SigPhi · Nietzsche

Der Wille zur Macht Eine Auslegung alles Geschehens (German)

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Nie schließen, „was einem recht ist, ist dem andern billig“, -- sondern umgekehrt!

Die Vergeltung, das Zurückgeben*dürfen* als Vorrecht behandeln, als Auszeichnung zugestehen.

Die Tugend der *anderen* nicht ambitionieren.

670.

*Die Vermehrung der Kraft*, trotz des zeitweiligen Niedergehens des Individuums: Ein *neues Niveau* begründen.

Eine Methodik der Sammlung von Kräften, zur Erhaltung kleiner Leistungen im Gegensatz zu unökonomischer Verschwendung.

Die zerstörende Natur einstweilen unterjocht zum *Werkzeug* dieser Zukunftsökonomik.

Die Erhaltung der Schwachen, weil eine ungeheure Masse *kleiner* Arbeit getan werden muß.

Die Erhaltung einer Gesinnung, bei der Schwachen und Leidenden die Existenz noch *möglich* ist.

Die *Solidarität* als Instinkt zu pflanzen gegen den Instinkt der Furcht und der Servilität.

Der Kampf mit dem Zufall, auch mit dem Zufall des „großen Menschen“.

671.

*Warum die Schwachen siegen.* *~In summa~*: die Kranken und Schwachen haben mehr *Mitgefühl*, sind „menschlicher“ --: die Kranken und Schwachen haben mehr *Geist*, sind wechselnder, vielfacher, unterhaltender, -- boshafter: die Kranken allein haben die *Bosheit* erfunden. (Eine krankhafte Frühreife häufig bei Rhachitischen, Skrophulosen und Tuberkulosen --) ~Esprit~: Eigentum später Rassen: Juden, Franzosen, Chinesen. (Die Antisemiten vergeben es den Juden nicht, daß die Juden „Geist“ haben -- und Geld. Die Antisemiten -- ein Name der „Schlechtweggekommenen“.)

Die Kranken und Schwachen haben die *Faszination* für sich gehabt: sie sind *interessanter* als die Gesunden: der Narr und der Heilige -- die zwei interessantesten Arten Mensch...in enger Verwandtschaft das „Genie“. Die großen „Abenteurer und Verbrecher“ und alle Menschen, die gesündesten voran, sind gewisse Zeiten ihres Lebens *krank*: -- die großen Gemütsbewegungen, die Leidenschaft der Macht, die Liebe, die Rache sind von tiefen Störungen begleitet. Und was die *~décadence~* betrifft, so stellt sie jeder Mensch, der nicht zu früh stirbt, in jedem Sinne beinahe dar: -- er kennt also auch die Instinkte, welche zu ihr gehören, aus Erfahrung: -- für die *Hälfte fast jedes Menschenlebens* ist der Mensch ~décadent~.

Endlich: das Weib! *Die eine Hälfte der Menschheit* ist schwach, typisch-krank, wechselnd, unbeständig, -- das Weib braucht die Stärke, um sich an sie zu klammern, und eine Religion der Schwäche, welche es als göttlich verherrlicht, *schwach* zu sein, zu lieben, demütig zu sein --: oder besser, es macht die Starken schwach, -- es *herrscht*, wenn es gelingt, die Starken zu überwältigen. Das Weib hat immer mit den Typen der ~décadence~, den Priestern, zusammen konspiriert gegen die „Mächtigen“, die „Starken“, die *Männer* --. Das Weib bringt die Kinder beiseite für den Kultus der Pietät, des Mitleids, der Liebe: -- die *Mutter* repräsentiert den Altruismus *überzeugend*.

Endlich: die zunehmende Zivilisation, die zugleich notwendig auch die Zunahme der morbiden Elemente, des *Neurotisch-Psychiatrischen* und des *Kriminalistischen* mit sich bringt. Eine *Zwischenspezies* entsteht, der *Artist*, von der Kriminalität der Tat durch Willensschwäche und soziale Furchtsamkeit abgetrennt, insgleichen noch nicht reif für das Irrenhaus, aber mit seinen Fühlhörnern in beide Sphären neugierig hineingreifend: diese spezifische Kulturpflanze, der moderne Artist, Maler, Musiker, vor allem Romanzier, der für seine Art zu sein, das sehr uneigentliche Wort „Naturalismus“ handhabt...Die Irren, die Verbrecher und die „Naturalisten“ nehmen zu: Zeichen einer wachsenden und jäh *vorwärts* eilenden Kultur, -- das heißt, der Ausschuß, der Abfall, die Auswurfstoffe gewinnen Importanz, -- das Abwärts *hält Schritt*...Endlich: *der soziale Mischmasch*, Folge der Revolution, die Herstellung gleicher Rechte, des Aberglaubens an „gleiche Menschen“.

