SigPhi · Kurt Koffka

Die Grundlagen der psychischen Entwicklung

German

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Eine Erklärung der Instinkt-Handlungen hätte also nicht nach einem ererbten System verknüpfter Neuronen zu suchen, sondern zu forschen, was für „geschlossene" physikalisch-chemische Vorgänge unter welchen Bedingungen die erstaunlichen Leistungen hervor- bringen. Heute freilich ist der Instinkt noch ein Bätsei, aber nun wenigstens nicht mehr eins, das uns zur Annahme psychovita- listischer Prinzipien nötigt.

Geschehen, das von sich aus nach fester Endlage strebt, ist aber auch als Lebens-Vorgang nicht eine Eigentümlichkeit nur des Instinkts. Wahre Intelligenz-Handlungen haben das gleiche Gesicht, worauf wir schon einmal hinwiesen. Wenn mir eine Aufgabe gestellt ist, so komme ich erst zur Buhe,- wenn ich sie gelöst habe. Der Unter- schied von Instinkt- und Intelligenz«Handlungen muß darin liegen» Google y5 ^^^^ Neugeborenen und den primitiven VerhaltungsweiBen wie von der Ausgangs-Situation aus die End-Situation erreicht wird. Beim Instinkt genügt das Zusammentre£Fen der Anfangs-Situation mit dem Lebewesen, damit die Handlung in Gang gesetzt wird und bis zu Ende abläuft. Bei der wirklichen tntelligenz-Handlung genügt dies nicht. Wir werden später sehen, was ihre spezifische Eigen- tümlichkeit ist^*).

Den gleichen Typus von Vorgängen werden wir in den ver- schiedensten Formen immer besser kennen lernen. Jetzt greifen wir auf ein früheres Ergebnis zurück. Bei der Erklärung der Augen- Bewegungen hatten wir schon von den jetzt etwas ausführlicher entwickelten Prinzipien Gebrauch gemacht (s.]S. 571), dort aber die Augen-Bewegungen als Reflexe bezeichnet. Denken wir nun an eine Instinkt'Handlung zurück, die wir früher besprochen haben, das Picken der jungen Hühner. Est ist zwar komplizierter, als die bloßen Augen- Bewegungen, hat aber doch insofern sehr viel ÄhnUchkeit mit diesen, als auch Bewegungen vom optischen System aus reguliert werden, Bewegungen, die für das Tier sehr wichtige Erfolge haben. Wenn wir aus dieser Ähnlichkeit die Konsequenzen ziehen und demnach die Pick*Bewegungen nach Analogie der reflektorischen Augen- Bewegungen betrachten, so kommen wir zu keinem andern Resultat, als wenn wir die Instinkt-Handlung des Pickens aus unsern Prinzipien erklärbar machen wollen: wir müssen annehmen, Sensorium und Motorium bilden für diese Handlungen ein System, was \n dem einen vorgebt, ist von Einflui auf das Geschehen im andern, denn Instinkt- Handlungen sollen ja die Eigenschaft der Geschlossenheit besitzen. So scheint sich auch für uns eine Brücke vom Instinkt zum Reflex zu spannen. Es ist nicht das eine von uns gewählte Beispiel, das diese Folgerung nahelegt. Überall finden sich Tatsachen, bei denen man schwankt, ob man sie den Instinkten oder den Reflexen zuzählen soll^ so, wenn ein eben ausgekrochener Fasan seinen durch Futter verklebten Schnabel mit der größten Sicherheit am Boden abwetzt.

Aber wenn wir jetzt die Kluft zwischen Instinkten und Reflexen, die wir bisher gewaltsam erweitert hatten, wieder schließen, und damit auch die Beiden gemeinsamen Merkmale neu betonen, auf die wir oben (S. 61) schon hingewiesen haben, so hat das einen völlig anderen Sinn als die Ansicht, die die Instinkte als verkettete Reflexe ansah. Wir drehen die Sache um, nicht mehr der Reflex- Mechanismus scheint uns die Grund-Tatsache zu sein, sondern die bei den Instinkt-Handlungen auftretende Eigenschaft der Geschlossen- heit. Nicht also wollen wir, wie Spencer und seine Nachfolger, die Instinkte als Reflexe erklären, sondern umgekehrt die Reflexe als Google Instinkte und Reflexe j-j Instinkte. Dann bleibt die Frage bestehen, wober nun die Unter- schiede stammen, die doch für eine unbefangene Beobachtung so deutlich Reflex-Handlungen und typische Instinkt- Handlungen trennten, woher den Reflexen das starre mechanische Arbeiten gekommen ist, das die mechanistische Theorie so nahelegte. Auch f&r die Be- antwortung dieser Frage können wir nicht mehr als einen Hinweis geben, nur die Richtung aufzeigen, in der wir die Erklärung voraus- sichtlich finden werden. Wir kennen in unserm Yerhalten außer den eigentlichen Reflexen noch andere Yerhaltungsweisen, die die Eigenschaften der Reflexe in hohem Grade besitzen: es smd das die sogenannten automatischen Handlungen, gewohnheitsmäßige Be- wegungen, die man auch als erworbene Reflexe bezeichnet hat. Diese Handlungen sind aber ursprünglich anders gewesen, es waren ''Willkür-Handlungen, die erst durch häufige Wiederholung automatisiert worden sind, ihren quasi reflektorischen Charakter angenommen haben. Ähnlich können wir uns vielleicht das Verhältnis der eigent- lichen Reflexe zu den Instinkt-Handlungen denken. Wie die sogen, erworbenen Reflexe aus Willkür-Handlungen erstarrt sind, so lassen sich die eigentlichen Reflexe als erstarrte Instinkte auffassen.

