Die Grundlagen der Arithmetik
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
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- Umfang:
- ~49.100 Wörter · 233 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APAGottlob Frege. (n.d.). Die Grundlagen der Arithmetik. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/gottlob-frege/die-grundlagen-der-arithmetik
- MLAGottlob Frege. Die Grundlagen der Arithmetik. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/gottlob-frege/die-grundlagen-der-arithmetik.
- ChicagoGottlob Frege. Die Grundlagen der Arithmetik. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/gottlob-frege/die-grundlagen-der-arithmetik.
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Wovon es handelt
Die Grundlagen der Arithmetik (1884), auf DEUTSCH.
Kontext und Geschichte
Frege fragt, was eine Zahl ist, und antwortet ohne Formeln, in Prosa, in einem kleinen Buch, das zu seinen Lebzeiten fast niemand gelesen hat. Russell schon, und die ganze analytische Philosophie geht daraus hervor. Eines der einflussreichsten Bücher, die je geschrieben wurden.
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das liebliche hinaus. Die meisten Mathematiker sind bei Untersuchungen ähnlicher Art zufrieden, dem unmittelbaren Bedürfnisse genügt zu haben. Wenn sich eine Definition willig zu den Beweisen hergiebt, wenn man nirgends auf Widersprüche stösst, wenn sich Zusammenhänge zwischen scheinbar entlegnen Sachen erkennen lassen und wenn sich dadurch eine höhere Ordnung und Gesetzmässigkeit ergiebt, so pfiegt man die Definition für genügend gesichert zu halten und fragt wenig nach ihrer logischen Rechtfertigung. Dies Verfahren bat jedenfalls das Gute, dass man nicht leicht das Ziel gänzlich verfehlt. Auch ich meine, dass die Definitionen sich durch ihre Fruchtbarkeit bewähren müssen, durch die Möglichkeit, Beweise mit ihnen zu führen. Aber es ist wohl zu beachten, dass die Strenge der Beweisführung ein Schein bleibt, mag auch die Schlusskette lückenlos sein, wenn die Definitionen nur nachträglich dadurch gerechtfertigt werden, dass man auf keinen Widerspruch gestossen ist. So hat man im Grunde immer nur eine erfahrungsmässige Sicherheit erlangt und muss eigentlich darauf gefasst sein, zuletzt doch noch einen Widerspruch anzutreffen, der das ganze Gebäude zum Einstürze bringt. Darum glaubte ich etwas weiter auf die allgemeinen logischen Grundlagen zurückgehn zu müssen, als vielleicht von den meisten Mathematikern füi' nöthig gehalten wüd. Als Grundsätze habe ich iu dieser Unters ucliung folgende festgehalteu;
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