SigPhi · Gustav Theodor Fechner

Elemente der Psychophysik, Band 2

German

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gleichen in etwa halb so grosser oder doppelt so grosser Entfer- nung so, dass beider Projectionen auf den Hintergrund neben ein- ander fallen, und suche die Spitzendistanz des zweiten, Fehl- distanz, nach dem Augenmasse der Normaldistanz gleich zu machen. Ungeachtet nun die Fehldistanz bei gleicher Grösse mit der Normaldistanz in Betracht ihrer anderen Entfernung vom Auge ein doppelt so grosses oder nur halb so grosses Bild im Auge giebt als die Normaldistanz, macht man sie doch derselben, bis auf ei- nen kleinen variabeln und constanten, Fehler gleich; und zwar ist der constante Fehler bei mir der Art, dass ich die Fehldistanz. wenn sie entfernter als die Normaldistanz ist, immer ein wenig zu klein, wenn sie näher ist, ein wenig zu gross mache, was den von der verschiedenen Entfernung abhängigen Unterschied zwischen der Grösse der Distanzbilder nur noch vermehrt. Hingegen machte eine andere Person die Fehldistanz, sowohl wenn sie die nähere, als wenn sie die entferntere war, immer ein wenig zu gross, eine dritte die nähere ein wenig zu klein, die entferntere ein wenig zu gross. Dabei ist zu bemerken, dass auch, wenn man beide Distan- zen aus gleicher Entfernung vom Auge vergleicht, ein kleiner con- stanter Fehler begangen wird, der bei mir, sowohl bei Rechts- lage als Linkslage der Normaldistanz gegen die Fehldistanz, nega- tiv, bei der anderen Person positiv, bei der dritten positiv bei Rechtslage, negativ bei Linkslage der Normaldistanz ist*).

Wie leicht zu erachten, kann die der Wahrheit so nahe kom- mende Gleichschätzung hier weder auf Gleichheit der Bilder noch der Augenbewegung beruhen, sondern es müssen andere Um- stände da sein, welche die in dieser Hinsicht stattfindende Un- gleichheit bei der Schätzung corrigiren, und es sind Versuche der Art überhaupt gut geeignet, es scharf zu beweisen. Unstreitig ist es eine Erziehung durch Erfahrungen, welche die das Urtheil mit- bestimmenden Momente an die Hand giebt. Wenn aber das durch *) Das Nähere dieser noch nicht vollendeten Versuchsreihe theile ich künftig anderen Ortes mit. Die Spitzen (blau angelaufene Stahlspitzen) waren parallel, längs einer Stange beweglich, und wurden mit zwei Augen gegen eine weisse Thür betrachtet. Bei Anwendung blos Eines Auges kam bei der dritten der obigen Personen das gleich geschätzte Verhältniss beider Distan- zen dem wirklichen Verhältnisse der Bilder im Auge etwas näher, was bei mir nicht der Fall ist, blieb aber auch dort noch weit hinter dem wirklichen Ver- hältnisse zurück.

Ks: Erfahrungen erzogene Urtheil über die Entfernung vom Auge un- willkührlich und zwingend bei der Grössenschätzung mitbestim- mend wirkt; warum nicht auch das durch Erfahrung erzogene Urtheil über die Lage des Bildes auf der Netzhaut?

Ausserdem würde ich nach meinen eigenen Erfahrungen nicht einmal wagen, den Satz geradehin auszusprechen, dass das Bild auf den seitlichen Partieen der Netzhaut noch eben so gross er- scheine, als auf den centralen. Ich finde es schwierig, wegen Un- deutlichkeit des seitlichen Bildes ein sicheres Urtheil in dieser Hinsicht überhaupt zu fällen; doch scheint mir immer die Aus- dehnung eines hellen Gegenstandes bei Abwendung des Blickes davon im indirecten Sehen etwas zusammenzuschwinden und bei Zuwendung in directer Fixation sich zu erweitern. Ich will jedoch hierauf kein besonderes Gewicht legen, da hiebei subjective Täu- schung möglich wäre, und Andere doch nicht dasselbe zu finden scheinen.

Unstreitig kann man der Ansicht Weber’s noch nicht die Evidenz beilegen, welche physiologische Ansichten haben, die nur der unmittelbare Ausdruck von Thatsachen sind; doch scheint sie mir namentlich bei zusammenhängender Berücksichtigung dessen, was für Haut und Auge gilt, durch gewichtige Thatsachen gestützt und bisher noch als die lichtvollste Grundlage für die Theorie der extensiven Empfindungen, an die ich mich daher im Folgenden halten werde, was nicht hindert, in Nebenbestimmungen dersel- ben von ihrem Urheber abzugehen oder solche noch in Frage zu stellen.