Es ist bemerkenswert, daß E. Becher, der ja gleichfalls die mechanistische Deutung der Instinkte ablehnt und eine psycho- vitalistische an ihre Stelle setzt, gerade so wie wir auch die Ver- bindung zu den Reflexen herstellt, indem er das zur Erklärung der Instinkte herangezogene Prinzip auch versuchsweise auf die Er- klärung der Reflexe überträgt").

Damit haben wir eine schon (o. S. 58) aufgeworfene Frage be- antwortet: wir glauben, daß die Erklärungs- Weise, die wir für die Augen-Bewegungen aufgezeigt haben, im Prinzip auf alle Reflexe anwendbar sein mu6. Es folgt daraus nicht unbedingt, da& der Reflex- Apparat der alten Theorie, jenes System von Neuronen, gänzhch und in allen Fällen aus der Erklärung verschwinden mu6, so wie wir es für viele Fälle wahrscheinlich gemacht haben. Es ist durchaus denkbar, daß die „Erstarrung** der Funktion Hand in Hand ging mit einer Fixierung des Organs, mit der Ausbildung eines relativ von andern unabhängigen Systems, in dem sich der Vorgang abspielt. Aber auch dann wäre der Apparat nicht Ursache, sondern Folge der Funktion, aus der Existenz des Apparats dürfte man kein Argument für die alte und gegen unsere Auffassung entnehmen.

Endlich muß sich von diesem Standpunkt aus das Problem der Zweckmäßigkeit der Reflex- und Instinkt-Bewegungen ganz anders anpacken lassen, als vom Standpunkt der mechanistischen Theorie. Denn Beginn der Handlung und erfolgreiches Ende sind für uns Google yg Vom Neogeborenen usd den pnmitivai Verhaitongsweisen Dicht Biehr reiu äo&erlicb yerkettety wir werden das phyaiologiflche Geschehen viehnebr so za bestimmen haben, da6 der Handlungs- Abschloß auch fOr dies ein ausgezeichneter Zostand ist^ anf den bin, aas pbysikalisdien GrOnden, das Greschehen gerichtet ist Physikalisch ist aber nicht mechanistisch, wie Köhler gezeigt hat 9. Die Instinkte des Neugeborenen« AUgemeines iber die Instinkte des Menschen« Nach dieser langen und wichtigen theoretischen Erörterung kehren wir zu den Instinkt-Bewegungen des Neugeborenen zurück. Das Wesentlichste, was wir da zu sagen haben, ist wohl, daß wir sehr wenige Bewegungen und wenig ausgebildete Bewegungs-Ablftufe finden^ die wir mit dem Namen von Instinkt-Bew^ungen belegen- können. Stern'*) sondert aus den Bewegungen des Neugeborenen einen „Hinwendungs^- Instinkt aus, der darin besteht, daß der S&ugling vom ersten Tag an sich den verschiedensten Beizen zu* wendet. So dreht der Neugeborene, dem man mit dem Finger die Wange berührt, schnell den Kopf zum berührenden Objekt, soda& der Finger mit dem Mund in Berührung kommt; die Nähe der Mutter-Brust hat vor der Berührung Sterns älteste Tochter am dritten Tage zur Hinwendung veranlagt, augenscheinlich auf Grund des Geruchs, starke Licht -Beize lösen gleichfalls Drehung des Kopfes in die Licht- Richtung aus. Alle diese Bewegungen, besonders die letzte, sind ja aufs engste verwandt mit den Augen-Bewegungen^ die wir schon kennen.

Ob man mit Stern in diesem HinwendungsJnstinkt den einzigen neben dem Saug-Instinkt sehen will, der sich in der ersten Lebens- Woche geltend macht, oder ob man auch die Abwendung, die Frey er vom 4. Tage an bei seinem Sohne beobachtete, wenn man ihn an die ihm unbequeme linke Brust legte, dazu rechnen will, ebenso wie einige andere Bewegungen, die wir im nächsten Abschnitt dieses Kapitels kennen lernen werden, das ist für das Gesamt-Bild von wenig Belang. Das Inventar an Instinkt-Bewegungen, die von Geburt an funktionieren, ist beim Menschen im Vergleich mit weniger hochstehenden Tieren recht armselig. „Die gerade- zu erbarmungswürdige Hilflosigkeit des neugeborenen Menschen kommt von seiner Armut an fertigen Instinktmechanismen her**, sagt mit Recht Bühler"), nur würden wir freilich das Wort „Instinkt-Mechanismus'* nicht mehr gebrauchen.

