Philosophie des Geldes
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- Deutsch
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OB O R G S ) M M E I oso pme ties kj 1 MAGILL UNIVERSITY LIBRARY GEORG SIMMEL PHILOSOPHIE DES GELDES GEORG SIMMEL • GESAMMELTE WERKE ERSTER BAND GEORG SIMMEL PHILOSOPHIE DES GELDES Sechste Auflage DUNCKER & HUMBLOT / BERLIN HG221 S59 McLennan j Cj £ % Simmel . Georg , Philosophie des geldes Alle Rechte Vorbehalten © 1958 Duncker & Humblot, Berlin Unveränderter Nachdruck der 1930 erschienenen 5. Auflage Gedruckt 1958 bei fotokop G.m.b.H., Darmstadt. — Printed in Germany V orrede, Jede Forschungsprovinz hat zwei Grenzen, an denen die Denk¬ bewegung aus der exakten in die philosophische Form übergeht. Die Voraussetzungen des Erkennens überhaupt, wie die Axiome jedes Sondergebietes verlegen ihre Darstellung und Prüfung aus diesem letzteren hinaus in eine prinzipiellere Wissenschaft, deren im Unend¬ lichen liegendes Ziel ist: voraussetzungslos zu denken — ein Ziel, das die Einzelwissenschaften sich versagen, weil sie keinen Schritt ohne Beweis, also ohne Voraussetzungen sachlicher und methodischer Natur, tun. Indem die Philosophie diese Voraussetzungen darstellt und untersucht, kann sie solche doch auch für sich nicht völlig auf- heben; nur ist es hier der jeweils letzte Punkt des Erkennens, an dem ein Machtspruch und der Appell an das Unbeweisbare in uns einsetzt, und der freilich vermöge des Fortschritts der Beweisbar¬ keiten nie definitiv festliegt. Zeichnet der Beginn des philosophischen Gebietes hier gleichsam die untere Grenze des exakten, so liegt dessen obere da, wo die immer fragmentarischen Inhalte des positiven Wissens sich durch abschließende Begriffe zu einem Weltbild zu ergänzen und auf die Ganzheit des Lebens zu beziehen verlangen. Wenn die Geschichte der Wissenschaften wirklich die philosophische Erkenntnisart als die primitive
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