Dabei mischen sich die Träger der Niedergangsinstinkte (des Ressentiments, der Unzufriedenheit, des Zerstörertriebes, des Anarchismus und Nihilismus), eingerechnet der Sklaveninstinkte, der Feigheits-, Schlauheits- und Kanailleninstinkte der lange *unten* gehaltenen Schichten in alles Blut aller Stände hinein: zwei, drei Geschlechter darauf ist die Rasse nicht mehr zu erkennen, -- alles ist *verpöbelt*. Hieraus resultiert ein Gesamtinstinkt gegen die *Auswahl*, gegen das *Privilegium* jeder Art, von einer Macht und Sicherheit, Härte, Grausamkeit der Praxis, daß in der Tat sich alsbald selbst die *Privilegierten* unterwerfen: -- was noch Macht festhalten will, schmeichelt dem Pöbel, arbeitet mit dem Pöbel, *muß* den Pöbel auf seiner Seite haben, -- die „Genies“ voran: sie werden *Herolde* der Gefühle, mit denen man Massen begeistert, -- die Note des Mitleids, der Ehrfurcht selbst vor allem, was leidend, niedrig, verachtet, verfolgt gelebt hat, klingt über alle andern Noten weg (Typen: Victor Hugo und Richard Wagner). -- Die Heraufkunft des Pöbels bedeutet noch einmal die Heraufkunft der *alten Werte*...Bei einer solchen extremen Bewegung in Hinsicht auf Tempo und Mittel, wie sie unsre Zivilisation darstellt, verlegt sich das Schwergewicht der Menschen: *der* Menschen, auf die es am meisten ankommt, die es gleichsam auf sich haben, die ganze große Gefahr einer solchen krankhaften Bewegung zu kompensieren; -- es werden die Verzögerer die Relativ-Dauerhaften inmitten dieses ungeheuren Wechselns und Mischens von Elementen sein. Das Schwergewicht fällt unter solchen Umständen notwendig den *Mediokren* zu: gegen die Herrschaft des Pöbels und der Exzentrischen (beide meist verbündet) konsolidiert sich die *Mediokrität*, als die Bürgschaft und die Trägerin der Zukunft. Daraus erwächst für die *Ausnahmemenschen* ein neuer Gegner -- oder aber eine neue Verführung. Gesetzt, daß sie sich nicht dem Pöbel anpassen und dem Instinkt der „Enterbten“ zu Gefallen Lieder singen, werden sie nötig haben, „mittelmäßig“ und „gediegen“ zu sein. Sie wissen: die ~mediocritas~ ist auch ~aurea~, -- sie allein sogar verfügt über Geld und *Gold* (-- über alles, was *glänzt*..). Und noch einmal gewinnt die alte Tugend, und überhaupt die ganze *verlebte* Welt des Ideals eine begabte Fürsprecherschaft...Resultat: die Mediokrität bekommt Geist, Witz, Genie, -- sie wird unterhaltend, sie verführt...*Resultat.* -- Eine hohe Kultur kann nur stehen auf einem breiten Boden, auf einer stark und gesund konsolidierten Mittelmäßigkeit.

In ihrem Dienste und von ihr bedient arbeitet die *Wissenschaft* -- und selbst die Kunst. Die Wissenschaft kann es sich nicht besser wünschen: sie gehört als solche zu einer mittleren Art Mensch, -- sie ist deplaziert unter Ausnahmen, -- sie hat nichts Aristokratisches und noch weniger etwas Anarchistisches in ihren Instinkten. -- Die Macht der Mitte wird sodann aufrechtgehalten durch den Handel, vor allem den Geldhandel: der Instinkt der Großfinanziers geht gegen alles Extreme, -- die Juden sind deshalb einstweilen die *konservierendste* Macht in unserm so bedrohten und unsicheren Europa. Sie können weder Revolutionen brauchen noch Sozialismus noch Militarismus: wenn sie Macht haben wollen und brauchen, auch über die revolutionäre Partei, so ist dies nur eine Folge des Vorhergesagten und nicht im Widerspruch dazu. Sie haben nötig, gegen andere extreme Richtungen gelegentlich Furcht zu erregen -- dadurch, daß sie zeigen, *was* alles in ihrer Hand steht. Aber ihr Instinkt selbst ist unwandelbar konservativ -- und „mittelmäßig“...Sie wissen überall, wo es Macht gibt, mächtig zu sein: aber die Ausnützung ihrer Macht geht immer in einer Richtung. Das Ehrenwort für *mittelmäßig* ist bekanntlich das Wort „*liberal*“.

*Besinnung.* -- Es ist unsinnig, vorauszusetzen, daß dieser ganze *Sieg der Werte* antibiologisch sei: man muß suchen, ihn zu erklären aus einem Interesse des *Lebens*, zur *Aufrechterhaltung* des Typus „Mensch“ selbst durch diese Methodik der *Über*herrschaft der Schwachen und Schlechtweggekommenen --: im andern Falle existierte der Mensch Die *Steigerung* des Typus verhängnisvoll für die *Erhaltung der Art*?