Trotzdem ist bestritten worden, dafi der Mensch überhaupt weniger Instinkt besitze als irgend ein Tier, besonders James hat Google Die Instinkte des Neugeborenen j^ sich bemüht, sogar die gegenteilige Behauptung zu beweisen. Um zu verstehen, wie solche Stellungnahme möglich ist, müssen wir noch kurz auf einige Eigentümlichkeiten der Instinkte eingehen, die wir noch nicht erörtert haben. Wir hatten oben die Reflexe als erstarrte Instinkte bezeichnet Das pafit mm ausgezeichnet zu einem sehr wichtigen Unterschied der zwei Yerhaltungsweisen: während die typischen Reflexe, wie der Pupillen-Reflex, vom übrigen Ver- halten gar nicht berührt werden, wenn wir von den Tatsachen der Reflex* Hemmung und -Förderung absehen (vg]. o. S. 49), so ist bei den Instinkten das Gegenteil der Fall. Die Instinkte werden durch die Erfahrung modifiziert, sie ändern sich im individuellen Leben des Tieres. Hühner, die eben aus dem Ei gekrochen sind, picken, so sehen wir, nach allen Gegenständen, die sich in ihrer Reiche weite befinden, sofern diese eine bestimmte Grö^e besitzen. Wirft man solchen Hühnern aber eine bestimmte Art von Raupen (Euchelia- RaupoD) vor, die optisch durch abwechselnde schwarze und gelbe Ringe ausgezeichnet sind, so werden diese zwar auch sofort gepickt, dann aber imversehrt wieder ausgestoßen, ja die Hühnchen wischen sich darnach den Schnabel, ein Zeichen von Ekel. Wird der Versuch nach einiger Zwischenzeit, z. B. einem Tag wiederholt, so wird bei den meisten Tieren die Pick-Beweguog schon gehemmt, ehe sie noch^*) zur Ausführung gekommen ist. Lloyd Morgan schildert diese Umbildung des Instinkts durch die Erfahrung, und zwar häufig durch einmalige Erfahrung, äußerst plastisch, nach seinen Beobachtungen müssen junge Vögel auch erst lernen, nicht nach ihren eigenen Machen Exkrementen zu picken.

Wir wählen noch ein Beispiel aus einer viel tieferen Stufe in der Tier-Reihe. Es ist bekannt, da& man bei den niedrig stehenden Tieren feste Verhaltungsweisen beobachtet, die man als Tropismen bezeichnet, und die sich als positives oder n^atives Verhalten gegen- über bestimmten Reizen kurz kennzeichnen lassen, d. h. bestimmte Keize werden angesucht, andere gemieden. Die Schaben besitzen nun einen negativen Phototropismus, d. h. sie meiden das licht, ver- sammeln sich an den dunklen Stellen ihres Aufenthalts-Ortes. Man hat nun das Experiment gemacht, dai man auf die im Dunkeln ver- sammelten Tiere elektrische Schläge einwirken ließ; die Folge davon war, dafi die Tiere fortan auf der hellen Seite ihres Aufbewahruhgs- Gefä&es blieben. Damit ist der Tropismus als solcher nicht auf- l?ehoben, sowenig die Vögel durch die schlechte Erfahrung mit der EucheliaRaupe ihren Pick-Instinkt verlieren, denn wenn man die Schaben in ein andres und anders gestaltetes Gefä6 setzt, so ivandem sie wieder auf die dunkle Seite ^*}. Tropismen lassen sich D-igitized by Google •gQ Vom Neugeborenen und den primitiven Verhaltungsweisen also modifizieren, auch bei noch tiefer stehenden Tieren^ nicht aber Reflexe, wie unser Pupillen-Reflex.

