Auch will es in der That was bedeuten, Ueber dergleichen zu spotten vor Leuten, Dass der Spott nicht auf uns selbst sitzen bleibe.
Den Juden schiebt man sich wohl noch vom Leibe, Man ist nicht beschnitten; -- ^ergo^ ist man keiner.
Mit dem Philister ist die Sache schon feiner.
Streng genommen, Keiner sich durchschaut, So lang er steckt in der sündigen Haut, In Unschuld Keiner soll waschen die Hände, Wie Keiner selig ist vor seinem Ende!
Ob wir durchaus nicht Philister waren, Werden wir im ewigen Leben erfahren.
Doch es giebt auch für sterbliche Augen Kennzeichen, die zur Prüfung taugen, Dass man sich orientiren kann.
Das Eine geb' ich im Gleichniss an.
Es geschieht wohl, dass Einer träume, er wache, Und sich's versichre, und glaublich mache, Und ist doch gerade dies sein Traum!
Wer wirklich wacht, kurzum der wacht, Und ist nicht weiter auf's Wachen bedacht.
So, wer in der That nicht Philister ist, Der denket dessen zu keiner Frist; Ohne seinen Dank und Willen, und schlechtweg er's nicht ist.
Wer aber sich's hin und her beweist Und Gott am Morgen und Abend preist, Dass er nicht ist, wie andre Leut, Ist vom Philisterthum nicht weit; Ja ihm sitzt die Philisterei Gerade im Denken, dass er's nicht sey!
Da dieses sich so weit erstreckt Und bringen kann gar schlimmen Ruhm, So bleibt vor mir wohl ungeneckt So Juden- wie Philisterthum!
* * * * * Doch reinige sich der Gedanke, Der über Niedrem schwebte, Um mit dem Höhern ganz sich auszufüllen!
Füllet die Gläser! -- Es lebe die Krone, Sie steig' auf in der alten Pracht, Ausgerüstet mit der alten Kraft, Umgeben von der alten Treue!
C.
Uebersetzungen aus dem Portugiesischen, Spanischen und Italiänischen.
Aus Camoens' Lusiade.[44] Gesang 3, Stanze 118.
Alfonso kehrt, nach dieses Sieges Glücke, Hinwieder zu des Tajo schönem Becken; Dass auch der Fried' ihn mit den Kränzen schmücke, Womit die Schlachten ihn so reich bedecken: O welch erbarmungswürdiges Geschicke, Das Todte könnt aus ihren Gräbern wecken, Trifft da die arme, zarte Dulderin, Die erst getödtet ward, dann Königin!
Allein durch dich, durch dein allmächtig Sehnen, O reine Lieb', erstarb der Zeiten Zierde, Als dürftest du sie deine Feindin wähnen, Die treue, der dein schönster Lohn gebührte.
Wohl sagt man, Amor, dass durch bittre Thränen Gestillt nicht werde deine grimme Gierde; Soll Menschenblut nun strömen vom Altare Zur süssen Augenweide dir, Barbare?
[Fußnote 44: Zuerst abgedruckt im »Pantheon, Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst, von Büsching und Kannegiesser. Berlin, 1810.« I.
Bd. 1. Heft. Seite 1-8.]
Man sah dir hold der Jahre Lenz verfliessen, In jene Seelenruh warst du versenket, Ignes, und in den Wahn, den blinden, süssen, Den keinem noch auf lang das Glück geschenket, In des Mondego angenehmen Wiesen, Den deiner schönen Augen Born getränket, Den Bergen lehrend, und der Flur den lieben Namen, der tief dir in die Brust geschrieben.
Auch deines Prinzen Regungen vergalten Dein Sehnen wohl mit seelenvollem Danken; Dein Bild sie fest vor seinen Augen halten, Wenn er verbannt aus deiner Blicke Schranken: Des Nachts ihn täuschen süsse Traumgestalten, Des Tags entrücken ihn zu dir Gedanken, Und was er sinnt, und was er sieht im Innern, Ist alles nur Ein wonnevoll Erinnern.
So vieler Fürstentöchter, schöner Frauen Bewerben hat bei ihm das Ziel verfehlet; Wie denn auf andres pflegt herabzuschauen Wess Herz die Eine, traute, hat erwählet.
Der alte Vater blickt mit stillem Grauen Auf die Verirrung dieser Lieb', ihn quälet Des Volkes Murren und das Widerstreben Des Sohns, sich in der Ehe Band zu geben.