Warum? -- Es zeigen die Erfahrungen der Geschichte: die starken Rassen *dezimieren* sich *gegenseitig*: durch Krieg, Machtbegierde, Abenteuer; die starken Affekte: die *Vergeudung* -- (es wird Kraft nicht mehr kapitalisiert, es entsteht die geistige Störung durch die übertriebene Spannung); ihre Existenz ist kostspielig, kurz -- sie reiben sich *untereinander* auf --; es treten Perioden *tiefer Abspannung* und Schlaffheit ein: alle großen Zeiten werden *bezahlt*...Die Starken sind hinterdrein schwächer, willenloser, absurder als die durchschnittlich Schwachen.

Es sind *verschwenderische* Rassen. Die „*Dauer*“ an sich hätte ja keinen Wert: man möchte wohl eine kürzere, aber wert*reichere* Existenz der Gattung vorziehen. -- Es bliebe übrig, zu beweisen, daß selbst so ein reicherer Wertertrag erzielt würde als im Fall der kürzeren Existenz; das heißt, der Mensch als Aufsummierung von Kraft gewinnt ein viel höheres Quantum von Herrschaft über die Dinge, wenn es so geht, wie es geht...Wir stehen vor einem Problem der *Ökonomie* -- -- -- 672.

*Die Starken der Zukunft.* -- Was teils die Not, teils der Zufall hier und da erreicht hat, die Bedingungen zur Hervorbringung einer *stärkeren* Art: das können wir jetzt begreifen und wissentlich *wollen*: wir können die Bedingungen schaffen, unter denen eine solche Erhöhung möglich ist.

Bis jetzt hatte die „Erziehung“ den Nutzen der Gesellschaft im Auge: *nicht* den möglichsten Nutzen der Zukunft, sondern den Nutzen der gerade bestehenden Gesellschaft. „Werkzeuge“ für sie wollte man.

Gesetzt, *der Reichtum an Kraft wäre größer*, so ließe sich ein *Abzug von Kräften* denken, dessen Ziel nicht dem Nutzen der Gesellschaft gälte, sondern einem zukünftigen Nutzen.

Eine solche Aufgabe wäre zu stellen, je mehr man begriffe, inwiefern die gegenwärtige Form der Gesellschaft in einer starken Verwandlung wäre, um irgendwann einmal *nicht mehr um ihrer selber willen existieren zu können*: sondern nur noch als *Mittel* in den Händen einer stärkeren Rasse.

Die zunehmende Verkleinerung des Menschen ist gerade die treibende Kraft, um an die Züchtung einer *stärkeren Rasse* zu denken: welche gerade ihren Überschuß darin hätte, worin die verkleinerte Spezies schwach und schwächer würde (Wille, Verantwortlichkeit, Selbstgewißheit, Ziele-sich-setzen-können).

Die *Mittel* wären die, welche die Geschichte lehrt: die *Isolation* durch umgekehrte Erhaltungsinteressen, als die durchschnittlichen heute sind; die Einübung in umgekehrten Wertschätzungen; die Distanz als Pathos; das freie Gewissen im heute Unterschätztesten und Verbotensten.

Die *Ausgleichung* des europäischen Menschen ist der große Prozeß, der nicht zu hemmen ist: man sollte ihn noch beschleunigen. Die Notwendigkeit für eine *Kluftaufreißung*, *Distanz*, *Rangordnung* ist damit gegeben: nicht die Notwendigkeit, jenen Prozeß zu verlangsamen.

Diese *ausgeglichene* Spezies bedarf, sobald sie erreicht ist, einer *Rechtfertigung*: sie liegt im Dienste einer höheren souveränen Art, welche auf ihr steht und erst auf ihr sich zu ihrer Aufgabe erheben kann. Nicht nur eine Herrenrasse, deren Aufgabe sich damit erschöpfte, zu regieren: sondern eine Rasse mit *eigener Lebenssphäre*, mit einem Überschuß von Kraft für Schönheit, Tapferkeit, Kultur, Manier bis ins Geistigste; eine *bejahende* Rasse, welche sich jeden großen Luxus gönnen darf --, stark genug, um die Tyrannei des Tugend-Imperativs nicht nötig zu haben, reich genug, um die Sparsamkeit und Pedanterie nicht nötig zu haben, jenseits von Gut und Böse; ein Treibhaus für sonderbare und ausgesuchte Pflanzen.

673.

~*Summa*~: die *Herrschaft* über die Leidenschaften, *nicht* deren Schwächung oder Ausrottung! -- Je größer die Herrenkraft des Willens ist, um soviel mehr Freiheit darf den Leidenschaften gegeben werden.

