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Жуткое

Зигмунд Фрейд

Язык:
немецкий
Статус:
Полное произведение
Авторство:
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Объём:
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  • APAЗигмунд Фрейд. (n.d.). Das Unheimliche [Жуткое]. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/ru/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german
  • MLAЗигмунд Фрейд. Das Unheimliche [Жуткое]. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/ru/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german.
  • ChicagoЗигмунд Фрейд. Das Unheimliche [Жуткое]. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/ru/works/sigmund-freud/das-unheimliche-german.

Ссылка на воспроизведённое издание. SigPhi — цифровая репродукция. Год, издатель и переводчик указаны, если известны; «n.d.» означает неизвестный год.

О чём это

«Жуткое» (1919): что заставляет привычное сделаться тревожным.

Контекст и история

Начинается с разбора немецкого слова unheimlich, которое значит разом «непривычное» и «неутаённое», а кончается тем, что становится текстом Фрейда, которым больше всего пользуются в теории литературы и в кинокритике. Разбор новеллы Гофмана — его сердцевина. Текст на НЕМЕЦКОМ: подлинник, и единственная версия в каталоге. Английские переводы Стрейчи и Ривьер не находятся в общественном достоянии, и потому их здесь нет.

Редакционный контекст, а не источник для цитирования: в отличие от отрывков самого произведения, эти сведения нельзя проверить по корпусу.

Отрывок из доступного издания
Ersatzbeziehung gerecht, die sich in Traum, Phantasie und Mythus zwischen Auge und männlichem Glied kundgibt, und kann dem Eindruck nicht widersprechen, daß ein besonders starkes und dunkles Gefühl sich gerade gegen die Drohung das Geschlechtsglied einzubüßen erhebt, und daß dieses Gefühl erst der Vorstellung vom Verlust anderer Organe den Nachhall verleiht. Jeder weitere Zweifel schwindet dann, wenn man aus den Analysen an Neurotikern die Details des »Kastrationskomplexes« erfahren und dessen großartige Rolle in ihrem Seelenleben zur Kenntnis genommen hat. Auch würde ich keinem Gegner der psychoanalytischen Auffassung raten, sich für die Behauptung, die Augenangst sei etwas vom Kastrationskomplex Unabhängiges gerade auf die _Hoffmann_sche Erzählung vom »Sandmann« zu berufen. Denn warum ist die Augenangst hier mit dem Tode des Vaters in innigste Beziehung gebracht? Warum tritt der Sandmann jedesmal als Störer der Liebe auf? Er entzweit den unglücklichen Studenten mit seiner Braut und ihrem Bruder, der sein bester Freund ist, er vernichtet sein zweites Liebesobjekt, die schöne Puppe Olimpia, und zwingt ihn selbst zum Selbstmord, wie er unmittelbar vor der beglückenden Vereinigung mit seiner wiedergewonnenen Clara steht. Diese sowie viele andere Züge der Erzählung erscheinen willkürlich und bedeutungslos, wenn man die Beziehung der Augenangst zur Kastration ablehnt, und werden sinnreich, sowie man für den Sandmann den gefürchteten Vater einsetzt, von dem man die Kastration erwartet[4]. [4] In der Tat hat die Phantasiebearbeitung des Dichters die Elemente des Stoffes nicht so wild herumgewirbelt, daß man ihre ursprüngliche Anordnung nicht wiederherstellen könnte. In der Kindergeschichte stellen der Vater und Coppelius die durch Ambivalenz in zwei Gegensätze zerlegte Vaterimago dar; der eine droht mit der Blendung (Kastration), der andere, der gute Vater, bittet die Augen des Kindes frei.…

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