Und so beschliesst er denn in argem Muthe Ignes dem süssen Lichte zu entrücken.
Es könne nur in frech vergoss'nem Blute, So meint er, solcher Liebe Brand ersticken.
War's Wahnsinn, der ihn trieb, sein Schwert, das gute, Das Schrecken sende nur der Feinde Blicken, Vor dem der Mauren Wuth gemusst erbeben, Gegen ein zartes Fräulein zu erheben?
Zu ihm, dess Herz wohl möchte sich versöhnen, Wird sie geschleppt von wilden Ungeheuern, Und es gelingt den mordbegier'gen Tönen Des Pöbels, seinen Zorn neu anzufeuern.
Sie aber -- flehend und mit bangem Stöhnen, Erpresst von Mitleid bloss mit ihrem Theuern Und mit den Kindern, die sie unterm Herzen Ihm trug, die mehr denn eigner Tod sie schmerzen; Die Augen hebend zu des Himmels Milde Aus denen eine grosse Zähre rollte, (Die Augen, denn die Hände hielt der wilde Mordknecht, der sie in Fesseln schlagen wollte) Dann nieder auf der Kinder zarte Bilde Sie senkend, die sie jetzt verlassen sollte Verwaiset, einsam, ohne Schutz und Rather -- Spricht also an den grausamen Grossvater: Wenn wilde Thiere, deren Sinn zum Hassen Natur bestimmt, und Eis um sie geschlagen, Der Wüste Vögel, die, um Raub zu fassen Und anders nicht, den Flug in Wolken wagen, Mit kleinen Kindern, die sie seh'n verlassen, Solch zärtlich Mitleid und Erbarmen tragen, Wie man an Ninus Mutter hat geschauet, Und an den Brüdern, welche Rom erbauet; So trag auch du, dess Herz durchströmt vom warmen Menschlichen Blute schlägt (falls es zu nennen Menschlich, den Tod zu geben einer Armen, Bloss weil ihr Herz in Liebe musst' entbrennen), Trage mit diesen Kleinen das Erbarmen, Das man in meinem Urtheil muss verkennen.
Mög' ihre Noth Mitleid in dir erregen, Da meine Unschuld dich nicht kann bewegen!
Und wie du wusstest einst mit Schwert und Feuer Den Tod zu senden in der Mauren Reihen, Sey jetzt vom Tode gnädiglich Befreier Der Schwachen, die du keiner Schuld kannst zeihen.
Falls aber Unschuld büssen soll so theuer, Verweis auf ewig mich in Wüsteneien, In Libyens Gluth, in Scythiens kalte Schauer, Wo ich mein Leben enden mög' in Trauer.
Lass mich, wo alle Schrecken sich erheben, Hin in der Löwen und der Tiger Erbe, Dass ich, was Menschenherz nicht mochte geben, Erbarmen dort und Mitleid mir erwerbe.
Dort will ich pflegen, innig hingegeben In's Angedenken dess, für den ich sterbe, Der nachgelass'nen Pfänder theure Gabe, Zu der leidvollen Mutter einziger Labe.
Der König sinnt schon drauf, sie zu befreien, Ob ihrer Worte, die ihn tief bewegen; Das störr'ge Volk nur will ihr nicht verzeihen, Noch ihre Sterne, die nicht brachten Segen.
Die, welche glauben, dass die That Gedeihen Dem Reiche bringe, ziehen scharfe Degen, Gegen ein Fräulein. Herz, schwarz und bitter, Ihr zeiget euch als Henker, nicht als Ritter!
Wie gegen Priams Tochter, Polyxene, Aus der der Mutter letzte Freuden quellen, Damit Achilles Schatten sich versöhne, Man Pyrrhus sahe sich gerüstet stellen; Sie aber ihre jungfräuliche Schöne -- Die Augen, welche wohl die Trüb' erhellen, Hin auf die Mutter, die vor Schmerzen wüthet, Gerichtet, -- zum Sühnopfer willig bietet: So gegen Sie, die Wüthenden; die Auen, Aus denen Liebe sieht mit hellen Blicken, In jedes Auge, das sie mag erschauen, Sanftheit und Milde strahlend und Entzücken, Und ihre süssen Blumen, die getrauen Sie sich mit Blutesströmen zu ersticken, Grimmig erbos't die Schwerter drein versenkend, Der Rache, die herannaht, nicht gedenkend.
