tarn H basrgm fe^ii, ba$ brtbe @rttni ntc^t ubennifKminni, baj hu StetigUm l»9ii brm ^rlnci)) it^ QtaaM mitrrfc^iebm ifl; Mcff feigen mir in einem »ett an^gebreiteUn ftreife^ einer ®eitt eine 9teli0ion^ bie ba^ ißtmtip ber greil^eit ntd^t anertennt, anbrer ®eit4 eine StoaUDerfoffung; hit boffelbe jnr @ntnb(age moi^t SBBemi ni<m fagt^ ber SRenfc^ tfi feiner 9tatur na4 frei, fo ift ba^ ein ^xincip Don nnenbttc^em SBertbr; bleibt man aber bei biefer Sbfiraetion, fo laft ffe (einen Crgani^mn« ber dtoott« t^erfaffnng auftommen, benn biefer fmrbert eine Ottebemng, »orin bie ^fltcl^ten unb Redete befd^ranft »erben; jene Wm ^Iraetion (Sf t (eine Ungleid^^eit jU; welche eintreten mnf, menn ein /Drgant^mtti nnb bamit wal^r|^afte £ebenbigtett Statt fKiben folt.
2)ergtei(l(ien @runbfafe ffnb »aj^r, bnrfen aber ntd^t in iirrcr Kbfhroctton genimimen merben; ba^SBifen/ baf berSRenfcl^ ber StatttT/ b. I^. bem Segrif nad^ frei ifi, gel^ört ber nenem 3eit mi mag nun aber bei ber Sbfiraetton fiel^en geblieben metben ober niil^t, fo tann e^ fet^n, baf btefen (SninbfSf en bie fteligion gegenäberfiel^t, ive^e biefetben nid^t anerfennt, foni» bem fU aU red^tlo^ betrad^tet unb nur bie SBitttür für xtäfU mSfig. a€ tritt alfo notl^koenbtg ein &f ein, brr ffd^ nid^t 'onf loal^rl^afte SBeife au^gleid^en laf t.!Z)ie Sieligion forbert bod Kttfl^eben beo SBiUen^, ba^ toeltUd^e ^rincif» legt i(in ba« gegen jn 0runbe; toenn jene religiöfen ^nnci))ien H<t) geltenb m^tU; fo tonn ti nid^t anbete gefd^el^en, aU baf bie Stegie^ nmgen mit (Semalt oerfaf^ren unb bie entgegenjlel^enbe Steltgion iierbrSngen ober bie^ toetd^e betfetben angel^oren, aU ^artli^ei hOfonhtUi. IDte Sletigion aU Äitä^t tarn ba wo^l ttug fei^n nnb Sttferlid^ nad^giebig, aber e^ tritt bann ^nconfequenj in ben ®ei1iem ein. S)ie Sßelt l^ält fefi an einer befiimmten SUIigion unb l^ängt jugleid^ an entgegengefe^ten ^rinct))ien: infofem man biefe au^ful^ unb bod^ nod^ ju teuer Stetigton 148 Urtier X^eiC. Sednff ber üt^lmm gel^ören toiU; fo ijl hai eine grofe ^^nconfequen). @o l^aben bte ^tansofen ). %v ^i^ ^<^^ ^rmci|) ber n>eltU^en ^etl^eit fefH^alten^ in ber äli^at aufgel^ört^ ber tatl^oUfd^en Sletigion an^ iUit^oxtn, benn biefe tann nid^t^ aufgeben^ fonbem t^e fotbett (onfeqiient in %Utm nnbebingte UntettDerfung unter bie ^ird^e. Religion unb @taat flel^en auf biefe äQeife im SBibetf|)rud^: bie Ü^eligion läft man bann auf ber Seite liegen^ ffe foU f!d^ flnben/ xoit ffe mag; fe gilt nur at^ Qaö^t ber ^bit)ibuen/ um mld^t ber @taat fl^ ni^t ju befümmern l^abe^ unb bann mirb weiter gefagt; bie 9teligion fe^ nid^t einjumifd^en in bie @taat^t)erfafung. %qA @e(en fener ©runbfä^e ber greil^eit giebt t)Qr/ baf fle waljirl^afte fe^en^ n>eil ^t mit bem innerfien @elbj}ben>uftfei^n be^ fDlenfd^en }ufammenl^angen. SSSenn ei^ aber \n ber ^Si^at bie SSernunft \^, \>\t biefe ^rinci))ien f(nbet^ fo l^at ffe bie 93en>al^rl^eitung berfetben^ fofem fe n)al^rl^aft flnb unb nid^t formeU bleiben^ nur barin / baf ffe biefelben )tträd(fu|irt auf bie @rtenntnif ber abfoluten SBal^rl^eit/ unb biefe ifl nur ber ®egenjlanb ber $l^ilofD))l^ie; biefe muf aber t^oUjlänbig unb bi^ auf W \t\\t Slnal^fe jurüdf gegangen fe^n; benn-n^enn bie @rtenntnif ffd^ nid^t in ffd^ DoUenbet^ fo ijl fe ber (£infeitigteit be^ gormalidmud au^gefe^t^ ge|it ffe aber bi^ auf ben legten @runb; fo tommt ffe )u beut/ toa^ al^ ^öd^^^ fiei^; (xU ®ott anertannt ifl. @^ täft ffdji alfo n)ol^l fagen^ bie @taat^t)erfafttng foUe auf ber einen @eite'flef^en bleiben^ bie Steligion auf ber anbeni; aber ba ifl biefe ®efal^r t>or^ l^anbeU/ baf fene ®runbfa(e mit (Siafeitigteit belj^aftet bleiben. 9Bif f^l^en fo gegenn>ärtig bie SBett t>oU bom ^rinci)) ber greil^eit^ unb baffetbe befonber^ auf bie ©taat^berfaffung ht^ sogen: biefe $rinci))ien ^n^ rid^tig^ aber mit bem gormaU^^^ mu^ bebaftet ffnb f[e aSorurtJ^eiU; inbem bie (Srtenntnif nid^t bi^ auf ben legten ®runb gegangen ifl; \>Qi attein ifl bie äSer::: föl^nung mit bem fd^led^tl^in (SubflantieUen t>orl^anben. — Sa^ Rubere nuu/ x^oA bei jener ä^rennung in Setrad^t tommt/ ifi btefe @eite^ baf, tomn mtn bie ^tinctt>ien bei: wittli^en ^eil[^ett }tt @runbe gelegt fEnb ttnb btefe flä^ lu einem @9fieme be^ Sled^t^ tntxoittün, iatani gegebene^ pofu tit)e @efe^e entflel^en unb biefe bie gotm Don junbifd^en ®efe(en übtt^anpt in Sejiel^ung auf bie ^nbit^ibuen tt^alittL 2)ie (Svl^altung ber ®efe^gebung ifi ttn @etid()ten anJ^eimge:» geben/ wer ba^ ®efe( übertritt^ wirb t>or ©erid^t gejogen^ nnb bie (Sxiflens bed (Sangen wirb in fotd^e furibifd^e gorm nbetl^anpt gefegt. 3^r gegenüber fielet bann bie ©efinnung^ bd^ 3^><^^^/ wetd^eid gerabe ber!ßoben ber Stetigion ifi. @d ftab fo jwei Seiten fld) einanber entgegen ^ bie ber SSSirtlid^^* teit angel^ören/ — bie po^tin ©efe^gebung unb bie ®ef(nnttng in 9[nfel)ung berfelben.
3n!ßejug auf bie SSerfafung giebt e^ l^ier jwei 01^:» fieme: ba^ mobeme @^fient; worin bie Sefünimungen ber ^eil^eit unb ber gange Sau berfetben auf formelle äßeife aufredet erl^alten werben^ ol^ne bie ®efinnung }u bead^ten. IZ)a^ anbere @9fiem ifi ba^ ber ®efinnung — ba^ grted^ifd^e ^rinct)) ubtt^aupt, ba^ wir befonber^ in ber ))tatonifc^en Hu puhlii entwid(elt f(nben. äßenige @tanbe mad^en l^ierin bie @runblage au^^ iati ®ange berul^t fonfi auf ber Srgieli^ung/ auf ber Silbung^ weld^e gur äßifenfd^aft unb $I)ilofo)>l^ie fort^ geben fotl. S)ie $l^ilofo))bie fott bad ^errfd^enbe fe^n unb burd() fit fotl ber äKenfd^ gur @tttlid^feit geleitet werben: alte ®tanbe foOen ber ciofQoavvij tl^eill^aftig fe^n.