Der „große Mensch“ ist groß durch den Freiheitsspielraum seiner Begierden und durch die noch größere Macht, welche diese prachtvollen Untiere in Dienst zu nehmen weiß.

Der „gute Mensch“ ist auf jeder Stufe der Zivilisation der *Ungefährliche und Nützliche zugleich*: eine Art *Mitte*; der Ausdruck im gemeinen Bewußtsein davon, *vor wem man sich nicht zu fürchten hat, und wen man trotzdem nicht verachten darf*.

Erziehung: wesentlich das Mittel, die Ausnahme zu *ruinieren* zugunsten der Regel. Bildung: wesentlich das Mittel, den Geschmack *gegen* die Ausnahme zu richten zugunsten des Mittleren.

Erst wenn eine Kultur über einen Überschuß von Kräften zu gebieten hat, kann sie auch ein Treibhaus für den Luxuskultus der Ausnahme, des Versuchs, der Gefahr, der Nuance sein: -- *jede* aristokratische Kultur tendiert *dahin*.

674.

Ein kleiner tüchtiger Bursch wird ironisch blicken, wenn man ihn fragt: „Willst du tugendhaft werden?“ -- aber er macht die Augen auf, wenn man ihn fragt: „Willst du stärker werden als deine Kameraden?“ Wie wird man stärker? -- Sich langsam entscheiden, und zähe festhalten an dem, was man entschieden hat. Alles andere folgt.

Die *Plötzlichen* und die *Veränderlichen*: die beiden Arten der Schwachen. Sich nicht mit ihnen verwechseln; die Distanz fühlen -- beizeiten!

Vorsicht vor den Gutmütigen! Der Umgang mit ihnen erschlafft. Jeder Umgang ist gut, bei dem die Wehr und Waffen, die man in den Instinkten hat, geübt werden. Die ganze Erfindsamkeit darin, seine Willenskraft auf die Probe zu stellen...*Hier* das Unterscheidende sehen, nicht im Wissen, Scharfsinn, Witz.

Man muß befehlen lernen, beizeiten, -- ebensogut als gehorchen. Man muß Bescheidenheit, *Takt* in der Bescheidenheit lernen: nämlich auszeichnen, ehren, wo man bescheiden ist; ebenso mit Vertrauen -- auszeichnen, ehren.

Was büßt man am schlimmsten? Seine Bescheidenheit; seinen eigensten Bedürfnissen kein Gehör geschenkt zu haben; sich verwechseln; sich niedrig nehmen; die Feinheit des Ohrs für seine Instinkte einbüßen; -- dieser *Mangel an Ehrerbietung* gegen sich rächt sich durch jede Art von *Einbuße*: Gesundheit, Freundschaft, Wohlgefühl, Stolz, Heiterkeit, Freiheit, Festigkeit, Mut. Man vergibt sich später diesen Mangel an echtem Egoismus nie: man nimmt ihn als Einwand, als Zweifel an einem wirklichen ~ego~.

675.

Es wird von nun an günstige Vorbedingungen für umfänglichere Herrschaftsgebilde geben, dergleichen es noch nicht gegeben hat.

Und dies ist noch nicht das Wichtigste; es ist die Entstehung von internationalen Geschlechtsverbänden möglich gemacht, welche sich die Aufgabe setzen, eine Herrenrasse heraufzuzüchten, die zukünftigen „Herren der Erde“; -- eine neue, ungeheure, auf der härtesten Selbst-Gesetzgebung aufgebaute Aristokratie, in der dem Willen philosophischer Gewaltmenschen und Künstlertyrannen Dauer über Jahrtausende gegeben wird: -- eine höhere Art Menschen, die sich, dank ihrem Übergewicht von Wollen, Wissen, Reichtum und Einfluß, des demokratischen Europas bedienen als ihres gefügigsten und beweglichsten Werkzeugs, um die Schicksale der Erde in die Hand zu bekommen, um am „Menschen“ selbst als Künstler zu gestalten. Genug, die Zeit kommt, wo man über Politik umlernen wird.

676.

Wir wenigen oder vielen, die wir wieder in einer *entmoralisierten* Welt zu leben wagen, wir *Heiden* dem Glauben nach: wir sind wahrscheinlich auch die ersten, die es begreifen, was ein *heidnischer Glaube* ist: -- sich höhere Wesen, als der Mensch ist, vorstellen müssen, aber diese *jenseits* von Gut und Böse; alles Höher-sein auch als *Unmoralisch-sein* abschätzen müssen. Wir glauben an den Olymp -- und *nicht* an den „Gekreuzigten“.

677.

Die Täuschung *Apollos*: die *Ewigkeit* der schönen Form; die aristokratische Gesetzgebung „*so soll es immer sein*!“ *Dionysos*: Sinnlichkeit und Grausamkeit. Die Vergänglichkeit könnte ausgelegt werden als Genuß der zeugenden und zerstörenden Kraft, als 678.

