5) Meine eigene, vielfach von mir ausgefragte, Frau, Clara Maria, Schwester des Prof. Volkmann, 51 Jahre alt, mit in jeder Hinsicht sehr scharfen und gesunden Sinnen, und von sehr lebhaftem Erinnerungsvermö- gen, kann auf’s Deutlichste Farben ünd Gestalt der Gegenstände in Erinne- rung reproduciren, sieht auch im Traume manchmal Gegenden in Farben und Sonnenglanz, anderemale nur nächtig, wie grau in grau, und hat vor dem Einschlafen nicht selten die bekannten Hallucinationen, wogegen sie von gelegentlich entstehenden Nachbildern nichts weiss und solche auch bei absichtlichen Versuchen sehr schwer erhält. Das Sehfeld bei geschlossenen Fechner, Elemente der Psychophysik. Il. 31 Augen ist rein schwarz, nur mit dem normalerweise eingestreuten sparsa- men Lichtstaube. Sie kann Erinnerungsbilder recht wohl stetig mit der Auf- merksamkeit festhalten, ohne dass dieselben entschwinden, fluctuiren, sich ändern. Bei Bewegungen des Kopfes scheinen ihr Erinnerungsbilder, wenn sie solche als feststehend vorstellt, sich durchaus nicht mit zu bewegen, diess hingegen der Fall zu sein, wenn sie solche nicht mit der Vorstellung fixirt. Sie sieht bei geschlossenen Augen die Erinnerungsbilder lebhafier als bei offenen. Sie kann einzelne Erinnerungsbilder, wie das einer Rose, in das Schwarz des geschlossenen Auges hineinzeichnen, so dass sie davon umge- ben scheinen, doch kostet ihr diess viel mehr Anstrengung, als wenn sie das Erinnerungsbild unabhängig davon zu produciren sucht, wobei ihr viel- mehr der innereKopf, als die Augen thätig zu sein scheint. Die Bilder schei- nen ihr zwar im Allgemeinen vor den Augen zu schweben, doch kann sie dieselben auch seitlich und mit einer gewissenSchwierigkeit rückwärts vor- stellen, indem es ihr aber dabei ist, als müsse sie sich umkehren oder rich- tete wirklich die Augen dahin, eine Aeusserung, die sie unabhängig von Drobisch und ohne darauf geführt zu sein, that. Wenn sie sich eine ganze Gegend bei geschlossenen Augen vorstellt, so meint sie diese in Farben mit Hintergrund und Vorgrund deutlich vor sich zu sehen, wie in Wirklichkeit, wobei das Schwarz des Auges ganz verschwindet, aber es ist ihr doch, als wenn sie dieselben mehr mittelst einer Thätigkeit des ganzen Inneren des Kopfes als der Augen sähe. Das Gefühl der Anstrengung, wenn sie sich auf etwas besinnen will, scheint ihr ein Gefühl der Zusammenziehung, wie es scheint, sehr ähnlich als bei mir, zu sein, ohne dass meine Angabe voraus- gegangen war, Auch Gehörseindrücke, wie den Klang der Stimme eines be- kannten Menschen, Blumengerüche, Geschmacksempfindungen vermag sie leicht und deutlich in Erinnerung zu reproduciren. Ein Veilchengeruch, ein Nelkengeruch z. B. kommt ihr auf das Deutlichste wieder.
6) Dr.M. Busch, 39 Jahre alt, bekannt als Reisender, Verfasser verschie- dener Reiseschriften, die sich durch Anschaulichkeit der Schilderungen aus- zeichnen, und Redacteur des Grenzboten, sieht leicht und lebhaft Erinne- rungsbilder mit deutlichen Umrissen und in ihren vollen Farben, wusste f aber nichts von Nachbildern, träumt zwar selten, aber lebhaft und sieht auch im Traume Farben, hat vor dem Einschlafen niemals Hallucinationen und bei Schluss der Augen ein dunkles, gleichförmiges, etwas bläuliches Gesichtsfeld. Er kann deutliche Erinnerungsbilder auch mit Stetigkeit fest- halten. Bei wiederholten Versuchen findet er, dass die Erinnerungsbilder den Bewegungen des Auges und Kopfes folgen; gefragt jedoch, ob diess auch dann noch stattfinde, wenn er die Gegenstände der Erinnerung ab- sichtlich als feststehend vorstelle, findet er, dass sie dann auch festbleiben. Er richtet die Aufmerksamkeit bei geläufigen Erinnerungsbildern sichtbarer Gegenstände bei geschlossenen Augen geradezu auf das schwarze Sehfeld, _ malt mit Leichtigkeit begränzte Erinnerungsbilder farbig und in festen touren hinein, so dass sie davon umgeben scheinen oder stellt sich e h, ganze Gegend vor die Augen, fühlt die Thätigkeit, mit der er sie sieht, wie in den Augen, nicht im Gehirne;; eben so ist es ihm bei Erinnerungen an u Me TE rd a a a > WR. We Vu Ze Gehörtes, was er nicht minder deutlich als Gesehenes zu reproduciren ver- mag, als wenn er das Ohr dazu brauchte, Jedoch findet, entsprechend wie bei Drobisch, dieses Gefühl, als wenn er die äusseren Sinnesorgane bei Erinnerungen brauchte, nur insofern statt, als er sich geläufige Erinnerungs- bilder vorstellt, wogegen ihm bei der Thätigkeit des Besinnens, um ein nicht geläufiges Erinnerungsbild erst zusammenzubringen, auch vielmehr das Ge- hirn als die Augen thätig zu