Es ist bis jetzt noch streitig, ob die Empfindungskreise rein juxtaponirt sind oder in einander übergreifen (interferiren), wie viel im Minimo nöthig sind, die Empfindung einer merklichen Aus- dehnung oder Distanz zwischen zwei Puncten zu erzeugen, welche Rolle die Bewegung der Augen bei Schätzung der Grössen und Distanzen spielt. Diese Fragen sollen hier mit vielen anderen, das Distanzmass betreffenden Fragen, über die ich keine neue Auf- klärung zu geben weiss, dahingestellt bleiben*), dagegen auf ei- nige Puncte näher eingegangen werden, deren Untersuchung be- züglich der Stellung, die unsere Lehre zu den extensiven Empfin- *) Man vergl. die Literatur dazu Th. I. S. 295.

ve dungen bei Annahme der Weber’schen Ansicht einzunehmen hat, besonders wichtig erscheint, oder für welche sich aus unserer Lehre neue Gesichtspuncte, oder aus Versuchen neue Thatsachen ergeben.

Auf manche Puncte, die hier besprochen werden könnten, gehe ich namentlich desshalb nicht ein, weil Untersuchungen dar- über, mit welchen Volkmann beschäftigt ist, vielleicht geeignet sein könnten, in Zukunft noch mehr Licht darüber zu verbreiten.

Der Kürze halber verstehe ich unter Nervendichtigkeit im Folgenden die Zahl Empfindungskreise im Verhältnisse zu der Ausdehnung, in der sie liegen, oder kurz ihre Zahl, dividirt durch diese Ausdehnung. Unstreitig kommt es schliesslich vielmehr auf Anordnungs-,, Vertheilungs-, Zusammenhangsverhältnisse der centralen Enden der Empfindungskreise als deren Verhältnisse auf Haut und Netzhaut selbst an; aber jene sind unbekannt, und die Beobachtung kann sich nur an letztere halten.

Abgesehen von der angeborenen Einrichtung unserer Empfin- dungsorgane, welche uns nach Weber's Prineipe eine Ausdeh- nung um so grösser erscheinen lässt, je mehr Empfindungskreise sie deckt, wird ein durch Erfahrung gebildetes Urtheil noch durch viele Umstände bei der Grössenschätzung mitbestimmt; und es ist wichtig, beides nicht zu vermischen, zu verwechseln oder eins zu einseitig geltend zu machen.

So viel möglich, wird im Folgenden von den das Urtheil bei der Grössenschätzung nach Erfahrung mitbestimmenden Ursachen abstrahirt werden, um blos das, was von der angeborenen Ein- richtung abhängt, in Betracht zu ziehen.

Wenn ich die Augen schliesse, habe ich ein schwarzes Ge- sichtsfeld, welches mir eine sehr geringe Ausdehnung zu haben scheint. Wenn ich die Augen öffne‘ und in eine reiche Gegend blicke, scheint mir das Gesichtsfeld ungeheuer; wenn ich mich auf dem Meere befinde, ohne fernes Land oder ferne Schiffe zu sehen, oder auf einer öden Fläche, wo keine Gegenstände in der Ferne mir einen Anhalt des Urtheiles über die Ferne des Horizontes ge- ben, erscheint mir der Horizont sehr nahe, der Gesichtskreis eng.

In allen diesen’ Fällen bleibt die angeborene Einrichtung, welche der Grössenschätzung unterliegt, dieselbe; aber bei ge- schlossenen Augen fallen die unser Urtheil nach Erfahrung mit- bestimmenden Gründe, namentlich alle Verhältnissbestimmungen, ü m. a weg. Ich halte daher die Grösse des Gesichtsfeldes, so wie sie uns bei geschlossenen Augen erscheint, für diejenige, welche uns die blos von der angeborenen Einrichtung abhängige Grössener- scheinung, die der Ausdehnung und Nervendichtigkeit unserer Netzhaut entspricht, am reinsten repräsentirt.

Es hat etwas Merkwürdiges, dass sich durch Oeflnung unse- rer Augen am Tage die extensive Grösse des Gesichtsfeldes schein- bar ungefähr in demselben Verhältnisse vergrössert, als dessen Helligkeit.

Wundt in seiner Abhandlung über Tastversuche in Henle und Pfeufer Zeitschr. 1858 führt S. 262 folgenden Versuch an: »Man nimmt zwei gleiche Zirkel mit abgeschliffenen Spitzen, mit dem einen derselben berührt man bei einer bestimmten Zir- kelöffnung die gewählte Hautstelle der dem Versuche sich unter- ziehenden Person; dieser, die ihr Gesicht vom Experimentirenden abgewendet hat, giebt man den zweiten Zirkel in die Hand und lässt sie mit diesem nach dem Augenmasse die Entfernung der Spitzen des ersten Zirkels, so wie sie ihr nach dem Gefühlsein- drucke erscheint, bestimmen. Da hiebei die Unsicherheit des Au- genmasses im Vergleiche zur Unsicherheit der Gefühlsschätzung verschwindend klein ist, so giebt die Vergleichung der scheinba- ren, aus der Gefühlswahrnehmung bestimmten Entfernung der Eindrücke mit ihrer wirklichen Entfernung ein unmittelbares Mass ab für die Feinheit der Haut in der Raumschätzung« u. s. w.