*Die zwei Typen: Dionysos und der Gekreuzigte.* -- Festzustellen: ob der typische *religiöse* Mensch eine ~décadence~-Form ist (die großen Neuerer sind samt und sonders krankhaft und epileptisch); aber lassen wir nicht da einen Typus des religiösen Menschen aus, den *heidnischen*? Ist der heidnische Kult nicht eine Form der Danksagung und der Bejahung des Lebens? Müßte nicht sein höchster Repräsentant eine Apologie und Vergöttlichung des Lebens sein? Typus eines wohlgeratenen und entzückt-überströmenden Geistes! Typus eines die Widersprüche und Fragwürdigkeiten des Daseins in sich hineinnehmenden und *erlösenden* Geistes!

Hierher stelle ich den *Dionysos* der Griechen: die religiöse Bejahung des Lebens, des ganzen, nicht verleugneten und halbierten Lebens; (typisch -- daß der Geschlechtsakt Tiefe, Geheimnis, Ehrfurcht erweckt).

Dionysos gegen den „Gekreuzigten“: da habt ihr den Gegensatz. Es ist *nicht* eine Differenz hinsichtlich des Martyriums, -- nur hat dasselbe einen anderen Sinn. Das Leben selbst, seine ewige Fruchtbarkeit und Wiederkehr bedingt die Qual, die Zerstörung, den Willen zur Vernichtung. Im andern Falle gilt das Leiden, der „Gekreuzigte als der Unschuldige“, als Einwand gegen dieses Leben, als Formel seiner Verurteilung. -- Man errät: das Problem ist das vom Sinn des Leidens: ob ein christlicher Sinn, ob ein tragischer Sinn. Im ersten Falle soll es der Weg sein zu einem heiligen Sein; im letzteren Falle gilt *das Sein als heilig genug*, um ein Ungeheures von Leid noch zu rechtfertigen. Der tragische Mensch bejaht noch das herbste Leiden: er ist stark, voll, vergöttlichend genug dazu; der christliche verneint noch das glücklichste Los auf Erden: er ist schwach, arm, enterbt genug, um in jeder Form noch am Leben zu leiden. Der Gott am Kreuz ist ein Fluch auf das Leben, ein Fingerzeig, sich von ihm zu erlösen; -- der in Stücke geschnittene Dionysos ist eine *Verheißung* des Lebens: es wird ewig wiedergeboren und aus der Zerstörung heimkommen.

679.

Meine Philosophie bringt den siegreichen Gedanken, an welchem zuletzt jede andere Denkweise zugrunde geht. Es ist der große, *züchtende* Gedanke: die Rassen, welche ihn nicht ertragen, sind verurteilt: die, welche ihn als größte Wohltat empfinden, sind zur Herrschaft ausersehen.

680.

Ich will den Gedanken lehren, welcher vielen das Recht gibt, sich durchzustreichen, -- den großen *züchtenden* Gedanken.

681.

Jener Kaiser hielt sich beständig die Vergänglichkeit aller Dinge vor, um sie nicht *zu wichtig* zu nehmen und zwischen ihnen ruhig zu bleiben. Mir scheint umgekehrt alles viel zu viel wert zu sein, als daß es so flüchtig sein dürfte: ich suche nach einer Ewigkeit für jegliches: dürfte man die kostbarsten Salben und Weine ins Meer gießen?

-- Mein Trost ist, daß alles, was war, ewig ist: -- das Meer spült es wieder her.

682.

Die beiden extremsten Denkweisen -- die mechanistische und die platonische -- kommen überein in der *ewigen Wiederkunft*: beide als Ideale.

683.

1. Der Gedanke der ewigen Wiederkunft: seine Voraussetzungen, welche wahr sein müßten, wenn er wahr ist. Was aus ihm folgt.

2. Als der *schwerste* Gedanke: seine mutmaßliche Wirkung, falls nicht vorgebeugt wird, das heißt, falls nicht alle Werte umgewertet werden.

3. Mittel, ihn zu *ertragen*: die Umwertung aller Werte. Nicht mehr die Lust an der Gewißheit, sondern an der Ungewißheit; nicht mehr „Ursache und Wirkung“, sondern das beständig Schöpferische; nicht mehr Wille der Erhaltung, sondern der Macht; nicht mehr die demütige Wendung, „es ist alles *nur* subjektiv“, sondern „es ist auch *unser* Werk! -- seien wir stolz darauf!“ 684.

*Die neue Weltkonzeption.* -- Die Welt besteht; sie ist nichts, was wird, nichts, was vergeht. Oder vielmehr: sie wird, sie vergeht, aber sie hat nie angefangen zu werden und nie aufgehört zu vergehen, -- sie *erhält* sich in beidem...Sie lebt von sich selber: ihre Exkremente sind ihre Nahrung.

