betonte Stellung des _du_ vielleicht beabsichtigt || 70{7} _bei Hand_] _womit_ A || 71{15-25} Die Construction ist schwierig, aber bei Kant vielleicht doch denkbar. Adickes will Z. 23 _da sie_ streichen. Ich würde lieber _die_ st. _da sie_ schreiben, ziehe aber vor, nichts zu ändern || 72{7} _könne_] Adickes fordert _dürfe_, doch ist _könne_ möglich im Hinblick auf den nachfolgenden Bedingungssatz || 72{19} _sie es_] _es sie_ Adickes, doch ist das Überlieferte möglich, in dem Sinne: _indem sie_ (diese Triebfeder, das moralische Gesetz) _es_ (nämlich eben Triebfeder) _ist_. Der Wechsel des Subjects erklärt sich ähnlich wie Z. 26, wo man auch _es_ st. _sie_ erwarten könnte || 73{26} _Sinnlichkeit_] Görland, Nolte, Adickes, Wille _Sittlichkeit_ A || 76{10} _es_] _sie_ Vorländer, doch ist _es_ allenfalls haltbar, indem vorschwebt, dass Achtung nicht bloss eine Wirkung aufs Gefühl, sondern eben damit selbst ein Gefühl ist || 76{17} _zu_] _zur_ Kehrbach Hartenstein, doch ist das Masc. bei Kant durchaus möglich, bezüglich Hartenstein, der angibt, dass A^2 so habe; in meinem Exemplar steht aber _derselben_, was sehr wohl haltbar als auf _Achtung_ bezüglich || Rosenkranz, Hartenstein (das Überlieferte bei Kant möglich) || 85{11} von selbst_ Romundt Kantstudien XIII, 313, doch s. daselbst 315. 316 || 89{34} _Kritik der Analytik derselben_] ist jedenfalls falsch, aber die Verbesserung nicht sicher. Ich vermuthe: _Kritik derselben...(welches die eigentliche Aufgabe der Analytik ist)_, indem _der Analytik_ erst vergessen war, am Rand oder zwischen den Zeilen nachgetragen wurde und im Satz an die falsche Stelle geriet. Nolte möchte _Kritik der_ ist bei Kant möglich, vgl. z. B. 89{18}, wo auch _der der anderen_ genauer wäre || 90{24,27} _Auch -- auch_] wohl nicht zu ändern.
Rosenkranz streicht das zweite _auch_ || 91{12} _konnte_] Grillo, Hartenstein _könnte_ A || 91{23} _seines_] nämlich des Menschen; nicht zu ändern || 92{26.27} (_reinem Noumen_)] keinesfalls richtig. Ich vermuthe (_seinem Noumen_); Adickes (_von einem Noumen_); vielleicht habe Kant geschrieben _v. einem_, woraus dann beim Abschreiber oder sprachlich möglich; _des äußeren Sinnes_ Grillo _äußeren Sinnes_ -- aufzugeben_ Hartenstein _von unserer vornehmsten Voraussetzung -- ihm_ Hartenstein (nicht nothwendig) || _gehörig_] Hartenstein fehlt A in _widersprechen_ zu ändern; der Sing. bezieht sich auf den Satz _z.
löst sich auf, wenn man Z. 30 nach _gehörig ist_, nochmals _gehörig_ aus Z. 28 hinzudenkt || 105{9} _den sie_] fällt aus der Construction; doch nicht zu ändern || 106{27} _dieses Geschäfte_] Grillo _diese 107{22} _verriethe_] Rosenkranz, Hartenstein _verrieth_ Grillo 111{14} _der ersteren -- zu der letztern_] _zu_ zu streichen läge nahe, doch kommt Ähnliches auch sonst vor || 114{23} _seinem_] vgl.
zu 78{12} || 117{15-19}] Die Construction ist verwirrt, aber schwer zu sagen, wo der Fehler liegt. Hartenstein und Kehrbach setzen Z. 18 _und_ st. _als_, aber _Achtung -- als Bewußtsein_ hat guten Sinn, also ist der Fehler an früherer Stelle zu suchen. Ich vermuthe Z. 16 118{22} _ihrer_] _seiner_? Vorländer, doch ist der Plural möglich in Grillo, Rosenkranz _nicht_ A^{1.4-6} || 121{6-13}] fehlt das Subject Vorländer, Wille || 125{15} _oberste Ursache der_] Grillo, Hartenstein Hartenstein, doch solche Construction bei Kant möglich; vgl. Z. 17 _als das Objekt und den Endzweck_, wo man auch Gen. erwartet || 129{23-27} das scheinbare Anakoluth (Nolte, Wille) nicht zu ändern || 132{10} Handexemplar, fehlt A _das speculative Erkenntniß nicht_ Hartenstein man erwartet den Dativ (Nolte); doch nicht zu ändern || 134{11} _ohne_] Hartenstein _oder_ A || 136{29-34}] der Satz hat zwei Subjecte: _daß -- habe_ und _die Realität der Begriffe_. Vielleicht ist ein _d.