Der hier ausgesprochenen Voraussetzung, dass die Unsicher- heit des Tastmasses unvergleichlich grösser sei, als die des Augen- masses, vermöchte ich nicht beizutreten, und mithin auch nicht dem darauf gebauten Massprineipe; vielmehr kommt die Feinheit in der Distanzschätzung durch das Tastmass unter den dafür gün- stigsten Umständen der durch das Augenmass ziemlich nahe.

Ein eben so leichtes als genaues Mittel, diess zu constatiren, liegt in Versuchen nach der Methode der mittleren Fehler, welche ich im 8. Kapitel auseinandergesetzt habe. Nun habe ich viele Ver- suche zu verschiedenen Zeiten und zu verschiedenen Zwecken über Augenmass und noch mehr über Tastmass nach dieser Me- thode angestellt, und bei beiderlei Massen je nach der Anstel- lungsweise der Versuche, der Stufe der Uebung und bei dem Tastmasse auch nach dem Hauttheile sehr verschiedene Verhältnisse gefunden, niemals aber und nirgends solche, nach welchen die Genauigkeit der Schätzung durch das Tastmass als verschwindend klein gegen die durch das Augenmass gelten könnte, wennschon sie immer geringer für das Tastmass als Augenmass geblieben ist. Ich begnüge mich hier, die Maximumwerthe, die ich bei beiderlei Massen in möglichst vergleichbaren Versuchen mit geübten Orga- nen erhalten habe, anzuführen.

In einer Tastversuchsreihe nach der Methode der mittleren Fehler, welche ausführlich im folgenden Kapitel als Reihe VI. Abth. y beschrieben ist (wo man das Detail nachlesen kann), wurde auf dem Vordergliede des linken Zeigefingers eine Normaldistanz = 10 d*), angewandt. 400 Versuche (je 100 in einer anderen Zeit- und Raumlage angestellt) gaben einen einfachen reinen variabeln Mittelfehler der Schätzung, der (nach Correction wegen des endlichen m und wegen Grösse der Intervalle) nur z1, der Nor- maldistanz betrug, einen constanten Fehler (im Mittel seiner ab- soluten Werthe bei allen 4 Zeit- Raumlagen bestimmt) gleich z'; der Normaldistanz. Der reine variable Fehler ist hiebei massge- bender als der constante für die Genauigkeit der Distanzschätzung, weil der constante Fehler nur von dem ungleichen Verhältnisse abhängt, in welchem die verglichenen Grössen nach Zeit, Raum und anderen Umständen in den Vergleich eintreten, wie früher genügend besprochen ist. Uebrigens kann auch der constante Feh- ler bei Tastversuchen noch beträchtlich geringer ausfallen, als vorhin, denn bei einer anderen Abtheilung derselben Versuchs- reibe, d. i. Reihe VI. Abth. @, welche keine gleiche Genauigkeit der Distanzschätzung gestattete, daher einen erheblich grösseren variabeln Fehler gab, wurde im Mittel ebenfalls von 400 Versuchen für dieselbe Normaldistanz auf demselben Fingergliede ein (corri- girter) reiner variabler Mittelfehler = 57% der Normaldistanz, ein constanter Fehler nur = „1; der Normaldistanz erhalten. Die Ab- theilung @, wo der reine variable Fehler grösser, der constante Fehler kleiner war, und Abtheilung y, wo das Umgekehrte statt- fand, unterschieden sich darin, dass bei Abtheilung « die beiden Zirkel, durch welche die Distanzen (Normaldistanz und Fehl- distanz) bestimmt wurden, von einem Gehülfen applicirt wurden, bei Abtheilung y aber der Finger zwischen dem Normalzirkel und Fehlzirkel, welche neben einander festgeklemmt waren, hin- und herbewegt wurde, wie im folgenden Kapitel näher beschrieben ist, wodurch diese Versuchsreihe um so vergleich- barer mit der folgenden über das Augenmass wird, sofern auch die Augen bei den Augenmassversuchen von einer verglichenen Distanz zur anderen wandern. Letztere Application der Zirkel kann nach kurzer Uebung viel gleichförmiger, als die durch einen Gehülfen, geschehen; daher der so viel kleinere variable Schü- tzungsfehler.