Seibe Seiten / bie @ef[nnung unb fene formelle SonflitU:9 tion^ flnb ungertrennlid^ unb töttnen fld^ gegenfeitig nid^t entbel^ren; aber in neuerer ^tit ifi bie Sinfeitigteit gum aSorfd^ein gef ommen^ baf einer @eit^ bie Sonfiitution fld^ felbfi tragen foll unb ©eflnnung^ Sieligion / ®ewiffen anbrer @eit^ ali gleid^gültig auf bie @eite gefiellt fe^n foUeU; inbem e^ bie @taat^oerfaffung nid^t^ angelte ^ gu weld^er ®ef!nnung unb Steligion fU^ bie ^biDibuen benennen, äßie einfeitig ba^ aber 250 Srfler X^f. Sednf tet (Reli^m.
ifl/ erl^eUt bofaiti^/ baf bit @efe(e t)on Stid^tetn gel^anbl^abe Wirben / unb ba tommt e^ auf i^re Strd^tlid^trit / fo wie auf Ufvt Sinffd^t aU/ benn ba^ @efet lierrfd^t nid^t/ fonbent bie Steufd^en foOm U |^ert#en mad^en: biefe SSetl^atiflung ifl^ ein <£onetete^; ber jBide bei Slenfd^en^ fo wie i'^xt (Sinf!d^t^ müfen bal ^^tige baju t^nn. 2)ie ^^i^Itifl^) ^^^ ©ubfectl muf aud^ bell^alb oft entfd^etbeU/ weil bie bürgerlid^en @efe(e boi Sefiimmen fe|t weit füllten unb bod^ noc^ nid()t jebe)) Sefou:» bete betül^tren tonnen. (Sbenfo ein Sinfeittgel ifi aber aud^ bie ©effnnttng ffit Hdf, an weld^em ä)langel hit t)latonifd^e Sttpubiit leibet, ^n tefigen geiten will man fU^ gar nid(|t auf bte Sintid^t t^ertafen^ fonbern man will ältte^ nad^ pop tioen ®efe(en geleitet wifen. <£in grofel ^tiipitl biefer ^in:^ feitigteit l^aben wir in ber neueflen älage^gef^id^te erlebt: an ber @))i(e ber franjöfEfdl^en Slegierung l^at man eine reltgiöfe ®efbinung gefelj^en^ bie oon bet %rt war^ baf il^r ber @taat ibttl^anpt für ein Stedj^tlofel galt/ unb baf fle feinbfelig gegen bie aSSirtlidj^teit, gegen Sled^t.unb @ittlic^teit auftrat.!Z>ie le|le 9leoolution war nun bie golge tinta religiöfen ©ewifenl^ bol ben ^rinei^ien ber ©taatioerfafung wiberfi^rod^en Ij^at^ unb bod^ foU ti nun nad^ berfelben @taat^oerfafung nid^t borauf antommeu/ )u weld^er 9leligion ffdj^ bal ^nbioibuum betenne: biefe SoUiffon ift nod) fe|»r weit bat>on/ gelöfi J» feljn.
^ie ©efEnnung nimmt nid^t not(^wenbig bit gorm ber Sie« ligion an; ffe tann auc^ melier beim Unbefiimmten ftel^en bleiben. 9ber in bem^ wai man ba^ äSolt nennt/ ifl bie le^te SQa^r^ eit nidj^t in gorm t>on gebauten unb ^nncxpitn, fonbern wal bem SSolte aU Siedet gelten foU^ tann bau nur infofent/ oll ti 93e#immtel/ SSefonberei ' ifl. S)ief 93efiimmte bei 9ted^tl unb ber ®ittltd^{eit l^at nun für bai fSclt feine le(te Sewäl^ng nur in ber gorm einer t^orl^anbenen 9leli:> ftion/ unb wenn biefe nidj^t mit ben ^rtnci^ien ber greil^eit Der CitUud. 251 iufammenl^ängt, fe ift immer bte ©{Haltung uttb eine unauf:« getöjle (Sntimetung t)orl^anben/ ein feinbfetige^ SSer^ältnif^ ba^ flerabe im Staate niii^t liattflttben foIL Unter 9l0be^))ierfe 'l^at in ^xanUtiäi ber &(t)tticn regiert nnt> jtvar gegen bie^ tüetd^e nid^t in ber ©eünnung ber ^eil^eit waren; xotü fle t) erbaut ig gen)efen finb^ b. ^. nm ber ^ ©efinnung willen. 60 tjl aud^ ba^ SO^iniflerittm ^arl'^ X. t)erba4tig gewefen. 9lad^ bem gormeUen ber (Sonfiitution war ber SDlonard^ teiner SSerantwortUd^teit au^gefe^t; aber bief gormeUe l^at nid^t @tanb gel^alten; hit l^^naflie ijl t)om Z^tcn gejlärst worbett. . @o jeigt e^ fld^ ^ ba^ in Mt formell au^gebilbeten (S^onjli^ tution ber le^te 9(lotl^anter bod^ wieber bie ®ef!nnung ifl, bie in il^r bei (Seite geliettt war unb nun mit SBerad^tung aUer gorm fid^ gettenb mad^t. %n biefem äßiberf))rud^ unb an ber J^errfd^enben Sewuftloffgteit befelben ijl t^, baf unfere geit leibet.— Uebergang in ben folgenben S[bfd()nitt.