scheint _es_ zu fordern (Nolte), doch sind solche Incongruenzen bei Kant nicht selten || 140{29} _zu_] _zum_ Hartenstein (nicht zwingend) 141{13} _zu verhüten_] fällt aus der Construction, ist jedoch nicht zu ändern; es lehnt sich dem Sinne nach an den vorausgehenden Satz an: die Deduction der Kategorien war nöthig, um zu verhüten || _Ungrundes_ A^{1.4-6} || 143{16.17} _und gründet sich nicht etwa auf _Besitze_ A^2 || 151{25}--152{1} _die aus -- zählen mag_] es fehlt ein Verbum || 152{8} sie -- sie_] _es -- es -- es_? Vorländer; mir schien richtig nicht zu ändern; als Subject ist (aus dem vorigen Satz) _die Sittlichkeit_ Hartenstein streicht das erste _mehr_, doch s. o. zu 154{12.13} || 157{29} _auf alle andere Grundlage_] so A; zu ändern schiene mir nicht richtig ||159{11-13} _und ist in demselben Bewußtsein des Gesetzes -- unzertrennlich_] ist nicht bloss schwierig wegen der Verbindung _ist unzertrennlich in_, sondern es ist auch nicht klar, was das Subject zu _unzertrennlich_ und _verbunden_ sein soll. Ich vermuthe: _und ist von demselben das Bewußtsein des Gesetzes_ oder: _und ist von demselben Bewußtsein das des Gesetzes_ oder: _und ist von demselben Bewußtsein sich auf _Triebfeder_ beziehen, ist also haltbar. Im übrigen ist der Relativsatz zwar wunderlich construirt (_der Effect giebt Hoffnung zu seiner Bewirkung_), aber schliesslich zu verstehen || 159{17} _reine Sachliche Erläuterungen.
Eine erschöpfende Untersuchung über die polemischen Rücksichten, die bei der Abfassung der _Kr. d. pr. V._ mitgewirkt haben und in ihr zum Ausspruch gekommen sind, ist nicht dieses Orts; doch scheint es nützlich die wichtigsten Daten zusammenzustellen.
1. Hamann schreibt an Jacobi am 13. Mai 1786 (Gildem. V 322) über einen Besuch bei Kant: »Eine Autorangelegenheit ging ihm auch im Kopf herum, die er mir sogleich mittheilte. Es ist die =Tübingische Recension= seiner Moral. Schütz hatte ihn auf eine Widerlegung eines Kirchenraths =Tittel= vorbereitet, der ein Commentator des Feders sein soll, der mir bisher ganz unbekannt geblieben ist. Vielleicht ist die ganze Widerlegung diese kahle Recension, die Kanten nicht anficht, aber für wichtig genug von schwachen Freunden gehalten worden, sie ihm zu Gefallen hier nicht cirkuliren zu lassen.« Die Tübingische Recension der _Grundlegung_ (Tüb. gel. Anz. 1786, 14. Stück, 16.
Febr., S. 105 ff.) ist nicht von Tittel, sondern (wie sich unschwer beweisen lässt) von dem Tübinger Professor =J. Fr. Flatt=, der aber mit Tittels Ansichten sehr übereinstimmt. Er war ständiger Recensent philosophischer Schriften in genannter Zeitschrift; er hat namentlich eine grosse Zahl von Schriften, die sich direct oder indirect, freundlich oder feindlich mit Kant beschäftigen, daselbst besprochen und dabei unermüdlich dieselben Einwände wiederholt.