O hohe Sonne, hat dein Strahl genommen Von des Entsetzens That wohl Blick und Kunde?
Ist er nicht auch denselben Tag verglommen, Wie in Thyestes Gastmahls Gräuelstunde?
Ihr hohlen Thäler, die ihr da vernommen Das letzte Wort aus dem erblassten Munde, Noch lange hallte fort in euerm Laute Der Name Pedro, den sie euch vertraute.
Wie einer Blume, so in Zier getauchet, Dass sie der Schmuck war auf den blüh'nden Heiden, Wenn sie gebrochen und zum Kranz verbrauchet, Der rohen Hand Betastung musst' erleiden, Der Schmelz vergeht, der süsse Duft verhauchet: So ist das Fräulein nach dem bittern Scheiden; Der Lippen Ros' erblasset, es entschweben Die lichten Farben mit dem süssen Leben.
Der That zum ewigen Andenken kehren Mondego's Töchter, die sie lange klagen, In einen Quell die da geweinten Zähren, Und geben ihm den Namen, den er tragen Auf alle Zeiten soll: noch jetzo nähren Wo Ignes lebt und liebt in ihren Tagen, Von einem Quelle sich der Blumen Triebe, Dess Wasser Zähren sind, der Name: Liebe.
Aus dem Spanischen.
Madrigal.
Ihr Augen, hell und reine, Da eure süssen Blicke preist die Menge, Warum, wenn ihr mich anschaut, blickt ihr strenge?
Wenn ihr, je mehr voll Hulden, So mehr die Welt erfreut mit heitrem Scheine, Warum blickt ihr mit Zorn auf mich alleine?
Ihr Augen, hell und reine, Erscheint mir nur, sey's auch mit solchem Scheine!
Aus Cervantes.
Amadis von Gallia an Don Quixote de la Mancha.
Du, der nachahmtest jenes Thränenleben, Das auf des Armuthfelsens schroffer Kante Ich führte, da Verschmähung mich verbannte Von Freuden, mich der Busse zu ergeben; Du, dem vom Auge Fluthen man sah beben, Dass ihm der Salztrank schier das Herz abbrannte, Dem, als ihn Silber, Kupfer, Zinn schon nannte, Die Erd' auf Erde dürft'ges Mahl gegeben: Sey sicher, dass in alle Ewigkeiten, Mindstens so lang', als in der vierten Sphäre Der feuerrothe Phöbus treibt die Pferde, Den Preis der Tapfern keiner dir bestreiten, Dein Vaterland vor allen seyn das hehre, Dein weiser Meister einzig bleiben werde!
Don Belianis von Gräcia an denselben.
Mehr als ein Ritter auf dem Erdenrunde Thät ich in Handeln, Sprechen, Stechen, Hauen, Ob meiner Thatkraft all' erfasst' ein Grauen, All' Unbill rächend, die mir kam zur Kunde.
Ich gab Grossthaten Fama's ew'gem Munde, Ich war galant, ich war beliebt bei Frauen; Wie Zwerglein thät ich alle Riesen schauen, Zu Kampf und Streit bereit in jeder Stunde.
Fortuna lag zu meinem Fuss geschmieget, Das Glück stand meiner Weisheit treu ergeben, Wie eine gute Magd, stets zu Gebote.
Ob nun mein Ruhm des Monds Horn überflieget, Ob auch noch nichts mir hat getrübt das Leben, Neid' ich doch dich, du grosser Held Quixote!
Sie tritt mir vor's Gemüth -- vielmehr ist drinne, Dass Lethe nicht vermag sie wegzuheben, -- Wie sie von ihres Sterns Strahlen umgeben, Im Lenz des Lebens trat mir vor die Sinne; Dass ersten Blickes ich ein Bild gewinne Von ihr, so sittig, still und gottergeben, Dass ich, »sie ist's,« mir sage, »ist am Leben,« Und Frag' an sie und hold Gespräch beginne.
Bald giebt sie Antwort, schweigt auch wohl, dann siehe, Wie man halb wacht im Traum, der Irrthum webte, Sag ich meinem Gemüth: Du bist im Fehle; Tausend, dreihundert, acht und vierzig, frühe Ein Uhr, den sechsten des Aprils, entschwebte Dem süssen Leibe ja die sel'ge Seele.
Gedruckt bei Julius Sittenfeld in Berlin.
Nachtrag zum ersten Bande.