Die Versuche über das Augenmass, bei. welchen ich bisher die kleinsten Schätzungsfehler erhalten habe*), sind mit Distanzen angestellt, welche durch die verticalen, blau angelassenen, sich rein conisch zuspitzenden Stahlspitzen (von 19,7 d Länge) zweier ganz gleicher Stangenzirkel**), gegen eine dem Fenster gegenüber befindliche weisse Thür als Hintergrund neben einander gehalten, bestimmt sind. Es gaben mir bei derselben Normaldistanz = 10 d, 200 Beobachtungen (100 bei rechter, 400 bei linker Lage der Nor- maldistanz) einen (corrigirten) reinen variabeln Mittelfebler = „}5 der Normaldistanz und einen constanten Fehler =;4; der Nor- maldistanz, welcher bei beiden Lagen negativ war. Es wird Ge- legenheit sein, anderwärts auf diese Reihe zurückzukommen, da dieselbe nur Theil einer, zu anderen Zwecken angestellten, Reihe (vgl. S. 312) ist.

Die Versuchsweise, welche Wundt auf seine Voraussetzung gründet, tritt unter die Th. I. S. 131 betrachtete Methode der Aequivalente, und kann sie auch das nicht leisten, was Wundt damit beabsichtigte, so hat sie doch einiges Interesse, insofern sie einen vergleichbaren Massstab für die Schätzungsweise von Distan- zen mit Haut und Auge an die Hand giebt.

*) Sie sind sehr erheblich kleiner, als die, Th. I. S. 244 fl. bei geringe- rer Uebung und mit unvollkommenen Massregeln erhaltenen.

**) Also durch 4 parallele Spitzen, je2 für eine Distanz. Drei parallele Spitzen, eine mittlere zwischen zwei seitlichen an derselben Stange sind un- streitig noch vortheilhafter zur Bestimmung beider zu vergleichender Distan- zen, und meine Stangenzirkel auch hierauf eingerichtet, aber ich habe noch keine Versuche auf diese Weise angestellt. Zur Vergleichbarkeit mit den Tastversuchen war obige Anwendungsweise vorzuziehen.

PER aha ——epR * u a = m Freilich ist der Vergleich weit unsicherer, als wenn man sich der Methode der Aequivalente in einem Sinnesgebiete für sich be- dient, und wohl überhaupt nur durch Erfahrungen, die wir frü- her beim beziehentlichen Gebrauche der beiderlei Sinnesorgane gemacht haben, vermittelt. Auch bin ich nicht ganz sicher, dass man sich nicht eine Art Vergleichsmassstab dabei in der Phanta- sie willkührlich macht, und den einmal gemachten dann ungefähr einhält; indess findet man über gewisse Gränzen hinaus eine mit einer Tastgrösse verglichene Augenmassgrösse entschieden und ganz unwilikührlich respectiv zu gross oder zu klein; so dass nur der Verdacht bleibt, ob nicht die Gränze der Schwankung durch eine Mitbestimmung Seitens der Phantasie verringert werde, was ich zwar bei den folgends mitzutheilenden Versuchen möglichst zu vermeiden gesucht habe, was ich aber doch nicht als fehlend verbürgen kann. Jedesfalls dürfte sich blos durch viele Versuche an mehreren Personen und unter sehr abgeänderten Umständen etwas Bestimmtes aus derartigen Versuchen schliessen und das Constante vom Zufälligen scheiden lassen; es liegt mir aber kein wichtiger Gesichtspunet vor, welcher zur Mühe so ausgedehnter Versuche auffodern könnte. Jedoch will ich die Resultate einer eigenen Versuchsreihe anführen, die eine Variation nach einigen Umständen enthält, ohne dass ich freilich schliesslich eine beson- ders belangreiche Folgerung daraus zu ziehen wüsste. Vielleicht kann sie doch in Zusammenstellung mit etwa von Anderen vorzu- nehmenden Versuchen nützlich werden und auf einige dabei wahr- zunehmende Puncte aufmerksam machen.

Die Distanz, welche als feste dem Vergleiche untergelegt wird, heisse die A-Distanz, die äquivalent damit gefundene die B-Distanz.

Eine A-Distanz = 10. d wurde auf einer, auf weissem Pa- piere gezogenen horizontalen schwarzen Linie durch zwei kleine Strichelchen abgegränzt, aus gewöhnlicher Sehweite betrachtet und dann mit einem gestielten und an den Stielen gefassten Zirkel ohne Zuziehung der Augen die äquivalent erscheinende B-Distanz dazu auf dem linken Mittelfinger gesucht, so dass allemal die hin- tere Spitze in die Gelenkfuge zwischen dem vorderen und Mittel- gliede, die andere nach vorn aufgesetzt wurde. Im Mittel von 100 Versuchen fand ich in einer ersten Abtheilung der Versuchsreihe mit 10 d des Augenmasses 8,582 d des Tastmasses äquivalent, was ich kurz schreibe: Eine zweite Abtheilung der Reihe gab mir eben so im Mittel von 400 Versuchen äquivalent mit 5 d Augenmass 5,842 Tası- mass; also Augenm. A 5 = Tastm. B 5,842. Während bei der vorigen grösseren Distanz die Augenmassgrösse überwog, überwog hier, wie man sieht, die Tastgrösse.

