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David Hume

Schottischer Philosoph, Historiker und Essayist (1711–1776), geboren und gestorben in Edinburgh, eine zentrale Gestalt der schottischen Aufklärung und, neben Locke und Berkeley, einer der drei großen britischen Empiristen, obwohl er wegen seines Rufs religiöser Skepsis nie einen Lehrstuhl erhielt und seinen Lebensunterhalt als Bibliothekar, diplomatischer Sekretär und vor allem als kommerziell überaus erfolgreicher Historiker mit seiner History of England verdiente. Sein zentrales philosophisches Werk, Ein Traktat über die menschliche Natur (1739–1740), vor seinem dreißigsten Lebensjahr verfasst und von ihm selbst beklagt, es sei mangels anfänglicher Resonanz „tot von der Presse gefallen“, entwickelt einen radikalen Empirismus, wonach alle unsere Erkenntnis letztlich aus sinnlichen Eindrücken stammt und keine noch so allgemein erscheinende abstrakte Idee mehr ist als eine abgeschwächte Kopie dieser Eindrücke. Daraus ergibt sich seine berühmteste und einflussreichste Skepsis, das Induktionsproblem: Hume argumentiert, dass der Glaube an Kausalität — dass ein Ereignis notwendigerweise ein anderes hervorbringt — niemals durch Vernunft gerechtfertigt werden kann, sondern nur durch Gewohnheit und psychologische Übung, die aus der wiederholten Assoziation von Eindrücken entstehen, da wir niemals die notwendige Verbindung zwischen Ursache und Wirkung beobachten, sondern nur deren beständige Aufeinanderfolge. Diese erkenntnistheoretische Skepsis, zugänglicher neu formuliert in der Untersuchung über den menschlichen Verstand (1748), war es, was Hume nach Kants eigenen Worten aus seinem „dogmatischen Schlummer“ weckte. In der Ethik vertrat Hume die These, die Vernunft sei und solle nur „Sklavin der Leidenschaften“ sein, und moralische Urteile entsprängen nicht der Vernunft, sondern dem moralischen Gefühl und der natürlichen Sympathie für andere. Sein berühmtes „Humesches Gesetz“ — die logische Unmöglichkeit, ein normatives „Soll“ aus einem bloß beschreibenden „Ist“ abzuleiten — bleibt eines der zentralen Probleme der zeitgenössischen Metaethik. Seine Dialoge über natürliche Religion, postum 1779 veröffentlicht, um Kontroversen zu Lebzeiten zu vermeiden, enthalten eine der vernichtendsten je verfassten Kritiken am teleologischen Gottesbeweis.

10 Werke

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