sein scheint, bis das Bild in voller Deutlichkeit da ist, wo es sich wie die anderen verhält. Das Anstrengungsgefühl beim Besinnen ist ein contractives, wie von Zusammenziehung der Kopfhaut, Busch vermag sich auch aus seiner Kindheit vom 4. Jahre her noch mit grösster Deutlichkeit die häusliche Einrichtung und Personen seiner Umge- bung zu vergegenwärtigen; indess ihm von den Schuljahren und Universi- tätsjahren keine so deutlichen Erinnerungsbilder zurückgeblieben sind, Merkwürdig, dass eine doppelte Portion Haschisch, die er auf seiner orien- talischen Reise zu sich nahm, doch nicht anschlug, ihm keine Phantasien erweckte, Eben so wenig gelang das Aetherisiren trotz verhältnissmässig langer Einathmung bei einer Zahnoperation. Bewusstsein und Schmerzgefühl blieben.
In dem letzten der hier mitgetheilten Fälle nähern sich die Erinnerungsbilder sowohl Seitens ihrer Lebhaftigkeit als anderer Umstände schon sehr den sinnlichen Phänomenen. Doch kann die Annäherung noch weiter gehen; und um den Klimax zu vollen- den, theile ich einige Beispiele der Art nach anderen Autoren mit*).
Goethe sagt in s. Beiträgen zur Morphologie und Naturwissenschaft: »Ich habe die Gabe, wenn ich die Augen schliesse und mit niedergesenktem Haupte mir in die Mitte des Sehorganes eine Blume denke, so verharrt sie nicht einen Augenblick in ihrer ersten Geslalt, sondern sie legt sich ausein- ander und aus ihrem Inneren entfalten sich wieder neue Blumen aus farbi- gen, auch wohl grünen, Blättern; es sind keine natürlichen Blumen, sondern phantastische, jedoch regelmässig, wie die Rosetten der Bildhauer, Es ist unmöglich, die hervorsprossende Schöpfung zu fixiren, hingegen dauert sie so lange, als mir beliebt, ermattet nicht und verstärkt sich nicht Dasselbe kann ich hervorbringen, wenn ich mir den Zierrath einer buntgemalten Scheibe denke, welcher dann ebenfalls aus der Mitte gegen die Peripherie sich immerfort verändert, völlig wie die Kaleidoskope.« Cardanus (de varielale rer, lib. VIII. p. A60 seg., de subtilitate XVII. p. 519 segq.) erzählt von sich selber, dass er sich, was er gewollt, habe leuchtend vorstellen können. — Gruithuisen (Anthropol. $. 449) theilt den Fall eines Mannes mit, der in seiner Jugend seinen Vater sich leuchtend vor- stellen konnte, was ihm später minder gut gelang. — J. Müller (phant.
*) Die folgende kleine Zusammenstellung mit Ausnahme des von Brierre de B. mitgetheilten ist aus J. Müller, über phant. Ges. (S. 27. 82) ent- lehnt.
Ges. ($. 447. S.449) gedenkt eines Malers H., dem es oft gelang, das, was er mit Willen im dunkeln Sehfelde sich einbildete, leuchtend und farbig zu se- hen. Diese willkührlichen Phantasmen entwickelten und verwandelten sich aber sofort ohne Willensbestimmungen., Brierre de Boismont (Des halluc. p. 39) theilt folgenden Fall mit: »Un peintre, qui avait herite en grande partie de la clientöle du c&l&bre sir Josu6 Reynolds, et se croyait d’un talent superieur au sien, &tait si oc- cup6 qu'il m’avoua, dit Wigan, avoir peint dans une annde 300 portraits grands et pelits. Ce fait parait physiquement impossible; mais le secret de sa rapidite et de son etonnant succes 6tait celui-ci: il n’avait besoin que d’une sdance pour representer le modele. Je le vis ex6cuter sous mes yeux en moins de huit heures le portrait en miniature d’un Monsieur que je con- naissais beaucoup; il etait fait avec le plus grand soin et d’une ressemblance parfaite. P Je le priai de me donner quelques details sur son proc6d6, voici ce qu'il me repondit: »Lorsqu’un modele se presentait, je le regardais attentivement pendant une demi-heure, esquissant de temps en temps sur la toile. Je n’avais pas besoin d'une plus longue seance. J’enlevais la toile et je passais ä une autre personne. Lorsque je voulais conlinuer le premier portrait, je prenais U’homme dans mon esprit, je le mettais sur la chaise, oü je lapercevais aussi distinclement que sil y eüt did en realitd; ei je puis m&me ajouter avec des formes et des couleurs plus arretees et plus vives. Je regardais de temps A autre la figure imaginaire, et je me mettais A peindre; je suspendais mon travail pour examiner la pose, absolument comme si l’original eüt ete devant moi; toutes les fois que je jetais les yeux sur la chaise, je voyais!’homme.« Allmälig kam dieser Maler dahin, seine Phantasiebilder mit Wirklichkeit zu verwechseln, verfiel in eine dreissigjährige Geisteskrankheit, von der er jedoch endlich hergestellt wurde, wonach sein Erinnerungsvermögen und Malertalent sich noch fast ungeschwächt zeigte. Doch starb er bald nachher.