In einer dritten Abtheilung wurde umgekehrt eine Distanz = 10 d auf dem Fingergliede abgegränzt, und dazu auf einer lan- gen Horizontallinie die dem Auge äquivalent erscheinenden B-Di- stanzen hinter einander mit Strichelchen abgegränzt; dann jedes- mal 10 solche Distanzen zusammen gemessen. Ich finde diese Gleichschätzung, wo die A-Distanz auf die Tastseite fällt, beson- ders unsicher, unsicherer als die in umgekehrter Richtung, und nicht durch langes Probiren zu heben. Die Abgränzung der 40 äquivalent geschätzten Distanzen geschahe daher immer schnell hinter einander nach eben so viel Hautberührungen mit dem Zir- kel ohne Achthaben auf die vorher abgegränzten Distanzen. Im Mittel von 100 Versuchen wurde mit Tastmass A 10 äquivalent gefunden Augenmass B 13,473.

In einer vierten Abtheilung wurde A Tastm. 5 = Augenm. B 3,202 gefunden.

Man könnte meinen, es müsse den Vergleich erleichtern, wenn man die Augenmassgrösse fortgehends im Auge behält, während man das Tastäquivalent dazu sucht. Diess ist aber durchaus nicht der Fall. Nachdem ich die Augenmassgrösse in das Auge gefasst habe, muss ich die Augen schliessen, sonst weiss ich bei der ge- theilten oder zerstreuten Aufmerksamkeit das Tastäquivalent nicht dazu zu finden; und eben so schliesse ich die Augen bei der um- gekehrten Richtung des Vergleiches, während ich die Zirkel auf die Haut setze.

Vorstehende 4 Versuchsabtheilungen sind nicht im Ganzen hinter einander angestellt, sondern an jedem Tage in continuo nur ie 10 von jeder Abtheilung, also im Ganzen 40; nach Tagen wech- selnd in der Folge der Abtheilungen 1, U, Ill, IV, was mit > be- zeichnet werde, und IV, II, Il, I, was mit & bezeichnet werde. Um den Grad der Uebereinstimmung der Reihe in sich zu beur- theilen, folgen hier die Mittel der B-Aequivalente zu den obenstehenden A-Distanzen aus den einzelnen successiven Fractionen a 40 Beobachtungen.

Augenmass A Tastmass A Totalmittel| TIrIr1IrıN un...Ds zen meom oo or on on « w un. =» wa w w wm w 0 co w Man sieht, dass bei II und IV die Folge der Beobachtungen einen entschiedenen Einfluss hatte, indem &bei Il kleinere, bei IV grös- sere Werthe giebt, als >.

Nach den vorigen 4 Abtheilungen wurden jetzt 4 neue Ab- theilungen in ganz entsprechender Weise, nur so angestellt, dass die Distanzen, welche in den vorigen als B im Totalmittel gefun- den wurden, jetzt (unter Abrundung bis auf 4 Einheit) als A dem Verfahren untergelegt wurden. So wurden, zusammengestellt mit den vorigen Resultaten, folgende in den 4 Abtheilungen V, VI, VI, VIII erhalten.

Augenmass.

VII Tastmass. Verhältniss.

Die einzelnen Fractionen von V bis VIII gaben: Tastmass B Die Folge V, VI, VIl, VII gilt hier als >, die entgegengesetzte als «. Wie man sieht, ist der Einfluss der Folge hier in allen 4 Ab- theilungen merklich.

Ueberblickt man die Verhältnisszahlen der Tabelle der Resul- tate, so sieht man, dass die Abtheilungen, worin einander nahe A-Werthe der Augenmass- oder Tastgrösse enthalten sind, wie II und VI, IV und VIII, auch nahe zusammenstimmende Verhält- . nisszahlen geben, was geeignet sein kann, das Zutrauen in diese Art Versuche etwas zu erhöhen. Hingegen ist das Verhältniss zum Theil erheblich verschieden, je nachdem (merklich) dieselben Grössen als A oder B darin eingehen. I und VII zwar stimmen auch hiebei noch sehr gut, nicht so Ill und V, indem Augenmass B A3,475 äquivalent mit Tastmass A 10; Augenmass A 43,5 mit Tastmass B 14,088 ist; eben so wenig stimmen II und VIII. Aber auch wenn man im Tastgebiete für sich Aequivalenzversuche zwi- schen verschiedenen Hauttheilen anstellt, finden sich entsprechende Verschiedenheiten in der Grösse des Aequivalente je nach der Richtung des Vergleiches, wonach es immer nöthig ist, das Mittel zwischen einander nahen A- und B-Werthen zu hähıfan. Diess ist in folgender Tabelle geschehen.