Die Hypothese einer *geschaffenen Welt* soll uns nicht einen Augenblick bekümmern. Der Begriff „schaffen“ ist heute vollkommen undefinierbar, unvollziehbar; bloß ein Wort noch, rudimentär aus Zeiten des Aberglaubens; mit einem Wort erklärt man nichts. Der letzte Versuch, eine Welt, die *anfängt*, zu konzipieren, ist neuerdings mehrfach mit Hilfe einer logischen Prozedur gemacht worden -- zumeist, wie zu erraten ist, aus einer theologischen Hinterabsicht.

Man hat neuerdings mehrfach dem Begriff „Zeitunendlichkeit der Welt *nach hinten*“ (~regressus in infinitum~) einen Widerspruch finden wollen: man hat ihn selbst gefunden, um den Preis freilich, dabei den Kopf mit dem Schwanz zu verwechseln. Nichts kann mich hindern, von diesem Augenblick an rückwärts rechnend zu sagen, „ich werde nie dabei an ein Ende kommen“; wie ich vom gleichen Augenblick vorwärts rechnen kann, ins Unendliche hinaus. Erst wenn ich den Fehler machen wollte -- ich werde mich hüten, es zu tun --, diesen korrekten Begriff eines ~regressus in infinitum~ gleichzusetzen mit einem *gar nicht vollziehbaren* Begriff eines endlichen ~progressus~ bis jetzt, erst wenn ich die *Richtung* (vorwärts oder rückwärts) als logisch indifferent setzte, würde ich den Kopf -- diesen Augenblick -- als Schwanz zu fassen bekommen...Ich bin auf diesen Gedanken bei früheren Denkern gestoßen: jedesmal war er durch andere Hintergedanken bestimmt (-- meistens theologische, zugunsten des ~creator spiritus~). Wenn die Welt überhaupt erstarren, vertrocknen, absterben, nichts werden könnte, oder wenn sie einen Gleichgewichtszustand erreichen könnte, oder wenn sie überhaupt irgendein Ziel hätte, das die Dauer, die Unveränderlichkeit, das Ein-für-alle-Mal in sich schlösse (kurz, metaphysisch geredet: wenn das Werden in das Sein oder ins Nichts münden *könnte*), so müßte dieser Zustand erreicht sein. Aber er ist nicht erreicht: woraus folgt...Das ist unsre einzige Gewißheit, die wir in den Händen halten, um als Korrektiv gegen eine große Menge an sich möglicher Welthypothesen zu dienen. Kann zum Beispiel der Mechanismus der Konsequenz eines Finalzustandes nicht entgehen, welche William Thomson ihm gezogen hat, so ist damit der Mechanismus *widerlegt*.

Wenn die Welt als bestimmte Größe von Kraft und als bestimmte Zahl von Kraftzentren gedacht werden *darf* -- und jede andre Vorstellung bleibt unbestimmt und folglich *unbrauchbar* --, so folgt daraus, daß sie eine berechenbare Zahl von Kombinationen im großen Würfelspiel ihres Daseins durchzumachen hat. In einer unendlichen Zeit würde jede mögliche Kombination irgendwann einmal erreicht sein; mehr noch: sie würde unendliche Male erreicht sein. Und da zwischen jeder Kombination und ihrer nächsten Wiederkehr alle überhaupt noch möglichen Kombinationen abgelaufen sein müßten, und jede dieser Kombinationen die ganze Folge der Kombinationen in derselben Reihe bedingt, so wäre damit ein Kreislauf von absolut identischen Reihen bewiesen: die Welt als Kreislauf, der sich unendlich oft bereits wiederholt hat und der sein Spiel ~in infinitum~ spielt. -- Diese Konzeption ist nicht ohne weiteres eine mechanistische: denn wäre sie das, so würde sie nicht eine unendliche Wiederkehr identischer Fälle bedingen, sondern einen Finalzustand. Weil die Welt ihn nicht erreicht hat, muß der Mechanismus uns als unvollkommene und nur vorläufige Hypothese gelten.

685.

Hätte die Welt ein Ziel, so müßte es erreicht sein. Gäbe es für sie einen unbeabsichtigten Endzustand, so müßte er ebenfalls erreicht sein.