Einige andere hieher gehörige Beispiele berichtet Brierre deB. p. 58{. und 479 seines Werkes.; Besonders sorgfältig hat H. Meyer in s. Physiologie’der Ner- venfaser $. 239 ff. die von ihm selbst beobachteten, willkührlich erzeugten Sinnesphantasmen beschrieben, und ich theile seine Beschreibung hier speciell mit, weil sie von einem exacten Beob- achter herrührt und dabei auf die besonderen Verhältnisse ihrer Erzeugungsweise genauere Rücksicht genommen ist, um so lieber, als sie nicht sehr bekannt worden zu sein scheint.
»Durch vielfache Uebung habe ich es dahin gebracht, dass es mir möglich ist, subjective Gesichtsempfindungen willkührli zu erwecken. Ich stellte alle Versuche bei Tag oder Nacht mit schlossenen Augen an. Anfangs war es mir sehr schwierig. den ersten Versuchen, welche mir gelangen, zeigte sich das ganze Bild leuchtend, die Schatten waren durch weniger starkes, etwas bläuliches Licht gegeben. Bei weiteren Versuchen sahe ich die Gegenstände dunkel und mit hellen Umrissen, oder vielmehr nur Umrisszeichnungen derselben durch helle Linien auf dunklem Grunde gebildet. Ich kann diese Zeichnungen weniger einer Krei- dezeichnung auf einer schwarzen Tafel vergleichen, als einer Phos- phorzeichnung auf einer dunkeln®Wand in der Nacht, abgerechnet jedoch die leuchtenden Dämpfe des Phosphors. Wollte ich z. B. ein Gesicht sehen, ohne dass ich jedoch dabei an eine bestimmte Person gedacht hätte, so sahe ich die Gränzlinie eines Profils leuch- tend in dem schwarzen Grunde des Dunkels; so erschienen mir auch, als ich Darwin’s Versuch (Zoonomie I. 4. S. 378) nach- machen wollte, nur die Ränder des Würfels als leuchtende Linien im dunkeln Grunde, mehrmals jedoch sahe ich den Würfel wirk- lich weiss und seine Ränder schwarz, er war dann in einem hel- leren Grunde; ich konnte sogar nach Willkühr einen weissen Würfel mit schwarzen Rändern in hellerem Felde und einen schwarzen Würfel mit weissen Rändern in dunklerem Felde sehen und kann dieses noch jeden Augenblick. Nach längerer Uebung erst gelangen mir die Versuche vollständiger und besser. Ich kann jetzt fast einen jeden Gegenstand, welchen ich will, als subjective Erscheinung sehen, und zwar in seiner natürlichen Farbe und Beleuchtung. So habe ich mir schon Gegenstände der verschiedensten Art vor die Augen gerufen. Ich sehe sie immer auf einem mehr oder weniger hellen oder dunkeln, meist dämmerigen, Grunde. Sogar bekannte Gesichter habe ich schon in aller Leben- digkeit mit der Farbe der Wangen und des Haares ganz scharf gesehen. Von den Ergebnissen dieser Versuche habe ich noch Fol- gendes besonders zu bemerken: 1) Einige Zeit nach dem Entstehen verschwinden die Figuren oder wandeln sich in andere um, ohne dass ich im Stande wäre, dieses zu verhindern.
2) Wenn die Farbe nicht integrirend zu einem Gegenstande gehört, so habe ich dieselbe nicht immer vollkommen in meiner Gewalt. Ein Gesicht erscheint mir z. B. nie blau, sondern stets in seiner natürlichen Farbe, dagegen statt des gedachten rothen Tuches wohl einzelne Male auch ein blaues erscheinen kann; über-. haupt ist die Producirung einer bestimmten Farbe schwieriger, als einer bestimmten Gestalt, und die erste gelang mir bei meinen anfänglichen Versuchen noch nicht, da mir schon die letzte gelang.