Augenmass. Tastmass. Die Tastgrössen steigen hienach viel langsamer auf, als die ihnen Fechner, Elemente der Psychophysik. II. 21 Sr EUW —- äquivalenten Augenmassgrössen; jene überwiegen bei kleinen, diese bei grossen Distanzen im Aequivalente.

Wenn wir auf der Haut im Sinne von Weber’s Auffassung die Distanz zweier Zirkelspitzen als eine Function der Zahl der zwischenliegenden Empfindungskreise schätzen, ohne dass doch diese Kreise selbst gereizt sind, und mithin, ohne dass sie bei der Empfindung selbst betheiligt scheinen, so ist der Grund von We- ber selbst im Allgemeinen darin gesucht worden*), dass wir durch frühere Erfahrungen, wo dieselben gereizt wurden, eine sich später unbewusst geltend machende Kenntniss derselben er- worben haben, und solche hienach in stillschweigender Erinne- rung zwischen die gegenwärtig gereizten Puncte einschieben, in- dem wir den Abstand der gereizten nach der Menge der zwischen- liegenden nicht gereizten, aber durch frühere Erfahrungen. uns ihrem Dasein nach bekannten, beurtheilen.

»Setzen wir, es würden auf zwei benachbarte Empfindungskreise zwei Eindrücke hervorgebracht, so würden diese in einen Eindruck zusam- menfliessen müssen; denn wir nähmen keinen Zwischenraum zwischen ih- nen wahr. Um einen solchen wahrzunehmen, müsste wenigstens ein Em- pfindungskreis zwischen den berührten Empfindungskreisen liegen, auf dem wir daselbst den Eindruck vermissten, den wir sonst dort zu empfangen und zu empfinden gewohnt waren; denn gerade der Umstand, dass wir auf den Empfindungskreisen, welche zwischen zwei berührten Theilen der Haut lie- gen und auf den wir oft Eindrücke empfunden haben, einen Mangel der Em- pfindung wahrnehmen oder daselbst Empfindungen von anderer Art erhal- ten, erweckt in uns die Vorstellung von einem Zwischenraume. « Hienach würden nicht gereizte Empfindungskreise fehlenden Empfindungskreisen bezüglich der Empfindungsleistung äquivalent sein, insofern nicht die frühere Reizung uns vom Dasein der- selben eine Kunde gegeben, die uns bei der gegenwärtigen Distanz- schätzung zu Statten kommt.

So consequent diese Ansicht auf die Grundvoraussetzung und die Thatsachen begründet erscheint, steht ihr doch eine wichtige Schwierigkeit entgegen. Die Zahl der Empfindungskreise in der zwischen den Zirkelspitzen gefassten Hautstrecke, die früheren Erfahrungen können dieselben bleiben, und doch die Ausdehnung, welche uns die Strecke zu haben scheint, sich ausnehmend ändern.

*) Berichte der sächs. Soc. 1852. 444.

Nach Chloroformirung oder Einnahme narkotischer Stoffe (Morphin, Atropin, Daturin) müssen die Zirkelspitzen ausseror- dentlich viel weiter gestellt werden, als sonst, um sie noch als distant zu empfinden, wie Lichtenfels und Fröhlich durch ausführliche und mehrfach abgeänderte Versuche gezeigt haben *). Volkmann hat mir mitgetheilt, dass nach schon früher von ihm angestellten Versuchen Erkältung der Haut denselben Erfolg habe, und Rüte, er habe bei einer Person, welche auf einer Seite des Gesichtes unvollständig gelähmt war, beobachtet, dass die Zirkel- spitzen beträchtlich weiter auf dieser Seite entfernt werden muss- ten, um noch Distanzempfindung zu geben, als auf der gesunden Seite. Ausgedehntere Erfahrungen hierüber hat neuerdings Wundt in der S.315 angeführten Abhandlung bekannt gemacht.

Ausserdem wirkt Uebung sehr stark abändernd ein, wie Ver- suche von Czermak, Volkmann und mir selbst”*) überein- stimmend gezeigt haben, und zwar nach Volkmann’s und eige- nen Versuchen in der Art, dass nicht einmal das Verhältniss der Empfindlichkeit bei verschiedenen Hauttheilen nach gleicher Uebung unverändert bleibt.

Beim Gesichtssinne kommen nach Aetherisirung, im Haschischrausche. bei manchen Gehirnleiden ähnliche Phänomene vor, als beim Tastsinne, de- ren Grund freilich in etwaigen Veränderungen der Gestalt und Lage der bre- chenden Medien oder Accommodationsänderungen gesucht werden könnte, wenn ihnen nicht so analoge Phänomene beim Tastsinne zur Seite ständen, für welche jene, ohnehin nicht sehr wabrscheinliche, Erklärung nicht pas- sen würde.