SSSir ^aben unterfd^ieben ben befÜmmteU; befd^rantten ' (luliu6 unb ben dnitn^ in bem Elemente ber greij^eit^ alfo benfelben Unterfd^ieb gefunben^ ber nbal^anpt in bie SBorfiellung ®otted fäUt.
3)ie beiben @eiten be^ ®eified in feiner £>biectit>itat; tx>it er ))or{ttg^weife ©Ott l^eift^ unb be^ ®eifie^ in feiner @ub^ jeCiit^ität; mad^rn bie ätealität be^ abfoluten Segriff^ t)on ®ott au^; ber aU bie abfolute Sinl^eit biefer feiner beiben anomente ber abfolute ®eifi i% S)ie 93efiimmt]^eit in einer biefer Seiten entf))rid^t ber anbern Seite ^ fEe ijl iit burd^^ gel^enbe allgemeine gonu/ in ber bie ^bee jlel^t unb bie toit^ ber eine Stufe in ber Totalität ber (Sntwid^elung berfelben aui^mad^t.
SBa^ nun biefe Stufen ber 9tealifirung betrift^ fo ifl im 93i^l|)erigen fd^on ber allgemeine Unterfd^ieb fefigefe^t/ baf^nad^ ber einen J^orm ber 9lealitat ber @eitl in einer 9ta^ biefem Untetfd^ieb ifi e« nun bie befitmmte Sleli:^ flion; bie junad^fl in bet folgenben Slbti^eitung betrad^tet n>irb.
^tt ttä^tiUtgcitbt ®inn txv be^immtett 9tellgion ifi Ut, baf bie Sieligion uberl!^attt>t aU (Sattung getiommen ft^, uttb bte btjlimmten Steligionm aU %ntn: biefeid SSetl^ältnif ^on ©attung }tt Sitten ifl einer Seiti^ gan} rid^tig^ wenn in anbeten äßtfenfd^aften t>om Sltlgemeinen )um Sefonbeten iibetgegangen witb: bau 93efonbete ifl abet ha nnt emt)itifd^ anfgenommen/ tu finbet fi^v baf ti biefe unb jene Sr^ittty biefe^ unb fene^ Sted^t giebt. ^n bet p^xloi^p^ütl^tn gßifenfd^aft batf nic^t fo t>etfal^ten iDetben/ bad Sefonbete batf nid^t ju bem allgemeinen li^iniutteten/ fonbetn ba^ SUlgenuin^ felbfi entfd^Iieft fÜf inm 93eflinunen/ jnm Sefonbeten; bet Segttfjr tl^eilt ^^ et mad^t tint utf))tunglid^e 93etlininiung aM ffd^. SOtit bet Setiimmtl^eit ubet]^au)>t ifl fogleid^ iCafet^n unb ßufommenli^ang mit atnbetem gefegt; toai beflimmt ifl/ ift für Xnbeted unb ba^ Unbei^ flimmte ifl gat ntd^t bo. ^ai, wofüt bie Steligion ifl^ bo^ 2)afe^ betfelben^ ifl ba^ SSemuftfet^n. 2)ie Steligion l^at il^te StealitSt aU Semuftfe^n.!Sief ifl untet 9tealif!tung hti 93egtif^ Stt Detflef^en: bet ^Ijialt witb babutd() beflimmt; baf unb toit et fut ba^ Semuftfet^n i$. Unfet ®ang ifl folgenbet: t9it (^oben bomlt angefangen/ ben Segtif bet Steligton/ bie Steligion an fid^ ju bettad^ten; ba^ ifl fle ffit un^, wie ii>it fle gefeiten l^abeU/ ein Slnbetetf ifl tu, baf f!e fld^ jum 93en>uf t« fe^n bringt. £>Ut mit anbeten SBotten: 91^ wit ben 93 e^ gtiff bet 9leligion bettad^teteU/ n>at biefet unfet ®ebante/ et l^at in biefem SOtebium unfettf @ebanfen^ txiftixt, toit l^en ben Segrif gebad|t unb et l^atte feine 9lealitat in mitm!Senf en.