3) Reine Farben ohne Objecte zu sehen, ist mir einzelne Male gelungen, sie füllten dann das ganze Sehfeld aus.
4) Gegenstände, welche mir nicht bekannt sind, also blosse Phantasiebilder, sehe ich häufig nicht, und statt derselben erschei- nen mir bekannte Gegenstände derselben Art; so wollte ich z. B. einmal einen Degengriff von Messing mit einem messingenen Korbe sehen, sahe aber statt dessen das mir geläufigere Bild eines Rap- pierkorbes.
5) Die meisten dieser subjectiven Erscheinungen, namentlich wenn sie hell waren, lassen, wenn die Augen während des Ver- weilens der Erscheinung schnell geöffnet werden, Nachbilder zu- rück; so dachte ich z. B. einen silbernen Steigbügel, und nach- dem ich denselben eine Zeit lang betrachtet hatte, öffnete ich die Augen und sahe noch lange das dunkle Nachbild desselben.
Am bessten stelle ich die Versuche in rubiger Rückenlage und mit geschlossenen Augen an; Lärmen darf nicht um mich herum sein, weil dieser es hindern würde, dass die Anschauung zu der nöthigen Intensität gesteigert wird. Mir gelingen die Versuche jetzt so leicht, dass ich mich wundern muss, dass sie mir nicht ich Anfangs gelungen sind, und dass ich meine, es müsse es ein J ler ebenfalls können. Die Hauptsache ist, dass man die Anschauung intensiv genug werden lässt durch ausschliessliche Richtung der Aufmerksamkeit auf dieselbe und Entfernung aller Störung. « Das bisher Angeführte betraf Gesichtswahrnehmungen. Meyer stellte auch Versuche an, um durch die Kraft der Aufmerksamkeit Gehörs-, Ge- ruchs-, Geschmacks-Empfindungen hervorzubringen, welche den sinnlichen an Stärke und Charakter gleich wären. Diess glückte ihm zwar hier nicht, wobl aber mit Empfindungen auf der Haut, worüber er Folgendes mittheilt: »Auf der Haut gelingt es mir leicht, an welcher Stelle ich will, sub- jective Empfindungen hervorzubringen. Weil aber längere Unterhaltung der Anschauung dazu nothwendig ist, kann ich nur solche Empfindungen er- wecken, welche längere Zeit andauern, wie Wärme, Kühle, Druck; schnell vorübergehende dagegen, wie von einem Stiche, Schnitte, Schlage u. s. w. vermag ich nicht hervorzurufen, weil es mir nicht gelingt, die entsprechen- den Anschauungen so ex abrupto in der gehörigen Intensität zu erwecke Die erstgenannten Empfindungen kann ich aber recht gut an beliebigen Haut-. 4 stellen erregen, und sie können so lebhaft werden, dass ich, ich mag wol oder nicht, mit der Hand über die Hautstelle hinstreichen muss, wie in Fällen örtlicher ana Kaum Je zu thun pflegt.« Dass übrigens unter günstigen Umständen doch selbst auch heftige Schmerzen durch eine sehr lebhaft gewordene Vorstellung erzeugt werden können, dafür spricht folgender, ebenfalls von Meyer mitgetheilter Fall: »Ein gebildeter Mann des Handelsstandes erzählte mir (Meyer) einmal, er sei eines Tages bei seinem Nachhausekommen von einem seiner kleinen Kinder dadurch erschreckt worden, dass dasselbe gerade bei seinem Eintre- ten sich einen Finger zwischen die Thüre gequetscht habe; im Augenblicke des Schreckens habe er einen heftigen Schmerz an der entsprechenden Stelle des gleichen Fingers seines eigenen Körpers gefühlt und dieser Schmerz habe ihn 3 Tage lang nicht verlassen. « Hienach wende ich mich zu einigen allgemeinen Bemerkungen.
Lotze*) nennt die durch Erinnerung produeirten Farben- vorstellungen schlechthin farblos, und mir selbst, so wie Weisse und Volkmann erscheinen sie angegebenermassen so ziemlich so; aber nicht nur die übrigen Personen, deren Angaben ich vor- hin speciell mitgetheilt habe, sondern bei Weitem die grösste Mehrzahl der vielen Personen, die ich gelegentlich wegen dieses speciellen Umstandes befragt habe, versicherten mit grösster Be- stimmtheit, die Farben der Gegenstände deutlich auch in Erinne- rung reprodueiren zu können. Manche schilderten die Lebhaftig- keit der Farben ihrer Erinnerungsbilder, z. B. vom Regenbogen, den Blumen, einer sonnenhellen Gegend, selbst mit lebhaften Far- ben und wollten gar nicht glauben, dass man solche nicht in Er- innerung zu reproduciren vermöge. Ja man hat mich wiederholt lebhaft bedauert, dass mir mit dem Farbenreize der Erinnerungs- welt ein Hauptreiz abgehe, den sie gewähre.