Panum, in seiner Abhandlung »die scheinbare Grösse der gesehenen Objecte« in Gräfe's Arch. f. Ophthalm. 4859. V. 4, führt (p. 16) namentlich folgende Thatsachen an: »Als ich vor etwa 40 Jahren einmal allein auf mei- nem Zimmer wegen einer unerträglich heftigen Neuralgie Aether inhalirte, machte ich eine Beobachtung, die mir unvergesslich geblieben ist, und über die ich oft vergeblich nachgedacht und Fachgenossen befragt habe. Ich fixirte nämlich, auf dem Bette liegend, ein an der Wand hüngendes grosses Bild, und nachdem ich in den Armen und Beinen ein dem sogenannten Ein- schlafen der Glieder ähnliches prickelndes Gefühl gehabt, und bei möglichst starkem Kneipen meiner Finger fast gefühllos gefunden hatte, wurde das **) Abgesehen von den in Verbindung mit Volkmann angestellten, welche er in den Sitzungsber. der sächs. Soc. 1858. S. 38 bekannt gemacht hat, stehen mir darüber Erfahrungen nach der Methode der Aequivalente zu Gebote.

Bild scheinbar immer kleiner und schien dabei in eine grosse Ferne hinaus- zurücken. Als es ganz klein geworden war, verschwand es, indem mir Alles vor den Augen schwarz wurde und heftiges Ohrenbrausen eintrat. Ich hörte nun mit der Aetherinhalation auf und lag eine Weile regungs- und empfin- dungslos ‚mit offenen Augen da; dann, als die Sinnesempfindung zurück- kehrte, wurde auch sogleich das Bild wieder wahrgenommen, anfangs sehr klein und fern, dann näher kommend und grösser werdend, bis es, nachdem Empfindung und willkührliche Bewegung völlig zurückgekehrt waren, die gewöhnliche Grösse erreicht hatte...Ein befreundeter College, dem ich die angeführte Erscheinung mittheilte, versicherte, dass ihm dieselbe auch, _ und zwar in seinen Knabenjahren in der Kirche, vorgekommen sei, indem er, mit aller Anstrengung das Gefühl der Schläfrigkeit bekämpfend, und mit unverwandtem Blicke den Prediger anschauend, diesen immer kleiner wer- den und in weite Ferne hinausrücken sahe. Ein Anderer behauptete, in ei- nem Typhus dieses Phänomen des Kleinerwerdens und des damit verbunde- nen in die Fernerückens angestarrter Objecte gehabt zu haben; und endlich erfahre ich; dass diese Erscheinung in der Psychiatrie sehr wohl bekannt ist und gar nicht selten von Personen, die an Gehirnaffectionen leiden, mit sehr grosser Bestimmtheit angegeben wird. Im Haschischrausche soll sie überdiess constant sein.« Insofern diese Thatsachen sich nicht ungezwungen der Auf- fassung Weber's unterordnen lassen dürften, bin ich geneigt, sie unter Mitbezugnahme auf die Verhältnisse der extensiven Gesichts- wahrnehmung unter folgenden Gesichtspunct zu fassen.

Auch ohne äussere Reizung bei geschlossenen Augen gewährt uns unsere Netzhaut die extensive Empfindung des schwarzen j Gesichtsfeldes, was darauf beruht, dass sämmtliche Empfindungskreise derselben durch schwache innere Erregung immer von selbst über der Schwelle sind, nur dass es, eben wie auch bei je- der durch einen schwachen äusseren Reiz bewirkten Empfindung erst einer besonderen Richtung der Aufmerksamkeit bedarf, diese Empfindung zum Bewusstsein zu bringen. Also schätzen wir hier die Distanz zwischen irgend welchen zwei Puncten der Netzhaut nicht nach der Zahl zwischenbefindlicher nicht gereizter, ih- rem Dasein nach nur durch frühere Erfahrungen bekannter, Puncte, sondern nach der Zahl innerlich erregter und vermöge dessen eine Empfindungsleistung gewährender Puncte, und wür- den, wenn ein Theil dieser Puncte gelähmt würde, eine geringere [ Distanz erblicken, trotzdem, dass die früheren Erfahrungen die- selben bleiben.: Meines Erachtens nun verhält es sich entsprechend mit dem Distanzgefühle der Haut, nur dass die Hautnervenfasern normaler— weise nicht immer in eben solcher Vollständigkeit durch innere Erregung über die Schwelle gehoben sind, als die Gesichtsnerven- fasern, sondern durch mancherlei Umstände darüber gehoben werden und darunter sinken können.

