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Basil of Caesarea

Bischof von Caesarea in Kappadokien, Theologe und einer der drei »kappadokischen Väter« (330–379), zusammen mit seinem jüngeren Bruder Gregor von Nyssa und seinem Freund Gregor von Nazianz, in Rhetorik und Philosophie in Athen ausgebildet — wo er neben Gregor von Nazianz auch, der Überlieferung nach, mit dem künftigen Kaiser Julian Apostata studierte —, und der, nach einer Zeit einsamen asketischen Lebens, zu einem der entscheidenden Architekten der orthodoxen trinitarischen Theologie und des östlichen christlichen Mönchtums wurde. Sein einflussreichstes theologisches Werk, Über den Heiligen Geist (De Spiritu Sancto), vollendete die Formulierung der nizänischen Trinitätslehre, indem er gegen die Pneumatomachen, die die Gottheit der dritten Person leugneten, darlegte, dass der Heilige Geist zusammen mit dem Vater und dem Sohn Anbetung und Ehre empfangen müsse — ein entscheidender Beitrag, der den Boden für die endgültige Formulierung der Trinität auf dem Konzil von Konstantinopel (381) bereitete. Als Organisator des Mönchtums begründeten seine Größeren und Kleineren Asketischen Regeln — Zusammenstellungen von Fragen und Antworten über das gemeinschaftliche Klosterleben — ein Modell gemäßigten Zönobitentums, das auf Arbeit, gemeinschaftliches Gebet und tätige Nächstenliebe gegenüber den Armen ausgerichtet war, und übte dauerhaften Einfluss sowohl auf das östliche Mönchtum als auch, über den heiligen Benedikt, auf das westliche Mönchtum aus. Als Bischof von Caesarea ab 370 zeichnete sich Basilius auch durch für seine Zeit außerordentlich ambitionierte soziale Tätigkeit aus: In der Nähe von Caesarea gründete er einen monumentalen karitativen Komplex, bekannt als Basiliade, der Krankenhaus, Pilgerherberge, Leprosenhospiz und Armenküche vereinte und als einer der frühesten großen Krankenhauskomplexe der christlichen Geschichte gilt. Als Kirchenlehrer mit dem Beinamen »der Große« verehrt, wird seine Liturgie des heiligen Basilius bis heute in den orthodoxen Ostkirchen zu besonders feierlichen liturgischen Anlässen gefeiert.

1 Werke