Sehr wahrscheinlich hängt die grössere oder geringere Fähig- keit, deutliche Erinnerungsbilder zu erzeugen, von einer Seite mit der durch Anlage, Beruf, Lebensverhältnisse herbeigeführten Gewöhnung zusammen, seine Aufmerksamkeit mehr auf die Aussenwelt zu richten oder davon zu abstrahiren, und wenigstens trifft diess sehr auffällig bei Lotze**), Weisse und mir selbst zu. Von mir muss ich gestehen, dass ich mich gewöhnlich erst besonders anregen oder angeregt sein muss, zu sehen und zu hören, was um mich vorgeht, und nach Spaziergängen manchmal nicht sicher gewusst habe, welchen von zwei ganz verschiedenen Zweig- wegen ich gegangen bin. Hankel hingegen, der so viel lebhaf- *) In seinem Artikel Seele in Wagner's Wörterb. S. 169. **) Nach den kurzen Angaben in s. Artikel Seele in Wagner's Wört, tere Erinnerungsbilder als ich hat, ist gewohnt, scharf die Aus- sendinge ins Auge zu fassen, und selbst, wenn er während seiner Vorlesungen ganz mit seinem Gegenstande beschäftigt ist, entgeht ihm Nichts in seinem Zuhörerkreise. Busch, bei dem unter den von mir befragten Personen die Erinnerungsbilder die stärkste Annäherung an sinnliche Phänomene verrathen, sagt selbst, dass die Tendenz, auf seinen Reisen die Gegenstände getreu und für eine Wiedergabe deutlich aufzufassen, möglicherweise sein, wie es scheint, schon in der Jugend lebhaftes, durch Studium aber ausser Uebung gekommenes, Erinnerungsvermögen für äussere Gegenstände wieder aufgefrischt haben könne. Auch stimmt gut dazu, dass Frauen, deren Aufmerksamkeit der Aussenwelt im Ganzen viel mehr zugewandt ist, als die der Männer, so viele ich ihrer auch gefragt habe, leicht deutliche und farbige Erinnerungs- bilder erzeugen können. Doch schreibt mir Volkmann, was mir nicht ohne Interesse scheint, dass bei seiner Frau die absicht- lich produeirten Erinnerungsbilder sehr undeutlich und blass sind, während sie bisweilen mit einer fast erschreckenden Leb- Er haftigkeit vor die Seele treten, so das Bild einer entfernten Toch- ter während Vornahme weiblicher Arbeiten in höchster Deutlich keit nach Form und Farbe.
Inzwischen kann die Neigung, auf die Aussendinge zu ref ren, möglicherweise auch umgekehrt durch die Leichtigkeit, es innerlich zu reproduciren, mitbedingt werden; und unstreitig kann nicht Alles auf Gewöhnung ankommen, sondern es müssen auch angeborene Unterschiede der Produetivität in diesem Felde stattfinden. Die fast der meinigen entsprechende Schwäche der Erinnerungsbilder bei Volkmann hängt doch mit keiner ent- sprechend einseitigen Abstraction von der Aussenwelt zusammen, wenn schon ich glaube, dass die Wendung nach Innen auch bei ihm überwiegt; und der dem meinigen ähnliche Beruf bei Dro- bisch würde nicht so viel lebhaftere Erinnerungsbilder erwarten lassen, wenn schon er unstreitig auch weniger von der Aussen- welt abstrahirt, als es bei mir der Fall ist.
Das Beispiel Hankel’s und Busch’s, so wie die Beispiele, welche J. Müller (phant. G. S. 45. 82) von sich und na Gruithuisen von einem Anderen anführt, fodern übrigens a zu untersuchen, ob nicht bei Kindern, die, wie die Frauen zugsweise der Aussenwelt zugewandt sind, die Erinnerungs- Phantasiebilder überhaupt durchschnittlich lebhafter sind, als bei Erwachsenen; nur wird es meist schwer sein, sichere Vergleiche nach Erinnerung an sich selbst anzustellen und sichere Angaben von Kindern zu erlangen.
Der Unterschied, ob Erinnerungsbilder leichter bei offenen oder geschlossenen Augen erhalten werden, dürfte auch wesent- lich mit von dem verschiedenen Vermögen abhängen, die Auf- merksamkeit von der Aussenwelt zu abstrahiren. Wo diess schwer gelingt, da werden die Aussendinge stets störend wirken; wo es leicht gelingt — und diess könnte sich selbst bei demselben Indi- viduum nach Umständen verschieden verhalten — mag die allge- meine Anregung durch das Licht oder vielleicht auch die Gewohn- heit, dass wir die Dinge doch nur mit offenen Augen sehen, eher begünstigend als nachtheilig wirken. Frauen scheinen allgemein leichter bei geschlossenen als offenen Augen Erinnerungsbilder zu produeiren; wenigstens erklärten sich drei andere, die ich ausser meiner Frau darum befragte, freilich nur nach sehr: beiläufiger Beobachtung, in demselben Sinne. Prof. Ed. Weber fand es hin- gegen, wie Hankel und ich, leichter, Erinnerungsbilder bei offe- nen als geschlossenen Augen zu produciren.