Die »Widerlegung« des Kirchenraths =Gottlob August Tittel= in Carlsruhe ist die Schrift »Über Herrn Kants Moralreform. Frankfurt u. Leipzig bey den Gebrüdern Pfähler. 1786.« Als »Commentator des Feders« wird er von Hamann mit Grund bezeichnet, da er »Erläuterungen der theoretischen und practischen Philosophie nach Herrn Feder's Ordnung in fünf 297); den schwachen Schatten des schwachen F(eder) nennt ihn Biester in einem Briefe an Kant (11. Juni 1786, X 434), aus dem man ersieht, dass Kant ernstlich daran dachte eine Vertheidigung gegen die Angriffe von Feder und Tittel bekannt zu machen. Auch Jakob thut der Schrift gegen Kant Erwähnung (17. Juli 1786, X 438), und dieser läßt sie sich dann durch Schütz schicken (s. dessen Brief v. 3. Nov., X 445).
Sie ist in der Vorrede der _Kr. d. pr. V._ ausgiebig berücksichtigt.
Schon im Vorwort seiner Schrift tadelt Tittel den »gar zu häufigen Gebrauch abstrakter Terminologien« (S. 4). Er vertheidigt gegen ihn »jenes unschuldige und liebenswürdige System, das Glückseligkeit und Sittlichkeit aufs innigste zusammenverknüpft« (S. 5), wirft mehrmals Kant »Mystik« vor und wiederholt besonders oft die Behauptung, dass dieser »längstbekannte Dinge in einer unvernehmlichen Sprache, Moralreform etwa nur auf ein =neue Formel= sich beschränken?« (35).
»Herr Kant, nachdem er auf diese Art sein vermeintes =neues Princip= der Sittenlehre ausgeführt und befestiget zu haben glaubt...« (55).
»Man sollte kaum denken, dass so =gemeine und bekannte Sätze= einer so kunstreichen Verdunkelung fähig wären...Warum muss ich erst den Menschen in zwei Welten versetzen? Warum die fremdlautende -- und darum etwas neues versprechende, und doch nichts neues enthaltende Nahmen von Autonomie und Heteronomie so tief herausführen? Wozu so viel technische Imperativen? Wozu, bei einer =so leichten Sache=, der ganze schwerfällige Gang?«(82) u. s. f. Hiernach gehen vorzugsweise auf Tittel die kritischen Bemerkungen der Vorrede Kants, 8{28} ff., 10{23} ff. (mit einem Seitenblick auf Garve-Feders bekannte Recension der _Kr. d. r. V._, vgl. 13{34} ff.); aber auch die Kritik 28{4} ff.
passt besonders auf Tittel, der keine Schwierigkeit darin fand, dass das Gesetz, seine eigene und Andrer Glückseligkeit zu befördern, wirklich als allgemeines Gesetz für alle vernünftige Naturen, in unbedingter praktischer Nothwendigkeit, gelte (S. 56 s. Schrift); sie passt allerdings auch auf Flatt, der sich (wie Tittel S. 31) besonders darauf beruft, dass Kant selbst, im Widerspruch mit seiner These, dass überhaupt keinem empirischen Princip Allgemeinheit zukomme, in der _Grundlegung_ zugestanden habe, die Absicht auf Glückseligkeit komme allen vernünftigen Wesen »nach einer Naturnothwendigkeit« zu. Und so wird sonst noch manches sich auf diese beiden zunächst beziehen, obgleich es daneben auch Andre trifft; z. B. spottet über die neue Terminologie auch die Besprechung der _Grundlegung_ in den »Kritischen Beyträgen zur neuesten Geschichte der Gelehrsamkeit« I. 202 ff.
(Adickes n. 236), wie schon früher namentlich Feder; auch =Meiners= in der Vorrede seines »Grundrisses der Seelenlehre«, deren Zurückweisung Kant seinen Freunden überliess (X 446, 456). So ist der allgemeine Vorwurf der »Inconsequenz« -- 4{28}, 5{36} -- natürlich von vielen ausgesprochen worden; mit besonderer Vorliebe aber von Flatt in seinen zahlreichen Recensionen.