S. 95 Zeile 5 von oben ist nach den Worten: »denn er ist gleich dem Satze X,« als Note unter dem Texte aus der 2. Auflage der Wissenschaftslehre folgender Zusatz hinzuzufügen: »D. h. ganz populär ausgedrückt: Ich, das in der Stelle des Prädicats A setzende, ^dem^ zufolge, ^dass es in der des Subjects gesetzt wurde^, weiss nothwendig von meinem Subjectsetzen, also von mir selbst, schaue wiederum mich selbst an, bin mir dasselbe.« (Anmerk. * * zur 2.
Ausgabe.)
Zu bemerken ist noch, dass die S. 91, 95 und 98 hinzugefügten Zusätze der 2. Ausgabe ^nur^ in der zweiten »verbesserten« Ausgabe, Jena und Leipzig bei Gabler 1802, nicht in der bei Cotta erschienenen »unveränderten,« sich finden.
Druckfehler im siebenten Bande.
Nachtrag.
(Aus dem in ^Friedr. Schiller's Nachlass^ nach bereits beendetem Abdrucke dieses Bandes aufgefundenen Originaltexte der Abhandlung.)
Worte: ^wollen^.
[Fußnote 45: Durch diesen Wink soll nicht etwa dem ^intelligibeln Fatalismus^ das Wort geredet werden. Zwar wird der Wille allemal durch die für das Subject in seiner gegenwärtigen Stimmung überwiegenden Gründe bestimmt; aber dass ^diese^ Gründe überwiegen und nicht die entgegengesetzten, und dass das Subject gerade in dieser Stimmung ist und in keiner anderen, davon liegt der Grund in der absoluten Selbstthätigkeit. Diese ist es, welche das entscheidende Uebergewicht in die Wagschale legt durch freie Reflexion und Abstraction in dem absoluten Anfange eines jeden innern Lebensactes, der von da aus durch die mannigfaltigen Geschäfte des menschlichen Geistes hindurch nothwendigen Gesetzen folgt. Der Trieb treibt den Menschen nicht unwiderstehlich, wie etwa die Elasticität materieller Körper; denn es ist ein Trieb, gerichtet an ein selbstständiges Wesen. Es bedarf der Reflexion auf seine Richtung; diese Reflexion ist der Anfangspunct des fortgehenden steten Fadens, und von dem Grunde, ob überhaupt reflectirt wird oder nicht, und davon, wie reflectirt wird, ob auf die vollständige Anregung oder nur auf einen Theil derselben, hängt es ab, wie die Willensbestimmung ausfalle. Also: der Wille ist nicht frei, aber ^der Mensch ist frei^. Alle seine Vermögen hängen innigst zusammen, und greifen bei dem Handeln gesetzmässig in einander ein; und nur daraus, dass man für wirklich zersplittert hielt, was nur willkürlich und zum Behufe der Speculation zertheilt wurde, entstanden Theorien, die entweder dem natürlichen Gefühle oder dem Räsonnement, oder richtiger beiden zugleich widersprechen. Nicht bloss -- so hart diese Behauptung auch Manchem vorkommen mag -- nicht bloss die Willensbestimmung des empirischen Individuums, sondern sein gesammter innerer Charakter, seine Vorstellungs- und Begehrungsweise, woran er Vergnügen oder Misvergnügen finde sogar, hängt von eines Jeden Selbstthätigkeit ab. Man übertrug die durch das Selbstgefühl angekündigte Freiheit zuerst auf den Willen, weil dieser jeden innern Lebensact abschliesst und vollendet, und weil derselbe von ihm aus sogleich in die Aussenwelt übergeht, mithin auf diesem Grenzpuncte zuerst die Verschiedenheit des freien Subjects und des gebundenen Objects bemerkt wurde. Aber gerade darum, weil er die angeführte Stelle in der Reihe der Geistesgeschäfte einnimmt, ist der Wille am wenigsten frei, denn er ist durch das mehrste Vorhergehende bestimmt. Mit dem Willen fängt der Mensch einen neuen Zustand in der Sinnenwelt an; man folgerte, dass er mit demselben Willen auch den nothwendig vorauszusetzenden neuen Zustand in sich selbst anfinge; aber diese Folgerung ist unrichtig, und sie war zugleich unwahrscheinlich.
--] Dritter Brief. (S. 291.) Anfang.