Das verschiedene Verhalten verschiedener Personen in die- sem Bezuge erinnert daran, dass auch bei manchen Personen sich Hallucinationen leichter bei offenen als geschlossenen Augen ein- stellen, indess es bei anderen umgekehrt ist (s. unten).
Zu der grösseren oder geringeren Leichtigkeit der Entstehung von Nachbildern scheint die Leichtigkeit der Production von Erin- nerungsbildern ganz bezugslos. Drobisch und ich z. B. sehen beide sehr leicht Nachbilder, aber indess bei ihm die Erinnerungs- bilder lebhaft sind, sind sie bei mir ganz schwach. Uebrigens hat man bekanntlich bei Nachbildern die von Nachdauer überwiegend abhängige erste positive Phase, und von Abstumpfung überwie- gend abhängige zweite negative Phase zu unterscheiden; und es würde erst noch näherer Untersuchung bedürfen, ob vielleicht verschiedene Individuen sich in Betreff des Verhältnisses beider Phasen unterscheiden, wonach dann auch das Verhältniss der Er- innerungsbilder zu den Nachbildern in Betreff beider Phasen be- sonders zu untersuchen wäre.
Die Frage, wie sich Erinnerungsbilder bei Bewegungen des Kopfes und der Augen verhalten, scheint nur mit Rücksicht auf die besonderen Umstände ihrer Erzeugung und Betrachtung zu beantworten. Wenn man sie bei der Bewegung feststehend vor- stellt, so scheinen sie auch nach Busch’s und meiner Frau Anga- ben, und wie es mir selbst vorkommt, festzustehen; hingegen wenn man sie nicht absichtlich fest vorstellt, scheinen sie dess- halb, weil man von Natur geneigt ist, sie vor sich zu denken, auch mit der Lage des Kopfes und der Augen ihre Lage im Raume aber nicht zu uns zu ändern, wie diess am ea aus Drobisch’s Angaben hervorgeht.
Hiebei ist mit an das Verhalten der unwillkührlichen Hallucinationen zu erinnern. J. Müller*) sagt von den vor dem Einschlafen und sonst bei Schluss der Augen unwillkührlich entstehenden Hallueinationen, die unten ausführlicher beschrieben werden: »Auch habe ich bei geschlossenen Au- gen nie bewirken können, dass sie sich mit den Augen wie die Blendungs- bilder bewegten.« Er hebt (S. 38) ihren Unterschied in dieser Hinsicht von den Blendungsbildern (d. i. Nachbildern nach intensivem Lichteindrucke) noch ausdrücklich hervor, indem er sagt: »Die Blendungsbilder ändern mit der Bewegung der Augen ihr relatives Ortsverhälfniss zu unserer eigenen Körperlichkeit; die phantastischen Bilder behaupten bei aller Bewegung der geschlossenen Augen eine beständige Stelle im Verhältnisse zu unserer eige- nen Räumlichkeit, wenn sie sich nicht aus inneren Gründen ihrer Raumlich- m keit bewegen. « ’ In der Regel scheint das Erinnerungsvermögen da, wo.es Gebiete des Gesichtssinnes schwach oder stark ist, auch sich ent-. sprechend in den anderen Sinnesgebieten so zu verhalten; wenig- stens habe ich bis jetzt noch keine Ausnahme in dieser Hinsicht gefunden; doch wird es wahrscheinlich solche geben; und na- mentlich werden Künstler in den verschiedenen Fächern und überhaupt Solche, welche sich mit einer gewissen Einseitigkeit mit Gegenständen, deren Auffassung einem besonderen Sinnes- gebiete angehört, beschäftigen, zu befragen sein; wozu ich bisher die Gelegenheit versäumt habe. Ueberhaupt habe ich andere Sin- nesgebiete nur beiläufig und obenhin berücksichtigt; und es würde z. B. in Bezug auf Gehörswahrnehmungen erst besonders zu un- tersuchen sein, ob ein gutes Erinnerungsvermögen z. B. für den Klang von Stimmen und Instrumenten auch immer mit einem sol- chen für Tonhöhe und Melodie zusammenfällt..