Wäre sie überhaupt eines Verharrens und Starrwerdens, eines „Seins“ fähig, hätte sie in allem ihren Werden nur einen Augenblick diese Fähigkeit des „Seins“, so wäre es wiederum mit allem Werden längst zu Ende, also auch mit allem Denken, mit allem „Geiste“. Die Tatsache des „Geistes“ *als eines Werdens* beweist, daß die Welt kein Ziel, keinen Endzustand hat und des Seins unfähig ist. -- Die alte Gewohnheit aber, bei allem Geschehen an Ziele und bei der Welt an einen lenkenden, schöpferischen Gott zu denken, ist so mächtig, daß der Denker Mühe hat, sich selber die Ziellosigkeit der Welt nicht wieder als Absicht zu denken. Auf diesen Einfall -- daß also die Welt absichtlich einem Ziel *ausweiche* und sogar das Hineingeraten in einen Kreislauf künstlich zu verhüten wisse -- müssen alle die verfallen, welche der Welt das Vermögen zur *ewigen Neuheit* aufdekretieren möchten, das heißt einer endlichen, bestimmten, unveränderlich gleichgroßen Kraft, wie es „die Welt“ ist, die Wunderfähigkeit zur *unendlichen* Neugestaltung ihrer Formen und Lagen. Die Welt, wenn auch kein Gott mehr, soll doch der göttlichen Schöpferkraft, der unendlichen Verwandlungskraft fähig sein; sie soll es sich willkürlich *verwehren*, in eine ihrer alten Formen zurückzugeraten; sie soll nicht nur die Absicht, sondern auch die *Mittel* haben, sich selber vor jeder Wiederholung zu *bewahren*; sie soll somit in jedem Augenblick jede ihrer Bewegungen auf die Vermeidung von Zielen, Endzuständen, Wiederholungen hin *kontrollieren* -- und was alles die Folgen einer solchen unverzeihlich-verrückten Denk- und Wunschweise sein mögen. Das ist immer noch die alte religiöse Denk- und Wunschweise, eine Art Sehnsucht, zu glauben, daß *irgendworin* doch die Welt dem alten, geliebten, unendlichen, unbegrenzt-schöpferischen Gotte gleich sei -- daß irgendworin doch „der alte Gott noch lebe“ --, jene Sehnsucht Spinozas, die sich in dem Worte „~deus sive natura~“ (er empfand sogar „~natura sive deus~“ --) ausdrückt. Welches ist denn aber der Satz und Glaube, mit welchem sich die entscheidende Wendung, das jetzt erreichte *Übergewicht* des wissenschaftlichen Geistes über den religiösen, götter-erdichtenden Geist, am bestimmtesten formuliert?

Heißt er nicht: die Welt als Kraft darf nicht unbegrenzt gedacht werden, denn sie *kann* nicht so gedacht werden, -- wir verbieten uns den Begriff einer *unendlichen Kraft als mit dem Begriff „Kraft“ unverträglich*. Also -- fehlt der Welt auch das Vermögen zur ewigen Neuheit.

686.

Daß eine Gleichgewichtslage nie erreicht ist, beweist, daß sie nicht möglich ist. Aber in einem unbestimmten Raum müßte sie erreicht sein.

Ebenfalls in einem kugelförmigen Raum. Die *Gestalt* des Raumes muß die Ursache der ewigen Bewegung sein, und zuletzt aller „Unvollkommenheit“.

Daß „Kraft“ und „Ruhe“, „Sich-gleich-bleiben“ sich widerstreiten. Das Maß der Kraft (als Größe) fest, ihr Wesen aber flüssig.

„Zeitlos“ abzuweisen. In einem bestimmten Augenblick der Kraft ist die absolute Bedingtheit einer neuen Verteilung aller ihrer Kräfte gegeben: sie kann nicht stillstehen. „Veränderung“ gehört ins Wesen hinein, also auch die Zeitlichkeit: womit aber nur die Notwendigkeit der Veränderung noch einmal begrifflich gesetzt wird.

687.

Der Satz vom Bestehen der Energie fordert die *ewige Wiederkehr*.

688.

Um den Gedanken der Wiederkunft zu *ertragen*, ist nötig: Freiheit von der Moral; -- neue Mittel gegen die Tatsache des *Schmerzes* (Schmerz begreifen als Werkzeug, als Vater der Lust; es gibt kein *summierendes* Bewußtsein der Unlust); -- der Genuß an aller Art Ungewißheit, Versuchhaftigkeit, als Gegengewicht gegen jenen extremen Fatalismus; -- Beseitigung des Notwendigkeitsbegriffs; -- Beseitigung des „Willens“; -- Beseitigung der „Erkenntnis an sich“.

*Größte Erhöhung des Kraftbewußtseins* des Menschen als dessen, der den Übermenschen schafft.

689.

Die beiden größten (von Deutschen gefundenen) philosophischen Gesichtspunkte: a) der des *Werdens*, der *Entwicklung*; b) der nach dem *Werte des Daseins* (aber die erbärmliche Form des deutschen Pessimismus erst zu überwinden!) -- beide von mir in *entscheidender* Weise zusammengebracht.

Alles wird und kehrt ewig wieder, -- *entschlüpfen* ist nicht *möglich*! -- Gesetzt, wir *könnten* den Wert beurteilen, was folgt daraus? Der Gedanke der Wiederkunft als *auswählendes* Prinzip im Dienste der *Kraft* (und Barbarei!!).

*Reife* der Menschheit für *diesen* Gedanken.

690.