Kehren wir zu den Instinkten zurück, so läßt sich aus dieser Eigentümlichkeit eine wichtige Folgerung ableiten: Da die Instinkte vom Gesamt- Verhalten des Lebewesens beeinflußt werden, so wird man sie um so schwerer erkennen, je mehr andere als instinktive Anlagen ein Lebewesen besitzt und verwertet. Denn es wird sich nicht mehr die reine instinktive Tendenz durchsetzen können, diese wird nur als ein Faktor unter vielen im Gesamt-Yerhalten zur Geltung kommen. Die Behauptung, der Mensch sei in Wahrheit reich mit Instinkten ausgestattet, besagt also nicht, wir müßten beim Menschen wie beim Tier eine Reihe relativ fester Bewegungs- Abläufe auf anfänglich unbekannte Ziele hin finden, sondern nur, <laß sich im menschlichen Verhalten, bei Berücksichtigung der enormen individ^ellen, durch Geburt und Milieu bedingten Unterschiede doch große allgemeine Tendenzen vorfinden, die zwar unter verschiedenen Bedingungen auf verschiedene Arten in Erscheinung treten, aber doch auf eine dem Menschen art-eigentümliche Anlage hinweisen. Wir brauchen kaum zu wiederholen, daß wir uns diese Anlagen nicht als angeborene Neuronen- Verknüpfungen denken, wie dies Thorndike für alle ursprüngUchen Tendenzen (original tendencies) tut. Mit diesen kurzen Andeutungen müssen wir uns begnügen. Das Problem Instinkt imd Erfahrung, dem ja Lloyd Morgan ein ganzes Buch gewidmet hat, ist überreich an Einzelfragen, die wir hier nicht berühren können. Der Leser wird außer in dem eben genannten Buche wert-.

volle Anregungen auch bei Thorndike und vor allem bei James finden, das, was James hier zu sagen hat, ist so lebendig dargestellt, daß die Lektüre dieses Kapitels nur empfohlen werden kann, trotz den prinzipiellen Differenzen in den letzten Auffassungen zwischen James und uns. Nur eine EigentümUchkeit, auf die schon James mit Nachdruck hinweist, sei hier noch hervorgehoben, die sogen. Flüchtigkeit oder Vergänglichkeit (transitoriness) derlnstmkte. Es scheint mindestens für viele Instinkte zu gelten, daß sie nur eine beschränkte Lebens-Dauer haben. Sie treten zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, und verschwinden zu einem andern, wobei man sich dies kommen und gehen nicht als plötzliches sondern als ein all- mähliges Geschehen wird zu denken haben. Sind nun diese Instinkt- Anlagen während ihrer Lebens-Zeit nie dazu gekommen, in Fimktion zu treten, sich im Verhalten des Individuums auszuwirken und wie die Forscher es ausdrücken, eine Gewohnheit zu bilden, so ver* schwinden sie und lassen sich nicht mehr aufzeigen. James hat dies Gesetz aus Beobachtungen allgemeiner Art abgeleitet, man Google Aligemeines über die Instinkte des Menschen g[ hat es aber inzwischen dem Experiment zugänglich geoiacht. Terkes und Bloomfield beobachteten das Verhalten von jungen Katzen, die mit Milch, (meist gekochtem) Fleisch und Fisch auf- gezogen waren, gegenüber Mäusen. Dabei zeigte sich, daä im Laufe des 2. Monats alle acht, zwei verschiedenen Würfen entstammenden Tiere, die einen früher, die andern später, ein Verhalten ent- wickelten, wie es die ausgewachsenen Katzen zeigen, ohne daft die Kätzchen je das Vorbild einer großen Katze gehabt hätten. Die Verfasser schlie&en, da& der Instinkt, Mäuse zu töten, gewöhn- lich am Ende des 2. Monats auftritt, gelegentlich aber auch schon um einen ganzen Monat, früher. Diese Untersuchung ist nun des- wegen besonders interessant, weil im gleichen Laboratorium einige Jahre früher eine andere Untersuchung über das Verhalten von Katzen von Berry aufgeführt worden ist, bei der u. a. auch das gleiche Problem behandelt wurde. Berry kam auf Grund seiner Versuche zu dem Schluß, daß die Kätzchen zwar auf instinktiver Grundlage einem weglaufendem Ding nachlaufen, daß sie aber das Töten der Mäuse richtig lernen müssen, ohne dafür einen Instinkt za besitzen. Der Widerspruch klärt sich auf, wenn man weiß, daß die Versuchs-Tiere Berrys, als sie zum ersten Mal mit Mäusen in Berührung kamen, schon 5 Monate alt waren. Offenbar war also die im zweiten Monat nachweisbare instinktive Anlage wieder ver- schwunden, ein schönes Beispiel für die Flüchtigkeit der Instinkte ^^).

Ähnlich exakte Beobachtungen bei Menschen stehen noch aus, ob sie bei der viel größeren Kompliziertheit seines Verhaltens möglich sein werden, bleibt abzuwarten.

Eine Liste der menschlichen Instinkte zu geben, liegt nicht in unserer Absicht Man bedenke, daß zweidrittel des ersten Bandes von Thorndike's umfassendem Werk damit angefüllt sind, die ur- sprünglichen Tendenzen des Menschen herauszuarbeiten. Auch hier sei wieder auf James verwiesen. Aber wir wollen noch auf einige Instinkte eingehen, die wohl früh in der Entwicklung auftreten dürften, und über deren instinktiven Charakter kein Zweifel sein kann, nachdem Köhler sie auch bei Schimpansen gefunden hat Ich meine den Reinigungs- und den Schmuck-Iostinkt; auf das Gehen werden wir im nächsten Kapitel zu sprechen kommen.