2. Kant selbst nennt mit Namen, im Briefe an Schütz vom 25. Juni 1787 +a priori+, _der andere eine, die zwischen der empirischen und einer_ +a priori+ _das Mittel halten soll, behauptet_. Beider hatte kurz vorher gegen ihn Bering Erwähnung gethan (28. Mai, X 465). Auf den ersteren bezieht sich ersichtlich der Schluss der Vorrede (12{6} ff.): _Was Schlimmeres könnte aber diesen Bemühungen wohl nicht begegnen, als wenn jemand die unerwartete Entdeckung machte, daß es =überall gar kein Erkenntniß=_ +a priori+ _gebe, noch geben könne_; obgleich auch schon früher =C. G. Selle= (Berl. Monatsschr. 1784, Dec.) mit dem »Versuch eines Beweises, dass es keine reinen, von der Erfahrung unabhängigen Vernunftsbegriffe gebe«, gegen Kant aufgetreten war. Die Schrift Feders, die Kant in jenem Briefe im Auge hat, ist wohl sicher: »Über Raum und Caussalität zur Prüfung der Kantischen Philosophie. Göttingen 1787«, deren Vorrede das Datum 31. Januar 1787 trägt und die wohl zur Ostermesse erschien, also Kant früh genug bekannt werden konnte, um in einem Nachtrag zu seiner Vorrede noch Berücksichtigung zu finden. Kants Ausführung trifft genau auf jene Schrift (bes. § 9, S. 35 ff.) zu.
Dagegen sind Abels Schriften (»Plan zu einer systematischen Metaphysik« und »Versuch über die Natur der speculativen Vernunft zur Prüfung des Kantischen Systems«, beide 1787) in der _Kr. d. pr. V._ nicht berücksichtigt; Kant hielt ja eigentlich _alle Controversen_ mit diesen Gegnern für überflüssig (vgl. X 487 über _die Anhänger am Alten_); nur ihres sachlichen Interesses halber hat er jene weitestgehende »_Entdeckung_« Feders doch der Berücksichtigung werth gehalten.
3. Und so hat er jedenfalls nicht diese Männer im Auge, wenn er (6{18}) auf jene _erheblichsten Einwürfe wider die Kritik_, die ihm bisher vorgekommen seien, Bezug nimmt: _nämlich einerseits im theoretischen Erkenntniß geleugnete_ etc. Auch nicht an =Ulrich= ist hierbei zu denken, der in seinen »Institutiones logicae et metaphysicae« (Jena 1785), die er selbst Kant zusandte (X 378. 398), S. 233 die Frage der Anwendbarkeit der Kategorien auf das »transcendentale Object« (das er dem »Ding an sich« gleichsetzt) nur in theoretischer Hinsicht berührt.
Sondern Kant hat schon hier den hernach (8{25}) deutlicher bezeichneten _wahrheitliebenden und scharfen, dabei also doch immer achtungswürdigen Recensenten_ seiner _Grundlegung_ im Auge, der ihm auch den Einwurf gemacht hatte, dass der Begriff des Guten vor dem moralischen Princip hätte festgesetzt werden müssen. Es ist der Recensent der »Allgemeinen deutschen Bibliothek«, nach Jenischs richtiger Angabe (an Kant, 14.
Mai 1787, X 463) »Probst =Pistorius= auf Femarn, der Übersezzer des Hartley«. Es kommt aber hier nicht nur die Recension der _Grundlegung_ (A. d. B., Bd. 66 S. 447 ff.), sondern, gerade was die tiefergehenden Einwände wegen der Anwendbarkeit der Kategorien auf Noumena und der Doppelnatur des Menschen als Phaenomenon und Noumenon betrifft, die umfänglichere Besprechung von Schultz' Erläuterungen (ebenda S. 92 ff.) in Frage, wo diese Einwürfe eingehend und verständig entwickelt werden; nicht ohne ein Compliment an den »ebenso wahrheitliebenden als tiefdenkenden Weltweisen«, welches dieser mit dem Wort 8{25} also nur erwiedert. Pistorius hat dann in seiner Besprechung der _Kr. d. pr. V._ Bezug genommen.
4. Der einzige Beurtheiler, der in der _Kr. d. pr. V._ selbst mit Namen genannt ist (143{33}), ist =Thomas Wizenmann=, der Verfasser der in Leipzig 1786 ohne Autornamen erschienenen Schrift »Die Resultate der Jacobi'schen und Mendelssohn'schen Philosophie, kritisch untersucht von einem Freywilligen«; ein intimer Freund und Gesinnungsgenosse Jacobis, aus dessen Briefwechsel mit Hamann man Näheres über ihn erfährt. Auf die genannte, damals viel beachtete Schrift hatte Kant Bezug genommen in der Abhandlung der »Berliner Monatsschrift«: _Was heißt: sich im Denken orientiren?_ (Oct. 1786), welche Wizenmann beantwortete durch »An den Herrn Professor Kant von dem Verfasser der Resultate Jacobi'scher und Mendelssohn'scher Philosophie.« Wizenmann, der eine Zeitlang bei dem Freunde in Pempelfort lebte, starb am 22. Februar 1787 in Mülheim (Jacobi an Hamann 12.--27. Febr., Gildem. V 455). -- Die Erwähnung Wizenmanns steht in Zusammenhang mit dem bekannten Streit zwischen Mendelssohn und Jacobi über den Spinozismus Lessings. Einen ferneren Nachhall dieses Streits erkennen wir in der Bezugnahme auf den _sonst scharfsinnigen =Mendelssohn=_, 101{20}; wo die Warnung vor der Consequenz des Spinozism (102{1.8}), wenn man sich zum Kriticismus nicht entschliessen kann, zu beachten ist.