[Fußnote 46: Dem Nachbar, dem Sie meinen vorigen Brief mitgetheilt haben, ist in dem ganzen Zusammenhange desselben nur dasjenige aufgefallen -- melden Sie mir, -- was ich über die Hindernisse sagte, welche der Mangel an äusserer Freiheit der ästhetischen Bildung in den Weg stellte; er hat geeilt, die Anwendung davon auf sein Zeitalter und sein Vaterland zu machen, und wer weiss welche gefährliche Einflössungen in meinen Worten gefunden. Ich will mich nun seiner Besorgnisse wegen noch deutlicher erklären.
In den von Germanen abstammenden Verfassungen Europens -- in den slawischen weit weniger; aber bin ich denn verbunden, auch auf diese Rücksicht zu nehmen, oder wenn ich in Deutschland schreibe, zu sorgen, dass meine Ausdrücke nicht gegen den Kaiser von Marokko oder den Dei von Algier verstossen? -- in den germanischen Verfassungen also hat es sich so gefügt, dass von Zeit zu Zeit Einzelne von den Unterdrückten unter der Last sich aufrichteten, Einzelne aus den unterdrückenden Ständen, durch Zufall oder durch freie Wahl, ihr Gewicht verloren oder aufgaben, und beide in einen glücklichen Mittelstand zusammenflossen; dadurch das Loos der Unterdrückten erleichterten, indem sie ihnen den Raum weiter machten, und auch die Sorgen der Unterdrücker mässigten, indem die Zahl derer, die sie zu bewachen hatten, sich verminderte. Hierdurch wurde denn auch die sonst unvermeidliche Progression der Sklaverei verhindert und die Sachen konnten vermittelst des entstandenen Spielraums mehr in der gleichen Lage bleiben, wie sie es denn auch, einzelne Zwischenzeiten abgerechnet, denen aber bald günstigere folgten, in der That geblieben sind. Aus jenem Mittelstande nun muss und wird sich alles Heil entwickeln, das noch über die Menschheit kommen soll. Jeder, den das Glück in diesen schönen Stand setzte, kehre daher nur sein Auge in sich selbst, ehe er es nach aussen wendet; er mache sich selbst frei, ehe er Andere befreien wolle; er erhebe sich zu der Denkart, die auf ihr selber ruhend, ihr selbst getreu und in sich ganz gerundet, über zeitliche Zwecke und irdische Befürchtungen sich erhebt, und nun lasse er den lebendigen Ausdruck dieser Denkart in Wort und Wandel auf seine Zeitgenossen wirken, wie er kann; und überlasse es der allmächtigen Natur, vor der Jahrtausende sind wie ein Tag, die Saat, die er streut, zu entwickeln und zu reifen. Wer diesen Geist nicht hat, der will weder sich, noch Andere befreien, sondern er will die Gewalthaber stürzen, um selbst an ihre Stelle zu treten, sey's auch unter der Form der Freiheit; er will nur die Gestalt der Knechtschaft verändern, -- er drohe nun offenbar den Tyrannen, oder er krieche an ihren Stufen, um einen Theil ihrer Gewalt zu erschmeicheln, die er zu ertrotzen nicht den Muth hat, und die er kühner durch den Erfolg ganz begehren wird. Ein solcher ist fern von der wahren Freiheit; denn er hat sich noch nicht von sich selbst befreit. Dies ist meine ganze Meinung, und ich mag wohl, dass sie der Nachbar wisse. -- In unserem Innern, in welchem wir, wie soeben gefordert wurde, einheimisch seyn müssen, wenn eine unserer Wirkungen nach aussen einen Werth haben soll, giebt der Sinn für das Aesthetische uns den ersten festen Standpunct. Das Genie kehrt darin ein, u. s. w.]
Liste der Unterzeichner auf Fichte's sämmtliche Werke.
Aachen.
für: Herrn Regierungsrath _Ritz_.
Aarau.
für: Herrn _E. Dorer-Egloff_ in Baden in der Schweiz -- _J. Correvon_, officier féderal du Génie in Iverdun.
Bibliothèque cantonale in Lausanne.
Altena.
Altenburg.
Löbl. _Schnuphase_sche Buchhandlung 1 Altona.
Amsterdam.
Arnsberg.
für: Herrn Ober-Landesgerichts-Referendar _Kaupisch_.
Aschaffenburg.
Augsburg.
Herr Buchhändler _Kollmann_ 1 für: Herrn Königl. Studienlehrer _J. K. E. Oppenrieder_.
Basel.
