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Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung

Max Wertheimer

Sprache:
Deutsch
Status:
Vollständiges Werk
Autorschaft:
Vom Autor verfasst
Zustand des Textes:
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Umfang:
~43.600 Wörter · 207 Passagen
Dieses Werk zitieren
  • APAMax Wertheimer. (n.d.). Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/max-wertheimer/experimentelle-studien-uber-das-sehen-von-bewegung
  • MLAMax Wertheimer. Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/de/works/max-wertheimer/experimentelle-studien-uber-das-sehen-von-bewegung.
  • ChicagoMax Wertheimer. Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/de/works/max-wertheimer/experimentelle-studien-uber-das-sehen-von-bewegung.

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Wie es beginnt
Die Schlitze müssen schmal sein; dann erreicht man bald bei stolsweisem Bewegen des Schiebers zwischen den beiden fixierten Stellungen, dafs zureichend Momentanerhellung des Schlitzbildes stattfindet, ohne dafs irgend am Bilde gesehen werden kann, von welcher Seite der Schlitz aufgedeckt wurde, resp. ohne dals die Richtung der Schiebebewegung erraten werden könnte. [Dafs die Richtung der Aufdeckung nicht konstitutiv wirkt, liefs sich übrigens einfach erweisen (s. S. 170)]. Man findet bald bei stolsweisem, rhythmischem Hin- und Herbewegen des Schiebers eine günstige Zeit (t, die Zeit der Aufeinanderfolge der beiden Expositionen und «, #, die Haltepausen = den Expositionszeiten), bei der der Beobachter, bei dauernder oder bei einmaliger Beobachtung, nicht zwei ruhende Projektionsbilder sieht, sondern einen Strich, der sich von der einen Stellung in die andere bewegt. (Der manuelle Betrieb genügt bei einiger Übung des Experimentators für dieses Experiment vollkommen; über die Bestimmung und die Gröfse der Zeiten vgl. Man kann in ähnlicher Weise einen wirklich bewegten Schlitz 170 Max Wertheimer. projizieren; am einfachsten wieder so, dafs man in den zweiten Teil-Rahmen des Schiebers entsprechend der vorhin am festen Gestell angebrachten Pappscheibe mit zwei Schlitzen eine solche Scheibe mit einem Schlitz stell. Man bewegt nun den Schieber (vor dem diesmal keine fixe Scheibe angebracht ist) in ähnlicher Art wie oben von einer fixierten Lage zur anderen und damit den Expositionsschlitz selbst; wodurch das Schlitzbild im Projektionsfelde in wirklicher Bewegung gegeben ist. Zur Ermöglichung eines Vergleichs bei simultanem Gegebensein beider Arten von Exposition (wirklicher Bewegung und sukzessiver Reize) diente folgende Anordnung der Expositions- und Strichschlitze: die unbewegliche Pappscheibe, die am äulseren Gestell befestigt ist, enthält z. B.…

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