Ich zitiere zum ersten Köhlers lebendige Darstellung'^): „Ich habe bisher einen einzigen Vertreter der Art gesehen, der nicht in der Gefangenschaft Koprophage [Kot-Fressser] war, und doch: tritt einer von ihnen in Kot, so. kann der Fuß nicht ordentlich auftreten, genau wie bei einem Menschen im gleichen Fall; das Tier humpelt davon; bis es eine Gelegenheit findet, sich zu reinigen; und beileibe Koffka, Kinderpsyohologie. (> Google g2 Vom Neugeborenen und den primitiven Verhaltungs weisen wird es nicht die Hand dazu benutzen, die vielleicht vor wenigen Minuten noch Kot zum Fressen aufnahm und ihn selbst unter heftigen Schlägen nicht losließ, sondern mit einem Stäbchen (auch wohl Papierstücken oder Lappen) muß das geschehen, und das Gebaren dabei zeigt unverkennbar Unbehagen an. Kein Zweifel, daß das Tier sich eben von etwas ihm Unangenehmen befreit. Und so geschieht es stets, sobald eine Beschmutzung irgendwo am Körper entdeckt wird; sie wird so schnell wie möglich entfernt, und zwar^ so weit ich es gesehen habe, niemals mit der unbewehrten Hand, immer mit Hilfismitteln, allenfalls durch Wischen an einer Wand oder auf der Erde«.

Zum zweiten: die Tiere haben große Vorliebe dafür, die ver- schiedensten Gegenstände am Körper anzubringen, und aus der näheren Analyse des Verhaltens ergibt sich, „daß die am Körper hängenden Gegenstände Schmuckfunktion im weitesten Sinne haben^. Und zwar glaubt Köhler, „daß das primitive Schmücken gar nicht auf optische Wirkungen nach außen rechnet,...sondern ganz auf der merkwürdigen Steigerung des eigenen Körper- gefühls, Stattlichkeitseindrucks, Selbstgefühls beruht, die auch beim Menschen eintritt, wenn er sich mit einer Schärpe z. B. behängt...^ **).

Ähnliche Beobachtungen beim Kind zu machen, dürfte nicht allzu schwer sein, besonders das instinktive Schmücken sollte sich bei guter darauf gerichteter Beobachtung feststellen lassen ^'), bei der Reinlichkeit wird es deswegen schwerer sein, ererbte Verhaltuogs- Weisen zu erkennen, weil hier von Anfang an die Erziehung mit Gewalt eingreift; immerhin ist es möglich, daß Paradoxien, wie die von Köhler bei Schimpansen beobachteten, wenn auch in weniger häßlicher Ausprägung, auch bei Kindern vorkommen.

Wir wenden uns zu einer letzten Gruppe von Bewegungen des Neugeborenen, die dadurch eine Sondei'stellung einnehmen, daß sie jedem Menschen, der mit dem Kind zu tun hat, besonders auf- fallen, seine Handlungen gegenüber dem Kind beeinflussen, und das engste Band bilden, das sich zwischen Kind und pflegenden Erwachsenen schlingt. Wir meinen solche Bewegung wie das Schreien, das Lächeln, das Abwenden des Kopfes, das wir eben erst besprochen haben, und einige andere, auf die wir gleich zu sprechen kommen werden^ kurz, solche Bewegungen, die man als Ausdrucks*Be> wegungen bezeichnet Auch die Ausdrucks- Bewegungen des Neuge- borenen sind „angeboren", erfolgen auf Grund einer Erb- Anlage, von den Instinkt* Bewegungen scheinen sie sich vor allem dadurch zu Google Die Ausdrucks-Bewegungen. gz scheiden, dai sie nicht in der direkten Beziehung zum Erfolg stehen wie jene. Immerhin gibt es hier Übergänge, wir sahen das besonders an der Abwende-Bewegung des Kopfes, die Frey er beschrieben hat» und die wir auch unter den Instinkt-Bewegungen aufgeführt haben. Auch das Schreien, könnte man sagen, wird ja so lange fortgesetzt, bis das Kind aus der ihm peinlichen Situation befreit ist; aber der Zusammenhang zwischen Bewegung und Erfolg ist doch hier ein viel loserer, das Schreien selbst nützt dem Kind nicht in dem Sinn, wie ihm das Saugen an der Mutte^Brust nützt. Die meisten Ausdrucks- Bewegungen der Erwachsenen schlieUhch erscheinen uns als völlig zwecklos. Trotzdem ist die Annahme gerechtfertigt, daß wenigstens viele von ihnen in früheren Stadien der Entwicklungsgeschichte ihren Sinn für das Lebewesen gehabt haben. Heute haben sie diese Funktion verloren, freilich spielen sie für das Individuum auch heute eine wichtige Rolle, indem sie das Verhalten der Individuen zu ein- ander in hohem Maße beeinflussen, und es ist sehr möglich, daß viele dieser Bewegungen stets solchen sozialen Zwecken gedient haben. So beobachtete Ordahl, daß wenn Vögel ihre Jungen füttern, die- jenigen, die am lautesten und meisten schreien, auch das meiste Futter bekommen ^^).