12{14} (+ex pumice aquam+)] aquam a pumice postulare (sprichw.: von jemand etwas verlangen, was er seiner Natur nach nicht leisten kann).
13{6} ff. _=Hume=_] vgl. 50{32} ff. Kants Meinung, daß Hume die Sätze der Mathematik für analytisch und apodiktisch gehalten habe (13{15}, 52{4}), fußt auf dessen Inquiry concerning Human Understandig, Sect.
IV. Aber in Sect. XII,{2} derselben Schrift werden Zweifel darüber angedeutet, und im älteren, ausführlicheren Werk, dem Treatise on Human Nature, sieht Hume wenigstens die Sätze der Geometrie offenbar für synthetisch und von Erfahrung abhängig, mithin nicht apodiktisch, an. Kant hat demnach das ältere Werk nicht gekannt oder nicht genauer beachtet.
13{28} _Der Blinde des Cheselden_] der Bericht des Anatomen W.
Cheselden über einen operirten Blinden (aus den +Phil. Transactions+, 1728, XXXV 447) mag Kant bekannt geworden sein durch Kästners Bearbeitung von Rob. Smith »Vollständigem Lehrbegriff der Optik« (1755), wo dieser Bericht deutsch wiedergegeben ist. Vgl. Apelt Metaphysik S. 520 ff.
31{34} (Sic volo, sic iubeo)] Juvenal Sat. VI v. 223; doch lauten die Worte des Originals: Hoc volo, sic iubeo, sit pro ratione voluntas.
40{7} =_Crusius_=] Chr. Aug. Crusius (Professor der Theologie in 13{6} ff.
93{27} (_nach Platos Urtheile_)] im Staat 522 ff.
97{15} _mit Leibnizen_ +spirituale+] Theodicée, Ess. sur la bonté de Dieu etc. 52, 403 (Philos. Schr. her. v. Gerhardt, VI, 131, 356); ähnlich in den Auseinandersetzungen mit Bayle (Gerh. IV, 505 ff., 536 ff., 549) u. ö.
98{32} _=Priestley=_] The doctrine of philosophical necessity, London 1777, S. 86 ff.
101{8} _=ein Vaucansonsches Automat=_] Vaucansons Automaten (Flötenspieler, fressende Ente etc.), zuerst gezeigt in Paris 1738, wurden von den Materialisten des 18. Jahrh. (so de la Mettrie, L'homme machine, 1748) gern zur Unterstützung der mechanistischen Hypothese angeführt. Lange, Gesch. d. Mat., 2. Aufl., I 356.
101{20} _=Mendelssohn=_] Morgenstunden (1785), Abschn. XI.
158{33} _=Juvenal=_] Sat. III, 8, 79-84; von Kant ebenfalls citirt in der _Religion_ etc. (in dieser Ausgabe Bd. VI 49{27}) und in der 160{19} (+laudatur et alget+)] +probitas laudatur et alget+ Juven. Sat.
I, 1, 74.
=Paul Natorp.= Orthographie, Interpunction und Sprache.
ORTHOGRAPHIE. =Vocale.= Die Eingriffe beschränken sich auf wenige in _Willkühr_, fehlt in _wol_ (doch auch _Wohlverhalten, wohlgemeynt_), _vornemlich, allmälig_. -- _c_ steht sehr häufig da, wo wir _k_ setzen: _Critik, Categorie, Character, Comödie, Catechism, practisch, apodictisch, dialectisch, syncretistisch, cosmologisch, pünctlich_ u.
a. -- Einzelfälle sind _Policey, Geschäffte, insgesamt_, caussa (sonst _Causalität_). -- =Anfangsbuchstaben=. Am meisten stört die Minuskel in substantivirten Adjectiven: _der versuchteste, das schätzbarste, im theoretischen_ (doch werden sie auch oft gross geschrieben: _das -- Die Majuskel tritt zuweilen in zusammengesetzten Adjectiven auf, deren erster Theil ein Substantiv ist: _Beyfalls- oder Tadelswürdig_.