Es ist ganz und gar nicht die erste Frage, ob wir mit uns zufrieden sind, sondern ob wir überhaupt irgend womit zufrieden sind. Gesetzt, wir sagen ja zu einem einzigen Augenblick, so haben wir damit nicht nur zu uns selbst, sondern zu allem Dasein ja gesagt. Denn es steht nichts für sich, weder in uns selbst noch in den Dingen: und wenn nur ein einziges Mal unsre Seele wie eine Saite vor Glück gezittert und getönt hat, so waren alle Ewigkeiten nötig, um dies eine Geschehen zu bedingen -- und alle Ewigkeit war in diesem einzigen Augenblick unseres Jasagens gutgeheißen, erlöst, gerechtfertigt und bejaht.

691.

Es muß solche geben, die alle Verrichtungen heiligen, nicht nur Essen und Trinken: -- und nicht nur im Gedächtnis an sie oder im Eins-werden mit ihnen, *sondern immer von neuem und auf neue Weise* soll diese Welt verklärt werden.

692.

Der Mensch ist das *Untier* und *Übertier*; der höhere Mensch ist der Unmensch und Übermensch: so gehört es zusammen. Mit jedem Wachstum des Menschen in die Größe und Höhe wächst er auch in das Tiefe und Furchtbare: man soll das eine nicht wollen ohne das andere, -- oder vielmehr: je gründlicher man das eine will, um so gründlicher erreicht man gerade das andere.

693.

Nicht „Menschheit“, sondern *Übermensch* ist das Ziel!

694.

695.

Den ganzen Umkreis der modernen Seele umlaufen, in jedem ihrer Winkel gesessen zu haben -- mein Ehrgeiz, meine Tortur und mein Glück.

Wirklich den Pessimismus *überwinden* --; ein Goethescher Blick voll Liebe und gutem Willen als Resultat.

696.

Und wißt ihr auch, was mir „die Welt“ ist? Soll ich sie euch in meinem Spiegel zeigen? Die Welt: ein Ungeheuer von Kraft, ohne Anfang, ohne Ende, eine feste, eherne Größe von Kraft, welche nicht größer, nicht kleiner wird, die sich nicht verbraucht, sondern nur verwandelt, als Ganzes unveränderlich groß, ein Haushalt ohne Ausgaben und Einbußen, aber ebenso ohne Zuwachs, ohne Einnahmen, vom „Nichts“ umschlossen als von seiner Grenze, nichts Verschwimmendes, Verschwendetes, nichts Unendlich-Ausgedehntes, sondern als bestimmte Kraft einem bestimmten Raum eingelegt, und nicht einem Raume, der irgendwo „leer“ wäre, vielmehr als Kraft überall, als Spiel von Kräften und Kraftwellen zugleich eins und vieles, hier sich häufend und zugleich dort sich mindernd, ein Meer in sich selber stürmender und flutender Kräfte, ewig sich wandelnd, ewig zurücklaufend mit ungeheuren Jahren der Wiederkehr, mit einer Ebbe und Flut seiner Gestaltungen, aus den einfachsten in die vielfältigsten hinaustreibend, aus dem Stillsten, Starrsten, Kältesten hinaus in das Glühendste, Wildeste, Sich-selber-Widersprechendste, und dann wieder aus der Fülle heimkehrend zum Einfachen, aus dem Spiel der Widersprüche zurück bis zur Lust des Einklangs, sich selber bejahend noch in dieser Gleichheit seiner Bahnen und Jahre, sich selber segnend als das, was ewig wiederkommen muß, als ein Werden, das kein Sattwerden, keinen Überdruß, keine Müdigkeit kennt --: diese meine *dionysische* Welt des Ewig-sich-selber-Schaffens, des Ewig-sich-selber-Zerstörens, diese Geheimniswelt der doppelten Wollüste, dies mein „Jenseits von Gut und Böse“ ohne Ziel, wenn nicht im Glück des Kreises ein Ziel liegt ohne Willen, wenn nicht ein Ring zu sich selber guten Willen hat, -- wollt ihr einen *Namen* für diese Welt? Eine *Lösung* für alle ihre Rätsel? Ein Licht auch für euch, ihr Verborgensten, Stärksten, Unerschrockensten, Mitternächtlichsten? -- *Diese Welt ist der Wille zur Macht -- und nichts außerdem!* Und auch ihr selber seid dieser Wille zur Macht -- und nichts außerdem!

Bei der Transkription vorgenommene Änderungen: Im Satz "Man folgt, aber man folgert nicht mehr." war im Original nach dem ersten Halbsatz ein Absatz gebildet. Dieser wurde entfernt.

Die Kapitelzählung "64." stand nicht über dem Absatz, sondern erst am Beginn der nächsten Seite. Dies wurde korrigiert.

In "Goethe lehrt es anders; aber es scheint, daß er hier sich selbst mißverstehen wollte" stand "mistverstehen".