In der That ist sicher immer ein Theil der Hautnerven, welche zwischen zwei Zirkelspitzen gefasst werden, trotzdem, dass sie nicht ebenfalls berührt werden, in der Art erregt, dass wir vom Dasein und der Zahl der actuell erregten das Ausdehnungs- und Distanzgefühl ohne Rücksichtsnahme auf frühere Erfahrungen ab- hängig machen können. So, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf diesen oder jenen Theil der Haut richten, fühlen wir daselbst nicht nur meist Wärme oder Kälte, sondern haben auch abgesehen da- von ein Gefühl, welches uns von dem Dasein und der Ausdehnung des Theiles eine gewisse directe Kunde giebt, nur dass das Gefühl dieser Ausdehnung bei Weitem nicht so bestimmt wie in Auge ist; wir können von keiner so bestimmten und festen Erscheinung ei- nes Tastfeldes wie Gesichtsfeldes sprechen. Vielleicht aber wird man am leichtesten zugestehen, dass auf dieses Gefühl doch über- haupt etwas zu geben, und dass es nicht sowohl von früheren Er- fahrungen als gegenwärliger Erregung der Tastnerven abhängt, wenn man sich des Unterschiedes erinnert, den der Zustand der Taubheit der Haut beiDruck auf einen Hautnervenstamm von dem gewöhnlichen Zustande darbietet — bekanntlich nämlich erscheint uns ein Arm, dessen Nerv gedrückt ist, wie ein ganz fremder Kör- per, — und so sehr wir die Aufmerksamkeit darauf richten mö- gen, es wird nicht gelingen, dasselbe Gefühl seines Daseins und Umfanges zu reproduciren, was wir sonst dadurch zu erwecken vermögen.

Von nicht geringem Interesse scheint mir in Bezug hierauf - auch das Gefühl körperloser, ja so zu sagen raumloser, Existenz, welches sehr allgemein als Erfolg des Aetherisirens angeführt wird, sofern das Hautgefühl, was uns hauptsächlich von dem Da- sein unseres Körpers Kunde giebt, durch die Einwirkung des Aethers leicht unter die Schwelle herabgedrückt werden kann, obwohl unstreitig auch der Verlust des Muskelgefühles, was uns die Schwere unseres Körpers empfinden lässt, hiezu beiträgt, wie denn beide Empfindungen überhaupt meist zusammenwirken. Sollten wir im gewöhnlichen Zustande gar keine Empfindung von der Existenz unseres Körpers durch Haut- und Muskelgefühl haben, the so könnte natürlich durch das Aetherisiren auch keine verloren gehen; dass sie aber dadurch verloren gehen kann, beweist von anderer Seite eben so wie der Erfolg des Druckes auf einen Haut- nerven die Variabilität dieses Gefühles je nach dem Zustande, in dem sich die Nerven finden.

So schreibt Granier de Cassagnac*) von der Wirkung des Aethe- risirens: »Es war mir, als ob alles Aeussere verschwände; ich fühlte nicht mehr das Flacon in meiner Hand, bemerkte kaum, dass ich Kleider am Leibe hatte, und der Boden, auf welchem ich stand, schien mir seine ursprüngliche Realität verloren zu haben...die äussere und materielle Welt ist nicht mehr vorhanden. Wenn man sitzt, fühlt man nicht mehr den Stuhl, und wenn man liegt, nicht mehr das Bett unter sich; man glaubt förmlich in der Luft zu schweben.« — Ein anderer Beobachter **) giebt an: »Ich empfand von der Aussenwelt überhaupt, ja von meinem eigenen Körper nichts mehr. Die Seele war gleichsam ganz isolirt und getrennt von dem Körper.« — Dr. Bergson*%) giebt an: »Die Eigenschwere der Glieder verschwindet und man glaubt in der That in der Luft zu schweben...Im Tastsinne tritt ein Gefühl von Einschlummern der Hautnerven auf, und dieses steigert sich un- er prickelnder Empfindung nach und nach bis zu dem Grade, dass starkes Drücken auf die Haut der Hand, Kneipen, Stechen, Brennen gar nicht mehr empfunden wird.«— Aehnliches wird von der Einwirkung anderer Narkotika berichtet. So schreibt Madden (Fror. Not. XXVI. S.44) von der Wirkung eines Opiumrausches: »Im Gehen bemerkte ich kaum, dass meine Füsse die Erde berührten; es war mir, als glitte ich, von einer unsichtbaren Kraft ge- trieben, die Strasse entlang, und als ob mein Blut aus irgend einem ätherischen Fluidum bestände, das meinen Körper leichter machte, als die Luft.« — Ein anderer Beobachter sagt von der Wirkung des Haschisch +): »Die her- vorgerufenen Sensationen waren eine so ausserordentliche Leichtigkeit, so zu sagen Luftigkeit,«...und weiter: »die Limitationsempfindung (das Ge- fühl der Begränzung innerhalb der Schranken von Fleisch und Blut) fiel au- genblicklich weg. Die Mauern des organischen Leibes barsten und stürzten in Trümmer, und ohne zu wissen, welche Gestalt ich trug, da ich das Ge- sicht, ja jede Vorstellung von Form verlor, fühlte ich nur, dass ich mich zu einem unermesslichen Raumumfange ausgedehnt habe +-F)« u. Ss. w.