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Два метода профсоюзной политики

Роза Люксембург

Язык:
немецкий
Статус:
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Die zwei Methoden der Gewerkschaftspolitik (Oktober 1906) Die neue Tarifvereinbarung des Buchdruckerverbandes [1*] scheint äußerlich in gar keinem Zusammenhang mit den Verhandlungen des Mannheimer Parteitages [2*] zu stehen, ist ihm aber als ein denkbar drastischer Kommentar auf dem Fuße gefolgt. Die Gewerkschaft der Buchdrucker gilt ja seit langer Zeit in Deutschland als ein Musterbeispiel der Macht und der Erfolge auf wirtschaftlichem Gebiet, die eine proletarische Organisation erreichen könne, wenn sie nur auf dem „positiven Boden“ der ausschließlichen Gegenwartsinteressen der Arbeiter stehe und allen „revolutionsromantischen“ Lockungen sorgfältig das Gehör verschließe. Der deutsche Buchdruckerverband ist auch in seiner ganzen Geschichte – von der Anerkennung jener bewußten Klausel, die ihm unter dem Sozialistengesetz von der Reaktion aufoktroyiert ward [3*], bis zu der jüngsten Tarifabmachung – die klassische Verkörperung jener Methode der Gewerkschaftspolitik, die Ruhe dem Kampf, Abmachung mit dem Kapital dem Konflikt, politische Neutralität einer offenen Bekennung zur sozialdemokratischen Partei vorzieht und voller Verachtung für revolutionäre „Schwärmerei“ ihr Ideal in dem englischen Typus der Trade-Unions erblickt. Es währte lange, bis sich die Früchte einer solchen Politik auch für das blödeste Auge sinnenfällig gezeigt haben. Jahrzehntelang schienen der glänzende Kassenstand, die gesicherten Existenzbedingungen, die verhältnismäßig günstigen Arbeitsbedingungen sowie die lang dauernde Ruhe im Gewerbe der Methode der

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