Wenn wir diese Bewegungen Ausdrucks-Bewegungen nennen, so müssen wir vor einem Mißverständnis warnen. Die Bewegungen, die wir meinen, drücken etwas aus, wir sehen es einem Menschen an, ob er vergnügt oder wütend ist, aber der Mensch macht in der R^gel seine Ausdrucks-Bewegungen nicht zu dem Zweck, um etwas aus- zudrücken. Gegen diese Auffassung, die in so krasser Form wohl kaum vertreten worden ist, kämpft Thorndike sehr energisch an. Einmal, so sagt er, seien die Ausdrucks-Bewegungen der Affekte biologisch viel wichtiger und primärer als die Affekte selber, und zum andern sollen sie die Situation für den Bewegenden ändern, nicht aber der Mitteilung dienen. In der Tat, auch die soziale Wirkung der Ausdrucks- Bewegungen kann direkt erfolgen; ohne daß man sich überlegt, das Kind ist traurig, ist man schon dabei, es zu trösten, und wenn die Henne den Jungen, die am besten schreien können, das meiste Futter gibt, so wird das auch ohne Überlegung geschehen.

Die Frage ist nur, wie ist diese Einwirkung einerseits, die Ver- bindung zwischen Affekt und Ausdrucks-Bewegung andererseits zu verstehen. Auf rein äußerliche angeborene Verknüpfungen zurück- zugreifen, wie es Thorndike tut, dazu werden wir uns hier gerade so wenig entschließen können wie bei den Instinkt- Bewegungen. Auf die Frage nach der Wirkung der Ausdrucks- Bewegungen kommen Googk g^ Vom Neugeborenen und den primitiven Verhaitungsweisen wir an späterer Stelle noch einmal zu sprechen. Über das andere Problem wollen wir nur sagen, daß wenn irgendwo äußeres und inneres Yerhalten sachlich miteinander zu tun haben, es hier der Fall sein muß. Wir können nicht glauben, daß die Affekte ihre Ausdrucks-Bewegungen oder die Ausdrucks-Bewegungen ihre Affekte hinzubekommen haben, durch Selektion des Tauglichen. Der Zu- isammenhang muß ein wesentlich engerer sein, doch enthalten wir tms weiterer Hypothesen.

In den ersten Lebens wochen lassen sich nach Bühler vier ver- schiedene Ausdrucks-Bewegungen feststellen. Schreiweinen, Lächeln, Kopf- Abwenden als Abwehr und ein gewisses Mundspitzen. Über die ersten ist zu sagen, daß zum anfänglich allein auftretenden Schreien erst später, von der dritten Woche an, sich das Weinen hinzugesellt, daß eigentliches Lächeln erst nach etwa drei Wochen auftritt, während vorher ein Ausdruck zu beobachten ist, den Frey er den Ausdruck der Behaglichkeit nennt.

„Das Mundspitzen endlich ist eine eigentümliche Gebärde, die man in den ersten Wochen erzeugen kann, indem man dem hungrigen Kind die Lippen berührt und den berührenden Gegenstand gleich wieder wegzieht; der Mund wölbt sich dann wie zum Saugen rüsselförmig vor. Später kann man dies Mundspitzen bei jeder Art von Aufmerksamkeitsanspannung sehen" "^).

Diese Bewegung verrät ihren Ursprung deutlich, sie ist zunächst nicht Ausdrucks* Bewegung, sondern auf ein Ziel gerichtet, die Lippen verfolgen sozusagen das verschwindende Ziel, wir hätten sie, eben- sogut wie die Abwende-Bewegung des Kopfes, als Instinkt- Bewegung aufführen können.

SchliefiUch gehört auch die Mimik des Sauern, Bittern und Süßen zu den charakteristischen von Anfang an auftretenden Aus- drucks-Bewegungen des Neugeborenen.