256 Swßittt %f^U Zie bejKmmte üielmon.
* atber bte Stetigion ifi ni^t nur biefe^ @ubj[ectit>e; fonbrm ifl an unb für fld^ objectiD, ffr l^/it eine SCBeife bet ®jrifienj für fEd^ unb iit etile gorm betfelben ifi bie bet Unmittetbatteit/ n>o bit Steligion in il^t fetbfl nodd nid^t sum ©ebanteU; }ut Sleflejcion fottgegangen i$. i^iefe Unmittelbatteit treibt ffc^ abet felbfi gut fßetmittlung fott^ mit f!e an ^d^ ®ebante ifl unb erjl in ber tüal^rl^aften 9teligion n>irb e^ gen>uft^ wa^ ffe an unb für fld^ ifi, »a« i^x »egrif ifi; bie »itnid^e Ke^ (igion ifi bem fßegrif angemeffen. äBir "fyaUn j[e^t ben ®ang )u betrad^ten, n)ie bie toa^t'^afu Sleligion entfielet; bieStetigion ifi in il^rem Segrif ebenfo nod^ (eine 9teligion, benn ffe ifi tDefent^ lid^ nur im Sen)uftfei^n aU fold^e t)otl^anben. iDiefen (Sinn ^at ia^^ iPa^ tDit f^iet bettad^ten, ba^ ffd^ 9lealiflten be^ ^t^ gtifd. S)et gottgang be^ Ü^teaUflten^ ifi im Slttgemeinen on^ gegeben n)otben: ber fßegtif ifi ol^ Anlage im @ti% et mad^t bie innerfie äßal^rfieit befetben au^,. ab^r bet @eifi muf baju tommen, biefe SBai^rl^eit )u n)if en: bann etfi ifi. bie toa^x^aftt Sletigion wiMiö). Wtan tonn t)Ott alten Sleligionen fagen, fie fetten Stetigionen, unb entf))ted^en bem Segtif bet Sleligion, ju gleid^et geit abet, inbem fEe nod^ befd^ränft ffnb, mtfptti^tn fie bem Segtif nidj^t: bod^ abet muffen fie il^n enthalten, fonfi tüaten ffe ntd^t 9teltgionen; bet93egtif abet ifi auf t)etf(^iebene äßeife in il^nen t)otl^anben, ffe entfialten i^n nut juetfi an ffd^.
i^iefe befiimmten Steligionen ffnb nut befonbete äJlomente bti 33egrifi^ unb eben bamit entf))ted^en ffe bem Segtif nid^t, benn et ifi nid^t n)itnid^ inil^nen. &o ifi bet STlenfS^ ixoat an fl(b frei, bie ttfticanet, Xffaten abet ffnb e^ nid^t, xotü fit nid^t ba^ Sen)uf tfei^n befen l^aben, n>a^ ben Segtif be^ SJten^ fd^cn au^mad^t. 2)ie Stetigion ifi tim in i^ttt 33efiimmtl!^eit gu bettad^ten; bo^^öd^fie, bai etteid^t toitb unb mtbm tann, ifi, baf bie Sefiimmtl^eit bet 93egtif felbfi. ifi; m alfo bie @^tante aufgel^oben unb ba^ tetigiofe 93en>uftfe$n nid^t ^om Segtiff untetfdS^ieben ifi — bief ifi bie 3bee, bet Dotitommen teati^ fftte begriff, baDon tann abet et^ im legten Z^ttt bie Stebe fei^n.