Das Spannungsgefühl der Aufmerksamkeit beim Gebrauche der verschiedenen Sinnesorgane scheint mir nur ein Muskelgefühl “ Ueber Phlktaslische Ges. E. S. 38. as zu sein, indem wir die mit den verschiedenen Sinnesorganen in Beziehung stehenden Muskeln beim Gebrauche der Sinne unwill- kührlich durch eine Art Reflex mit in Thätigkeit setzen. Man kann dann fragen, an die Zusammenziehung welcher Muskeln das Span- nungsgefühl der Aufmerksamkeit beim angestrengten Besinnen geknüpft sein soll? Hierüber giebt mir mein Gefühl sehr entschie- den Auskunft; es erscheint mir ganz entschieden nicht wie das Gefühl einer Spannung im Inneren des Schädels, sondern wie das einer Spannung der Kopfhaut mit einer Zusammenziehung dersel- ben und einem von Aussen nach Innen gehenden Drucke auf den ganzen Schädel, unstreitig erzeugt durch eine Zusammenziehung der Muskeln der Kopfhaut, was ganz gut mit dem Ausdrucke har- monirt, sich den Kopf zerbrechen, den Kopf zusammennehmen. Bei einem früheren krankhaften Zustande, wo ich nicht das ge- ringste anhaltende Nachdenken vertrug und noch gar keine Theo- rie mich bestimmen konnte, nahmen die deutlich in der Kopfhaut, namentlich des Hinterkopfes, gespürten Muskelgefühle bei jedem Versuche des Nachdenkens einen krankhaften Charakter an.
Wie ich, fanden auch Busch, meine Fray, ausserdem Rüte und einige Andere, die ich noch befragt habe, das Gefühl des Be- sinnens contractiv; hingegen Drobisch und Hankel expansiv. Dieser Unterschied ist bemerkenswerth und dürfte seinem Grunde nach noch näher zu untersuchen sein.
Auf einige allgemeinere Betrachtungen gehe ich noch im Ab- schnitte e) ein, und wende mich jetzt zu verschiedenen Phänomenen, die gewissermassen Uebergangsglieder zwischen Nachbildern und Erinnerungsbildern darstellen, indem sie sich von gewisser Seite oder nach Umständen mehr den einen oder anderen nähern.
Bei Darstellung der Erinnerungsphänomene habe ich bisher mit Fleiss von einer Erzeugungsweise derselben abstrahirt, nach welcher sie sich auch solehen, die, wie Volkmann und ich, die- selben sonst nur äusserst schwach zu erzeugen vermögen, mit verhältnissmässig deutlichen Formen und Farben darstellen; eine Erzeugungsweise, welche einfach darin besteht, dass man das Erinnerungsbild sofort nach momentanem Anschauen eines Ge- genstandes producirt. Personen freilich, welche sehr leicht Erinnerungsbilder produciren, finden keinen besonderen Vortheil von dieser frischen Erzeugungsweise derselben; denn Drobisch wie meine Frau erklärten, dass sie die ihnen geläufigen Erinne- rungsbilder von nicht kurz vorher gesehenen Gegenständen min- destens eben so leicht und deutlich, als nach frischem kurzen Anschauen produciren könnten; hingegen ist bei mir wie bei Volkmann der Vortheil der frischen Anschauung sehr auffällig und wahrscheinlich eben so bei Jedem, der nur schwer deutliche Erinnerungsbilder produeirt. Auch Hankel erkannte den Vortheil der frischen Erzeugung an und es scheint mir nicht ohne In- teresse, etwas Näheres über die zum Theil eigenthümlichen Ver- hältnisse dieser auf frischer That erzeugten Erinnerungsbilder, die ich der Kürze halber Erinnerungsnachbilder nennen will, mitzutheilen. Ich gebe ihnen diesen Namen, weil sie gleich den Nachbildern sofort nach Anschauung der Objecte erfasst werden und sich ihnen in Deutlichkeit nähern, ja bei manchen Personen (Rüte) mit solchen zusammenzufallen scheinen, indess sie so, wie sie sich mir, Volkmann’ und Hankeln darstellen, alle wesentlichen Charaktere der Erinnerungsbilder tragen.
Ich erhalte ein Erinnerungsnachbild, wenn ich irgend einen Gegenstand, hellen oder dunklen, farbigen oder nicht farbigen, momentan scharf anschaue, dann sofort die Augen schliesse oder wegwende, welches Letztere ich auch hier noch vortheilhaf- ter als Ersteres finde, und sofort, am bessten noch während des Augenschliessens oder Wegwendens, die Erinnerungsthätigkeit in der sonst gewöhnlichen Weise in Kraft setze. Ich sehe dann das Bild einen Moment ziemlich deutlich mit der Zeichnung und selbst Farbe des angeschauten Objectes, wie ich es nie von Gegenstän- den, die ich vor längerer Zeit gesehen, zu erhalten vermag; nur verlöscht seine Bestimmtheit und Farbe sehr schnell und macht der gewöhnlichen Undeutlichkeit Platz.