11 Die Sensibilität des Neugeborenen. Über die Bewegungen, die der Neugeborene ausführen kann, haben wir uns einen Überblick verschafft. Wie steht es mit seiner Sensibilität, anders ausgedrückt^ was für Reize sind es, die überhaupt zu Reaktionen führen, wie sind die einzelnen Sinne an der Reiz* Aufnahme beteiligt? Man möge darauf achten, wie vorsichtig wir die Frage nach der Sensibilität formuliert haben. Prüfen können wir ja die Sensibilität des Neugeborenen gar nicht anders, als daß wir feststellen, ob Reize, die wir einwirken lassen, Reaktionen zur Folge haben oder nicht. Ein Erwachsener kann uns bei Experimenten direkt Auskunft geben, ob ein Reiz, den wir erzeugt haben, auf ihn Google Die Sensibilität des Neugeborenen g^ gewirkt hat oder nicht, ob er z. B. eben etwas gehört hat. Bei Er- wachsenen können wir also die Frage nach der Sensibilität sofort so stellen^ daß wir fragen, ob ein Reiz zu einem Phänomen ge- führt hat; wir können hier die Reaktionen auf das,,innere Verhalten" beschränken, beim Neugeborenen sind wir allein auf das äufiere Ver- halten angewiesen, wir tun daher gut, die Frage nach den Phäno- menen, nach dem Bewußtsein, nicht mit der Frage nach der Sensi- bilität zu verbinden.

Daß sich von An&ng an von allen Sinnen Reflexe auslösen lassen, haben wir schon gesehen*'). Die Sensibilität ist also schon bei allen Sinnen vorhanden, aber die verschiedenen Sinne zeigen grofie Unterschiede in bezug auf die Feinheit der wirksamen Reize wie auf die Differenziertheit der Reaktion. Stern hat diese Ver- hältnisse sehr übersichtlich dargestellt*^). Im Anschluß an ihn werden wir die Sinne in drei Gruppen einteilen: I. Die Sinne der Haut.

1. Der Tast-Sinn zeigt die größte Differenzierung der Reaktionen, in dem je nach dem Ort, an dem ein Reiz einwirkt, verschiedene Reaktionen zustande kommen: wir erinnern an schon bekanntes: Berührung der Augen-Gegend bewirkt Lid-Schluß, der Lippen Saugen, der Hand- Fläche Hand-Schluß, der Fuß- Sohle Spreizen der Zehen.

Nicht alle Gebiete der Haut sind aber im Verhältnis zum Er* wachsenen gleich empfindlich. So sind nach Preyer Lippen- und Nasen- Schleimhaut über-, Rumpf, Unterarme, Schenkel unter- empfindlich.

2. Auch die Temperatur-Sinne sind schon recht leistungsfähig. Temperatur des Bade- Wassers und der Milch müssen gut abgepaßt sein, sonst werden sie vom Kind abgelehnt.

3. Die Schmerz-Empfindlichkeit dagegen ist untemormal.

U. Die chemischen Sinne und das Gesicht.

1. Geschmack. Auch hier haben wir sehr deutliche Differen- zierung: süße Substanzen werden geschluckt, stark sauere, bittere oder salzige ausgestoßen, und dabei ist, wie wir eben erst hervorge- hoben haben, die charakteristische Mimik des Süßen, Sauern, Bittern deutlich zu beobachten. Daß bald auch feinere Unterscheidungen vorkommen, sahen wir an dem Beispiel von Preyers Sohn, der schon am 4. Tage verdünnte Kuh-Milch verweigerte. Die Bevorzugung des Süßen wird immer stärker, es kann dahin kommen, daß der Säug- ling die Brust ablehnt, wenn die Flaschen-Milch stLßer ist.

2. Auch vom Geruchs*Sinn aus kann man Zuwendungs^- und Ab- wendungs-Reaktionen auslösen. Das Wenden zur Mutter*Brust haben Google 35 ^om Neugeborenen und den primitiven Verhaltungsweisen wir schon berührt, aber auch eine AbwendjiDg von ^der Brust kann man hervorrufen, wenn man diese mit übel riechenden Substanzen bestreicht.

3. Auch die wichtigsten Reaktionen, die vom Auge aus hervor- gerufen werden, haben wir schon besprochen: Den Pupillen-Reflex, Schluß der Lider bei Einfall von starkem Licht und das Richten der Augen nach hellen Gegenständen. Beim Auge muß man sich aber den ungeheueren Unterschied in den Leistungen vergegenwärtigen, der zwischen den Neugeborenen imd den Erwachsenen besteht. Eine besondere Eigentümlichkeit der optischen Sensibilität des Neuge- borenen werden wir Qrst später besprechen, wenn wir auf die Ent- wicklung der Wahrnehmung eingehen, die merkwürdige Einschränkung des Gesichtsfeldes nach Breite^ Höhe und Tiefe.

IlL Das Gehör.

Differenzierte und spezifische Reaktionen auf Hör-Reize lassen sich überhaupt nicht beobachtend^). Starke Schall-Reize rufen -nur Zusammenzucken, Aufschlagen der Lider u. ä. hervor, umgekehrt kann man schon in der ersten Woche durch Schall-Reize (Pfeifen) das schreiende Eilid beruhigen. Sehr früh scheint auch die mensch- liche Stimme zu wirken, ja die ersten differenzierten Reaktionen auf Schall-Reize scheinen durch diese hervorgerufen zu werden.

