Monadologie
- Sprache:
- Deutsch
- Status:
- Vollständiges Werk
- Autorschaft:
- Vom Autor verfasst
- Zustand des Textes:
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- Umfang:
- ~86.900 Wörter · 413 Passagen
Dieses Werk zitieren
- APAGottfried Wilhelm Leibniz. (n.d.). Leibnitz' Monadologie [Monadologie]. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/leibniz/leibnitz-monadologie-german
- MLAGottfried Wilhelm Leibniz. Leibnitz' Monadologie [Monadologie]. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/leibniz/leibnitz-monadologie-german.
- ChicagoGottfried Wilhelm Leibniz. Leibnitz' Monadologie [Monadologie]. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/leibniz/leibnitz-monadologie-german.
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Wovon es handelt
Die Monadologie (1714) auf DEUTSCH.
Kontext und Geschichte
Neunzig Paragraphen, in denen Leibniz sein ganzes System zusammenfasst: die Welt besteht aus Monaden, fensterlosen Punkten, von denen jeder das ganze Universum spiegelt, von Gott von Anfang an aufeinander abgestimmt. **Achtung: Leibniz hat sie auf FRANZÖSISCH geschrieben**; dies ist eine deutsche Fassung, nicht das Original.
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Substanzen, welchen nur die letztere zukommt, reiche der Name: Monade oder Entelechie hin, und die Bezeichnung: Seele (_âme_) solle für diejenigen vorbehalten werden, deren Vorstellungen deutlicher und vom Erinnerungsvermögen begleitet sind. 20. Denn an uns selbst lernen wir durch die Erfahrung Zustände kennen, in welchen uns weder eine gehörige Erinnerung, noch irgend eine deutliche Vorstellung zu Gebot steht. Dergleichen sind Schwäche, Ohnmacht, oder ein tiefer traumloser Schlaf, der uns gefangen hält. In diesen und ähnlichen Lagen unterscheidet sich die Seele nicht merklich von einer bloßen Monade, und steht nur insofern höher denn diese, als jene Zustände bei ihr von keiner Dauer sind, sondern sie sich durch eigene Kraft aus denselben emporzuraffen vermag. 21. Hieraus folgt indeß ganz und gar nicht, daß die einfache Substanz, selbst so lange sie in diesen Zuständen befangen ist, jemals ohne Vorstellungen sei. Sie kann es nicht sein, schon aus den früher angegebenen Gründen nicht; denn sie kann weder zu Grunde gehen noch fortbestehen, ohne daß sie dadurch irgendwie afficirt würde, und eben diese Affection ist schon eine Vorstellung in ihr. Ist nun eine große Anzahl dergleichen, wenn auch nur schwacher und unbedeutender Vorstellungen zugleich vorhanden und befindet sich unter ihnen keine deutlich bestimmte, so verliert man (wie man zu sagen pflegt) den Kopf, gerade so, als hätte man sich mehrmahl nach einander und beständig nach derselben Seite hin im Kreise gedreht, wo uns dann der Schwindel ergreift, und die Sinne so vergehen, daß wir nichts deutlich unterscheiden. In einen Zustand dieser Art versetzt die thierischen Organismen für eine gewisse Zeit der Tod. 22. Weil ferner jeder gegenwärtige Zustand einer einfachen Substanz nothwendigerweise eine Folge ihrer sämmtlichen vorhergehenden Zustände und die Gegenwart daher (so zu sagen) die schwangere Mutter der Zukunft ist: 23.…
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