Aphorismen zur Lebensweisheit
- Langue:
- allemand
- État:
- Œuvre complète
- Paternité:
- Écrite par l'auteur
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- Étendue:
- ~79 600 mots · 378 passages
Citer cette œuvre
- APAArthur Schopenhauer. (n.d.). Aphorismen zur Lebensweisheit. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/fr/works/schopenhauer/aphorismen-zur-lebensweisheit-german
- MLAArthur Schopenhauer. Aphorismen zur Lebensweisheit. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/fr/works/schopenhauer/aphorismen-zur-lebensweisheit-german.
- ChicagoArthur Schopenhauer. Aphorismen zur Lebensweisheit. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/fr/works/schopenhauer/aphorismen-zur-lebensweisheit-german.
Référence de l’édition reproduite. SigPhi est la reproduction numérique. Année, éditeur et traducteur sont indiqués lorsqu’ils sont connus ; « n.d. » signale une année inconnue.
De quoi il s'agit
Aphorismes sur la sagesse dans la vie : ce qu'on peut faire, dans un monde que Schopenhauer tient pour mauvais, pour y passer le moins mal possible.
Contexte et histoire
C'est la partie des Parerga und Paralipomena (1851) qui lui a valu la célébrité à soixante-trois ans, après trente ans d'indifférence. La distinction entre ce qu'on est, ce qu'on a et ce qu'on représente aux yeux des autres est de lui, et elle tient toujours. Ceci est la version ALLEMANDE : l'original. Le catalogue contient aussi une vieille traduction anglaise de la même œuvre ; les deux sont là pour être lues, mais les citations doivent suivre celle-ci.
Contexte éditorial, non une source citable : contrairement aux passages de l'œuvre, ces données ne peuvent pas être vérifiées dans le corpus.
Vorzüge, die kein Rang oder Reichtum ersetzen kann. Denn was einer für sich selbst ist, was ihn in die Einsamkeit begleitet und was keiner ihm geben oder nehmen kann, ist offenbar für ihn wesentlicher als alles, was er besitzen, oder auch, was er in den Augen anderer sein mag. Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit, an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung, während von einem Stumpfen die fortwährende Abwechselung von Gesellschaften, Schauspielen, Ausfahrten und Lustbarkeiten, die marternde Langeweile nicht abzuwehren vermag. Ein guter, gemäßigter, sanfter Charakter kann unter dürftigen Umständen zufrieden sein; während ein begehrlicher, neidischer oder böser es bei allem Reichtum nicht ist. Nun aber gar dem, welcher beständig den Genuß einer außerordentlichen, geistig eminenten Individualität hat, sind die meisten der allgemein angestrebten Genüsse ganz überflüssig, ja, nur störend und lästig. Daher sagt Horaz von sich: _Gemmas, marmor, ebur, Thyrrhena sigilla, tabellas, Argentum, vestes Gaetulo murice tinctas, Sunt qui non habeant, est qui non curat habere;_ und Sokrates sagte, beim Anblick zum Verkauf ausgelegter Luxusartikel: »Wie vieles gibt es doch, was ich nicht nötig habe.« Für unser Lebensglück ist demnach das, was wir *sind*, die Persönlichkeit, durchaus das Erste und Wesentlichste; -- schon weil sie beständig und unter allen Umständen wirksam ist: zudem aber ist sie nicht, wie die Güter der zwei andern Rubriken, dem Schicksal unterworfen, und kann uns nicht entrissen werden. Ihr Wert kann insofern ein absoluter heißen, im Gegensatz des bloß relativen der beiden andern. Hieraus nun folgt, daß dem Menschen von außen viel weniger beizukommen ist, als man wohl meint. Bloß die allgewaltige Zeit übt auch hier ihr Recht: ihr unterliegen allmählich die körperlichen und geistigen Vorzüge: der moralische Charakter allein bleibt auch ihr unzugänglich.…