-- =Wortverbindung=. _so gar_ musste mehrfach zusammengerückt werden.
-- =Eigennamen=. _Leibnitz, Epicur, Epicuräer_ zeigen die damals übliche Schreibung.
INTERPUNCTION. =Komma= ist reichlich angewendet: vor Satztheilen, die durch und angeknüpft sind, auch vor entsprechendem _oder_, das keinen Gegensatz hervorheben soll; vor und hinter adverbialen Bestimmungen und adjectivischen Attributen, wenn letztere durch andere Bestimmungen erweitert sind (z. B. 22{22.23} _in der, aus irgend eines Gegenstandes Wirklichkeit zu empfindenden, Lust_); hinter _als_ und einer Vergleichung oder Apposition; hinter gleichartigen Satztheilen, die durch Komma von den vorangehenden getrennt oder durch ein _mithin, so wie, zugleich, vielmehr_ an sie angeschlossen werden; zwischen _während daß, allein da, denn da, gesetzt daß_; vor Klammern oder darin, während es dahinter stehen müsste z. B. 24{40}-25{1} _ist Vernunft nur, so fern sie für sich selbst den Willen bestimmt, (nicht im Dienste der Neigungen ist,) ein wahres..._ -- Doch fehlt es in allen diesen Fällen auch oft. -- Viel seltener als gestrichen musste es eingesetzt werden; zuweilen vor _aber_, öfter vor und hinter Appositionen, die durch _d. i., nämlich_ eingeleitet werden, am häufigsten noch zwischen gleichartigen adjectivischen Attributen (z. B. 157{7.8} _mit meist unangetastet; doch musste wie in den andern Drucken zuweilen Semikolon durch Kolon oder Komma ersetzt werden, wenn das Verhältniss der Unterordnung schärfer betont war.
SPRACHE. =Laute=. Vocale. Einen Eingriff in die Stammsilben erforderten: _ankömmt_ (nur 82{17}; sonst _kommt_), _alsdenn_ (stets), _Wirkung, wirklich, bewirkt_). -- Ableitungssilben. _e_ ist 1 mal im Superlativ erhalten: _mehresten_ 147{18} (vgl. dagegen _subtilste, kleinste_ u. a.); recht häufig aber in schwachen Verbalformen, wenn auch die Synkope überwiegt; so im Ind. Imp. stellete, theilete, wählete, fehlete, führete, _dienete, bestimmeten, vermengete, folgeten_; im Conj. Imp. _vermeynete, kennete, rühmete, bestimmete, passeten, anzeigete_; in der unflectirten Form des Part. Perf.
_aufgestellet, beygesellet, gefället, erkläret, begehret, geführet, gelehret, ungerächet, gelanget, aufgedecket_, in der flectirten _Wohlgesinneten, geweihete, bedrohete_. Wieder beobachten wir, dass vorangehende Liquida oder Resonans erhaltend wirkt. -- Von Adverbien ist allein nunmehro zu nennen (3 mal belegt; sonst stets _nunmehr_, Sing. Praes. gelten dieselben Bemerkungen wie für die Ableitungssilben.
Beispiele sind _urtheilet, erhellet, offenbaret, geziemet, beruhet, nöthiget, voraussetzet_. -- Unorganisches _e_ weist nur einmal _hielte_ erfoderlich_ ist im ganzen Druck sehr häufig, daneben kommt _fordern_ findet sich 112{18}. -- =Wortbildung=. _sonsten_ ist 23{20} belegt (im übrigen _sonst_). -- Auch die =Syntax= erregt nur vereinzelt Anstoss.
Adjective: _unter problematischen, affertorischen und apodictischen Bestimmungsgrunde_ 11{19.20}; _jeder auch nur mittelmäßig ehrlicher _auf einer genaueren Untersuchung.. ankäme_ 94{10-12}. _Diese.. bewahrt gebraucht, z. B. 25{31}, sonst als Neutr.
=Ewald Frey=.
ÄNDERUNGEN IM TEXT: Seite Original Änderung 22 eines Gegenstandes Wirlichkeit eines Gegenstandes Wirklichkeit 35 zu rechfertigen vermeinte, zu rechtfertigen vermeinte, 39 außer einem einzigen ormalen außer einem einzigen formalen 51 Nunist es, sagt er, unmöglich, Nun ist es, sagt er, unmöglich,