Überblicken wir unsere drei Haupt-Gruppen (I — III), so sehen wir, dai sie im großen und ganzen einer Rang-Ordnung der Leistungs- fähigkeit entsprechen. Die Haut-Sinne^ mit Ausnahme des Schmerz- Sinnes^ stehen oben an an Differenziertheit, das Gehör nimmt den untersten Platz ein, die übrigen stehen in der Mitte. Diese Rang- Ordnung stimmt nun aufs beste mit gewissen anatomischen Befunden überein. Flechsig hat festgestellt, dai die Nerven-Bahnen, die von den Sinnes-Organen zur Hirn-Rinde führen, nicht' alle gleichzeitig mit der Markscheide umkleidet werden, sondern zuerst diejenigen, die von der Haut kommen, zuletzt die Hör-Bahnen. Organ- und Funktions-Entwicklung zeigen also den engsten Zusammenhang.

Wir haben am Eingang dieses Paragraphen genau umschrieben, welchen Sinn für uns die Frage nach der Sensibilität des Neuge- borenen haben sollte, und haben uns dabei auf das äußere Verhalten beschränkt. Die Vollständigkeit erfordert, nachdem wir die Frage unter dieser Beschränkung beantwortet haben, nun auch diese Be- schränkung selbst zu diskutieren, zu untersuchen, ob wir Anlaß haben, dem äußeren durch Sinnes-Reize hervorgerufenen Verhalten auch ein „inneres* entsprechen zu lassen, kurz die sogenannte Bewußtseins- frage aufzurollen. Dies soll im letzten Paragraphen dieses Kapitels geschehen, vorher wollen wir noch ein anderes Problem besprechen.

Google Plastizität als Anlage g^ 12. Plastizität als Anlage.

Wir haben uns bisher in doppelter Weise mit dem Verhalten des Neugeborenen beschäftigt, und haben dabei seine Motilität und seine Sensibilität kennen gelernt. Beide Male handelte es sich um ererbte VerhaltuDgsweisen, um angeborene Anlagen. Damit haben wir aber die Beschreibung seines Erb-Guts noch nicht erschöpft. Wir haben schon darauf hingewiesen, da& viele der ererbten Reaktionen noch nicht bei der Geburt fertig sind, sondern erst später zur Reifung gelangen. Auch wenn wir diese berücksichtigen, bleibt aber noch eine große Lücke. Entwicklung war ja nicht nur Reifung, sondern auch Lernen. Die Verhaltungsweisen, durch die sich der erwachsene Mensch von Neugeborenen so ungeheuer unterscheidet — ganz anders als ein ausgewachsenes Huhn von einem Küken — sind nur zum geringsten Teil später gereifte angeborene, der ganzen Art eigentüm- liche Reaktionen, sondern sie sind individuelle Erwerbungen jedes einzelnen. Huhn und Mensch sind also in ihren Anlagen nicht nur verschieden durch die festen, artgemäßen Reaktionen, sondern vor allem gerade auch dadurch^ daß der Mensch in einem unvergleichlich viel höheren Grade individuelle Reaktionen erwerben k^nn. Die Fähigkeit zu Lernen gehört auch zu den Anlagen. Man hat diese Anlagen als plastische den bisher besprochenen starren gegenübergestellt, und gerade in der großen Plastizität ein den Menschen auszeichnendes Merkmal gesehen (vgl. o. Kap. 2, S. 29). Die plastischen Anlagen „bestimmen nicht vollständig, was entstehen soll, sondern werden erst moduliert durch die Tätigkeit selbst**, so charakterisiert sie Bühler*').

Der Begriff der Plastizität als Anlage kommt aber leicht in Schwierigkeiten, sobald man unter Anlagen nichts anderes versteht als feste Verbindungen von Neuronen-Systemen. Sehr einleuchtend scheint es dann, Plastizität aufzufassen als ein Fehlen von solchen festen Verbindungen. Je weniger feste Verbindungen ein Lebewesen mit auf die Welt bringt, so mag man argumentieren, umso weniger ist es auf feste Reaktionen angewiesen, um so mehr kann es durch die Erfahrung lernen. Diese Auffassung greift Thorndike ebenso energisch wie konsequent an^^^). Die Tatsache, daß für ein Lebe- wesen zwischen einer Situation 8 und einer bestimmten Reaktion Bi keine feste Verbindung besteht, kann nicht das geringste dazu bei- tragen, daß das Lebewesen auf 8 mit andern Reaktionen B», Tia., antwortet, die gerade so wenig mit 8 fest verbunden sind. Die bloße Tatsache, daß mir der Nies-Reflex fehlte, würde von sich aus nicht bewirken, daß ich mein Taschentuch benutze oder zum Arzt gehe, um mir einen Fremdkörper entfernen zu lassen. Diese Reaktionen gg Vom Neugeborenen und den primitiven Verhaltungeweisen