(gint^eüung. • 257 95on biefen bejlimmten 9tetigionen ifl }uerfl bie @ intime t^ tung SU geben/ bie befonberen formen/ b\t bann}tt betrad^ten fEnb; gunad^fi muf bief jebod^ ottf aUgemeine äBeife gefc^el^en.
ftnnli^e Statur t>on' bem Sßefcnidaften unterfci^ctbet/ fo fta|[ ba^ Slaturlt^e nur aU t>etmtttcU burd^ ba^ Sßrfenl^afte gttmift tDtrb. $ter tfl e^^ too erfl Sleltgton etttfifldctt fann.
93ei bitfft SrJ^ebung )um Sßefcnl^aftm i^abtn iDtt ben SSegtiff biefetSrl^ebuita nhtx^aupt ju betrad^ten. ^irtr wirb bttr (Segctifianb auf grmiffe äßetfe bejlimmt unb btef SSal^rr^ l^on betn M ^<^^ SSeiDugtfc^n untcrfc^ribet^ ifi ©Ott. S)tffe (gt^ebung ifi batfclbr^ U)a^ abfitacter in ben Semetfen ))om Z)afe9n ®otte^ t>orfommt. ^u allen biefcn 93en)ctfcn tfl €tne unb biefelbe Sr^icbung; nur tft ber 91u)^9ang^))untt unl) bie Statut bieft^ äBefcn^ t>rrfd^irben. S)a^ abet^ btefe Stl^e:« Bung }u ®ott^ fo unbfo bcftitnmt^ ifi nur bie @tne Seite, ^ai 8(nbere ift bieUm{el()rung: @ott/ fo unb fo beflimmt/ t^erl^alt ^ jum 6ubject/ ba^ f[(b etl^oben l^at.!S)a tritt bann ein^ n>ie ba^ Gubf ect befümmt ifi; e^ n>eif ffd^ aber fo, toit (Sott befiimmt i^.
ebrnfo ifi bte bemußte Stid^tung be^ @ubjcctd gu biefem Sßefen anzugeben unb ba^ bringt bie @eite be^ (Suitu« l^er^ cin^ ba^ gufamntenfd^liefen be^ Subfectd mit feinem äßefen.
S)ie Sintideilung ifi alfo folgenbe.
1. 3>ie natärlid^e Steligion, fEe ifi (Sinbeit be^ ®ei^ fügen unb 9latürli(^en unb in biefer nodb natfirUd^en €in](ieit ifi ^xit ®ott gefaßt. S)er äTlenfd^ in fetner Unmittelbarfeit ifi nur ftttnlid^e^, natfirlid^e^ äBiffen unb naturlid^e« SßoQen. ^n^ fofern bad äKoment ber 9te(igion barin ifi unb ba^ SDloment bfr erbebung nod^ in bie Slaturlid^teit eingefd^Ioffen ifi, fo ifi ba (Stma^, ba^ bod^ ein -^öbere^ ft^n foU aU nur tin Xln^ mittelbare^. Tiai ifi bie gauberei.
2.!S)ie Sntimerung be^ Seiouf tfe^niS in f!d^ fetbfi, fo baß e^ fEd^ koeif aU bloßem Statiirlid^e^ unb bat)on unter« fd|eibet ba^ SEßabrbafte, SBefenbafte^ in totl^m biefe 9la« turtid^teit, ^nblid^feit nid^td gilt unb gemußt mirb M ein 9tid^tige^. Sßäbrenb in ber natürlid^en 9teIigion ber @eifi nod^ in SteutratitSt mit ber 9latur Uht, ifi nun @ott aU bie a>« ■ foluteSTlad^t unb Subfianj befiimmt, in meld^er ber natura Qint^eiim^. 259 A. ber Staturreligion an^.
B. bie Sleltgion ber geifligen 3nbit>ibuatitat ober ber freien ©ubfectiDität.
$ier ifi e^^ bafii ba^ geifiige gürfid^fe^n be^ @nb^ feet^ anfängt^ ber ©ebante bad ^errfd^enbe^ Sefiimmenbe ifi unb baf bie 9taturlid^{eit^ aU ein nur tiufben>al^rte^ SJloment^ nur )ttm @d^ein l^eruntergefe^t ifi aU Sceibentette^ gegen ba^ (SubfiantteUe^ im Sßerbaltnifi su il^m^ baf e^ nur 9latur(eben mirb^ Seibtid^teit für ba^ @ubfect^ ober bod^ ba^ fd^Ied^tl^in betermintrte ifi loon bem Subfect.
Qi Fommen aud^ l^ier n^ieber brei gormen t^or.