Löbl. _Schweighauser_sche Buchhandlung 2 für: Oeffentliche Bibliothek.
Herrn Dr. _Joh. Gihr_ in Liestal.
für: Herrn Dr. _Drechsler_.
Bautzen.
für: Herrn Canonicus Dr. _Prihonski_.
Berlin.
Löbl. _Amelang_'sche Buchhandlung 2 für: Herrn Dr. _R. Haym_.
für: Herrn Dr. _Ribbentropp_.
-- Geh. Rath Dr. _Bunsen_ in London.
-- Dr. _Thaulow_ in Kiel.
für: Herrn Baron von _Richthofen_.
des Königs.
-- _Türrschmidt_.
-- Professor Dr. _Röstell_.
-- v. d. _Lage_, Director des Pädagogiums in Charlottenburg.
-- Ungenannt.
für: die Bibliothek des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums.
-- Prediger Dr. _Schütze_ in Lissabon.
Löbl. _Hirschwald_'sche Buchhandlung 1 für: K. St. Wladimirsuniversität in Kiew.
für: Herrn Privatdocent Dr. _F. A. Märcker_.
für: Herrn Postsecretär _Kaumann_.
Löbl. _Nicolai_'sche Buchhandlung 3 Löbl. _Oehmigke_'sche Buchhandlung 2 für: Herrn Director der höh. Stadtschule _Zinnow_.
-- Graf _v. Grabowski_ auf Rodawnitz.
für: Herrn Dr. _E. Meyen_.
-- Dr. _Glaser_, Privatdocent.
-- _Reichenow_ in Charlottenburg.
-- Assessor von _Mörner_.
-- von _Neumann_.
-- von _Kudrefzef_.
-- _Reinbott_, Lehrer am Diesterwegschen Semin.
für: Herrn Prediger _Hoyer_ in Fürstenau.
-- _Fuss_.
-- _Siegmund_.
für: Herrn Professor Dr. _H. G. Hotho_.
-- Geheimerath Professor Dr. _Böckh_.
-- Prediger Dr. _Sachs_.
Bern.
für: Herrn Privatdocent Dr. _Ris_.
Bielefeld.
für: Herrn Gymnasiallehrer Dr. _Stahlberg_ in Herford.
-- Pastor _Smidt_.
Bonn.
für: Die Königl. Universitäts-Bibliothek.
Bibliotheque de l'université de Louvain.
Herrn Director Dr. _Kortegarn_ in Bonn.
-- Professor Dr. _Lassen_.
-- Privatdocent Dr. _Clemens_.
-- _Erskine_.
für: Herrn Professor Dr. _Mendelssohn_.
Brandenburg.
für: Die Gymnasial-Bibliothek.
Herrn Collaborator _Döhler_.
Braunschweig.
für: Herrn Dr. _Hanne_.
Bremen.
Breslau.
Herr Buchhändler _Gosohorsky_ 2 für: Herrn Rector _Jordan_ in Trebnitz.
-- Professor _Braniss_ in Breslau.
für: Herrn Divisionsprediger Dr. _Rhode_.
-- Medicinalrath Dr. _Ebers_.
-- Professor Dr. _Röpell_.
-- Buchhändler _Sowade_ in Pless.
Brieg.
Herr Buchhändler _Ziegler_ 1 für: Herrn _Const. v. Ziegler-Knyphausen_, Lieutenant im 22. Infant. Regiment.
Bromberg.
für: Herrn Prediger _Gessel_ in Thorn.
Ungenannt.
Brünn.
Brüssel.
für: Herrn Professor _Tandel_ in Lüttich.
La Bibliothèque _Royale_.
Cammin.
für: Herrn Dr. _Puchstein_.
Carlsruhe.
für: das Museum in Carlsruhe.
für: Herrn Lehrer _Herrmann_ in Ettlingen.
Cassel.
für: die Kurfürstl. Landesbibliothek.
Cöln.
Cöslin.
für: die Gymnasialbibliothek.
Constanz.
für: Herrn Professor _F. A. Kreuz_ am Lyceum.
Darmstadt.
für: die Grossherzogl. Hessische Hofbibliothek.
Dessau.
Dorpat.
Dresden.
Löbl. _Arnold_'sche Buchhandlung 1 Düsseldorf.
Löbl. _Schaub_'sche Buchhandlung 1 für: die Landesbibliothek.
Elberfeld.
für: die Landesbibliothek.