Unstreitig wird man von vorn herein geneigt sein, hierin eben nichts als ein gewöhnliches von Nachdauer abhängiges Nach- bild zu sehen, und ich selbst hegte nach den ersten oberfläch- lichen Versuchen diese Meinung. Aber es giebt vier Umstände, durch die sich bei mir ein solches Erinnerungsnachbild in gleich schlagender Weise von gewöhnlichen Nachbildern unterscheidet und den, nur schwächeren, eigentlichen Erinnerungsbildern, wie ich sie sonst von früher gesehenen Gegenständen erhalte‘, gleich- stellt.
4) Nachbilder entstehen, mag man die Aufmerksamkeit auf den Gegenstand gerichtet haben oder nicht (vergl. S. 432). Um hingegen ein Erinnerungnachbild zu erhalten, muss ich eben so wie um ein gewöhnliches Erinnerungsbild zu erhalten, die Auf- merksamkeit zuvor auf den betreflenden Gegenstand gerichtet haben. Je schärfer ich beim Betrachten die Aufmerksamkeit auf den Gegenstand zuspitze, desto deutlicher vermag mir nachher das Erinnerungsnachbild zu erscheinen; daher ich kein deutliches Erinnerungsnachbild von einer ganzen Gegend auf einmal zu er- halten vermag, sondern nur von begränzten Gegenständen, wie einem Menschen, einer Blume, wobei ich nichts von der Umge- bung des Gegenstandes im Erinnerungsnachbilde reprodueiren kann, wenn ich nicht beim Sehen die Aufmerksamkeit auf die nächste Umgebung mit erstreckt habe; wogegen sich im eigent- lichen Nachbilde die Umgebung mit dem Gegenstande unwillkühr- lich darstellt, mag man sie mit gleicher Aufmerksamkeit betrach- tet haben oder nicht.
2) Wenn ich nach momentanem Anschauen eines Gegen- standes in gewöhnlicher Tagesbeleuchtung die Aufmerksamkeit bei geschlossenen Augen auf das schwarze Sehfeld, oder bei ofle- nen auf den objectiven Grund vor mir richte, und das, was ich da erblicke, blos receptiv aufnehmen will, was die Bedingun- gen sind, unter denen mir ein Nachbild zu erscheinen vermag, so sehe ich nichts, ich muss vielmehr, damit das Erinnerungsnach- bild erscheine, die Aufmerksamkeit ganz eben so vom äusseren Sinne abwenden und das Bild innerlich activ hervorrufen wollen, wie wenn ich ein gewöhnliches Erinnerungsbild hervorrufen will. Auch sehe ich es um so deutlicher, je mehr ich die Erinnerungs- thätigkeit in der sonst gewöhnlichen Weise anstrenge. Unwill- kührlich spanne ich dabei die Kopfhaut, wie ich sonst bei ange- strengtem Besinnen zu thun pflege (vergl. S. 491).
Ferner kann ich, wenn das Erinnerungsnachbild erloschen oder undeutlich geworden ist, was bemerktermassen schnell ge- schieht, dasselbe oft wiederholt, wenn schon mit abnehmender Deutlichkeit, neu beleben, wenn ich die immer bald von selbst nachlassende Erinnerungsthätigkeit eine neue Anstrengung machen lasse.
get get 3) Während mir ein eigentliches Nachbild bis zu gewissen Gränzen um so deutlicher und intensiver erscheint, je länger und stetiger ich den Gegenstand fixirt habe, finde ich bei den Erinne- rungsnachbildern merkwürdigerweise gerade das Gegentheil. Sie erscheinen mir am deutlichsten, wenn ich nur einen schnellen, aber möglichst aufmerksamen Blick auf den betreffenden Gegen- stand geworfen habe, indem es mir scheint, als wenn bei einer längeren Betrachtung der Reiz für die Aufmerksamkeit, der zur Entstehung des Erinnerungsnachbildes nöthig ist, sich abstumpft, hingegen beim kürzesten am frischesten wirkt.
Hiemit mag es zusammenhängen, dass, wenn ich ein Erinne- rungsnachbild z. B. von einem Menschen, der Holz hackt oder rasch vorschreitet, erwecke, es mir zwar in der Attitude eines sich bewegenden (also wie der Bildhauer den Menschen darstellen würde), aber doch nicht sich wirklich bewegend darstellt, indem der Moment der schärfsten Aufmerksamkeit bestimmend für die Erscheinung des Bildes scheint. Doch ist diese Erfahrung nicht ganz unzweideutig, weil der Blick auf den Gegenstand überhaupt bei mir nur kurz sein darf, soll ich das Erinnerungsnachbild deut- lich erhalten, in welcher kurzen Zeit keine grosse Bewegung voll- führt werden kann, eine volle Deutlichkeit des Bildes auch nicht stattfindet.