Elbing.
für: Herrn Director Dr. _Herzberg_.
Flensburg.
Frankfurt a. M.
Löbl. _Jäger_'sche Buchhandlung 3 Ungenannt.
für: Herrn Dr. _F. A. Balling_, Brunnenarzt in Kissingen.
für: die Stadtbibliothek.
für: Herrn Justiz- und Domänenrath Dr. _Oelschläger_ in Regensburg.
Freiburg im Breisgau.
für: Herrn Pfarrverweser _Lump_ in Riegel.
Genf.
Giessen.
für: die Universitätsbibliothek.
Herrn Stud. _Liebknecht_.
das Predigerseminar in Friedberg.
für: Herrn Dr. _M. Carrière_.
Glatz.
für: Herrn _Rostock_, Prinzl. Oberamtmann in Seitenberg.
Glogau.
für: die Lehrerbibliothek des kathol. Gymnasiums.
Görlitz.
für: Herrn Geh. Justizrath _Blumenthal_ in Friedersdorf bei Greifenberg.
die Oberlausitzsche Gesellschaft der Wissenschaften.
Göttingen.
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-- Professor Dr. _Götze_.
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Löbl. _Dietrich_'sche Buchhandlung 1 für: Herrn Cand. d. Theol. _Petersen_ in Hannover.
Gotha.
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Greifswald.
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-- Professor Dr. _Boström_ in Upsala.
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Halberstadt.
Halle.
Herr Buchhändler _Anton_ 1 für: Herrn. Professor Dr. _Ulrici_.
für: Herrn Professor Dr. _Schaller_.
-- Privatdocent Dr. _Weissenborn_.
-- Stud. phil. _Seifart_.
-- Dr. _Dalmer_.
Hamburg.
für: die Hamburgische Stadtbibliothek.
_Osmond de Beauvoir Priaulx_ (Oxford et Cambridge Clubb).
Ungenannt.
für: Herrn Professor Dr. _Ullrich_.
Ungenannt.
Hamm.
für: die Bibliothek des Gymnasiums.
Hannover.
Löbl. _Hahn_'sche Hofbuchhandlung 1 für: die _Hahn_'sche Hofbuchhandlung.
Löbl. _Helwing_'sche Hofbuchhandlung 2 für: die Bibliothek der Ständeversammlung.
Herrn Advocat _Ebhardt_.
Heidelberg.
für: Herrn Kirchenrath _Rothe_.
für: die Grossherzogl. Hofbibliothek in Carlsruhe.
Herrn Pfarrer _Sturm_ in Buch am Ahorn.
Jena.
für: die Grossherzogl. Hofbibliothek in Weimar.
Ihre Durchlaucht die Prinzessin _Caroline_ von Schaumburg-Lippe in Rudolstadt 2 Exempl.
Kiel.
Löbl. Akademische Buchhandlung 1 für: Herrn Candidat _Sierck_.
Löbl. _Schwers_'sche Buchhandlung 1 für: Herrn Professor Dr. _Chalybaeus_.
Königsberg.
Löbl. _Bornträger_'sche Buchhandlung 9 für: die Königl. akadem. Handbibliothek.
die Königl. Bibliothek.
die Bibliothek des Lyceum Hosianum in Braunsberg.
Herrn Candidat _Böttcher_ in Koewe.
-- Professor Dr. _Rosenkranz_.
für: Herrn _Sydow_.
-- Conrector _Suck_ in Wehlau.
für: Herrn Consistorialrath Dr. _Lehnerdt_.
-- Divisionsprediger Dr. _Toop_.
das Collegium Fredericianum.
Kopenhagen.
Herr Buchhändler _Eibe_ 1 Löbl. _Gyldendal_'sche Buchhandlung 3 für: die Grosse Königl. Bibliothek.
die Akademie in Soröe.
Herrn _Feilberg_ und _Landmark_, Buchhändler in Christiania.
Herr Buchhändler _Andr. Fr. Höst_ 2 für: Herrn Mag. Dr. _Cronholm_ in Malmö 2 Exempl.
für: Herrn _G. Plaug_, Cand. phil.
die theologische Bibliothek.
Krakau.
für: Herrn _Goleberski_, Anwalt beim Tribunal.
Landshut.
Löbl. _Krüll_'sche Univ. Buchhandlung 1 Langensalza.
Herr Buchhändler _Körner_ 1 für: Herrn Conrector Dr. _Karl Schramm_.